Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Dann hast du bestimmt auch den Transfer von Silvestre verstanden... :ugly:

Wenn ich mich recht erinnere hatten wir zudem Zeitpunkt not am Mann aufgrund Verletzungen etc. Dazu hatten wir die CL Quali in der Tasche und brauchten Tiefe. Dann hatte man die Option einen erfahrenen internationalen "grossen" Namen zu erhalten. Ablösefrei.

Die Idee dahinter habe ich verstanden, ja. Nur sich HEUTE also hinterher als der große Zampano hinstellen und zu kritisieren ist für mich ganz schlechter Stil Sorry. Wir sind menschen und wir machen alle immer Fehler, und die Vergangenheit zu bewerten ist simpel aber die Zukunft ist der schwierige Teil.
 
Wenn ich mich recht erinnere hatten wir zudem Zeitpunkt not am Mann aufgrund Verletzungen etc. Dazu hatten wir die CL Quali in der Tasche und brauchten Tiefe. Dann hatte man die Option einen erfahrenen internationalen "grossen" Namen zu erhalten. Ablösefrei.

Die Idee dahinter habe ich verstanden, ja. Nur sich HEUTE also hinterher als der große Zampano hinstellen und zu kritisieren ist für mich ganz schlechter Stil Sorry. Wir sind menschen und wir machen alle immer Fehler, und die Vergangenheit zu bewerten ist simpel aber die Zukunft ist der schwierige Teil.

:tnx::beer: weiße Worte mein Bester, weise Worte ...
 
Manager stellen mMn immer nur einen Teil des Ganzen bei Transfers dar. Da ist noch die Scouting-Abteilung und das Trainerteam, die gewaltig etwas zu sagen haben. Ich habe es schon bei KA für Blödsinn gehalten, ihn für Transfers zu feiern oder zu verteufeln, ich halte das auch bei Eichin bzw. Schröder für Blödsinn. Natürlich sind auch Kontakte notwendig, das darf man nicht außer acht lassen, wie z.B. damals KA mit Micoud. Letztendlich entscheidet doch aber auch immer noch der Cheftrainer, ob er einen Spieler haben will oder nicht. Zumindest sehe ich das so. Bei den letzten "Flops" von KA muss sich halt eben auch TS die Frage gefallen lassen, was er mit solchen Spielern überhaupt wollte. Und das Scouting muss sich die Frage gefallen lassen, was sie in den Spielern denn gesehen haben wollen. Genauso lässt sich das auch auf die aktuellen Personalien Obraniak, Makiadi und Pavlovic übertragen. TE kann man gerne dafür kritisieren, welche Verträge diese Spieler bekommen haben, das ist ja auch mein Hauptkritikpunkt an Allofs in seinen letzten Amtsjahren hier. Das ist noch alles eine Spur härter als bei TE, gerade wenn man sieht, mit was für einem Vertrag Elia hier noch ausgestattet wurde, obwohl bei dessen Verpflichtung der erste "Umbruch" schon längst ausgerufen war. Ein Arnautovic wird wohl keinen schlechteren Vertrag gehabt haben, aber für den haben wir wenigstens noch ein bisschen was an Ablöse bekommen.

Der Erfolg / Nichterfolg einer Spielerverpflichtung hängt also immer von mehreren Faktoren ab. Weder halte ich es für sinnvoll, einen Manager für Transfers abzufeiern (maximal dann, wenn er wirklich tolle Konditionen herausgehandelt hat), noch ihn für Transfers zu verteufeln (maximal dann, wenn die Konditionen absolut überzogen waren).

Stimme dir da zu, ich finde es nur immer albern, wenn hier oft so getan wird, als ob der "kleine gemeine" Fan keine Ahnung hat oder sich keine Urteile über Spieler erlauben darf, weil er ja nicht im Profifußballgeschäft tätig ist. Meiner Meinung nach war eben bei einigen Spielern eine gewisse Entwicklung absehbar. Ich gehe auch nicht nach Sympathie, sondern einzig nach dem, was ich auf dem Platz sehe und darauf sollte es ankommen...
 
