Ich bin Deiner Meinung,
@beckstown, das keiner der Oberen dem Verein bewusst Schaden zufügen will.
Aber ich finde sie mittlerweile alle etwas überfordert. Ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen.
Ich habe den Eindruck, als wären sie alle in den Neunziger Jahren gefangen, was die Art und Weise angeht, mit dem sie das Unternehmen Werder führen wollen.
@syker1983 hat es sehr gut auf den Punkt gebracht und den Unterschied aufgezeigt zwischen dem Verein und dem Unternehmen Werder Bremen.
Dazu noch so eine Äußerung von Lemke, in der er selber zugibt, das sie in den 2000er Jahren es verpasst haben, sich finanziell gut aufzustellen.
Aber das verpassen ist der eine Punkt, was ich noch viel interessanter finde ist, das in den 2010er Jahren sich daran nichts geändert hat. Und, so hat es für mich den Anschein, dass sie nichts daran ändern wollen.
In den letzten 5 Jahren haben die Werbe- und Sponsorengelder eine so große Entwicklung genommen, und wir hinken weiter hinterher. Wo sind denn die von Filbry versprochenen Sponsoren und Investoren?
Wo ist ein Umdenken und zukunftsweisender Weg von Bode zu erkennen? Er lässt sich für mich nicht erkennen!
Der wirtschaftliche Weg muss geändert werden, da ansonsten der Weg in andere Regionen führt. Und zwar nach unten.
Werder war mal innovativ, Vorreiter, heutzutage hecheln sie der Entwicklung hinterher.
Dazu passt auch der Trainer.
VS mag alles sein. Aber kein Trainer, der mit der Zeit geht.
Dazu gehören so viele Punkte: Entweder habe ich eine zusammengewürftelte Mannschaft, mit der ich nicht mein System spielen kann.... Dann lasse ich das spielen, was die Mannschaft kann. Das sehe ich aber nicht.
Oder ich stelle mir meine Mannschaft so zusammen, das sie das System spielen kann, das ich möchte. Auch das sehe ich nirgendwo bei ihm.
Warum versuchen denn die guten Trainer so schnell wie möglich die Landessprache so gut wie möglich zu lernen? Weil sie sich damit anpassen, antizipieren, weil man mit der Sprache soviel (Menschen) erreichen kann. Man kann mit ihr spielen und dadurch auch noch ein paar Prozente mehr an Leistung rauskitzeln kann.
Ein Ancelotti spricht jetzt schon fast besser deutsch als VS. Ein Klopp besser englisch als VS jemals deutsch.
Warum machen sie das? Um erstens ihre Spieler besser erreichen zu können. Zweitens um als Vorbild fungieren, was die Integration angeht (wieso soll sich der Spieler bemühen, sich anzupassen, wenn es der Trainer nicht tut), und um drittens die Presse auf ihre Seite zu ziehen und mit ihnen zu spielen.
Ich erkenne nichts von alldem bei VS und auch nichts in dem Anforderungsprofil des Vorstandes. Das einzige was ich erkenne, ist der innerliche Verbleib in den 90'ern.
Werder geht nicht mit der Zeit. Und wer nicht mit der Zeit geht, geht irgendwann. Und das wäre nur allzu schade, für diesen (meinen) Verein.