Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Mit Außendienst hatte ich weniger zu tun...halt mit den Vertriebs-Chefs, -vorgesetzten allgemein. Und das über viele viele Jahre in verschiedenen Konzernen.
Wenn ich sage, dass die am liebsten dahin gehen, wo es knallt, wo was abgeht...Party usw. - dann bitte nicht wörtlich nehmen. :D
Das ist im übertragenen Sinne gemeint...und nicht, dass sie mit ihrer Staatskarosse von Haus zu Haus fahren und überschwenglich ihren Heinzelmann anpreisen...^^
Das fängt an über die Vorstellung neuer Produkte vor dem A-Publikum in irgendeiner Stadthalle, Kongresszentrum bis hin zu etlichen Projekten, bei denen wir in Zusammenarbeit waren.
Also "Hinterbänkler" war da von denen aus meiner langjährigen Erfahrung heraus niemand...oder ebensowenig froh darüber gewesen, dass für sie ein "Eichin" die Öffentlichkeitsarbeit erledigt.^^ *fg*

P.S.: Vertriebler wird man nicht, kann man auch nicht lernen...man wird bereits als solcher geboren.
Und eine gewisse Extrovertiertheit scheint merkwürdigerweise i.d.R. dazuzugehören...

So denn... :kaffee:
Habe ich mir so ähnlich auch gedacht, also nicht nach dem Motto "hier saugt und bläst der Herinzelmann......" :)
P.S.: Vertriebler wird man nicht, kann man auch nicht lernen...man wird bereits als solcher geboren
Und eine gewisse Extrovertiertheit scheint merkwürdigerweise i.d.R. dazuzugehören...
Das kann ich nur bestätigen!
 
MB war anscheinend laut der SKZ bei den rotary in Achim und hat dort über Werder gesprochen. Ein Stadionneubau oder Umbau sei wohl nicht geplant. Man hat durch die Niederlage in DO ca 15 Mio€ an Fernsehgeldern verloren.
Auf jeden Fall hat MB dann dabei auch gesagt, dass man jedes Jahr 3 Mio€ für das Eigenkapital zurücklegen wolle, um die EKQ wieder auf 30% zu bringen?! Vor dem Hintergrund das sie ein NLZ für ca 20 Mio€ neubauen wollen, würde ich doch stattdessen das Geld in Zinsen und Tilgung anlegen?
Was will Werder denn mit Festgeld ohne Zinsen? Ich höre dabei wieder WL heraus, dessen Vermächtnis gewahrt bleiben soll.
 
Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine hohe EKQ wichtig, denn damit erhöht sich auch die Kreditwürdigkeit. Allerdings erscheint bei den niedrigen Zinsen eine Investition in das NLZ in der Tat sinnvoller.

Viel interessanter finde ich allerdings die Frage, wo MB die 3 Mio € p.a. hernehmen will bzw. die GF diese hernehmen soll? Im Geschäftsjahr 15/16 belief sich der Jahresüberschuß auf gerade einmal 2,8 Mio € nach Steuern, was zu großen Teilen daran lag, daß wir in der Saison ausnahmsweise mal nicht im DFB-Pokal an einem Drittligisten gescheitert sind, sondern das finanziell lukrative Halbfinale erreicht haben. Spekuliert er somit auf jährliche Transferüberschüsse, aus denen er diese Erhöhung bedient werden soll?
 
Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine hohe EKQ wichtig, denn damit erhöht sich auch die Kreditwürdigkeit. Allerdings erscheint bei den niedrigen Zinsen eine Investition in das NLZ in der Tat sinnvoller.

Viel interessanter finde ich allerdings die Frage, wo MB die 3 Mio € p.a. hernehmen will bzw. die GF diese hernehmen soll?
Im Geschäftsjahr 15/16 belief sich der Jahresüberschuß auf gerade einmal 2,8 Mio € nach Steuern, was zu großen Teilen daran lag, daß wir in der Saison ausnahmsweise mal nicht im DFB-Pokal an einem Drittligisten gescheitert sind, sondern das finanziell lukrative Halbfinale erreicht haben. Spekuliert er somit auf jährliche Transferüberschüsse, aus denen er diese Erhöhung bedient werden soll?
Das ist die Gretchenfrage. Am Ende muss Werder jedes Jahr einen Transferüberschuss erzielen, um diese 3 Mio€ irgendwie zu generieren. Das geht zwangsläufig auf die Qualität des Kaders, wenn ich dem jedes Jahr Spieler entziehe und die auf der anderen Seite mit preiswerteren Spielern ersetze.
Für mich ist das konzeptionell zu kurz gesprungen und sieht mir sehr nach einer Bewahrung des Vermächtnis der ehemaligen Werdergranden aus?!
Ich habe es gestern schon geschrieben: wenn man einer Hausfrau das Haushaltsgeld drastisch kürzt, aber weiterhin Gourmetmenüs erwartet, macht man sich etwas vor. Demtentsprechend hat auch MB nochmals den Markenkern mit Offensivfußball hervorgehoben. Lieber ein 3:2 als ein 1:0.
 
