Werder befindet sich nachwievor in einer Umbruchphase. Nach Jahren des sportlichen Misserfolgs und der absolut vordringlichen wirtschaftlichen Konsolidierung steht nun die strukturelle und sportliche Selbstfindung des Vereins auf dem Plan.Was die Änderung der Struktur anbelangt, liefern sowohl die neuen Initiativen Fischers als auch die bei der Einsetzung Baumanns von Marco Bode gemachten Andeutungen ("Wir möchten eine neue Philosophie verfolgen") Anhaltspunkte.
Was die sportlich spielerische Neuausrichtung anbelangt, könnten Aussagen von Florian Kohfeldt Aufschluss geben, der jüngst imer mal wieder über "Überzahlsituationen bei Ballbesitz" philosophierte. Die Formation wurde durch den überraschenden Zukauf Kruses kurzfristig von dem zuletzt erfolgreichen 4-1-4-1 in ein 4-2-3-1 modifiziert. Von den seit Winter 2016 vielen zugekauften Spielern wurden einige gewogen und für zu leicht befunden, andere kämpfen um ihre Chance. Das Mannschaftsgebilde ist, wie der gesamte Verein, in Bewegung.
Für das Trainerteam gilt es, möglichst schnell ein geeignetes Spielsystem zu finden, möglichst schnell zu klären, wer dem Team die Vorgebane macht (Skripnik, Kohfeldt, Frings?) klare Strukturen hinschtlich der Spielanlage zu machen, Neulinge zu integrieren. Nach der Länderspielpause sollten die Abläufe funktionieren, eine Hierrarchie in der Mannschaft vorhanden sein.
Der gesamte Verein bleibt in Bewegung. Hoffentlich gelingt es den Verantwortlichen, aus der Vergangenheit zu lernen und die richtigen Entscheidungen für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins zu treffen. Viel Zeit darf dafür nicht mehr verloren werden.