Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

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leider wird dieser "monetäre Weg" immer notwendiger um sich wettbewerbsfähig zu halten. es ist ein Tanz mit dem Teufel auf der Rasierklinge um die eigene Seele/ Identität und die eigenen Werte und Überzeugungen.

Das ist richtig.

Das geht aber Investoren-gestutzten Vereinen nicht anders. Deren Tanz ist manchmal noch gefährlicher.

Irgendwann verliert ein Investor Lust, Überblick oder gar sein Kapital.
 
Das sehe ich anders, @FatTony:

"Sich selbst klein reden", "Selbstverniedlichung", "Duckmaeusertum" sind Phrasen einer dafür dankbaren Presse und Medienlandschaft. Die Realität in Bremen und im Umfeld Werders dürfte dann doch ein wenig anders aussehen. (auch wenn ich selbst (noch) nie in Bremen gelebt habe).

Vor ca 3 Wochen war in einer der beiden einschlägigen Zeitungen ein Bericht über den Werder drohenden und gerade noch abgewendeten Lizenzentzug Ende der 70er Jahre zu lesen, dessen Inhalt und Aussagen die Werder-Verantwortlichen damals bis heute nachhaltig geprägt haben dürfte.

Über mehrere Jahrzehnte hinweg, abgesehen von den häufig thematisierten CL-Euphorie-geschwaengerten Jahren, haben Werder-Verantwortliche vernünftig gewirtschaftet. Der Standort Bremen weist oben besagte Nachteile auf, daneben aber eben auch unglaublich wertvolle Vorteile. Hier ist ruhiges, geduldiges Arbeiten möglich. Hier vertraut man dem Personal, hier pflegt man i. d. R. weitsichtige und nachhaltig wirksame Entscheidungen zu treffen, hier achtet man i.d.R. auf seine Werte, ist sich seiner Verantwortung gegenüber anderen bewusst.

Ich bin mir ganz sicher, dass man nicht trotz, sondern wegen dieser Werte so viele Erfolge hat feiern und noch immer Platz 2 der ewigen Tabelle besetzen können/kann und dass auch die Faszination und Bekanntheit dieses Vereins mit dieser Eigenwilligkeit zu tun hat.

Die Nummer in den 70ern war ein Kraftakt, eine Investition die ohne jeden Sinn und Verstand getätigt wurde, ganz so wie bei unseren Freunden aus Hamburg in den letzten Jahren. Aber diese Investition damals zeigt, daß es schon in den 70ern Geld und Möglichkeiten gab. Gerade der Standort hat das also ermöglicht und nicht dieser hat zum Abstieg geführt sondern die Dummheit bei der Umsetzung, die wahllose Zusammensetzung einer Mannschaft wie sie heute in Hamburg und Wolfsburg schlechter nicht gemacht sein könnte. Vernünftiges Wirtschaften damals mit den zur Verfügung stehenden Mitteln hätte aus Werder sowas wie Gladbach der 70er machen können. Aber es wurde eben nicht vernünftig gewirtschaftet, TROTZ der Möglichkeiten des Standortes. Wenn man so will, war das Speckflaggen-Trikot ein Vorgriff auf heutige Verhältnisse, wir hatten in den 70ern einen Investor waren aber zu blöd es zu nutzen. Was also heute gut ist kann damals nicht schlecht gewesen sein und umgekehrt. Ich drehe mich im Kreis, wer aus seinen Möglichkeiten nichts macht, gewinnt eben nichts. Und das trifft auf das Werder der 70er ebenso zu wie auf das der späten Nuller.
 
Das hier immer noch auf TE eingeprügelt wird. Das Thema sollte doch gegessen sein. FB hätte doch nach dem Abgang von Allofs übernehmen können. Aber da wollte er nicht. Vielleicht weil er wusste wie das bestellte Feld von Allofs wirklich aussah? Und nicht er derjenige sein wollte der Schaaf die Papiere gibt? Nur eine Meinung von mir. Die Arbeit von Baumann können wir erst in ein paar Jahren beurteilen. Die Transfers des letzten Jahres hat er mit Geld bezahlt für das jemand anders die Voraussetzung geschaffen hat.
 
Die Transfers des letzten Jahres hat er mit Geld bezahlt für das jemand anders die Voraussetzung geschaffen hat.

Ja. Eichin, Schröder, Skripnik + Trainerteam und die Spieler selbst.

Das klingt immer so, als hätte Eichin durch diese Verkäufe einem immensen Anteil an der letztjährigen Transe und Baumann ist das alles "in den Schoß gefallen." Dass viel Geld nicht automatisch einen guten, ausgewogenen Kader garantiert, davon kann KA und ganz Hamburg ein Lied singen.
 
