Klaus-Dieter Fischer: „Ich halte es für eine sehr gute Entscheidung, Frank Baumann auf diese Position zu setzen. Schon als Mannschaftskapitän hat er die Führungsrolle gut ausfüllen können. Ich glaube allerdings nicht, dass die Entscheidung auch in der Trainerfrage Ruhe bringen wird, weil die Medien nicht ruhen werden. Sie werden weiter in Richtung Viktor Skripnik schießen, was ich für völlig ungerechtfertigt halte.“
Jörg Wontorra: „Es lief darauf hinaus, dass entweder Eichin oder Skripnik gehen musste, denn nach meinen Informationen wollte der Aufsichtsrat Skripnik, während Eichin eher einen neuen Trainer wollte. So wurde also Eichin zum Bauernopfer, um an Skripnik festzuhalten. Problematisch ist nur, dass damit der Aufsichtsrat ins operative Geschäft eingegriffen hat, weil es nicht seine Aufgabe ist, den Trainer zu bestellen. Nun schmort Werder wie früher im eigenen Saft. Frank Baumann ist ein ehrenwerter Mensch, aber auf diesem Posten ein Lehrling. Ich hätte mir zumindest einen Gesellen gewünscht, und in der jetzigen Situation eigentlich jemand mit einem Meisterbrief.“
Jürgen L. Born: „Bei Werder musste sich grundlegend einiges ändern. Und man wird sicherlich weiterhin nachdenken. Aber ich finde es toll, dass jemand aus der Werder-Familie gewonnen werden konnte. Warum sollte man die Werder-Familie meiden, wenn Auswärtige wie Robin Dutt und Thomas Eichin in Bremen nicht unbedingt erfolgreich angekommen sind? Der Konstellation mit Baumann sollte man nun erst mal eine Chance geben.“
Rudolf Hickel: „Frank Baumann ist seriös, zuverlässig, und er hat keine große Klappe. Ich traue ihm die neue Aufgabe zu, aber er braucht eine starke Entscheidungsfähigkeit. Es könnte von Vorteil sein, dass man einen Mann genommen hat, der den Laden kennt. Thomas Eichin ist immer als Fremdkörper wahrgenommen worden – er war das Gegenteil von Baumann. Die Entscheidung stärkt auch die Position von Klaus Filbry. Die Trainerfrage bleibt aber weiter offen.“
Dieter Burdenski: „Ich habe schon vor drei Jahren gesagt, dass Eichin und Dutt nicht gut sind für Werder. Die jetzige Entscheidung ist der Schritt in die richtige Richtung. Frank Baumann hatte unter Klaus Allofs und Thomas Eichin nie eine Chance, sich zu beweisen. Dass Baumann nicht viel früher als erst 2015 aufgehört hat, sprach schon für ihn. Er hat die Qualität, Werder voranzubringen. Ich gehe davon aus, dass nun auch die Trainerdiskussion beendet ist. Skripniks Position wird gestärkt.“
Günter Hermann: „Warum diese Entscheidung nicht schon viel früher getroffen wurde, weiß ich nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt sie sehr überraschend, aber die Verantwortlichen werden ihre Gründe dafür haben. Trainer Viktor Skripnik hat mit der Mannschaft den Klassenerhalt geschafft – da gibt es keinen Grund, ihn nach dem Führungswechsel zu entlassen.“
Max Lorenz: „Mit Thomas Eichin ist ein Alleingänger freigestellt worden – eine richtige Entscheidung. So kriegen wir wieder Ruhe in den Laden, auch in der Trainerfrage. Viktor Skripnik wird nun mit weniger Druck seine Arbeit machen können. Er beherrscht die Fußballer-Sprache und hat seine Qualität bewiesen. Auch die Zuschauer haben ganz fest zu ihm gehalten. Ich hoffe sehr, dass er bleibt.“