Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Ich weiss, es tut manchmal weh, wenn man VS im Fernsehen sieht und hört, aber darauf kommt es nicht an, es sei denn, es zersetzt seine Autorität bei den Spielern

Wieso meinst du das es darauf nicht an kommt ?
Es ist ein Punkt der schlecht ist , du hast aber recht für mich das es nicht Kriegs entscheidend ist, wenn viele andere Punkte stimmen würden.
Also ich als Spieler hätte auch ein Autoritätsproblem unter ihm weil :
Ich schon erwarten würde das man nach 20 Jahren Deutschland besser Deutsch sprechen sollte.
Esserden er brilliert mit Taktik , Menschenführung und anderen Tugenden, oder er war ein besonderer Fußballer oder er hat einfach nur Erfolg .
Für mich ist er nicht überzeugend und noch schlechter als sein Vor/Vorgänger , der ja wohl bald wieder zu haben wäre.
 
Meisten Gegner auf Augenhöhe....:unfassbar:

Wenn dem so wäre, wären wir auf Platz 10 +-2 Plätze sprich ausgeglichen.

Da wir aber nicht mit den meisten auf Augenhöhe sind, befinden wir uns auf 16! Nur nochmal ins Gedächtnisrufen, damit man sich hier nicht in eine surreale Welt verflüchtigt.

Und ja ich liebe Kombinationsspiel.
Was Messi, Suarez, Neymar zaubern ist grandios. Aber zu behaupten, dass wir nur offensiv weiterspielen müssten um zu gewinnen und nicht abzusteigen ist mehr als gefährlich.
 
:tnx:
Offensive bedeutet Kombinationsspiel über mehrere Stationen, wo sich in Bruchteilen von Sekunden neue Lücken auftuen und man dann mit schnellem Kurzpass-Spiel reagieren muss. Da muss man über einen längeren Zeitraum sehr konzentriert sein. Man muss die Laufwege von fast allen Spielern kennen. Man muss technisch versiert sein, auf engstem Raum... Das alles muss über einen längeren Zeitraum einstudiert und immer wieder angewendet und perfektioniert werden. Und langfristig muss das jede Mannschaft draufhaben, um in der 1. BL zu bleiben.
Deshalb finde ich den offensiven Ansatz von VS richtig und erfolgversprechend.
Dazu gehört natürlich ein kompaktes Abwehrverhalten, und natürlich hat Werder da Schwächen. Daran muss man arbeiten, keine Frage. Es geht aber nicht darum, defensiver zu spielen, sondern einfach das Abwehrverhalten zu verbessern. Wenn wir das Offensiv-Spiel aufgeben, dann verlernen es die Spieler regelrecht. Und dann kommen schwache Gegner im Heimspiel, gegen die man eigentlich das Spiel machen muss, es aber nicht kann.
In besonderen Spielen gegen deutlich bessere Teams muss man natürlich von vornherein defensiver rangehen (siehe Bayern-Spiel, das hat VS ja auch gemacht), aber das sind zur Zeit nur wenige Spiele. Die meisten Gegner sind auf Augenhöhe.

Na ja diese Augenhöhe sehe ich nicht in Bremen. Wir haben doch mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft in der Bundesliga.
Zur Defensive mit meinem laienhaften Fußballverstand:
- in den 70er war der Abwehrverbund 2AVs, 2 IVs mit Libero
- in den 80er mit der Viererkette wurde der Libero aufgelöst, um das MF zu verdichten. 1988 speziell hat für mich Frank Rijkaard eine neue Note in die Position des IVs hineingebracht, weil er auch offensiv und im Spielaufbau sehr stark war. Wir hatten in der Zeit die reinen Zweikämpfer wie Kohler. Das hat zwar 1990 zur WM gereicht, wurde aber in der Mehrzahl über die individuelle Klasse der damaligen Generation entschieden. 1996 war es vorallem Sammer, der als D6 das Spiel vor sich dirigiert hat.
- Werder hatte dann die klassischen 10er mit Micoud, Diego und Özil. Özil ist einer der wenigen klassischen 10er auf dem Markt.
- das Spiel hat sich vielmehr auf die D6 und den Strategen auf dieser Position verlagert. Werder hat diese Entwicklung nicht mitgemacht und stattdessen ist immer noch auf der Suche nach einem 10er. Aktuell bekleidet CP diese Rolle. Es ist ja beileibe nicht so, dass Werder extrem schlechte IVs hat(-te). Schon mit Mertesacker und Naldo hat man gleiche Probleme gehabt.
- Werder hat der Positon D6 seit Jahren eine untergeordnete Rolle zugewiesen. Erst mit der jetzigen Transferperiode scheint man dem Problem verstärkt nachzukommen? Noch in der SP war der einzige ernsthafte Kandidat im def MF der chron verletzte PB und der limitierte Kroos.
- Werders Kader ist zu offensivlastig. Die Balance speziell im def MF ist nicht vorhanden. Daher u.a. die vielen Gegentore.
 
