Allgemeiner Politik Thread

Jeder Mensch auf dieser Welt hat das Recht in Deutschland Asyl zu beantragen, das weißt du sicherlich auch ohne schlecht getarnte rhetorische Fragen. Und für alle Menschen die nicht unter deutsches Asylrecht fallen weil ihnen in ihrer Heimat keine Verfolgung oder Krieg etc. droht hätte man seit langer langer Zeit schon Regelungen treffen können. Hat man aber nicht, also muss man die Suppe jetzt halt auslöffeln. Dafür können aber wie gesagt nur Deutsche was.

Man hätte übrigens auch die Warnungen deutscher Grenzbehörden ernst nehmen können die seit Jahren davor waren, daß immer mehr Menschen sich gen Norden aufmachen, aber man hat sich ja auf die Dubliner Verträge ausgeruht, das war ja alles ein Problem der Griechen und Italiener. Und als es dann plötzlich zu einem Deutschen Problem wurde, fordert Deutschland eine europäische Lösung. Es ist so traurig das man täglich vor die Wahl gestellt wird ob man lachen, weinen, kotzen oder alles gleichzeitig tun soll.

Was willst Du damit sagen?

Meiner Meinung haben nur die, die politisch verfolgt werden, das Recht Asyl zu beantragen. Das ist aber nur graue Theorie, die Tatsachen sind halt andere.

Und Deinen Ausflug auf die Geschichte der Dubliner Verträge ist vollkommen richtig, nur sind daß, die politischen Gesetzmäßigkeiten. Es sei denn, man stellt sich über die Abkommen, die gemeinsam beschlossen wurden.
 
Meiner Meinung haben nur die, die politisch verfolgt werden, das Recht Asyl zu beantragen. Das ist aber nur graue Theorie, die Tatsachen sind halt andere.

Da muss ich leider deiner Meinung mit ein klein wenig grauer Theorie auf die Sprünge helfen ;)

Das Recht Asyl zu beantragen hat jeder Mensch unter der Sonne. Jeder! Ausnahmslos! Asyl gewährt zu bekommen ist hingegen an Bedingungen geknüpft.

Was passiert aber jetzt in der Praxis? Menschen machen sich nach Deutschland auf weil sie in ihrer Heimat, aus welchen Gründen auch immer, keine Zukunft sehen. Da es keinen legalen Weg nach Deutschland gibt wählen sie eben den Weg des Asyls und hoffen irgendwie durchzukommen. Die die vor Krieg und Verfolgung flüchten kommen durch. Jene aus z.B. dem Kosovo kommen nicht durch, aber weil das bei uns eben so katastrophal organisiert ist dauert es gleichzeitig eine Ewigkeit bis sie in ihrer Länder zurück geschickt werden (können). Mit einer geregelten Zuwanderung kann man das in den Griff bekommen. Und das wird in Zukunft mit Sicherheit auch entsprechend geregelt werden. Aber für die aktuelle Situation ist es halt zu spät.

Es sei denn, man stellt sich über die Abkommen, die gemeinsam beschlossen wurden.

Man hätte ja auch einfach Solidarität mit zwei überforderten Ländern zeigen können.
 
Da muss ich leider deiner Meinung mit ein klein wenig grauer Theorie auf die Sprünge helfen ;)

Das Recht Asyl zu beantragen hat jeder Mensch unter der Sonne. Jeder! Ausnahmslos! Asyl gewährt zu bekommen ist hingegen an Bedingungen geknüpft.

Was passiert aber jetzt in der Praxis? Menschen machen sich nach Deutschland auf weil sie in ihrer Heimat, aus welchen Gründen auch immer, keine Zukunft sehen. Da es keinen legalen Weg nach Deutschland gibt wählen sie eben den Weg des Asyls und hoffen irgendwie durchzukommen. Die die vor Krieg und Verfolgung flüchten kommen durch. Jene aus z.B. dem Kosovo kommen nicht durch, aber weil das bei uns eben so katastrophal organisiert ist dauert es gleichzeitig eine Ewigkeit bis sie in ihrer Länder zurück geschickt werden (können). Mit einer geregelten Zuwanderung kann man das in den Griff bekommen. Und das wird in Zukunft mit Sicherheit auch entsprechend geregelt werden. Aber für die aktuelle Situation ist es halt zu spät.