WENN das Konzept funktioniert, dann macht es Sinn. Nur setzt das voraus, daß Kaderzusammenstellung, Trainer und Mannschaft so gut funktionieren, daß Spieler regelmäßig sich weitereintwickeln und gewinnbringend verkauft werden können und regelmäßig in der Endabrechnung Tabellenplätze belegt werden, die entsprechend hohe TV-Gelder und ggf. auch Zusatzeinnahmen aus DFB-Pokal und EL in die Kassen spülen.. Oder anders formuliert: mit diesem Konzept werden Dinge als Selbstverständlchkeit angesehen, die nicht selbstverständlich sein können. Mit dieser Einstellung hat man sich bei Werder vor gar nicht all zu langer Zeit schon einmal eine blutige Nase geholt. Und wenn dann auch noch lieber ein 3:2 statt ein 1:0 gesehen wird, aber man in der Realität so wie in den letzten drei Partien der Saison 3:4, 3:5 iund nochmals 3:4 verliert und somit die von MB kolportierte Summe von 15 Mio € in den Wind schießt, dann beißt sich die Katze selbst in den Schwanz.
 
Mit Außendienst hatte ich weniger zu tun...halt mit den Vertriebs-Chefs, -vorgesetzten allgemein. Und das über viele viele Jahre in verschiedenen Konzernen.
Wenn ich sage, dass die am liebsten dahin gehen, wo es knallt, wo was abgeht...Party usw. - dann bitte nicht wörtlich nehmen. :D
Das ist im übertragenen Sinne gemeint...und nicht, dass sie mit ihrer Staatskarosse von Haus zu Haus fahren und überschwenglich ihren Heinzelmann anpreisen...^^
Das fängt an über die Vorstellung neuer Produkte vor dem A-Publikum in irgendeiner Stadthalle, Kongresszentrum bis hin zu etlichen Projekten, bei denen wir in Zusammenarbeit waren.
Also "Hinterbänkler" war da von denen aus meiner langjährigen Erfahrung heraus niemand...oder ebensowenig froh darüber gewesen, dass für sie ein "Eichin" die Öffentlichkeitsarbeit erledigt.^^ *fg*
P.S.: Vertriebler wird man nicht, kann man auch nicht lernen...man wird bereits als solcher geboren.
Und eine gewisse Extrovertiertheit scheint merkwürdigerweise i.d.R. dazuzugehören...
So denn... :kaffee:

Du hast das alles ganz gut und auch mit der gebotenen Zurückhaltung beschrieben. Daher nur als Ergänzung meinerseits (aus meiner Erfahrung heraus):
Einen guten Vertriebler zeichnet, gerade in der heutigen - dank internet extrem transparenten - Zeit, eher ein "gutes und für die Branche passendes persönliches Gesamtpaket aus". Es stimmt, dass viele Vertriebler extrovertiert sind. Das bedeutet aber weder eine Erfolgsgarantie noch einen absoluten Vorteil ggü. als objektiv (erster Eindruck) weniger extrovertiert eingestuften Kollegen.

Ich denke neben dem angesprochenen "Gesamtpaket" ist es sehr entscheidend in welcher Branche, mit welchen Kunden und vor allem um welche Produkte gefeilscht wird. Hierzu nur ein paar Stichworte ...
Je anspruchvoller die Kunden sind, je höher die Kosten sind und je wichtiger die Investition ist, um die es geht, umso wichtiger werden andere Faktoren die Kundenentscheidung beeeinflussen.
Faktoren wie: Empathie, Branchen- und Fachkenntnisse, faire Kundenberatung (im Sinne des Kunden) & nachhaltige Kundenbetreuung sind häufig wichtiger als reine Extrovertiertheit. Letzteres kann sogar auch mal schnell zum Nachteil werden ... kenne mehrere Beispiele !

Wenn es um "schnelldrehende" Produkte (Bsp. Marktschreier ...) & vielleicht auch den immer wieder zitierten Staubsaugerverkäufer geht, dann sieht das ganze natürlich anders aus. Nur es gibt eben viele ganz ganz andere Vertriebsjobs mit viel komplexeren Erfolgsfaktoren.

