Ich habe des gestrigen Transfer zur Kenntnis genommen. Seine Vita ist keine Erfolgsgeschichte und seine YouTube- Videos sehen nett aus. Allerdings stammen die aus einer unterklassigen Liga mit deutlich schwächeren Defensivspielern als die Bundesliga. Man wird sehen, ob er hier dann auch glänzen kann? Ich sehe ihn maximal als eine Option in der Offensive. Selbst das muss er erst beweisen.
Ich bin auch FB für diesen Transfer dankbar, weil er die Malaise von Werder offen aufzeigt. Zur Erinnerung:
- vor der TP wurde ein neuer IV angesagt. Da war Moisander noch gar nicht verletzt!. Dann stellt man fest, dass man keinen neuen IV braucht?! Klingt nicht gerade logisch, wenn man unlängst die schwächste Defensive gestellt hat. Werderlogik.
- Gondorf kommt für Fritz, ME für FG.
- Pavlenka kommt und Wiedwald geht.
- gleichzeitig gelingt es, viele teure Spieler von der Payroll zu bekommen. Der Kader wird deutlich kleiner und preiswerter, was sinnvoll ist.
- im Frühjahr verhandelt man offiziell mit Selke und kokettiert mit seinem Transfer, den man aus Geldmangel nicht finalisieren kann. Letztendlich holt man dann auf den letzten Drücker einen Spieler aus einer schwachen Liga und hofft, dass er seine Qualitäten hier einbringen kann. Es mögen manche Fans in ihm den Heilsbringer sehen und von gloriosen Tagen an der Weser träumen, aber wahrscheinlich wird es für uns nur gegen den Abstieg gehen.
Bei all den gesparten Summen muss doch mehr als eine Leihgebühr von 1,2 Mio€ + Gehalt drin gewesen sein? Das klingt mir alles nach hanseatischen Kaufmannsgebaren mit höherer EKQ. Werder scheut das Risiko wie der Teufel das Weihwasser. Damit ist man automatisch immer ein Abstiegskandidat. Qualität kostet eben. Wenn ich bei Ikea einkaufe, darf ich mich nicht wundern, wenn mir die Möbel alle paar Jahre auseinanderbrechen.
Im Grunde genommen wäre Werder besser beraten, wenn sie sich als Farmteam eines großen internationalen Teams andienen würde. TE hatte mit Juve schon die richtige Idee nur den falschen Partner. Sie wollen keine Investoren oder strategische Partner, sie wollen das alles so bleibt, wie es mal war, dann gibt es nicht mehr viele Optionen.