@tsubasa
Wenn wir hier schon anführen, dass die Gegner hoffentlich die Räume nicht erkennen, damit ein sogenannter Steal zufällig klappt und dieses obendrein als Stärken hervorheben müssen, sind wir mit Werder endgültig am A….
eine vielzahl von spielern in der bundesliga sind eben nicht so gut darin, diese sich bietenden lücken zu erkennen. oft bringt ein direkt aggressiv anrennender gegenspieler den spieler im ballbesitz dazu, die ruhe und übersicht zu verlieren. oft resultiert das in einem zweikampf oder in einem hektischen pass.
Ja, wenn der "aggressiv anrennende Gegenspieler" richtig anläuft. Das ist bei Bargfrede aber oft genug nicht der Fall. Wenn der Groschen nach dem dritten Ballkontakt der Gegenspieler denn mal gefallen ist, dann auch noch regelmäßig falsch zum Ball anlaufend. Und daher foulen muss oder mit einfacher Körpertäuschung ausgehebelt wird. Vorausgesetzt überhaupt dort anläuft, wo es wichtig ist. In Hamburg nach Einwechslung pi mal Daumen okay, weil gegen den Hauruck- Fußball auf Gregoritsch/ Müller einigermaßen wirkungsvoll und somit stabilisierend. Hier gebe ich Dir recht, der bringt physische Präsenz in gewissen Situationen und vor allem, wenn der Gegner dumm spielt. Hat Ingolstadt allerdings auch. Dennoch war es in vielen Szenen wieder einmal schauderhaft. Wie bspw. Sane die Riesenräume – teils in waghalsigen Aktionen - zustellen und ausbügeln musste, die Junuzovic und insbesondere Bargfrede ließen. Speziell Letzterer in diesen Zonen und Situationen regelmäßig abstinent, dafür aber an anderen Stellen die falschen Zweikämpfe führend. Okay, da kann man natürlich auch sagen, dass das zumindest für die Statik gegen einen furchtbar schwachen Gegner seinen Teil beiträgt. Ingolstadt mit 15 Torschüssen und Chancenplus. Hatten die in 1,5 Jahren Bundesliga schon mal mehr in einem Spiel?
Letztlich hebst Du (bezeichnenderweise) die unter Risiko gelingenden Steals als große (und einzige?) Stärke hervor, nur halt nichts was mit spielerischen und spieltaktischen Mitteln zu tun hat. Das hat in irgendeiner Co- Rolle zwar durchaus seinen Wert, hatte es auch gegen Ingolstadt in einzelnen Phasen, aber das alleine ist im modernen Fußball nunmal für einen zentralen Mittelfeldspieler oder gar Sechser absolut unzureichend. Viel schlimmer fand ich gegen Ingolstadt die spielerische Bankrotterklärung Werders zwischen Abwehr und OM. Keine Stationen oder richtige Wege, so nur lange Bälle. Erschreckend. Moisander als eher spielender IV überfordert und mit vielen, teils haarsträubenden Fehlern, da unter anderem das konfuse Umher – oder Hinterhergerenne und schlechtes Verschieben unseres zentralen Mittelfeldduos keinerlei Optionen im Aufbau bot. Zum Glück Bartels außen mit einem Sahnetag sowie Bauer stark verbessert und mit dynamischen Aktionen, die die vollkommen fehlende Kreativität im DM teilweise ausgleichen konnten. Und eben Kruse, der obwohl noch lange nicht fit der Einzige mit Ideen war. Ein erbärmliches Ingolstadt hatte in lausiger Partie in Summe mehr Spielanteile und ohne wirklich viel beitragen zu können den besseren Aufbau. Sollte uns zu denken geben.