Hier steht alles was man wissen muss. Das kann man wohl vollumfänglich teilen, ich sehe es ganz genauso...
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Man könnte ergänzen, viele europäische Regierungen der "Mitte", dazu zähle ich jetzt auch einmal die Sozialisten in Frankreich, befürchten bei mehr Zugeständnissen an Merkel oder bei Aufnahme von größeren Kontingenten an Flüchtlingen, einen Stimmenverlust an die Rechtspopulisten. Im Falle Frankreichs an den FN, der gewaltig zulegen
konnte.
Das Merkel quasi Dublin II außer Kraft gesetzt hat, sehe ich zwiespältig.
Denn obwohl ein gültiges Abkommen, war es vom Prinzip her ein Unrechtsabkommen, welches den Mittelmeerstaaten von den Großen und dem Norden aufgezwungen wurde.
Die Sache sähe heute weitaus anders aus, hätte man damals bereits eine Verteilungsquote beschlossen. Da hätte ich unter anderem auch den Vorteil gesehen, dass man eben das Ziel direkt nach Deutschland zu kommen nicht unbedingt gewährleistet hätte. Dank Verteilungsquote hätte es einen auch zu den Tschechen oder Polen verschlagen können, etc.
Weiterhin wäre, da es einen Verteilungsschlüssel gibt allen EU Staaten daran gelegen die Grenzsicherungsmaßnahmen an den Außengrenzen zu bessern und betroffene Staaten gegebenenfalls besser zu unterstützen, da die einreisenden Flüchtlinge ebenso dem eigenen Land zugewiesen werden könnten.
Das sind zwar alles Dinge, die nicht geregelt wurden und kurzfristig auch so nicht erreichbar wären angesichts der Lage, doch wären die anderen EU Staaten ebenso sehr kurzsichtig sich völlig zu sperren und jegliche hilfe zu verweigern.
Deutschland ist immerhin einer der wichtigsten Staaten der Union, vor allem in der Wirtschaftsleistung, da kann man sich gravierende Probleme oder ein Straucheln Deutschlands mit Sicherheit nicht leisten.
im Moment profitiert Deutschland von den dichten Schotten entlang der Grenzen auf und zum Balkan. Allerdings sagt auch der Einwand Merkels zu der letztjährig 8ich glaub im Sommer) beschlossenen Verteilung von 200tsd Flüchtlingen aus Griechenland und Italien auf die anderen EU Staaten eine Menge über die Solidarität in der EU aus.
Ich glaube mich zu erinnern, gegen Ende letzten Jahres wurden davon gerade einmal 200 verteilt. Kann natürlich sein, dass man da inzwischen riesige Fortschritte gemacht hat, die mir entgangen sind.
Wenn man es nüchtern betrachtet ist die EU in ihrer jetzigen Form eigentlich de facto gescheitert.
Es ist eigentlich nur noch ein Verbund verschiedener Staaten die aus der Existenz der EU wirtschaftliche und somit finanzielle Vorteile erzielen wollen.
Jeder Staat ist bereit sämtliche Vorzüge der Union gerne in Kauf zu nehmen, bereits die kleinsten eigenen Nachteile werden aber heftigst abgelehnt oder bekämpft.
Damit meine ich nicht einmal unbedingt die aktuelle Flüchtlingssituation sondern Agrarsubventionen, Finanzregulierung oder Staatshaushalte und Schuldenbegrenzung.