Wenn ich mich recht erinnere hatten wir zudem Zeitpunkt not am Mann aufgrund Verletzungen etc. Dazu hatten wir die CL Quali in der Tasche und brauchten Tiefe. Dann hatte man die Option einen erfahrenen internationalen "grossen" Namen zu erhalten. Ablösefrei.

Die Idee dahinter habe ich verstanden, ja. Nur sich HEUTE also hinterher als der große Zampano hinstellen und zu kritisieren ist für mich ganz schlechter Stil Sorry. Wir sind menschen und wir machen alle immer Fehler, und die Vergangenheit zu bewerten ist simpel aber die Zukunft ist der schwierige Teil.

Tut mir leid, aber wer den Spieler zuletzt verfolgt hat (und er saß nicht ohne Grund auf der Bank...), hat sich eben nicht ausreichend mit der Marterie beschäftigt. Seine Entwicklung hier war ganz klar abzusehen und auch das habe ich schon damals VOR der Verpflichtung gesagt.
 
Manager stellen mMn immer nur einen Teil des Ganzen bei Transfers dar.

Das ist zweifellos richtig. Als Geschäftsführer Sport (sofern die Funktion besetzt wird) tragen sie am Ende dann aber natürlich doch die Hauptverantwortung für Erfolg oder Misserfolg einer solchen Verpflichtung.

Da ist noch die Scouting-Abteilung und das Trainerteam, die gewaltig etwas zu sagen haben.

Das "gewaltigste" Mitspracherecht wird bei Vereinen wie Werder, anders als bei Bayern München, ManU, Chelsea usw. am Ende aber der "Manager" tragen!

Ich habe es schon bei KA für Blödsinn gehalten, ihn für Transfers zu feiern oder zu verteufeln, ich halte das auch bei Eichin bzw. Schröder für Blödsinn.

Es ist nicht grundsätzlich "Blödsinn". Nur: Wenn ich einen Manager für seine erfolgreichen Verpflichtungen feiere, wie das hier bei einem Eichin ständig passiert, kann ich ihn auch für nicht erfolgreiche Transfers nicht aus der Verantwortung nehmen, wie das hier gern erfolgt.

Natürlich sind auch Kontakte notwendig, das darf man nicht außer acht lassen, wie z.B. damals KA mit Micoud. Letztendlich entscheidet doch aber auch immer noch der Cheftrainer, ob er einen Spieler haben will oder nicht. Zumindest sehe ich das so.

Über Abläufe bei Verpflichtungen haben wir hier schon des öfteren gemutmaßt und philosophiert. Bei den "Großkopferten", wie oben aufgeführt, wird es wohl annähernd so laufen, wie Du es hier beschreibst.

Ein van Gaal sagt derzeit, wen er bei ManU gern im Team haben würde, und wird anschließend mit dem Wunschspieler bedacht. Ähnlich läuft es sicher auch bei Chelsea unter Mourinho. In England haben Trainer als Team-Manager allerdings umfangreichere Befugnisse als Cheftrainer in Deutschland.

Bei Bayern Münschen dreht sich derzeit auch Vieles um die Wünsche eines Guardiola, dennoch glaube ich, dass dort die Verantwortlichen um Sammer, Rummenigge und insbesondere Hoeneß weit mehr Mitsprache-Recht einfordern als bei den Klubs in England.

Nicht jeder Verein kann sich seine(n) Wunschspieler immer leisten, dazu zählt, logischerweise, auch Werder. Hier wird es eher so ablaufen, dass der Trainer Bedarf für einen bestimmten Spielertypus anmeldet, z.B. für einen spielstarken, aber weiter entwicklungsfähgen 6er. Dieser "Auftrag" muss vom Manager und seinen "verlängerten Armen" umgesetzt werden. Es ist deren Aufgabe, einen bzw. mehrere solcher zu finden, aus denen Trainerteam, Scouts und Manager den passenden auswählen. "Passend" heißt im Fall von Werder dann eben nicht immer, dass man den Wunschspieler auswählt, sondern, dass man ihn auch von Werder selbst überzeugen konnte und ihn letztendlich bezahlen kann.