"Es sei denn, man stellt sich über die Abkommen, die gemeinsam beschlossen wurden."

Man hätte ja auch einfach Solidarität mit zwei überforderten Ländern zeigen können.

Ich habe es geahnt. Du nutzt meine rhetorische Schwäche, um genau dieses nochmal zu betonen. War mir eigentlich klar, bevor ich auf "Senden" gedrückt habe. Die Hoffnung war zumindest da.

So nun zum zweiten Absatz.

ja für die aktuelle Situation ist es zu spät, das heißt doch nicht, das man jetzt die Situation nicht analysieren darf und Konsequenzen ziehen muss, die nicht jedem Asylbeantrager gerecht wird. Der Umkehrschluss ist doch der, das, wenn man jetzt nicht konsequent ist, zu Lasten der wirklich Bedürftigen gerecht wird.
 
st,
Letztlich werden im Rahmen der Flüchtlingsthematik Symptome der westlichen Politik diskutiert. Die grundlegende Frage sollte lauten, inwieweit unsere Regierungen die Grundlage dafür schaffen, dass sich hunderttausende Menschen genötigt fühlen, aus ihrer Heimat zu flüchten.

Das wird immer so sein, weil es wirtschaftliche Gründe gibt, die aber nicht relevant sein dürfen, weil es nicht die Lösung der Probleme ist. Das geht jetzt aber in eine Richtung, die sehr intellektuell und idealistisch ist. Nur darauf habe ich die Hoffnung wirklich verloren, weil die Kapitalisten an den entscheidenden Rädchen drehen. Leider.
 
Letztlich werden im Rahmen der Flüchtlingsthematik Symptome der westlichen Politik diskutiert. Die grundlegende Frage sollte lauten, inwieweit unsere Regierungen die Grundlage dafür schaffen, dass sich hunderttausende Menschen genötigt fühlen, aus ihrer Heimat zu flüchten.

Endlich mal jemand, der sich mit den Ursachen der Probleme auseinandersetzt anstatt weiter Öl in diese immer obskurer werdende Panik-Missgunst-Vorverurteilungs-Debatte zu gießen. Chapeau! :tnx:
 
Ich habe es geahnt. Du nutzt meine rhetorische Schwäche, um genau dieses nochmal zu betonen. War mir eigentlich klar, bevor ich auf "Senden" gedrückt habe. Die Hoffnung war zumindest da.

So nun zum zweiten Absatz.

ja für die aktuelle Situation ist es zu spät, das heißt doch nicht, das man jetzt die Situation nicht analysieren darf und Konsequenzen ziehen muss, die nicht jedem Asylbeantrager gerecht wird. Der Umkehrschluss ist doch der, das, wenn man jetzt nicht konsequent ist, zu Lasten der wirklich Bedürftigen gerecht wird.

Das mit der Schwäche hast du gesagt. Das Problem ist, und deswegen reite ich darauf rum, das tatsächlich häufig diese kleine aber feine Unterscheidung nicht gemacht wird.

Was nun die Konsequenzen angeht: Ja, die müssen gezogen werden. Aber halt in erster Linie bei uns. Und das bedarf einer gesellschaftlichen Debatte die leider weiterhin nicht geführt wird. Es ist nämlich meistens so, daß ein Mensch der vor Armut flüchtet kein Asylbewerber sein möchte. Der will nur eine faire Chance bekommen ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Im Idealfall in seiner Heimat. Wenn das nicht geht, dann halt -was eine irre schwere Entscheidung ist- in einem anderen Land. Und genau an der Stelle muss man ansetzen, BEVOR die Menschen das wenige was sie haben aufgeben um den aussichtslosen Versuch zu starten in einem fremden Land ihr Glück zu finden.
 
