Marco Bode

Okay, ich denke auch, dass die Werder-Homepage nicht der Ort ist, um da Diskussionen anzuschieben (ich meine nicht das Forum, sondern von Vereinsseite...). Aber sonst denke ich, dass einige hier "einen Punkt" haben. Warum beeilen sich so viele in der Bundesliga in vorauseilendem Gehorsam, RB zu loben? Das ist doch wie bei Bayern, korrupt bis über beide Ohren, aber mei, das interessiert wenige so richtig (außer die Justiz).
 
Bei aller verständlicher Aversion gegenüber den Brauseclub sollte man bezüglich der dahingehenden Äußerungen von MB die Kirche im Dorf lassen:

1. Ist ein schlechter Stil, wenn sich ein Offizieller eines Bundesligisten wie ein Uli Hoeness in seinen "besten Tagen" abfällig über einen Rivalen äußert.
2. Begibt man sich mit Sticheleien in Richtung des kommenden Gegners auf sehr dünnes Eis. weil man diesen damit einen zusätzlichen Motivationsschub geben kann (damit sind wir wieder bei Uli Hoeness vor dem entscheidenden Spiel um die Meisterschaft anno 2004).
3. Existieren bei Werder noch genug Baustellen, so daß, wenn die Absicht eines Werder-Offiziellen bestünde, einen Gegner mit verbalen Dreck bewerfen zu wollen, wohl erst einmal vor der eigenen Tür gekehrt werden sollte,
4. Hat MB sich deutlich zu einer Abschaffung der 50+1-Regel bekannt. Wenn er jetzt anfangen würde. sich all zu sehr kritisch über die Modelle zu äußern, die nicht in die ursprüngliche, wenn auch durch DFB/DFL verwässerten 50+1-Regel passen, würde er politisch unklug handeln - und somit z.B. auch potentielle Investoren für Werder abschrecken.
 
Bei aller verständlicher Aversion gegenüber den Brauseclub sollte man bezüglich der dahingehenden Äußerungen von MB die Kirche im Dorf lassen:

1. Ist ein schlechter Stil, wenn sich ein Offizieller eines Bundesligisten wie ein Uli Hoeness in seinen "besten Tagen" abfällig über einen Rivalen äußert.
2. Begibt man sich mit Sticheleien in Richtung des kommenden Gegners auf sehr dünnes Eis. weil man diesen damit einen zusätzlichen Motivationsschub geben kann (damit sind wir wieder bei Uli Hoeness vor dem entscheidenden Spiel um die Meisterschaft anno 2004).
3. Existieren bei Werder noch genug Baustellen, so daß, wenn die Absicht eines Werder-Offiziellen bestünde, einen Gegner mit verbalen Dreck bewerfen zu wollen, wohl erst einmal vor der eigenen Tür gekehrt werden sollte,
4. Hat MB sich deutlich zu einer Abschaffung der 50+1-Regel bekannt. Wenn er jetzt anfangen würde. sich all zu sehr kritisch über die Modelle zu äußern, die nicht in die ursprüngliche, wenn auch durch DFB/DFL verwässerten 50+1-Regel passen, würde er politisch unklug handeln - und somit z.B. auch potentielle Investoren für Werder abschrecken.

Zu der 50+1-Regel hat es Marco Bode aber so gemeint: Es sollte Chancengleichheit herrschen. Wenn die Regel für einzelne abgeschafft wird, soll sie für keinen gelten.
Uli H. ist ein schlechter Vergleich, weil der vom Stil unter aller Sau war und ist.
Es gibt noch andere Möglichkeiten, seine Meinung zu sagen.
Wir hier haben ja nur um eine Unterlassung gebeten. Man muss RBL nicht loben.
Und wo bei Werder Baustellen existieren sollten, ist mir nicht bekannt.
 
Ich glaube, Hubertus hat das Thema gerade auf den Punkt gebracht:

Was ist mit grundsätzlicher Kritik am Konstrukt RB Leipzig?