Bei den letzten "Flops" von KA muss sich halt eben auch TS die Frage gefallen lassen, was er mit solchen Spielern überhaupt wollte. Und das Scouting muss sich die Frage gefallen lassen, was sie in den Spielern denn gesehen haben wollen. Genauso lässt sich das auch auf die aktuellen Personalien Obraniak, Makiadi und Pavlovic übertragen.

Natürlich. Diese Fragen stellen sich allerdings auch, und weil sie in ihrer Funktion offiziell die Verantwortung tragen, in besonderem Maße den jeweiligen Managern. Deshalb wird ja auch speziell in deutschen Vereinen (den Unterschied zu britischen Klubs hatte ich schon aufgeführt), drauf geachtet, solche Posten mit "Experten", bestenfalls also ehemaligen Profi-Fußballern zu besetzen. Andernfalls (wenn es ausschließlich auf den Trainer ankäme) würde eine rein kaufmännische Fachkenntnis des "Managers" völlig ausreichend.


TE kann man gerne dafür kritisieren, welche Verträge diese Spieler bekommen haben, das ist ja auch mein Hauptkritikpunkt an Allofs in seinen letzten Amtsjahren hier. Das ist noch alles eine Spur härter als bei TE, gerade wenn man sieht, mit was für einem Vertrag Elia hier noch ausgestattet wurde, obwohl bei dessen Verpflichtung der erste "Umbruch" schon längst ausgerufen war.

Die Verpflichtung eines Spielers und die Vertragsgestaltung zwischen ihm und Verein hängen bei Vereinen wie Werder doch unmittelbar zusammen. Passen die Vertragsinhalte nicht, wird solch ein Spieler kaum zu Werder wechseln. Darauf ist, auch und insbesondere durch den Manager, schon bei der Spielerauswahl zu achten.

Ein Arnautovic wird wohl keinen schlechteren Vertrag gehabt haben, aber für den haben wir wenigstens noch ein bisschen was an Ablöse bekommen.

Das Beispiel Arnautovic diente dazu, den vorherige Aussage, man habe bei Obraniak die Entwicklung nicht absehen können, zu relativieren. Man kann nicht einereits einen Eichin von der Verantwortung für eine Obraniak-Verpflichtung freisprechen, einen Allofs für einen Arnautovic-Kauf dagegen beschuldigen. Gründe gab es für beide Transfers, Phantasien für eine entsprechende Weiterentwicklung des Spielers bei Werder auch!

Der Erfolg / Nichterfolg einer Spielerverpflichtung hängt also immer von mehreren Faktoren ab. Weder halte ich es für sinnvoll, einen Manager für Transfers abzufeiern (maximal dann, wenn er wirklich tolle Konditionen herausgehandelt hat), noch ihn für Transfers zu verteufeln (maximal dann, wenn die Konditionen absolut überzogen waren).

Ich hatte hier zuletzt mehrfach geschrieben, dass Spielerverpflichtungen immer mit Risiken verbunden sind, dass sie spekulativ sind. Es wird immer so sein, dass Fußballmanager, auch ein Eichin, bei einigen Transfers erfolgreich sind, bei anderen weniger. Es gilt, dieses Pendel für den Verein in die richtige Richtung zu bewegen. Das kann man durch besonders gutes Scouting, durch nachhaltige Beobachtung, durch Beobachtung mehrerer Alternativen, durch Flexibilität, durch Verhandlungsgeschick usw., durch Erstellen und Verfolgen einer klaren Vereinsphilosophie erreichen. Diese Philosophie wurde unter KATS durch den immer stärker steigenden Erfolgs- und -Finanzdruck sukzessive über Bord geworfen.

Kurzum: Jemanden für Misserfolg zu verteufeln, ist ohnehin nicht zielführend. Jemanden zu feiern, ist legitim. Bei Werder Bremen können wir ohnehin getrost davon ausgehen, dass es den Verantwortlichen in allererste Linie um das Wohl des Vereins geht, sei es der Trainer, sei es Geschäftsführung, sei es der Aufsichtsrat. Und das galt unter WLOR genauso wie unter KATS und jetzt unter TEVS. Wenn man über Verantwortlichkeiten diskutiert, muss man die besetzten Funktionen berücksichtigen und darf sich nicht von persönlichen Sym- oder Antipathien zu den Stelleninhabern leiten lassen.
 
