Ich verstehe nicht, weshalb man sich hier so vehement an den Zahlen der aufzunehmenden Flüchtlinge reibt.
Hätte man mehr Geld in die Hand genommen, in den Flüchtlingslagern in Jordanien und im Libanon sichere und lebenswürdige Zustände zu erreichen. Hätte man die Hilfe so konzipiert, dass sie auch der ansässigen Bevölkerung Vorteile und Entwicklung bringt, dann wäre es nie zu dieser Zahl gekommen und man hätte mit Verweis auf bereits gut funktionierende und sichere Flüchtlingslager die Aufnahme bei vielen abweisen können.
Statt dessen investiert man lieber in Stacheldraht, mehr Grenzkontrollen oder gibt Geld für unsinnige Dinge wie die Sache mit den Tornados aus oder den Drohnen, die nie eine Flugerlaubnis bekämen.
Wenn Europa und die USA, sowie die anderen halbwegs entwickelten Länder nicht die Ursachen der Flucht, wie Krieg und Armut bekämpfen wird es immer wieder solche Wellen geben.
Das die Politik diese Dinge nicht angeht, wird fast nie kritisiert.
Warum? Weil es einen nicht direkt betrifft, solange keine Flüchtlingswellen nach Europa schwappen.
Das aber ein weiter so in der Entwicklung immer mehr zu einer solchen Gefahr führt, wird dabei gerne ignoriert.
Hier noch einmal eine Aktualisierung zur Entwicklung des Vermögens der Weltbevölkerung.
http://www.welt.de/wirtschaft/artic...-ist-das-Vermoegen-auf-der-Welt-verteilt.html
Glaubt jemand nicht daran, dass dies nicht irgendwann zu (noch mehr)sozialen Verwerfungen, Aufständen, Krieg und letztendlich Flüchtlingswellen führen wird?
Würden sich die Leute, die sich jetzt so lautstark oder diskret gegen Flüchtlinge aussprechen auch ebenso vehement für mehr Entwicklungshilfe, soziale und steuerliche Gerechtigkeit sowie gegen wirtschaftliche Ausbeutung einsetzen wäre das ein Schritt in die richtige Richtung zur Lösung der Probleme.