Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Das kann man so in weiten Teilen unterschreiben.

:tnx:

Allerdings bin ich in puncto VS und Frings nicht der Ansicht, dass diese Beiden der Weisheit letzter Schluss sind.

Der Weisheit letzter Schluss?! Gibt es so etwas überhaupt? Sind nicht alle Schlüsse nur "vorübergehende Schlüsse", bis zur nächsten Erkenntnisstufe?

Das gilt natürlich auch für die Trainerfrage bei Werder Bremen.


In Bremen wird immer postuliert, dass man das Werdergen haben muss, um erfolgreich zu sein.

Es wird nicht nur in Bremen so gesehen, dass eine hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber zu höherer Erfolgswahrscheinlichkeit führt als eine geringere Identifikation.

Auf die Fußball-Bundesliga heruntergebrochen, kann man dieses Phänomen, Personal mit eigener Vereins-Vergangenheit in den Verantwortungspositionen zu installieren, in nahezu jedem Verein beobachten. Angefangen beim Branchenführer Bayern München, über Borussia Dortmund, Mönchengladbach, Köln, Hamburg, Bremen, Berlin usw. Jeweils aus sehr guten Gründen.

Speziell in der jüngeren Vergangenheit hat die Tatsache, dass Jemand jemals für Werder gespielt hat, nicht automatisch den Erfolg nach sich gezogen.

Das behauptet niemand, das verlangt auch niemand.

Nur weil es mit TS gut geklappt hat, heißt das noch lange nicht, dass sich die Geschichte wiederholen lässt.

Das hat nicht nur bei Schaaf gut geklappt, sondern z.B lange Zeit auch bei Allofs. Bei Bayern München lief es merhfach git mit einem Lattek, über Jahrzehnte sehr gut mit einem Hoeneß. Bei Hertha BSC läuft es derzeit ausgesprochen gut mit einem Dardai, bei Hamburg mit einem Labbadia.

In keinem der Fälle war und ist es eine Selbstverständlichkeit, in den meisten Fällen folgte die Entscheidung aber einer relativ (im Vergleich zu anderen Alternativen) großen Wahrscheinlichkeit.

Das man in Bremen eine eigene Identität sucht und von seinen Angestellten eine komplette Integration einfordert ist zwar richtig, darf aber den Blick auf das Ergebnis nicht verstellen.

Das ist richtig.

Die heile, heile Werderwunderwelt ist eine Mär oder vielmehr eine Sehnsucht der Protagonisten im Verein.

Die "heile heile Werder-Welt" ist eine speziell von deren Kritikern entworfene "Schimäre". Die Protagonisten des Vereins gehen mit der Situation in den weitaus meisten Fällen wesentlich unverkrampfter um als Kritiker, die fordern, Werder müsse partout mit den "Großen" der Branche mithalten. Über angeblich "heile, heile Werderwelt" lästern insbesondere Letztere und verwechseln es (bewusst?) mit der Werder-Philosophie "Ruhe und Geduld".

Die Realität sieht leider so aus, dass wir regelhaft neue Negativrekorde aufstellen und eine Weiterentwicklung in nahezu allen Bereichen kaum zu erkennen ist.

Diese Rekorde sind eben eine Folge dessen, dass Werder vorübergehned glaubte, den "eigenen Weg" verlassen und den von Vereinen aus besser situierten Standorten beschreiten zu können/müssen. Ein fataler Trugschluss.
 
Sollte sich herausstellen, dass der einst erfolgreiche Werder-Weg bei realitätsferner und permanenter Beibehaltung heute oder morgen doch in den Abgrund führt, gehen wir zumindest harmonisch und streitlos unter.

:ugly: :daumen:
 
Die "heile heile Werder-Welt" ist eine speziell von deren Kritikern entworfene "Schimäre". Die Protagonisten des Vereins gehen mit der Situation in den weitaus meisten Fällen wesentlich unverkrampfter um als Kritiker, die fordern, Werder müsse partout mit den "Großen" der Branche mithalten. Über angeblich "heile, heile Werderwelt" lästern insbesondere Letztere und verwechseln es (bewusst?) mit der Werder-Philosophie "Ruhe und Geduld".

