Es geht nicht um eine perfekte Saison, sondern darum, daß ein langsamer, kontinuierlichen Aufbau i.d.R. langfristig mehr Erfolg bringt als ein schnelles Strohfeuer, welches schnell verpufft. Wo sind denn die schnellen EL-Emporkömmlinge der letzten Jahre denn heute? Mainz und Augsburg kämpfen doch gerade dagegen an, daß ihnen ein ähnliches Schicksal wie Hannover im letzten Jahr droht, binnen kurzer Zeit von der EL in die 2. Liga zu stürzten. Oder Frankfurt, welches 2013/14 in der EL kickte, aber in der selben Saison erst am 32. Spieltag den Klassenerhalt sicherte.
Im Sport (nicht nur, aber auch dort) ist vergleichsweise leichter, nach oben zu kommen, als das hohe Niveau zu halten. Die Frage nach Warum ist mit etwas Sachverstand einfach beantworten, denn eine Mannschaft, die sonst im Keller der Liga agierte, muß sich erst einmal daran gewöhnen,a) konstant auf höherem Niveau zu spielen und b) mental mit der Doppelbelastung Liga und Europapokal zurecht zu kommen. Und gerade für letzteres existieren reichlich Beispiele, daß dies kein leichtes Unterfangen ist. Dazu braucht man nur einmal zu berücksichtigen, daß es selbst eine qualitativ höherwertige und CL-erfahrene Truppe wie die vom BVB in dieser Saison gerade vor CL-Partien in der Liga viele Federn gelassen hat.