Natürlich muss die erlaubt sein. Aber ich finde, dass man bei der Kritik an RB Leipzig viel deutlicher machen muss, was uns Traditionsklubs eigentlich ausmacht, was wir bewahren wollen, wofür wir stehen. Wir sollten das Thema RB-Kritik positiv besetzen und nicht immer nur herausstreichen, wogegen man ist.

http://www.weser-kurier.de/startsei...-wird-nie-werders-weg-sein-_arid,1567706.html
 
Zu der 50+1-Regel hat es Marco Bode aber so gemeint: Es sollte Chancengleichheit herrschen. Wenn die Regel für einzelne abgeschafft wird, soll sie für keinen gelten.
Eben, deswegen fordert MB die Abschaffung der 50+1-Regel:
Bode hält die Forderung nach einer strengen Einhaltung der 50+1-Regel für alle Clubs für "naiv" und "unrealistisch". Stattdessen forderte der frühere Nationalspieler: "Alternativ müsste die Regel für alle verschwinden und Vereine die Freiheit haben, Unternehmen und Investoren zu 100 Prozent beteiligen zu können. Wie in England."
Quelle

Uli H. ist ein schlechter Vergleich, weil der vom Stil unter aller Sau war und ist.
Es gibt noch andere Möglichkeiten, seine Meinung zu sagen.
Wo bitte habe ich einen Vergleich gezogen? Gerade weil die Vorgehensweise von Uli H. schlechter Stil war, habe dieses als mahnendes Bespiel genannt ohne damit eine direkten Bezug zu MB zu stellen.

Und wo bei Werder Baustellen existieren sollten, ist mir nicht bekannt.
Aha, also ist alles in bester Ordnung, wenn gerade einmal die Tordifferenz dafür ausschlaggebend ist, daß Werder nicht auf dem Relegationsplatz steht?
 
Ich finde die RB-Diskussion relativ albern. Letzten Endes kann man dann alle Sponsoren in Frage stellen, das sind im Grunde auch Investoren. Wie sieht's denn bsp. mit dem Infront-Vertrag aus, der eine Laufzeit bis 2029 hat? In dieser Zeit hat man kein Mitspracherecht bei Trikotsponsoren und auch da ist die eigene Geschäftsfähigkeit eingeschränkt, also da sollte man erstmal vor der eigenen Haustüre kehren. Nur mal so am Rande, da hat man sich auch 15 Jahre abhängig gemacht und bekommt im Grunde kaum was pro Jahr... :ugly: Weiß auch nicht, warum RB da dauernd nur kritisiert wird? Dasselbe kann man auch bei Dortmund, Leverkusen, Wolfsburg etc. sagen oder den Clubs aus anderen internationalen Ligen, wo es überall Investoren gibt. Außerdem muss man auch erstmal mit dem Geld sinnvoll umgehen, das man bekommt und das macht RB z.B. mit der Jugendabteilung extrem gut. Ich muss sagen, dass ich diesen Weg gut finde, weil die aus relativ unbekannten Spielern gute Spieler formen. Hier bezeichnet man sich schon lange als Ausbildungsverein, aber es kommen fast keine Spieler nach oben. Wenn man also mit einem stillen Investor dieses Konstrukt fahren würde, hätte ich damit kein Problem. Ich finde den Begriff Traditionsverein sowieso irgendwie albern, denn die Spieler wechseln schon seit Jahren munter hin und her. Was haben die denn noch mit einem Traditionsverein zu tun? Einen Maldini gibt es doch so gut wie gar nicht mehr und es wird in der Regel da gekickt, wo es am meisten gibt, das ist eben Kapitalismus. Und nach diesen Regeln muss man sich richten, wenn man wettbewerbsfähig bleiben will oder man wird irgendwann einen Weg wie Lautern, Nürnberg, Bochum einschlagen... Was ist denn von diesen "Traditionsvereinen" heute noch übrig? Ich möchte wetten, dass sämtliche Fans von diesen Clubs (und ich kenne auch genügend), einen Investor mit Handkuss begrüßen würden, als dauerhaft nur noch in Liga 2 rumzugurken...
 
aus welchem relativ unbekannten spieler hat rb denn einen guten spieler geformt?

bei uns hat in den letzten beiden saison übrigens mit selke und grillitsch auch jeweils ein spieler den weg aus der u23 zum profi-stammspieler geschafft. maxi eggestein ist in dieser saison kurz davor, schmidt und jojo eggestein sind die nächsten vielversprechenden talente in der warteschlange. finde ich gar nicht so schlecht.
 

Klasse. :tnx:

Sehr gute Einschätzung des Vereins, seiner Potenziale und der aktuellen Situation.

Ausschnitte, zu den Themen..

