zwischenfazit zu baumanns arbeit: gut.
die transfers für sich betrachtet, könnte ich 6 davon (bauer, moisander, sané, gnabry, kruse und delaney) allesamt locker in die top 10 der letzten 7 jahre packen. das ist schon extrem stark. in der mannschaftszusammenstellung als solche gibt es hingegen weiterhin luft nach oben. aber auch diese hat sich meiner ansicht nach stark verbessert.
man mag damit argumentieren, dass baumann deutlich mehr geld investieren konnte, was auch stimmt. allerdings ist das nicht vom himmel gefallen. man hatte dafür vestergaard und ujah verloren. zwei spieler, die letzte saison noch wichtig waren. dazu liefen die leihen von öztunali und djilobodji aus. da galt es ebenfalls qualitätsverluste aufzufangen.
das größte problem war die innenverteidigung, die wirklich komplett neu besetzt werden musste. gerade weil sie zuvor nur durch eine kurzfristige leihe halbwegs geflickt wurde und der andere stamm-innenverteidiger nach gladbach ging. baumann hat hier riskant gepokert und das kann man ihm vorwerfen. ich glaube hingegen, dass werder sich nur wieder nach oben entwickeln kann, wenn man hier und da diesen mut hat zu pokern. stand jetzt ist das aufgegangen. mit verlusten in der anfangsphase als sowohl die uneingespieltheit als auch der mangelhafte körperliche zustand der verteidiger beim zeitpunkt der verpflichtung definitiv einige punkte gekostet haben. dafür steht jetzt eine qualitativ gute innenverteidigung für sehr wenig geld auf dem platz. das muss man bei der oben angesprochenen ausgangslage auch erstmal hinbekommen.
bleibt als negativaspekt das festhalten an skripnik. das lässt sich nicht wegdiskutieren. immerhin wurde hier dann aber recht schnell gehandelt.