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Über Abläufe bei Verpflichtungen haben wir hier schon des öfteren gemutmaßt und philosophiert. Bei den "Großkopferten", wie oben aufgeführt, wird es wohl annähernd so laufen, wie Du es hier beschreibst.

Ein van Gaal sagt derzeit, wen er bei ManU gern im Team haben würde, und wird anschließend mit dem Wunschspieler bedacht. Ähnlich läuft es sicher auch bei Chelsea unter Mourinho. In England haben Trainer als Team-Manager allerdings umfangreichere Befugnisse als Cheftrainer in Deutschland.

Bei Bayern Münschen dreht sich derzeit auch Vieles um die Wünsche eines Guardiola, dennoch glaube ich, dass dort die Verantwortlichen um Sammer, Rummenigge und insbesondere Hoeneß weit mehr Mitsprache-Recht einfordern als bei den Klubs in England.

Nicht jeder Verein kann sich seine(n) Wunschspieler immer leisten, dazu zählt, logischerweise, auch Werder. Hier wird es eher so ablaufen, dass der Trainer Bedarf für einen bestimmten Spielertypus anmeldet, z.B. für einen spielstarken, aber weiter entwicklungsfähgen 6er. Dieser "Auftrag" muss vom Manager und seinen "verlängerten Armen" umgesetzt werden. Es ist deren Aufgabe, einen bzw. mehrere solcher zu finden, aus denen Trainerteam, Scouts und Manager den passenden auswählen. "Passend" heißt im Fall von Werder dann eben nicht immer, dass man den Wunschspieler auswählt, sondern, dass man ihn auch von Werder selbst überzeugen konnte und ihn letztendlich bezahlen kann.
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du schreibst es doch selbst und zeigst auf, dass das Trainerteam ein gewaltiges mitspracherecht hat...
Trainer hat seinen "Wunsch" bzw. sieht "Bedürfnisse", die durch einen neuen spieler gedeckt werden sollen... sprich das Trainerteam gibt die wichtigsten kennzahlen/attribute an (z.b. linksfuß, kopfballstark etc.).. DAS ist bereits eines der wichtigsten punkte beim mitspracherecht! dann suchen die scouts und der manager die spieler, die diese kennzahlen erfüllen können bzw. könnten...
nun kommt es zur auswahl und da kommt der nächste wichtige punkt: das trainerteam entscheidet welcher spieler aus dem pool der spieler, die die scouts und manager entdeckt haben, es sein sollte... danacn muss der manager schauen ob man diesen "wunschspieler" auch bekommt bzw überzeugen kann...
also sehe ich beim Trainerteam definitv eine hohe wenn nicht sogar die höchste mitsprache wenn es um neuverpflichtung geht.
 
du schreibst es doch selbst und zeigst auf, dass das Trainerteam ein gewaltiges mitspracherecht hat...
Trainer hat seinen "Wunsch" bzw. sieht "Bedürfnisse", die durch einen neuen spieler gedeckt werden sollen... sprich das Trainerteam gibt die wichtigsten kennzahlen/attribute an (z.b. linksfuß, kopfballstark etc.).. DAS ist bereits eines der wichtigsten punkte beim mitspracherecht! dann suchen die scouts und der manager die spieler, die diese kennzahlen erfüllen können bzw. könnten...
nun kommt es zur auswahl und da kommt der nächste wichtige punkt: das trainerteam entscheidet welcher spieler aus dem pool der spieler, die die scouts und manager entdeckt haben, es sein sollte... danacn muss der manager schauen ob man diesen "wunschspieler" auch bekommt bzw überzeugen kann...
also sehe ich beim Trainerteam definitv eine hohe wenn nicht sogar die höchste mitsprache wenn es um neuverpflichtung geht.