- Potenzial:
"Ich habe für mich - unabhängig vom Tabellenplatz - immer gesagt: Wir müssen als Werder Bremen versuchen, der Beste zu sein unter den Klubs, die so sind wie wir. Das waren wir in den großen Zeiten. Wir waren, wenn man das so sagen will, ein Überperformer, wenn man wirtschaftliche Kraft und sportlichen Erfolg in Relation setzt. Wenn wir in Zukunft um europäische Plätze spielen wollen, muss uns das nachhaltig wieder gelingen"

- Nachhaltigkeit:
"Die Herausforderung wird sein, in der neuen Saison diese Entwicklung zu bestätigen, diesen Weg fortzusetzen. Denn klar ist: Wir sind noch auf dem Weg, wir sind keineswegs am Ziel."

- Topspieler bei Werder:
"Für die Spieler, die bei Werder herausragen, werden sich immer attraktive Optionen eröffnen.Unser Anspruch sollte sein, Spielern ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen und entwickeln können..."!

- zum aktuellen Kader:
"...Aber Franks Philosophie bei der Kaderzusammenstellung ist sichtbar. Wir sind auf einem guten Weg, was Größe, Alters- und Gehaltsstruktur, aber auch was Charaktere, Persönlichkeiten und die Rollen im Team angeht."

- zur aktuellen Situation:
"...Unser großes Glück ist, dass sich das obere Mittelfeld in dieser Saison nie abgesetzt hat. Mannschaften wie Schalke, Leverkusen, Wolfsburg oder Gladbach, die da eigentlich hingehören, stecken in der zweiten Tabellenhälfte fest. Das ist ungewöhnlich, denn nur so konnten wir mit unserer Serie vom Relegationsplatz bis an die Europa-League-Plätze heranrücken. Diese Chance hat sich aufgetan und wir werden darum fighten, diesen Joker jetzt auch zu ziehen."
 
Realistische Einschätzung des sportlichen Erfolgs. Nächste Saison wird es spannend, ob Schalke, L'kusen, WOB oder Gladbach immer noch stottern. Und es wird auch interessant, ob Werder selbst schon souverän genug ist, eine stabilere Erfolgs- und Formkurve hinzukriegen.
 
"Nach dem Abgang von Serge Gnabry setzt Werder Bremens Aufsichtsrats-Vorsitzender Marco Bode zumindest auf eine weitere Saison mit Max Kruse (Foto). Bei Kruse habe er „die Hoffnung, dass er mindestens nächste Saison, möglicherweise sogar noch länger bei uns spielen wird“, sagte Bode dem „Kicker“. Der frühere Profi des Bundesligisten schränkte jedoch ein: „So hatten wir das auch im Fall Gnabry formuliert... Es ist anders gekommen.“"

https://www.transfermarkt.de/bode-h...angebot-fur-keeper-pavlenka-/view/news/277494
 
Ich mag es, wenn ehemaliger Spieler so "menscheln". Das ist eine gute Eigenschaft, deswegen habe ich Vertrauen in Bode, trotz des Eiertanzes mit Eichin, den ich es hoch anrechne, daß er in der schwierigsten Phase unseres Vereins, solide Arbeit geleistet hat. Ich glaube er wird etwas verkannt.
 
Interview mit MB im Weser-Kurier:


Gibt es denn ein Saisonziel?

Unser Ziel muss es sein, die Menschen mit unserem Fußball zu begeistern. Wir wollen attraktiven und offensiven Fußball spielen, und besonders nach den Heimspielen sollen die Fans nach Hause gehen und stolz auf das Team sein. Aber ich tue mich schwer damit, einen Tabellenplatz zu nennen.
Dazu könnte eine positive Punkte-Heimbilanz - die es in den letzten 5 Jahren gerade 2x gab (und das auch mit mindestens 5 Heimpleiten) - eine Menge beitragen.



Gibt es denn ein Minimalziel für die Saison?

Das Minimalziel lautet: drinbleiben. Wir wollen mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Aber es wäre unrealistisch zu sagen, dass es nicht auch Phasen geben kann, in denen wir mal wieder mit unten drinhängen. Grundsätzlich wollen wir den Weg weitergehen, den wir in der Rückrunde eingeschlagen haben.
Korrekt :tnx:
 
"Grundsätzlich wollen wir den Weg weitergehen, den wir in der Rückrunde eingeschlagen haben."

Dann würden wir eine Sorgen freie Saison spielen.
 
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