Das stimmt aber nur zum Teil. Die Griechen zum Beispiel kannten Kriegsgötter. Laut Homer war der Trojanische Krieg auch zunächst mal ein Disput der Götter. Dennoch stimmt es, dass der Monotheismus religiös motivierte Kriege erst richtig populär gemacht hat. Aber den gab es auch schon in der Antike (die geht ja immerhin bis ~500 n.C.), man denke an ein paar Geschichten aus der Bibel über die Israeliten, die frühe Christenverfolgung durch die Römer.
Zum Thema Kriegsgöttin Athena oder Mars: Das sind ja nun nur Sagen. Es wurde zu ihren Ehren kein Krieg angezettelt, auch nicht die von Homer beschriebene Belagerung von Troja; hier wurde eine schöne Dame namens Briseis entführt.
Dann gab es die Kriege zwischen Juden und den römischen Besatzern, die auch nicht religiös motiviert sind, die Juden wollten die Römer loswerden.
Die Christenverfolgung im antiken Rom erklärt sich anders: Die Christen fielen ihrer Umgebung sehr früh durch ihre Intoleranz gegenüber Nichtchristen auf den Wecker. Im antiken Rom durfte jedermann jederzeit seine Religion ausüben, wie und wo er wollte. Das passte den Christen nicht, die deswegen teilweise tumultartige Szenen verursachten. Man nannte sie auch oft "die Unduldsamen". Die Christenverfolgungen waren also größtenteils viel eher ein Versuch, den Frieden in der Stadt wieder herzustellen.
Darüber hinaus fände ich es interessant, wie friedfertig die Hindus im Altertum waren. Aber da kenne ich mich nicht aus.
Das ist in der Tat eine interessante Frage!
Es war, wenn ich das recht im Kopf habe, tatsächlich so, das der indische König Ashoka im 3. Jahrhundert v. C. seinem Volk den Hinduismus mit Gewaltmitteln aufzwingen wollte - Punkt für Dich...




