Wenn man einem Menschen schon zu Lebzeiten ein Denkmal setzt, und sei es auch "nur" durch Wort, Schrift oder gedanklich, kann dieser Mensch es sehr wohl umstürzen. Und ja, ich mache das genau an dieser Saison fest. Mein Weib z.B. "liebt" Pizarro. Und immer wenn sie mit am Fernseher saß, hat sie gemeint: ach, einmal möchte ihn live im Stadion sehen. Nun hat sie ihn am Samstag live erleben dürfen und war doch ein bischen enttäuscht, ob der gebotenen Leistung. Das soll natürlich nicht als Maßstab gelten, aber der Eindruck hat sich auch mir aufgedrängt, dabei war ich im Stadion nicht alleine mit meiner Meinung. Klar kann er eingesetzt werden und noch für das eine oder andere Tor gut sein, aber nicht wie Samstag von Anfang an, wo das Spiel noch sehr laufintensiv war und die Wege entsprechend weiter waren. Klar kann er den jungen Spielern auf und neben dem Platz noch gute Dienste leisten, aber die Zeit läuft und nicht für ihn.
Wenn hier geschrieben wird, er dient noch als Identifikationsfigur und man kann deshalb nicht auf ihn verzichten, so klingt das für mich nicht positiv.
Wie Beispiele aus der Wirtschaft:
die 70jährige Assistentin findet keinen Weg raus aus der Firma und keiner mag ihr sagen, das es zu Ende geht oder
der Direktor oder Vorstand, der kein Ende findet weil er sich für unentbehrlich hält.
Beide Beispiele sind Karikaturen ihrer selbst und ich würde nicht wollen, das Pizarro so endet.