Mag so sein? Das würde dann allerdings bedeuten, dass TS zB eine extrem hohe Mitschuld an der Misere des SVW hätte???
Das ist nach Meinung Vieler hier nun überhaupt nicht der Fall. Er ist das Opfer, nicht der Täter... Schuld allein ist Allofs.
 
Mag so sein? Das würde dann allerdings bedeuten, dass TS zB eine extrem hohe Mitschuld an der Misere des SVW hätte???
Das ist nach Meinung Vieler hier nun überhaupt nicht der Fall. Er ist das Opfer, nicht der Täter... Schuld allein ist Allofs.

Auf die Ära Eichin übertragen würde es bedeuten, dass die ihm zugeschriebenen Spielerverpflichtungen di Santo, Vestergaard, Wiedwald, Galvez, Öztunali usw. gar nicht sein "Verdienst" wären, was genauso realitstsfremd ist. ;)

Jeder malt sich seine Welt, wie sie ihm gefällt, oder?? :zweifeln:
 
Auf die Ära Eichin übertragen würde es bedeuten, dass die ihm zugeschriebenen Spielerverpflichtungen di Santo, Vestergaard, Wiedwald, Galvez, Öztunali usw. gar nicht sein "Verdienst" wären, was genauso realitstsfremd ist. ;)

ist ja auch so, weil der hauptausschlag für die suche nach solchen art der spieler sicherlich das trainerteam ist/war (außer vllt bei "Nachwuchsspielern" bzw. talenten)

dennoch ist TE (genauso wie KA damals) hauptverantwortlich für das sportliche... er muss entscheidungen und maßnahmen treffen, die die sportliche existenz Werders beeinflussen... entsprechend ist TE für die schlechten als auch für die guten sachen verantwortlich, unabhängig davon wer welchen anteil nun genau trägt...

sicher ist, wird VS scheitern, ist TE auch weg...
 
dennoch ist TE (genauso wie KA damals) hauptverantwortlich für das sportliche... er muss entscheidungen und maßnahmen treffen, die die sportliche existenz Werders beeinflussen...

sicher ist, wird VS scheitern, ist TE auch weg...

...und dazu gehören, neben der Trainerfindung, insbesondere Spielerverpflichtungen. ;) Nicht nur bei Werder.

Zum letzten Satz: Das würde ich derzeit so nicht miteinander verbinden. Sicher wäre Eichins Position bei einem Scheitern Skripniks weiter geschwächt. Es wäre schon der 2. gescheiterte Trainer unter ihm. Dagegen spricht, dass mit einem neuen Geschäftsführer Sport erneut Unruhe in den Verein einziehen würde.

Umgekehrt sieht es ja ohnehin danach aus, dass Eichin mit einem Wechsel zu einem besser zahlenden Verein liebäugelt, während man mit Skripnik, entsprechenden Erfolg vorausgesetzt, wohl langfristig planen kann.
 
Mag so sein? Das würde dann allerdings bedeuten, dass TS zB eine extrem hohe Mitschuld an der Misere des SVW hätte???
Das ist nach Meinung Vieler hier nun überhaupt nicht der Fall. Er ist das Opfer, nicht der Täter... Schuld allein ist Allofs.

Schaaf gehörte ebenso dazu wie Allofs, immer diese Schuldfrage du finger pointing. Mag ich überhaupt nicht.

Nur um das Ganze mal zu beleuchten: Rein theoretisch hat Eichin bis aufs Zustimmen/Ablehnen nicht allzuviel mit der Kaderplanung zu tun. Das ist im Kompetenzbereich des Direktor Profifussball sprich Schröder. Also haut auf ihn oder lobt ihn (was schon gemacht wird)
 
Umgekehrt sieht es ja ohnehin danach aus, dass Eichin mit einem Wechsel zu einem besser zahlenden Verein liebäugelt, [...]

Dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte.

Richtig ist, dass TE ein erstes Angebot Werders abgelehnt hat, das sich nur wenig über seinem derzeitigen Salär befindet. Von Abwanderungsgedanken oder Liebäugeleien mit anderen Vereinen lese ich in deinem Post zum ersten Mal.