Klares Veto in Bezug auf Chimäre. Die heile Werderwelt ist sehr wohl ein Trugbild. Man versucht zwar den Anschein der Unaufgeregtheit zu vermitteln, zeigt dann aber in der Krise Nerven. Beispiel: Bornaffäre. Wo war dort die Souveränität Anschuldigungen gegen ein Präsidiumsmitglied intern und ohne mediale Begleitmusik zu verarbeiten? Das kam aus dem Präsidium in personam WL selbst heraus.
Zum Thema Ruhe und Geduld:
Die haben sie wirklich weg. Die Bundesliga ist ein extrem schnelllebiges, prosperierendes Geschäft. Man sollte am Puls der Zeit sein und versuchen sein Kerngeschäft möglichst breit aufzustellen. Speziell hier haben sie im Nachwuchsbereich und der Finanzbasis versagt.
Was hat dies nun mit VS zu tun? Am Ende braucht der Verein von seinem Trainer eine klare Spielidee und eine Weiterentwicklung zumindest in Teilen des Kaders. Weder offensiv noch defensiv Weiterentwicklung zu sehen eher Rückschritt.
Wie wollen denn nun die Granden des Vereins (das ist nicht TE alleine!) mit der Situation umgehen? Bode hat zwar ein Treuebekenntnis zu VS und TF abgegeben, aber ein "Notfalls gehen wir mit diesem Trainerteam auch in die 2.Liga" kam dort nicht. Das wäre die Fortführung des ruhigen, kontinuierlichen Weges mit Identifikationsfiguren.
Diesen Weg haben sie nicht beschritten und spielen stattdessen auf Zeit.
 
Ich denke mal, wir sind hier schon ganz schön OT.^^ :)

Mich berunruhigt da eher ein anderer Satz von Skrippo in der PK, dass unsere Spieler nun über ihre Grenzen hinausgehen müssen.^^
Da das ja allein faktisch schier nicht möglich ist, legt das doch den Verdacht nahe, dass unsere Spieler zuvor, u.a. ausgerechnet gegen den HSV, gar nicht an ihre Grenzen gegangen sind - oder irre ich mich da?

Das ist Skrippos Aufgabe und dafür ist er da.
Ich bin gespannt, was wir gegen die Geisböcke für eine "Einstellung" auf den Rasen bringen...
 
Zitat von WilderSüden;3211375:
Klingt wie eins von den Wahlplakaten der letzten Senatswahl...
...aber ganz netter Versuch. :D

:tnx:
Warme Worte und inhaltlich nicht konkret. Statt Senat war ich gedanklich aber bei der aktuellen Bundesregierung.

Am Begriff "Werder - Weg" wird sich mMn eh zu sehr aufgehängt. Sich als Ausbildungsverein zu deklarieren und entsprechend vermehrt auf die eigene Jugend zu setzen ist heutzutage beileibe kein Alleinstellungsmerkmal sondern eben hauptsächlich die zwangsläufige Überlebensmaxime von Klubs, die finanziell nicht eben auf Rosen / Investorengeldern gebettet sind.
 
:tnx:
Warme Worte und inhaltlich nicht konkret. Statt Senat war ich gedanklich aber bei der aktuellen Bundesregierung.

Am Begriff "Werder - Weg" wird sich mMn eh zu sehr aufgehängt. Sich als Ausbildungsverein zu deklarieren und entsprechend vermehrt auf die eigene Jugend zu setzen ist heutzutage beileibe kein Alleinstellungsmerkmal sondern eben hauptsächlich die zwangsläufige Überlebensmaxime von Klubs, die finanziell nicht eben auf Rosen / Investorengeldern gebettet sind.
Aber hallo...dann hätte er ja anschließend noch ein abschließendes WIR SCHAFFEN DAS hinterhergeträllert.... :lol:
 
Da sich Werder Bremen seit 6 Jahren in einer permanenten Abwärtsspirale befindet, ist heute der richtige Zeitpunkt, um neue Strategien zu entwickeln, neue Perspektiven sichtbar zu machen und eine neue Unternehmensstratgie zu entwickeln.

Wenn unser AR selbst im downflow nicht wahrnehmbar ist und keine Visionen entwickeln kann, die uns Fans über die Woche retten, bedarf es gravierender Veränderungen. Da nehme ich auch Marco Bode nicht aus, den ich bisher als AR-Vorsitzenden nur als den Zieh-Sohn Lemkes und Wiederkäuer des Althergebrachten erlebt habe.

MB hätte hier einen Rückhalt wie kaum ein anderer. - Klammert sich Marco Bode an dem fest, was wir als Werder-Weg begreifen, werden wir in dieser, der nächsten oder übernächsten Saison in der Bedeutungslosigkeit verschwinden...Aachen, Wattenscheid, Düsseldorf, die Löwen, 'lautern, Uerdingen und viele andere lassen grüßen.
 
"Werder Weg"...

...also rückblickend war unser Weg scho a weng strange.^^ Ein spezieller Weg sozusagen. :D

Von einem regelmäßigen CL-Teilnehmer durch "unpassendes" Spielermaterial und einen überteuerten "Stadionumbau" quasi zu den Bittstellern der Liga zu gehören, das hat so auch nicht jeder hingebracht. *fg*

Also "Werder Weg" betrachte ich da insgeheim immer a bissl zwiespältig, wenn ich ehrlich bin...
 
Zitat von WilderSüden;3211381:
Aber hallo...dann hätte er ja anschließend noch ein abschließendes WIR SCHAFFEN DAS hinterhergeträllert.... :lol:

:lol:

Du glaubst gar nicht, wie sehr mir als politisch eigentlich ursprünglich uninteressiertem Menschen dieses leere Gewäsch, der Begriff "alternativlos" und explizit ebenjener obig aufgeführter Satz auf den Kranz gehen. Aber das wäre ein anderes Thema.
 
