Damit hat er mehr theoretisches Fachwissen in seiner Vita stehen als z.B. ein Uli Hoeneß oder ein Klaus Allofs.
Man weiß natürlich spätestens seit Robin Dutt, dass theoretisches Fachwissen nicht immer zwingend dazu führt, dass jemand seinen Job auch gut ausübt. Ich würde niemals auf die Idee kommen, die Erfolge von Uli Hoeneß in Frage zu stellen, nur weil er keine entsprechende Fachausbildung absolviert hat. Auch ohne diese hat er sich erfolgreich als Manager und Unternehmer etabliert. Die Frage nach der Qualifikation also kann man wohl bei einem Sportmanager schlecht beantworten. Was würde z.B. einen Marco Bode qualifizieren? Der machte laut Wiki einen "einjährigen Kompaktkurs in BWL", nachdem er das Studium der Mathematik und Philosophie aufgab. Da klingen die "Ausbildungen" von Max Eberl oder Dietmar Beiersdorfer wesentlich professioneller.
Er übernahm eine Doppelfunktion aus Sportdirektor/Geschäftsführer Sport, die vorher Allofs inne hatte. Er hat sinnvollerweise diese Doppelfunktion wieder aufgelöst, daher ist er nun "nur" noch Geschäftsführer Sport. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wer diese Position bekleidet hat, als Allofs damals "nur" Sportdirektor war (Born?), aber damals gab es scheinbar keine Infragestellung dieser Position. Mir ist ehrlich gesagt auch nicht ganz klar, wie die genaue Trennung dieser Position zum Sportdirektor aussieht. Ich denke aber, rein von der Theorie her ist Eichin dort auch ganz gut aufgehoben. Er wird bei den Kölner Haien ja sicherlich zunächst auch hauptsächlich seine Aufgaben im Managementbereich gehabt haben und nicht im sportlichen. Er war schließlich vorher Profifussballer, was ihn
vermutlich nicht unbedingt befähigte, sportliche Entscheidungen für den Kader eines Eishockeyvereins zu treffen. Dass er momentan durch sein öffentliches Auftreten den Eindruck vermittelt, mehr oder weniger immer noch der "Sportdirektor" zu sein, gefällt mir persönlich auch nicht so ganz. Aber wenn das dazu führen sollte, dass Schröder und das Scouting ruhiger arbeiten können, soll mir das Recht sein. Was er durch seine Karriere in Köln für diesen Job "gelernt" hat, mag ich nicht beurteilen, mal liest man, dass es eine sehr erfolgreiche Zeit war und dass er den Klub "saniert" hat, hier im Thread stand kürzlich erst wieder, dass er sie zum Schluss fast runtergewirtschaftet hatte. Kann ich nicht einschätzen, da fehlen mir die Informationen zu.
Letztendlich wird sich der AR das auch genau angeschaut haben und muss nun einfach abwägen, ob es Sinn machen würde, zu vernünftigen Konditionen mit TE weiterzumachen. Da es ein Angebot gegeben hat, sehe ich es schon so, dass sie das grundsätzlich machen wollen. Dass dieses Angebot nicht unbedingt dem Durchschnitt eines Bundesligamanagers entspricht, muss kein Zeichen dafür sein, dass man ihn eigentlich loswerden möchte. Ein neuer Geschäftsführer zu solchen oder besseren Konditionen würde wahrscheinlich erst mal alles so weiterlaufen lassen, da TE ja schon ziemlich viel umgekrempelt hat. Von daher wäre es schon sehr interessant zu sehen, wie sich Eichins Entscheidungen der letzten Monate
mit ihm als Geschäftsführer weiterentwickeln.