Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

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TS war einfach ein sehr wortkarger Trainer und ist nicht auf die Jungs eingegangen, hat teilweise wochenlang nicht mit diesen gesprochen.
Und wenn du dann wie Rolfes und Kruse nicht das Gefühl bekommst eine Chance zu haben, wechselst du halt.

Schaaf war 7 Jahre A-Jugendtrainer, danach 4 Jahre Amateurtrainer. Der konnte schon mit den Jungen.

Bei Kruse war der Fall nochmal anders gelagert. Der war damals ein Enfant terrible, der erst in der Ferne (Freiburg) zur "Räson" kam.
 
@nurderSVW

Wobei man auch sagen muss, dass es schwer ist für TS in der Hochzeit, eigene Talente einzubauen wenn du permanent unter Druck stehst, alle Spiele zu gewinnen um Meister zu werden. Genauso im Abstiegskampf.
Natürlich ist der Druck auf den Trainer im Erfolgsfall größer, aber in einer funktiorenden und gut spielenden Mannschaft können Talente auch wesentlich besser reifen als z.B. in einer Mannschaft, die sich ständig im Abstiegskampf befindet.

Man muß sich doch nur einmal daran erinnern, wie viele Talente Otto Rehhagel trotz erfolgreicher Jahre bei Werder zu Stamm- und auch Nationalspielern machte: Neubarth, Wolter, Hermann. Ordenewitz, Sauer (leider von vielen Verletzungen geplagt) Eilts und Bode. Oder van Gaal: Davids Kluivet, van der Sar, die de Boer Zwillinge, Overmars und Seedorf bei Aljax, Valdes, Puyol, Xavi, Inesta bei Barca, Müller und Badstuber (auch von Verletzungen gebeutelt) bei Bayern. Entscheidend ist, welche Voraussetzungen ein Coach bei einem Club vorfindet und was er daraus macht.
 
@nurderSVW

Wobei man auch sagen muss, dass es schwer ist für TS in der Hochzeit, eigene Talente einzubauen wenn du permanent unter Druck stehst, alle Spiele zu gewinnen um Meister zu werden. Genauso im Abstiegskampf.

Da war so eine "Mittelklasse-Sorglos" - Saison wie 11/12 eher geeignet wo auch Spieler wie Mielitz, Hartherz, Trinks, Trybull und Füllkrug erstmals Rollen gespielt haben.
Ich habe oft kritisiert, dass sich Werder seinerzeit viel zu stark auf dauerhafte CL-teilnahmen konzentriert hat, auch Schaaf.

Dafür hat man lieber auf dazu gekaufte "Wundertuten" gebaut als auf den eigenen Nachwuchs. Obwohl Schaaf für die Förderung des eigenen Nachwuchses prädestiniert gewesen wäre.

Mit den Erfolgen wachsen häufig die Ansprüche, mit den Ansprüchen die Unvernunft. Eine ähnliche Entwicklung konnte man vor Werder in den 90er Jahren auch schon bei Borussia Dortmund beobachten. Auch die müssten später "zurück auf Anfang"! Noch krasser, noch rigoroser.

Am Ende hatten sie Glück, dass sie unter Watzke und Klopp wieder erfolgreich und geduldig auf Jugend gesetzt haben.
 
Schaaf war 7 Jahre A-Jugendtrainer, danach 4 Jahre Amateurtrainer. Der konnte schon mit den Jungen.

Ich habe ihn persönlich komplett anders erlebt. Ein Ausbildungstrainer muss mit den Jungs sprechen besonders ihnen zusprechen, den Jungs helfen, sie weiterbringen in ihren sportlichen Fähigkeiten und ihrer sportlichen Persönlichkeitsentwicklung.
Thomas beobachtet und gibt dann von Zeit zu Zeit etwas von sich. Er ist nicht nah dran an den Jungs, spricht nicht mit ihnen, ist komplett auf einer anderen Ebene. Halt wie sein Lehrmeister Rehagel, ein Trainer für Erwachsene für Profis.
Bei den Profis hat das wunderbar funktioniert, was mich ehrlich gesagt zu der Zeit extrem gewundert hat.
Bei der Jugend so ziemlich gar nicht.
 
