es geht hier nicht darum wofür Pizarro bekannt ist oder nicht. man kann Menschen nicht in Schubladen stecken. glaubst Du etwa nur weil Piza so ein "gute Laune Bär" war der immer n Lächeln auf den Lippen hatte und für nen smarten Spruch gut war hatte der nicht auch seine negativen Seiten?
Versteh mich nicht falsch. Pizza war/ist schon n super Typ, aber auch er war gewiss kein Heiliger!
Nochmal zu Pizza: Es geht hier nicht um seine Verdienste in der Vergangenheit. Diese sind unbestritten riesengroß! ABER: wenn er der Mannschaft keine Hilfe mehr ist, dann gehört er nicht ins Team, basta. So fair sollte Piza sich selbst und dem Team gegenüber sein.
Natürlich genoss Piza seine Machtposition innerhalb des Teams und er hat diese auch ausgenutzt. Ebenso wie Piza auch immer das getan hat was gut für ihn war. So war es damals bei dem Wechsel zu den Bayern, so war es auch beim Vertragspoker bei seiner erneuten Verpflichtung. Is ja auch nicht schlimm. Auch das ist Pizarro! Und trotzdem lieben wir ihn alle und sind ihm über alle Maßen dankbar dafür was er für unseren Verein geleistet hat.
Sicher hat Pizarro auch seine negativen Seiten. Aber ob er AJ geschnitten hat wo er nur konnte, das ist für mich die Frage.
Dazu passt Folgendes für mich nicht - aus einem Interview der Kreiszeitung mit Maxi Eggestein:
Sie waren zweieinhalb Jahre und Ihr Bruder gerade ein Jahr alt, als Claudio Pizarro seinen ersten Vertrag bei Werder unterschrieben hatte. Haben Sie es genossen, noch mit ihm zusammengespielt zu haben?
Eggestein: Auf jeden Fall. Man liest ja immer wieder, wie sehr Claudio den jungen Spielern im Team geholfen hat, und genauso war es auch, ich kann das gut bestätigen.
Wieso?
Eggestein: Er war immer sehr offen, ist auch mal auf die jungen Spieler zugegangen, hat von sich aus einen Tipp gegeben oder einfach mal gefragt, ob alles okay ist. Er war eine Persönlichkeit, zu der man aufschauen konnte.
Hat er Ihnen in einem speziellen Moment geholfen?
Eggestein: Vorletzte Saison, das letzte Spiel gegen Eintracht Frankfurt, als es um den Klassenerhalt ging. Ich stand in der Startelf, und er kam zu mir, um mir zu sagen, dass ich mir überhaupt keinen Kopf machen soll, fußballerisch sei es bei mir überhaupt keine Frage, dass ich mithalten könne. Ich solle einfach nicht nervös werden, dann würde es schon werden. Und ich glaube nicht, dass ich der einzige war, dem Claudio auf diese Weise geholfen hat, sondern dass er allgemein an der Entwicklung in der vergangenen Saison einen großen Anteil hatte.
Aus Ihrer Sicht ist es also schade, dass er nicht mehr dabei ist?
Eggestein: Als Persönlichkeit auf jeden Fall. Ich hätte es noch mehrere Jahre mit ihm ausgehalten.