Ausgeschlossen ist dagegen nicht, dass er von dem halbherzigen Vorgehen des AR in Zukunft die Nase voll hat und sich dann anhören könnte, was die Konkurrenz ihm zu bieten hat.
 
Obraniak hat gerade mal 1.5mio gekostet und hat als Nationalspieler sehr viel versprochen, das auf einer Position auf der wir einen kapitalen Bedarf hatten, im Winter wo man eh nicht die "Filetstücke" bekommen kann. Sag mir, das du auch nur ansatzweise erwartet hast wie sich das entwickelt.

1,5 + 2,5 Gehalt. Macht schon 4 Millionen. Ich bin kein hochbezahlter Scout, aber wenn ich mir anschaue welche Probleme er in der Bundesliga in allen Bereichen hat, dann hätte man das schon erahnen können.
Das sein Gehalt viel zu hoch ist sieht man ja jetzt, genau wie bei Elia und Petersen.

Fehler machen alle. Es ging mir nur darum zu zeigen das unter TE auch schon annähernd 20 Millionen in den Sand gesetzt worden. Und vor allem bei Makiadi und di Santo Klausel geht das eben sehr auf TEs Kappe.
B
Hajrovic und Obraniak mit diesen Gehältern zu Verpflichten ist halt Ansichtssache. Mir war das von Anfang an zu hoch. Andere haben da viel gesehen.

Das TE auch einiges sehr richtig gemacht hat bestreitet doch keiner. Insgesamt überwiegen bei mir die negativen Dinge allerdings leicht. Bei vielen hier ist es eben andersrum. Deshalb wäre es mir egal ob es zu einer Verlängerung kommt. Kann mit beiden Szenarien gut leben.
 
...und dazu gehören, neben der Trainerfindung, insbesondere Spielerverpflichtungen. ;) Nicht nur bei Werder.

Zum letzten Satz: Das würde ich derzeit so nicht miteinander verbinden. Sicher wäre Eichins Position bei einem Scheitern Skripniks weiter geschwächt. Es wäre schon der 2. gescheiterte Trainer unter ihm. Dagegen spricht, dass mit einem neuen Geschäftsführer Sport erneut Unruhe in den Verein einziehen würde.

Umgekehrt sieht es ja ohnehin danach aus, dass Eichin mit einem Wechsel zu einem besser zahlenden Verein liebäugelt, während man mit Skripnik, entsprechenden Erfolg vorausgesetzt, wohl langfristig planen kann.

zum ersten teil: hauptverantwortlich sicherlich, aber wie ich vorhin versucht habe zu erläutern, versucht er (zusammen mit seinen scouts und mitarbeitern) die "Wünsche" und "Ansprüche" des trainerteams mit einem spielerpool zu erfüllen... danach entscheidet das trainerteam welcher spieler es am besten werden sollte und dann kommt das verhandlungsgeschick eines managers ins spiel...
sicherlich beeinflusst ein manager die auswahl durch den entsprechenden spielerpool, jedoch um dies überhaupt bewerten zu können, müssten wir die gewünschten kennzahlen kennen sowie die spieler, die "unterm radar" unserer scoutingabteilung und des kontaktnetzes des managers fliegen... und selbstverständlich die verhandlungen mit dem spieler an sich...

zum zweiten teil: es werden sicherlich nicht beide gleichzeitig gehen, aber falls VS diese HR komplett scheitert, dann wird der vertrag von TE mit sicherheit nicht verlängert... dann wird in der restlichen vertragslaufzeit nach einem nachfolger gesucht...

zum letzten teil: TE will zu einem besser zahlenden verein wechseln? quelle?
 
[...]

Das TE auch einiges sehr richtig gemacht hat bestreitet doch keiner. Insgesamt überwiegen bei mir die negativen Dinge allerdings leicht. Bei vielen hier ist es eben andersrum. Deshalb wäre es mir egal ob es zu einer Verlängerung kommt. Kann mit beiden Szenarien gut leben.

aber auch nur wenn der nachfolger bessere arbeit leistet (für das selbe gehalt natürlich) :grinsen:
 
Mag so sein? Das würde dann allerdings bedeuten, dass TS zB eine extrem hohe Mitschuld an der Misere des SVW hätte???
Das ist nach Meinung Vieler hier nun überhaupt nicht der Fall. Er ist das Opfer, nicht der Täter... Schuld allein ist Allofs.