Eigentlich ist es sogar einfacher Talente in Hochzeiten einzubauen. Da funktioniert die Mannschaft und so fällt es dem Jungspieler auch wesentlich einfacher dort seine Leistung zu bringen.
TS war einfach ein sehr wortkarger Trainer und ist nicht auf die Jungs eingegangen, hat teilweise wochenlang nicht mit diesen gesprochen.
Und wenn du dann wie Rolfes und Kruse nicht das Gefühl bekommst eine Chance zu haben, wechselst du halt.
Gibt dir der Coach das Gefühl du bist nah dran und eine Leihe bringt dich weiter, verlängerst du und lässt dich ausleihen.
Rolfes war gerade mal ein Jahr in Aachen bevor er den Sprung in die 1. Liga schaffte.
Wenn ich mich recht erinnere war er Kapitain der U21 sowie Lars Unger zuvor auch. Werder konnte beide Spieler nicht im Profibereich integrieren. Das hat mich damals schon sehr geärgert. Augrund der ansonst großen Erfolge war dies in der öffentlichen Diskussion fast kein Thema.
Es war Thema.

Und es war bei beiden mehr als deutlich, dass die Konkurrenz damals übermächtig war.

Wenn ich mich richtig erinnere, wollte Werder damals beide gerne behalten und hat auf deren Geduld gebaut. Diese war leider nicht vorhanden, was man aus Spielersicht auch irgendwie nachvollziehen kann. Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, z.B. 23 Jahre, will man spielen.

So war es zumindest früher, heute will man ggf. hauptsächlich einen gut dotierten Vertrag. :kaffee:
 
Ich habe ihn persönlich komplett anders erlebt. Ein Ausbildungstrainer muss mit den Jungs sprechen besonders ihnen zusprechen, den Jungs helfen, sie weiterbringen in ihren sportlichen Fähigkeiten und ihrer sportlichen Persönlichkeitsentwicklung.
Thomas beobachtet und gibt dann von Zeit zu Zeit etwas von sich. Er ist nicht nah dran an den Jungs, spricht nicht mit ihnen, ist komplett auf einer anderen Ebene. Halt wie sein Lehrmeister Rehagel, ein Trainer für Erwachsene für Profis.
Bei den Profis hat das wunderbar funktioniert, was mich ehrlich gesagt zu der Zeit extrem gewundert hat.
Bei der Jugend so ziemlich gar nicht.

Und trotzdem war er 11 Jahre für den Nachwuchs verantwortlich? :denk:
 
Nein, wieviele Jugendspieler es zu der Zeit geschafft hatten. Zwischen 88 und 99 hab ich mich noch nicht für Fussball interessiert, und die damaligen Kader durchforsten um die Spielerhistorie zusammenzuflicken ist jetzt etwas mühsam, gibt doch genug alte Hasen hier :D
 
Wie gesagt, ich kann nur das wiedergeben was in den öffentlich vorgelegten Jahresbilanzen steht/stand.

Warum sollte das ständig "behauptet" werden, wenn die Bilanzen das Schwarz auf Weiss widerlegen würden.

Weil Personalkosten gesamt gesehen werden und kein Unterschied zwischen Kosten Lizenzspieler und Personalkosten gemacht wird.

Auszug aus der Bilanz 14/15

5.5. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden durchschnittlich 457 (Vorjahr: 489) Arbeitnehmer beschäftigt.

Wie gesagt ich spreche von den Personalkosten außerhalb des Etat der Bundesligamannschaft. Hier bewegen wir uns im CL Niveau der Liga.
Hier hat Eichin angesetzt und wurde schlußendlich gestoppt.
 
Die Verklärung die hier bezüglich Kruse herrscht ist schon teilweise verblüffend. So als ob man 2008/09 zu dumm gewesen wäre sein Talent zu erkennen. Vier(!) Jahre hat es nach seinem Wechsel gedauert ehe er seinen Durchbruch hatte. Vier Jahre! Und die Konkurrenz bei Werder hieß Diego, Özil, Hunt, Pizarro. Ich kann Kruse verstehen, er hatte keine Chance bei der Konkurrenz in dem Maße zu spielen wie er sich das gewünscht hatte. Ob eine Leihe über 2 Jahre möglich gewesen wäre, weiß ich heute nicht mehr. Aber Werder da ein Versäumnis vorzuwerfen ist wirklich hanebüchen. Das mit Rolfes ist sicherlich unglücklich gelaufen, aber auch hier, die Konkurrenz hieß Baumann und Ernst, zu dem Zeitpunkt sah die Perspektive für Rolfes einfach nicht gut aus. Im Nachhinein ist man immer schlauer.
 