:tnx:
Offensive bedeutet Kombinationsspiel über mehrere Stationen, wo sich in Bruchteilen von Sekunden neue Lücken auftuen und man dann mit schnellem Kurzpass-Spiel reagieren muss. Da muss man über einen längeren Zeitraum sehr konzentriert sein. Man muss die Laufwege von fast allen Spielern kennen. Man muss technisch versiert sein, auf engstem Raum... Das alles muss über einen längeren Zeitraum einstudiert und immer wieder angewendet und perfektioniert werden. Und langfristig muss das jede Mannschaft draufhaben, um in der 1. BL zu bleiben.
Deshalb finde ich den offensiven Ansatz von VS richtig und erfolgversprechend.

In der Theorie habe ich hierzu keinerlei Einwände. Aber VS macht den gleichen Fehler wie TS in seinen letzten Jahren bei Werder, daß er ein offensiv ausgerichtetes System aufziehen möchte, wofür ihm nicht das qdäquate Spielermaterial zur Verfügung steht.

Denn Offensivfußball mit Kurzpaßspiel, abgestimmten Laufwegen etc. kann nur dann funktionieren, wenn wenn der Kader in der Breite (so wie Du es richtig erkannt hast) technisch versiert ist und konzentriert zur Sache geht. Bei der aktuellen Werder-Mannschaft hapert es aber an beidem: die technischen Fähigkeiten sind für einen solchen Ballzauber insgesamt überschaubar (und das ist besonders auf das Mittelfeld, welches sich für den Spielaufbau primär verantwortlich zeichnet, noch sehr diplomatisch ausgedrückt) und die Truppe leistet sich durch Unkonzentriertheiten zu viele Fehler, die von kleinen Schnitzer bis kapitale Böcken reichen, die zu Gegentoren führen. Diese beiden Defizite tragen z.B. einen nicht unerheblichen Anteil dazu bei, daß Werder in der Tabelle der angekommenen Pässe mit einer Quote von 70% gerade einmal (und wie in der Punktetabelle auch) auf Rang 16 steht.

Diese schlechte Paßquote hat auch zur Folge, daß sich der prozentuale Ballbesitz entsprechend reduziert, dazu auch eine sehr interessante und aussagekräftige Statistik Ballbesitz: Hier liegt Werder mit einer Quote von 46,5% insgesamt auf dem 15. Rang. In der Auswärtstabelle sind es im Schnitt zwar "nur" 0,9% mehr, aber das reicht in diesem Ranking zu einem beachtlichen Platz 9. Um so desolater sieht es dafür im heimischen Weserstadion aus: mit einer Ballbesitzquote von 45,6% liegt die Truppe bei dem Heimpartien weit unter dem Schnitt (51,4%) und somit auf den sehr vertrauten 16. Platz.

Für ein "gepflegtes" Offensivspiel ist das viel zu wenig.
 
Man kann also auch eine kompakte Defensive auf den Platz bringen wenn man will. Hatte ja schon vor dem Spiel gesagt, dass mir die schon auf dem Papier erkennbare, deutlich defensivere Ausrichtung gefällt. Man kann die Räume also eng machen und nicht versuchen zwanghaft das Spiel zu machen und schönen Fussball zu zeigen.
Der kann nämlich aus der stabilen Defensive von ganz alleine kommen. Die erste Hälfte hat es gezeigt. Wenn die Mannschaft im Umschaltspiel noch genauer agiert, noch näher an den Gegenspieler ist und keinen Ball abschenkt, dann geht das alles.
Ich hoffe diese Erkenntnis kommt jetzt auch beim Trainer an und er versucht nicht gegen die Hopps wieder unbedingt einen Offensivfeuerwerk auf den Platz zu zaubern. So wie heute auch gegen die Hopps auftreten. Die kamen mit Darmstadt am Wochenende, die ähnlich agiert haben wie wir heute, so gar nicht zu rande.