Sicher scheut kein Vertriebler die Öffentlichkeit, letztlich zählt aber - wie im Fußball - was "auf´m Platz" passiert (... im Verkauf also ... beim Kunden).
Und dafür muß ein Vertriebler nicht den Pausenclown & Alleinunterhalter machen, sondern "nur" den Kunden überzeugen !
Was ich allerdings unterschreiben würde: Ein guter Vertriebler ist - jeder auf seine Art und Weise - wenigstens etwas verrückt, kann mit seiner Art überzeugen und ist "in der Sache" auch durchsetzungsstark ... sonst würde er sich den Vertriebsjob auch nicht freiwillig antun.
Du verstehst sicher in etwa was ich meine ... und hast Dich ja auch entsprechend geäußert.
 
Wobei man natürlich die Frage stellen muss, ob Rücklagen aus dem ausgewiesenen Gewinn erzeugt werden, oder vorher schon in der Bilanz stecken und dann den Gewinn mindern.
Kenne mich mit Bilanzierung jetzt nicht so 100% aus, könnte mir aber vorstellen, dass man da was drehen kann.
 
MB war anscheinend laut der SKZ bei den rotary in Achim und hat dort über Werder gesprochen. Ein Stadionneubau oder Umbau sei wohl nicht geplant. Man hat durch die Niederlage in DO ca 15 Mio€ an Fernsehgeldern verloren.
Auf jeden Fall hat MB dann dabei auch gesagt, dass man jedes Jahr 3 Mio€ für das Eigenkapital zurücklegen wolle, um die EKQ wieder auf 30% zu bringen?! Vor dem Hintergrund das sie ein NLZ für ca 20 Mio€ neubauen wollen, würde ich doch stattdessen das Geld in Zinsen und Tilgung anlegen?
Was will Werder denn mit Festgeld ohne Zinsen? Ich höre dabei wieder WL heraus, dessen Vermächtnis gewahrt bleiben soll.

Hast Du dafür mal eine Quelle?

Danke im Voraus.
 
Wobei man natürlich die Frage stellen muss, ob Rücklagen aus dem ausgewiesenen Gewinn erzeugt werden, oder vorher schon in der Bilanz stecken und dann den Gewinn mindern.
Kenne mich mit Bilanzierung jetzt nicht so 100% aus, könnte mir aber vorstellen, dass man da was drehen kann.
Das kann u.a. von der Rechtsform abhängen, aber auch vom Zweck der Ruecklagen. Bei Investitionen in das Anlagevermögen, z.B ein Nachwuchsleistungszentrum, können diese Ruecklagen u. U. auch steuerfrei sein.

"Erhöhung des Eigenkapitals" kann auf verschiedene Arten erfolgen. Deshalb wäre es mal interessant zu lesen, was Bode konkret gesagt hat.
 
Mit den 15 Mios ist doch schon länger bekannt.

Neu auch für mich seine EK Quote wieder auf 30% aufzustocken. Wüsste nur zu gern warum?:denk:
 
Mit den 15 Mios ist doch schon länger bekannt.

Neu auch für mich seine EK Quote wieder auf 30% aufzustocken. Wüsste nur zu gern warum?:denk:

Wegen der Stabilität der Finanzen. Das Anlagevermögen sollte möglichst durch EK gedeckt sein. Eine höhere Eigenkapitalquote verringert einerseits die Insolvenzgefahr, erhöht andererseits die Kreditwürdigkeit. Selbst eine EK-Quote von 30 % wäre relativ mager.
 
Ist EK dann einzig auf Liquidität zurückzuführen oder auch auf andere Werte. Weil für Geld aufm Sparbuch/Festegld etc. bekommt man ja nix mehr. Waren wir (Bremen) nicht suchmal in Immobilien oder haben wir die längst verkloppt? Muss mal wieder beim Bundesanzeiger vorbei schauen.

Dank dir! @DR AKR
 
Ist EK dann einzig auf Liquidität zurückzuführen oder auch auf andere Werte.
Na, die Frage müsste eigentlich eher umgekehrt gestellt werden. Liquidität bedeutet, kurzfristige Verbindlichkeiten auch kurzfristig zurückzahlen zu können. Habe ich genug EK, kann ich das für die Rückzahlung verwenden. Rein theoretisch könnte man kurzfristige Verbindlichkeiten auch durch Aufnahme langfristiger Kredite (Darlehen) zurückzahlen, würde das Liquiditäts-"Problem" dadurch aber vermutlich nur vertagen!/ hinauszögern.

Der langfristige Vertrag mit Infront ist im Prinzip Ausdruck dieses Dilemmas, auch wenn es dabei nicht um Verbindlichkeiten, sondern um vorweggenommene Kapitalzufluesse ging.
 
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