... was soll eine vernünftige Strategie für die Zukunft sein? Wo will man hin? Wie will man dann dieses gewisse Ziel erreichen? Und wie will man dann auch mal wieder in sichere Gewässer kommen? Das wirkt alles sehr planlos, nach dem Motto "wird schon irgendwie klappen", aber mit einer vernünftigen Strategie hat das nichts zu tun... Zukunftsorientiertes und überzeugendes Arbeiten sieht definitiv anders aus.
Eine Strategie ist sehr wohl in dem Werderweg erkennbar. Man hat sich zum Ziel gesetzt, traditionell diesen Club zu führen. Die Frage der Nachhaltigkeit dieses Konzeptes steht im Raume und wird von den Befürwortern nicht beantwortet.
WL & KDF sehen und sahen sich als Taktgebers dieses Weges und haben ihre Nachfolger dementsprechend ausgesucht.
In den Jahren 2004-2009 hätte man zB den sportlichen Erfolg mit seiner GmbH & Co KG aA in Akquise von strategischen Partnerschaften ummünzen können, wie es andere Vereine getan haben, um von sportlichen Erfolg respektive Misserfolg finanziell unabhängiger zu werden. Das Duo hat zusammen mit dem ASR dagegen entschieden und dieses Potential auf dem Altar ihrer politischen Überzeugungen und Wertevorstellungen geopfert. Es gabe keine Opposition sowohl innerhalb als auch außerhalb des Vereines. Kontinuität ist nicht nur ein Schlagwort bei ihnen. Was dabei zu wenig Beachtung findet, ist die jeweiligen vergangenen Erfolge in den Kontext der damaligen sportlichen Gesamtsituation zu setzen.
Mit dem Fortschreiten der Kommerzialisierung ging eine Professionalisierung der Liga insgesamt einher. Man kann als Unternehmen nur an seiner Ursprungsstrategie festhalten, wenn man eine USP besitzt. Demnach sollte man seine Strategie anpassen, wenn man diese nicht hat.
Ein richtiges Denkmal haben sie sich mit dem Stadionumbau und dem Finanzplan gesetzt. So hat man auch dem Treiben von KATS immer nur zugeschaut, um jene Kontinuität zu bewahren. Als Allofs ging, wollte man TS lebenslang an sich binden und holte letzten Endes eine billige, smarte Lösung mit TE, der aber kaum Fußballkompetenz besaß und bis heute besitzt.
Mit Bode ist nun jemand in ihre Fußstapfen getreten, der meint, dass durch die Bewahrung der Werderwerte und im Zusammenspiel mit alten Kämpen der Erfolg sich wiederholen ließe. Dann werden solche Kapriolen geschlagen, in dem man wider besseren Wissens den Vetrag mit einem TE verlängert und gleichzeitig zulässt, dass ein FB den Ast, auf dem TE saß, absägt. Deswegen hatte auch ein RS hier nie eine echte Chance, als Vertreter für TE ernsthaft in Betracht gezogen zu werden. Man will einen Werderaner.
Vor diesem Hintergrund mag es verständlich sein, mit seinem alten Freund VS den Weg weiter zu gehen, aber vorausschauend war es nicht. Die Katastrophenvorstellungen Vorbereitung + erste Spiele haben sie dann völlig unvorbereitet getroffen. Nur müssen sie sich die Frage gefallen lassen (oder auch nicht siehe JHV), warum sie mit einem angeschlagenen, dem K.O. nahe Boxer (=VS) 12 Runden in den Ring gestiegen sind. Ihre jetzigen Aktionen mit FB zeugen auch nicht von Souveränität, so dass sie diese Saison trotz einem passablen Kader zu den ersten Anwärtern auf den Abstieg zählen.