Da sich Werder Bremen seit 6 Jahren in einer permanenten Abwärtsspirale befindet, ist heute der richtige Zeitpunkt, um neue Strategien zu entwickeln, neue Perspektiven sichtbar zu machen und eine neue Unternehmensstratgie zu entwickeln.

Wenn unser AR selbst im downflow nicht wahrnehmbar ist und keine Visionen entwickeln kann, die uns Fans über die Woche retten, bedarf es gravierender Veränderungen. Da nehme ich auch Marco Bode nicht aus, den ich bisher als AR-Vorsitzenden nur als den Zieh-Sohn Lemkes und Wiederkäuer des Althergebrachten erlebt habe.

MB hätte hier einen Rückhalt wie kaum ein anderer. - Klammert sich Marco Bode an dem fest, was wir als Werder-Weg begreifen, werden wir in dieser, der nächsten oder übernächsten Saison in der Bedeutungslosigkeit verschwinden...Aachen, Wattenscheid, Düsseldorf, die Löwen, 'lautern, Uerdingen und viele andere lassen grüßen.

Du meinst, dass Werder, der AR und Bode einen für den Verein falschen Weg einschlagen.

Warum glaubst Du, mehr Einsicht dazu zu haben als ein Bode, dem allgemein, auch hier im Forum, durchaus Kompetenz, Intelligenz und Seriösitat unterstellt wird.

Wie sähen Deine "neuen Strategien" aus, die nicht auch schon von Werder-verantwortlichen diskutiert und in Erwägung gezogen worden wären?
 
Du meinst, dass Werder, der AR und Bode einen für den Verein falschen Weg einschlagen.

Warum glaubst Du, mehr Einsicht dazu zu haben als ein Bode, dem allgemein, auch hier im Forum, durchaus Kompetenz, Intelligenz und Seriösitat unterstellt wird.

Wie sähen Deine "neuen Strategien" aus, die nicht auch schon von Werder-verantwortlichen diskutiert und in Erwägung gezogen worden wären?

Hey Dok, ich habe nicht den Anspruch, die Lösung zu kennen. ;) Habe ich Ansätze davon, werde ich damit künftig sehr viel Geld verdienen. ;)

Ich stelle lediglich fest, dass Marco Bode mit einem fundierten Rückhalt der Basis AR-Vorsitzender wurde und er - L E I D E R - dieselbe Vereinsphilosophie verkündet, die früher oder später unausweichlich in die Sackgasse führt.
 
Ich stelle lediglich fest, dass Marco Bode mit einem fundierten Rückhalt der Basis AR-Vorsitzender wurde und er - L E I D E R - dieselbe Vereinsphilosophie verkündet, die früher oder später unausweichlich in die Sackgasse führt.

Ich weiß, wie Du über die z.B. im Fall Griechenlands politisch verordnete "Austeritätspolitik" denkst.

Setzt Du den aufgrund der aktuellen Finanznot Werders eingeschlagenen rigiden Sparkurs mit einer "grundsätzlichen Vereinsphilosophie" gleich?

Ich kritisiere auch, dass es bisher nicht gelungen ist, zusätzliche Gelder zu generieren und sich vom sportlichen Erfolg unabhängiger zu machen. Ich würde aber nicht behaupten, dass dieses grundsätzlich nicht gewollt sei. Zumal der Verein einst speziell dafür die Profiabteilung ausgegliedert und sich Bode erst kürzlich zur Suche und Anbindung von Investoren geäußert hat.
 
Ich weiß, wie Du über die z.B. im Fall Griechenlands politisch verordnete "Austeritätspolitik" denkst.

Da ich mich hier politisch nur ausgesprochen selten äußere und ich ein Fußball-Forum für politisch relevante Themen für ausgesprochen ungeeignet halte, wundere ich mich über den von dir eingebrachten Spagat zwischen dem Griechenland aufoktroyierten Spardiktat unter bundesdeutscher Anleitung und dem Wirken unseres AR.

Das Argument "beide müssen sparen" liegt weit unter den Argumenten, die ich in deiner Erwiderung erwarte. ;)
 
Da ich mich hier politisch nur ausgesprochen selten äußere und ich ein Fußball-Forum für politisch relevante Themen für ausgesprochen ungeeignet halte, wundere ich mich über den von dir eingebrachten Spagat zwischen dem Griechenland aufoktroyierten Spardiktat unter bundesdeutscher Anleitung und dem Wirken unseres AR.

Diese Verbindung zu dem politischen Thema habe ich aus der mir von damals ähnlich geläufigen Formulierung ..."wird unweigerlich in einer Sackgasse enden" gezogen.

Aber, sorry für OT!

Warum sollte der "Werder-Weg", wenn Du nicht die Sparpolitik meinst, diesem Schicksal (Sackgasse) ausgeliefert sein?
 
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