In dem Kader steckt ausreichend Potential um Werder über eine stabile Defensive wieder unter die Top 10 der Liga zu bringen.
 
Man kann also auch eine kompakte Defensive auf den Platz bringen wenn man will. Hatte ja schon vor dem Spiel gesagt, dass mir die schon auf dem Papier erkennbare, deutlich defensivere Ausrichtung gefällt. Man kann die Räume also eng machen und nicht versuchen zwanghaft das Spiel zu machen und schönen Fussball zu zeigen.
Der kann nämlich aus der stabilen Defensive von ganz alleine kommen. Die erste Hälfte hat es gezeigt. Wenn die Mannschaft im Umschaltspiel noch genauer agiert, noch näher an den Gegenspieler ist und keinen Ball abschenkt, dann geht das alles.
Ich hoffe diese Erkenntnis kommt jetzt auch beim Trainer an und er versucht nicht gegen die Hopps wieder unbedingt einen Offensivfeuerwerk auf den Platz zu zaubern. So wie heute auch gegen die Hopps auftreten. Die kamen mit Darmstadt am Wochenende, die ähnlich agiert haben wie wir heute, so gar nicht zu rande.

In dem Kader steckt ausreichend Potential um Werder über eine stabile Defensive wieder unter die Top 10 der Liga zu bringen.
Die Frage ist ob VS endlich einmal seine Lektion gelernt hat. Das 4-1-4-1 passt deutlich besser zu dieser Mannschaft, aber das haette man auch schon vor 10 Monaten erkennen koennen. Man kann auch einem Hauptschueler eine Programmiersprache beibringen, es dauert halt nur ein wenig laenger. Ist halt nicht der Schnellste, unser VS.
 
Man kann also auch eine kompakte Defensive auf den Platz bringen wenn man will. Hatte ja schon vor dem Spiel gesagt, dass mir die schon auf dem Papier erkennbare, deutlich defensivere Ausrichtung gefällt. Man kann die Räume also eng machen und nicht versuchen zwanghaft das Spiel zu machen und schönen Fussball zu zeigen.
Der kann nämlich aus der stabilen Defensive von ganz alleine kommen. Die erste Hälfte hat es gezeigt. Wenn die Mannschaft im Umschaltspiel noch genauer agiert, noch näher an den Gegenspieler ist und keinen Ball abschenkt, dann geht das alles.
Ich hoffe diese Erkenntnis kommt jetzt auch beim Trainer an und er versucht nicht gegen die Hopps wieder unbedingt einen Offensivfeuerwerk auf den Platz zu zaubern. So wie heute auch gegen die Hopps auftreten. Die kamen mit Darmstadt am Wochenende, die ähnlich agiert haben wie wir heute, so gar nicht zu rande.

1899% Zustimmung :tnx:

Die verschiedenen Statistiken bestätigen das, was die Augen zuletzt am heutigen Abend gesehen haben: in der Summe fällt es Werder deutlich leichter, auf das Spiel eines Gegners zu reagieren als zu agieren, sprich mit aller Gewalt krampfhaft zu versuchen, die Partie selber gestalten zu wollen. Daher kann die Losung nur lauten, den Gegner kommen zu lassen und seine Räume einzuengen, bevor man sich wieder von einem Konkurrenten im Abstiegskampf auskontern lässt.
 
Die Frage ist ob VS endlich einmal seine Lektion gelernt hat. Das 4-1-4-1 passt deutlich besser zu dieser Mannschaft, aber das haette man auch schon vor 10 Monaten erkennen koennen. Man kann auch einem Hauptschueler eine Programmiersprache beibringen, es dauert halt nur ein wenig laenger. Ist halt nicht der Schnellste, unser VS.
Ist klar Du klug alle anderen doof , wie häufig denn noch?
 
Es ist zu vermuten - oder gar zu befürchten?

Ich würde es auch befürchten nennen. Natürlich könnte Viktor Skripnik - so lange man ihn lässt - in Heimspielen mit einem 4-4-2 antreten. Irgendwann würde er damit bestimmt auch mal gewinnen.

Bei seiner katastrophalen Heimbilanz sollte er allerdings nicht darauf warten sondern seine Mannschaft das spielen lassen, was sie am besten spielen kann und was am Wahrscheinlichsten zu Punkten führt.

Ich hoffe, dass ihm der heutige Sieg mehr Mut zur Flexibilität gibt, bin aber - wie andere Vorredner - skeptisch.
 
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