Interessanter und größtenteils zutreffender Artikel. Vor dem gleichen Problem stehen einige Vereine, nicht zuletzt auch Werder. Siehe de Bruyne.
Letztlich kann es nur über eine funktionierende, qualitativ hochwertige Jugendarbeit laufen, dass Talente nachrücken (ohne von RB Leipzig oder anderen potenten Vereinen weggekauft zu werden), ein paar Jahre Buli-Luft schnuppern und dann teuer direkt nach England verkauft werden können.
Wobei auch das schwieriger werden wird, je früher das Scouting anfängt und beträchtliche Summen eine Rolle spielen. Wenn in der Bundesliga nicht über kurz oder lang wirklich das Solidar-Prinzip ausgebaut wird, was die Verteilung der Gelder angeht, werden die Tabellenplätze immer weiter zementiert und vorhersehbar. Und letztlich fragen sich jährlich (mindestens) 14 Vereine, warum sie überhaupt in der Bundesliga mitspielen, wenn die Meisterschaft von vornherein ohne sie ausgespielt wird.
Um an Bayern auch nur annähernd heranzukommen, brauchen Vereine wie Werder oder der HSV mindestens fünf Jahre, in denen es wirklich optimal läuft. Und dann sprechen wir auch nur über eine Saison, in der man Meister werden kann. Um finanziell gegenüber Bayern auf Augenhöhe zu gelangen, bräuchte man sicherlich mehr als zwölf Jahre, zumal die Münchner nicht auf der Stelle stehenbleiben, da sie ja selber eher Underdog im internationalen Vergleich werden, je utopischer die Summen in England sind.
Eigentlich müsste man das gesamte System Profifußball europaweit revolutionieren, mit Salary Cap oder ähnlichem. Nur wird das niemals bei den Top-Clubs durchgehen, da diese ja zufrieden sind, so wie es derzeit läuft.