Punkt 1: Ich finde es nicht so toll, wenn man einen längeren Beitrag despektierlich bewertet, ohne sich inhaltlich damit auseinander zu setzen,
@Minko.
Punkt 2: ich würde jedem Verantwortlichen des SVW in sein Stammbuch schreiben, dass er nach bestem Wissen und Gewissen für den SVW handelt. Inwieweit das jetzt seine Lebensplanung beeinträchtigt, vermag ich nicht zu bewerten.
Punkt 3: Ich will nicht jeden einzelnen Satz bewerten, aber dieser Post beschreibt den
Verein SVW recht gut. Inhaltlich sind wir in der Bewertung der letzten Jahre auseinander. Ich will es zunächst global begründen:
- der Fußball in D ist die Nummer 1 aller Sportarten. Er hat mittlerweile eine hohe sport- und wirtschaftspolitische Dimension angenommen. Damit einhergehend haben sich die Geldflüsse entsprechend dramatisch verändert. Das führt zwangsläufig zu einer Veränderung des Binnenverhältnisses Arbeitgeber zu Arbeitnehmer. Der Duktus dieses Posts beschreibt den Verein SVW aber nicht das mittelständische Wirtschaftsunternehmen mit der GmbH & Co KG aA. Werder versucht seit Jahrzehnten den Spagat zwischen dem familiärem, sozialdemokratischen Anspruch und der KG. Anstatt den Gestaltungsmöglichkeiten dieser o.g. Gesellschaftsform Rechnung zu tragen (Investoren, strategische Partnerschaften etc), hat man sich auf die Fernsehgeldtabelle als Hauptfinanzierungseinnahme festgelegt, die immer an den sportlichen Erfolg gekoppelt ist. Ergebnis: Kein Erfolg weniger Geld und die Abwärtsspirale nimmt dann richtig Fahrt auf, was wir hier seit Jahren erleben müssen. Die Möglichkeiten es anders zu machen, haben andere Bundesligisten ihnen vorgemacht.
Punkt 4: das ist kein neues Szenario für Werder! 1996 nach dem Abgang von OR sah es bis 1999 hier genauso aus. Die Älteren erinnern sich. Damals waren KDF und WL die Krisenmanager. 2013 waren sie es wieder und haben nichts dazugelernt.
Punkt 5: Skripnik ist 49 Jahre alt und somit kein heuriger Hase mehr. Er hat in der Jugend das sowjetische autokratische Sportförderungssystem am eigenen Leib erfahren. Diese Erfahrungen prägen. Das muss man von der jetzigen unsäglichen Staatsdoping-Diskussion loslösen. VS hat für sich selber trotz zig Jahren in D entschieden, seine sprachlichen Defizite nicht auszugleichen. Damit beraubt er sich des wesentlichen Mediums Sprache. Ich gehe soweit, dass die letzte RR in der Gruppendynamik mit der entsprechenden Sozialhygiene im wesentlichen von CF und CP vollzogen worden ist. Ein Juno ist zB ausgeschert. In diesem Konstrukt funktioniert ein VS sehr wohl und seine Schwächen kommen nicht so zum Tragen. Er selber hat aufgrund seiner verbalen Limitiertheit den Fehdehandschuh an die Medien in den Ring geworfen. Für Sportjournalisten, die sich nur über Schlagzeilen definieren, ist das ein gefundenes Fressen. FB hat mit einer gewissen Naivität geglaubt, dass man mit einer VVL das Problem kaschieren kann.
VS muss im Grunde genommen, alle Spiele deutlich positiv gestalten, um aus der Kritik zu kommen. In Lotte allerdings hat er schon ein richtig negatives Statement abgegeben. Der Brummkreisel dreht sich um VS und Werder ist mittendrin. Das Heft des Handelns liegt nicht mehr bei ihnen. Die Wahrscheinlichkeit eine HR wie die letzte zu erleben, ist sehr hoch. Dann wird eine Dynamik in die Causa VS hineinkommen, die sie selber kaum noch steuern können.