Endlich mal jemand, der sich mit den Ursachen der Probleme auseinandersetzt anstatt weiter Öl in diese immer obskurer werdende Panik-Missgunst-Vorverurteilungs-Debatte zu gießen. Chapeau! :tnx:

Selbstverständlich ist das die Krux, nur wird man idealistisch nicht in dieser Welt vorankommen. Man muss diesen Menschen, das Wasser abgraben, das kann aber nur Geschehen, wenn nicht nur die westliche Welt dieses Defizit löst, dazu gehört China, Russland definitiv dazu, weil einfach geopolitische Strukturen gegeben sind. Man darf aber das hoffnungsvolle Konstrukt, was die Eu bedeuten könnte, nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen.
 
Selbstverständlich ist das die Krux, nur wird man idealistisch nicht in dieser Welt vorankommen. Man muss diesen Menschen, das Wasser abgraben, das kann aber nur Geschehen, wenn nicht nur die westliche Welt dieses Defizit löst, dazu gehört China, Russland definitiv dazu, weil einfach geopolitische Strukturen gegeben sind. Man darf aber das hoffnungsvolle Konstrukt, was die Eu bedeuten könnte, nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen.

Du prangerst Idealismus an und forderst im nächsten Satz eine globale Lösung unter Einschluss von Russland und China? Wie viel idealistischer geht es denn noch? Russland und China werden keine europäischen Probleme lösen, diese Hausaufgabe müssen wir schon selbst machen. Es wäre schon mal ein Anfang sich ein wenig europäisches Selbstbewusstsein anzueignen, dann klappt es auch mit europäischen Lösungen. Wir diskutieren aber auf dem Niveau nationaler Interessen.
 
Das mit der Schwäche hast du gesagt. Das Problem ist, und deswegen reite ich darauf rum, das tatsächlich häufig diese kleine aber feine Unterscheidung nicht gemacht wird.

Was nun die Konsequenzen angeht: Ja, die müssen gezogen werden. Aber halt in erster Linie bei uns. Und das bedarf einer gesellschaftlichen Debatte die leider weiterhin nicht geführt wird. Es ist nämlich meistens so, daß ein Mensch der vor Armut flüchtet kein Asylbewerber sein möchte. Der will nur eine faire Chance bekommen ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Im Idealfall in seiner Heimat. Wenn das nicht geht, dann halt -was eine irre schwere Entscheidung ist- in einem anderen Land. Und genau an der Stelle muss man ansetzen, BEVOR die Menschen das wenige was sie haben aufgeben um den aussichtslosen Versuch zu starten in einem fremden Land ihr Glück zu finden.

Vollkommen verständlich, nur diese Freizügigkeit kann Deutschland nicht alleine führen. Das ist nicht real, dieses anzunehmen. Deswegen negiere ich jegliche Hinweise dieses Selbstverständnisses. Auch hier nochmal leider, ich muss realpolitisch argumentieren, weil die Welt noch nicht bereit ist, für Deine gute These.
 
Ja hoffe ich doch. So nochmal zu meiner Motivation, ich sympathisiere mit den Menschen, die da idealistisch sind, nur muss ich mir eingestehen, das die Politik´, die in D unter Frau Merkel repräsentiert hat, in keinster Weise, dazu beigetragen hat, diese idealistische Welt zu befördern.

Es geht m.E. weniger um Idealismus als viel mehr darum, sich eigene Gedanken zu machen (soll keine Kritik an dir sein) und sich Fragen zu stellen, die weder Herr Kleber noch Herr Roth in den Äther quäken.
 
Es geht m.E. weniger um Idealismus als viel mehr darum, sich eigene Gedanken zu machen (soll keine Kritik an dir sein) und sich Fragen zu stellen, die weder Herr Kleber noch Herr Roth in den Äther quäken.
Glaub mir, das was Du beförderst, so denken viele Menschen. Nur sind diese Menschen selbst in einer Demokratie gefangen. Das ist wie Don Quichote, solange es die Eliten nicht begreifen WOLLEN, ist dieser Ansatz geschenkt.
 
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