Die Verklärung die hier bezüglich Kruse herrscht ist schon teilweise verblüffend. So als ob man 2008/09 zu dumm gewesen wäre sein Talent zu erkennen. Vier(!) Jahre hat es nach seinem Wechsel gedauert ehe er seinen Durchbruch hatte. Vier Jahre! Und die Konkurrenz bei Werder hieß Diego, Özil, Hunt, Pizarro. Ich kann Kruse verstehen, er hatte keine Chance bei der Konkurrenz in dem Maße zu spielen wie er sich das gewünscht hatte. Ob eine Leihe über 2 Jahre möglich gewesen wäre, weiß ich heute nicht mehr. Aber Werder da ein Versäumnis vorzuwerfen ist wirklich hanebüchen. Das mit Rolfes ist sicherlich unglücklich gelaufen, aber auch hier, die Konkurrenz hieß Baumann und Ernst, zu dem Zeitpunkt sah die Perspektive für Rolfes einfach nicht gut aus. Im Nachhinein ist man immer schlauer.

:tnx: ich finde viel mehr ist zu dem Thema nich zu sagen
 
:tnx:

So etwas wäre kontraproduktiv. Die Wettbewerbsfähigkeit der U23 hat zwar grundsätzlich sekundäre Bedeutung, weil das Primärziel die Heranfühung von Talenten an den Profibereich ist. Durch den Verleih der guten Spieler wohin auch immer riskiert man jedoch den Abstieg der U23 aus der 3. Liga, der nachhaltige negative Folgen auf die Talentförderung zu den Profis hätte.
Ist die polnische Liga ueberhaupt staerker als die heimische dritte Liga?
 
Die Verklärung die hier bezüglich Kruse herrscht ist schon teilweise verblüffend. So als ob man 2008/09 zu dumm gewesen wäre sein Talent zu erkennen. Vier(!) Jahre hat es nach seinem Wechsel gedauert ehe er seinen Durchbruch hatte. Vier Jahre! Und die Konkurrenz bei Werder hieß Diego, Özil, Hunt, Pizarro. Ich kann Kruse verstehen, er hatte keine Chance bei der Konkurrenz in dem Maße zu spielen wie er sich das gewünscht hatte. Ob eine Leihe über 2 Jahre möglich gewesen wäre, weiß ich heute nicht mehr. Aber Werder da ein Versäumnis vorzuwerfen ist wirklich hanebüchen. Das mit Rolfes ist sicherlich unglücklich gelaufen, aber auch hier, die Konkurrenz hieß Baumann und Ernst, zu dem Zeitpunkt sah die Perspektive für Rolfes einfach nicht gut aus. Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Das ist absolut korrekt dargestellt und dem kann man zu 100% beipflichten. Es geht aber in dieser Zeit um folgendes:
Dafür hat man lieber auf dazu gekaufte "Wundertuten" gebaut als auf den eigenen Nachwuchs. Obwohl Schaaf für die Förderung des eigenen Nachwuchses prädestiniert gewesen wäre.
Da waren dann Wolter und später auch Harttgen für die Nachwuchsförderung verantwortlich. Der Output war gleich 0. Aber anstatt die handelnden Personen an Ergebnissen zu messen, musste erst ein Eichin kommen und diese hinterfragen. Daraufhin wurde u.a. ein Harttgen entlassen bzw ist von selbst gegangen. Auch das Scouting war richtig schlecht. Ein Fazeli und Pfeifer wurden erst von TE entsorgt. Aus sich selbst heraus hat Werder lieber alles so laufen lassen wollen. Daraus resultiert u.a. der Vorwurf, dass Werder wie ein Verein nicht wie eine KG geführt worden ist. Werderfamilie hin oder her. Es kann doch nicht sein, dass Werder zum nostalgischen Auffangbecken für Ex-Profis des Vereins mutiert? Das kann man machen, muss dabei aber eine Messlatte für jeden Einzelnen ansetzen. Was für Jeden in seinem Beruf gilt, wurde in Bremen nicht konsequent durchgeführt.
Und bei FB müssen wir abwarten, wie er sich diese Saison schlägt? Erst dann kann man über ihn ein endgültiges Urteil fällen. Sein Start mit VS und die Art der Amtsübernahme waren nicht gerade glücklich. Im Verlauf letzter Saison hat er an Profil gewonnen. Dies gilt es nun zu bestätigen.
 
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