Ach komm das kannst du doch nicht ernst meinen. Die Teilnahme an einem Internetforum hat doch wirklich wenig mit gesellschaftspolitisch aktiv zu tun. Aktiv wäre zB wikrlich Politik zu machen. Nicht dort seine Meinung kund zu tun, wo sich ein paar 50 Leutchen einfinden und eigentlich über Fußball schnacken. Sondern sich zB für Waheln aufstellen lassen, Klinken putzen etc. Das würde ich aktiv nennen un dann erreicht man auch etwas.
Gehe mal davon aus, dass du aus meinem Beitrag eher ein negatives Bild illusionierst. Hast vollkommen recht :daumen: Die Nörgelei ist halt einfach nur noch nervig. Und damit meine ich nicht mal Wiesenhof. Alles. Die Welt ist wie sie ist, ich hab keinen Bock daran etwas zu ändern, weil ich nach der Arbeit eh platt bin und dann bin ich ehrlich gesagt froh, wenn alles ist, wie es ist.
Doch das meine ich ernst. Für mich macht es keinen Unterschied, ob jemand auf der Straße an einem Protest teilnimmt, seinen Senf zu einer Kampagne auf Twitter oder anderswo in den sogenannten sozialen Netzwerken postet oder hier im Forum.
Sicherlich gibt es Unterschiede in der Effektivität bzw. dem Nutzen der verschiedenen Arten sich zu artikulieren und seinen Standpunkt zu vertreten.
Eine Demo kann im Sande verlaufen und letztlich keine Änderung bewirken und ein Beitrag im Netz kann sich ebenso gut zu einer größeren Sache hochschaukeln, die letztlich Änderungen bewirkt.
Wenn du meinst eine Änderung an Verhältnissen würde man nur als aktiver Politiker erreichen, dann denke ich solltest du da nicht zu viele Hoffnungen hegen.
Die Politik ist weitestgehend vom Willen der Wähler und der öffentlichen Meinung getrieben. Dann gibt es da noch die parteiinternen Abläufe, Seilschaften und Abhängigkeiten. Ebenso haben größere Vereinigungen oder finanziell und wirtschaftlich einflussreiche Interessensvertretungen auch in unserer demokratischen Gesellschaft einen gehörigen Einfluss auf die Gestaltung der Politik.
Der Weg in die Politik ist deswegen nicht der einzig zielführende und auch nicht der aussichtsreichste Weg.
Als Beispiel kannst du da den Atomausstieg nehmen, bei dem sich die Politik der öffentlichen Meinung gebeugt hat. Aktuell auch die Bild-Aktion, wobei das eher ein Aufspringen auf den fahrenden Zug war/ist.
Es steckt jedenfalls eine gehörige Portion Opportunismus in der täglichen Politik.
In einer solchen Umgebung hätte ich als Prinzipienmensch schon meine größeren Probleme, es sei denn, ich würde mich einiger meiner Prinzipien entledigen und diese über Bord werfen.