Völlig überflüssiges Interview eines Altvorderen, der sich nach seinem Ausscheiden eigentlich nicht mehr öffentlich über aktuell Verantwortliche äußern wollte.

Damit tut KDF niemandem einen Gefallen, nur der früher oft kritisch beäugten Presse.
 
Die Vereine waren nicht immer in Investorenhänden, Liverpool war englischer Rekordmeister weit bevor der Irrsinn dort losgegangen ist, auch Manchester war kein unbekannter Zweiligist vor dem Börsengang. Das ist also kein Argument. Und auch die Bedeutung des Fußballs, wie viel bedeutsamer als in Deutschland und speziell in Bremen kann der Fußball denn sein? Ich weiß nicht ob dein Nickname auch dein Wohnort ist, aber die ganze Stadt ist Werder Bremen, also auch hier kann man kaum sagen der Stellenwert wäre nicht gegeben.
Ich bezog meinen Einwurf mehr auf die aktuelle Lage, aber auch in der Hoch-Zeit vom LFC, sprich in den 1970er und 1980er Jahre und somit vordem PL-Irrsinn, waren die Unterschiede in den finanziellen Möglichkeiten deutlich: So hatte Werder z.B. im Meisterjahr 87/88 einen Schnitt von 22.159 Zuschauern, Liverpool in der selben Saison, ebenfalls mit Titelgewinn, 39.683 Besucher, somit war zu der Zeit der Stellenwert von Werder in seinem Einzugsgebiet deutlich geringer. Und wenn man diese Durschnittswerte auf eine Saison hochrecht und berücksichtigt, daß in der damaligen First Diivison 21 Teams spielten und Liverpool 20 statt nur 17 Heimspiele hatte, ergibt das in Summen 793.653 zu 376.700, also im Vergleich zu Werder mehr als Doppelte - und das in einer Zeit, in der die Eintritsgelder die wichtigste Geldquelle für die Clubs gewesen sind.


Mich nervt dieses permanente Duckmäusertum und im übrigen nervt(e) das auch viele Fans anderer Vereine, gerade als Werder erfolgreich war und permanent so getan hat als wäre man die arme Kirchenmaus dabei hat man in Spieler investiert wie kaum ein zweiter Verein. Man WOLLTE nicht den Schritt gehen mehr zu sein als das kleine Bremen, man WOLLTE das Image haben Bayern mit vermeintlich kleinen Mitteln zu ärgern. Na bitte schön, die Quittung haben wir bekommen.
Das ist Quatsch. Wenn es für Dich kein Quatsch ist, dann erkläre doch mal bitte, wie das kaufmännisch ohne die Gefahr ein finanziellen Kollapses hätte bewerkstelligt werden können. Werder verfügte und verfügt im Vergleich zu den Bayern ein deutlich kleines Stadion, Niebaum und Meier haben bei dem Versuch, den BVB mit seiner im Vergleich zum Weserstadion deutlich größeren Heimspielstätte dauerhaft dem FC Bayern Paroli bieten zu können, den Karren dermaßen an die Wand gefahren. daß man beim DFB auch die Hühneraugen zudrücken musste, um den Schwarz-Gelben nicht die Lizenz zu entziehen, Calmund hat bei den Pillen ähnliches versucht, bis er von der Konzernspitze zurück gepfiffen wurde und den Radkappen hat das bis zum Abgasskandal üppig fließende Geld auch nur kurzzeitigen Erfolg beschert.
 
Wie gesagt, der sportliche Abstieg hatte sehr viele Gründe, nicht nur den AR und nicht nur das Stadion. Das wurde schon 100mal durchgekaut.

Davon ab hat niemand behauptet, dass irgendjemand unfehlbar sind. Davon ab, dass bei Bauvorhaben der erste Finanzierungsplan sehr selten eingehalten wird.
 
Der Finanzierungsplan ist in meinen Augen die eine Sache. Dass man die Gelegenheit allerdings trotz der recht hohen Auslastung nicht nutzte, die Kapazität (signifikant) zu erhöhen, eine ganz andere Frage. Allerdings ist diese (meiner Ansicht nach) Katastrophe natürlich nicht alleine und nicht einmal primär dem AR zur Last zu legen.
 
Das hier immer noch auf TE eingeprügelt wird. Das Thema sollte doch gegessen sein. FB hätte doch nach dem Abgang von Allofs übernehmen können. Aber da wollte er nicht. Vielleicht weil er wusste wie das bestellte Feld von Allofs wirklich aussah? Und nicht er derjenige sein wollte der Schaaf die Papiere gibt? Nur eine Meinung von mir. Die Arbeit von Baumann können wir erst in ein paar Jahren beurteilen. Die Transfers des letzten Jahres hat er mit Geld bezahlt für das jemand anders die Voraussetzung geschaffen hat.

Klar wusste FB das, der hat das Feld ja mit bestellt!!! Die "Drecksarbeit" durfte dann jemand anderes machen.:ugly:
 
Wenn das Kriterien sind sollte AJ über jeden Zweifel erhaben sein ;)

Mal davon abgesehn, dass AronJo und Kainz zwei verschiedene Positionen bekleiden:

15/16

AronJo: Alle 204 Minuten ein Scorerpunkt (1 von 2 Toren durch Elfmeter)
Kainz: Alle 122 Minuten ein Scorerpunkt

16/17
AronJo: Alle 89 Minuten (Das einzige Tor durch Elfmeter)
Kainz: Alle 66 Minuten

Also hier ist Kainz effektiver, wie zu erkennen. Dazu zeigt die Entwicklungskurve von Kainz nach oben, während es bei AronJo stetig nach unten geht.

Klar wusste FB das, der hat das Feld ja mit bestellt!!! Die "Drecksarbeit" durfte dann jemand anderes machen.:ugly:

Das ist falsch und noch dazu unsachlich.

Baumann war "Lehrling" und hat das Scouting koordiniert. Die Entscheidungen, die mit zum bestellten Feld gehörten, oblagen Allofs. Als er Direktor Profifußball und Scouting war Eichin bereits da. Aufgehört hat Baumann erst nach der Saison 14/15.

Wo nimmt man die Annahme eigentlich her, dass Baumann hätte können sofort nach KA ans Ruder?
 
Die Verklärung die hier bezüglich Kruse herrscht ist schon teilweise verblüffend. So als ob man 2008/09 zu dumm gewesen wäre sein Talent zu erkennen. Vier(!) Jahre hat es nach seinem Wechsel gedauert ehe er seinen Durchbruch hatte. Vier Jahre! Und die Konkurrenz bei Werder hieß Diego, Özil, Hunt, Pizarro. Ich kann Kruse verstehen, er hatte keine Chance bei der Konkurrenz in dem Maße zu spielen wie er sich das gewünscht hatte. Ob eine Leihe über 2 Jahre möglich gewesen wäre, weiß ich heute nicht mehr. Aber Werder da ein Versäumnis vorzuwerfen ist wirklich hanebüchen. Das mit Rolfes ist sicherlich unglücklich gelaufen, aber auch hier, die Konkurrenz hieß Baumann und Ernst, zu dem Zeitpunkt sah die Perspektive für Rolfes einfach nicht gut aus. Im Nachhinein ist man immer schlauer.
FatTony hat Recht.

Ein Fazeli und Pfeifer wurden erst von TE entsorgt. Aus sich selbst heraus hat Werder lieber alles so laufen lassen wollen. Daraus resultiert u.a. der Vorwurf, dass Werder als Verein nicht wie eine KG geführt worden ist. Werderfamilie hin oder her.
Pfeifer hat zum Beispiel Hunt in die Werder-Jugend integriert, und zwar unter enormen Aufwand, weil er an das Talent von Hunt glaubte. Das war im C-Jugend-Alter. Wäre Pfeifer nicht gewesen, würde Hunt womöglich heute noch irgendwo in Goslar rumdümpeln und hätte als 16-jähriger mit dem Fußball aufgehört.

Der hier hochgelobte Bargfrede wurde von Pfeifer an Schaaf herangetragen, weil dem frühen Pressing unter TS um 2006 bis 2010 genau so einer fehlte. Borowski oder Jensen konnten das nicht, erst recht nicht als Halbpositionsspieler. Bernd Pfeifer sah wie seine Vorgänger in den jüngeren Juniorenteams Bargfrede im Offensivbereich, wo er den kurzen Weg zum Tor hat und vorne früh stört, nach Ballgewinn den einfachen Kurzpass spielt. Der ist ein guter Fußballer, technisch ordentlich und ballsicher (zumindest was das angeht heute einer der Besten in Werders Kader), zudem antrittsschnell. Aber eben ein rein reaktiver Spieler, der davon lebt, eingebunden zu werden, seine Konzentration nicht fokussieren und mit dem Spiel vor sich nichts anfangen kann, deshalb wird er nie ein Sechser oder sowas in der Art werden. Und deshalb spielte er in den Großfeld- Jugendmannschaften in der Regel in offensiven Halbräumen, oder sogar hängende Spitze und ähnliches. 2009/10, als das Spiel mit Özil, Merte etc. schnell war, passte Bargfrede ideal ins Team auf der Halbposition, als Balleroberer und Prallspieler für 2 Kontakte, wenn die Post nach vorne abging. Wir hatten nicht ohne Grund in jener Hinrunde die längste Zu-Null-Serie unter Schaaf in den letzten 8 TS-Jahren. Pfeifer hatte
Als Trainer von Bargfrede und Diekmeier hat Pfeifer die ein Jahr älteren Harnik und Kruse beim SC Vier entdeckt und für die Werder A-Jugend empfohlen.
Pfeifer hat Abdennour in Tunesien gefunden, auf einen Tipp hin beobachtet und alles daran gesetzt, dass der geliehen wird. Er hat in dem Jungen damals gewisse Qualitäten gesehen, auch was das bröselige Abwehrkonstrukt Werders anging. Abdennour wurde im TS-System letztlich verbrannt. Das gab es noch einige Beispiele.

Letztlich wollte Pfeifer offensive Ballsicherheit scouten, um dem Hauruck- und zweite- Bälle- Spekulier- Fußball unter Dutt entgegen zu arbeiten. Denn Ballsicherheit fehlte abgesehen von Hunt und mit Abstrichen Di Santo den Petersen, Elia, Yildirim, Junuzovic enorm, was ein Mitgrund für das oft schauderhaft anzusehende Werder-Spiel in der Offensive zu jener Zeit war. Er hatte auch im Winter 2013/14 zwei Spieler dafür in Holland im Visier, die zu haben gewesen wären im erschwinglichen finanziellen Rahmen, die Eichin aber für noch zu teuer befand. Eichin hingegen hatte damals einen Stürmer im Blick, mit gewissen Abschlussqualitäten, der aber keinen Ball festmachen konnte. Also das was Werder bereits hatte. Der Transfer kam allerdings nicht zustande. Schließlich wurde Pfeifer entlassen und Eichin hat Obraniak geholt.

Auf der Mitgliederversammlung Werders letzten November hat Baumann in seiner Rede sicherlich nicht ganz grundlos und entgegen seiner eigentlichen Art unter verdeckter Hand nachgetreten in Richtung Eichin mit „weil wir keine Scouts hatten“. Ich denke nicht, dass Pfeifer ein Problem war oder die Scouts generell zwingend hätten entsorgt werden müssen. Dass da vieles ein- und festgefahren war, zu eindimensional und überholt, denke ich auch. Was ich aber nicht glaube ist, dass die Eichin´ sche Herangehensweise richtig war
 
Der Finanzierungsplan ist in meinen Augen die eine Sache. Dass man die Gelegenheit allerdings trotz der recht hohen Auslastung nicht nutzte, die Kapazität (signifikant) zu erhöhen, eine ganz andere Frage. Allerdings ist diese (meiner Ansicht nach) Katastrophe natürlich nicht alleine und nicht einmal primär dem AR zur Last zu legen.

Der letzte Stadion Umbau, war ja in zwei Abschnitten.
Der erste Abschnitt stand ja unter dem Verdacht das man 2006 Austragungsort der WM gewesen wäre. Da gab es Pläne die Kapazität auf ca. 56.000 Zuschauer zu erhöhen. Das es gescheitert ist, liegt daran, das wir kein WM-Stadion geworden sind, daher musste Werder den Stadion umbau ganz alleine Finanzieren. Mit WM-Stadion stünde man nicht alleine da. Somit wäre dann der Umbau auf eine Kapazität auf ca 56. 000 Zuschaer machbar gewesen so leider nicht.
Das Ziel war deshalb ganz allein nur noch den Rassen abzusenken und aus ein Leichtathletikstadion ein reines Fußballstadion zu machen. Mehr war da nicht möglich.
Der 2. Abschnitt diente dazu, das man sich Unabhängig machen wollte von den Stromlieferanten. Werder sollte sein eigenen Strom produzieren. Das ist nun möglich. Das Weserstadion produziert Strom für ca. 25.000 Bremer Haushalte. Mit diesem Strom wird der Umbau Refinanziert. Wenn der Umbau ab bezahlt ist, profitiert Werder ganz erheblich durch eine zusätzliche Einnahme Quelle.
Wäre man von Anfang an auf diese Idee gekommen, hätte man auch den Umbau auf 56.000 Zuschauern realesieren können auch ohne WM- Stadion sein zu können. Leider ist man damals nicht drauf gekommen.
 
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