Zitat von DR AKR:
Jeder malt sich seine Welt, wie sie ihm gefällt, oder??

Man muss die Welt dann aber auch konsequent zu Ende malen. Spinnt man den angeblich so geringen Einfluss des Trainerteams auf die Kaderplanung mal konsequent zu Ende, dann trifft TS z.B. wohl tatsächlich wenig Schuld am sportlichen Absturz, wohingegen man dann aber einfach auch eingestehen müsste, dass er gar nicht so viel Anteil am Erfolg der vergangenen Jahre hatte, da ihm ja KA nen tollen Kader hingestellt hat. Mal überspitzt gesagt: Auch ein Neururer hätte hier damals das Double geholt, weil einfach alles gepasst hat. Halte ich für unrealistisch und vor allem kommt TS dabei viel zu schlecht weg. Auf der anderen Seite halte ich es eben für genauso großen Blödsinn, alles auf KA abzuwälzen, wie Syker schon schrieb. Ich denke einfach, es kamen zu viele sportliche Fehleinschätzungen aller Verantwortlichen in zu kurzer Zeit zusammen. TS und sein Team trifft dabei eher die Kritik an der Performance auf dem Platz, KA ganz eindeutig die Kritik an den zu fetten Verträgen, die vielen Spielern angeboten wurden. Da wurde einfach der falsche Weg eingeschlagen. Wenn dann noch ein (finanziell) absolut unnötiger Stadionumbau dazu kommt, steckt der Karren so im Dreck wie aktuell.

Das ist jetzt zwar wieder ein Ausflug in die Vergangenheit gewesen, aber ich wollte damit gerne mal aufzeigen, wie ich aktuell die Arbeit von TE bewerte. Nämlich unter dem gleichen Kontext, dass Spielerverpflichtungen und Vertragsverlängerungen mMn immer ein Zusammenspiel der gesamten sportlichen Leitung benötigt. Natürlich gibt es immer Ausnahmen (Makiadi Wunschspieler von Dutt, Schröder angeblich gute Kontakte zu Vestergaard etc.), aber ich denke einfach, ein Großteil der Transfers benötigt auch ein Team von Verantwortlichen, das gut zusammen arbeitet und die Bedürfnisse jedes einzelnen kennt und bestmöglich umzusetzen versucht.
 
Man muss die Welt dann aber auch konsequent zu Ende malen. Spinnt man den angeblich so geringen Einfluss des Trainerteams auf die Kaderplanung mal konsequent zu Ende, dann trifft TS z.B. wohl tatsächlich wenig Schuld am sportlichen Absturz, wohingegen man dann aber einfach auch eingestehen müsste, dass er gar nicht so viel Anteil am Erfolg der vergangenen Jahre hatte, da ihm ja KA nen tollen Kader hingestellt hat. Mal überspitzt gesagt: Auch ein Neururer hätte hier damals das Double geholt, weil einfach alles gepasst hat. Halte ich für unrealistisch und vor allem kommt TS dabei viel zu schlecht weg. Auf der anderen Seite halte ich es eben für genauso großen Blödsinn, alles auf KA abzuwälzen, wie Syker schon schrieb. Ich denke einfach, es kamen zu viele sportliche Fehleinschätzungen aller Verantwortlichen in zu kurzer Zeit zusammen. TS und sein Team trifft dabei eher die Kritik an der Performance auf dem Platz, KA ganz eindeutig die Kritik an den zu fetten Verträgen, die vielen Spielern angeboten wurden. Da wurde einfach der falsche Weg eingeschlagen. Wenn dann noch ein (finanziell) absolut unnötiger Stadionumbau dazu kommt, steckt der Karren so im Dreck wie aktuell.

Das ist jetzt zwar wieder ein Ausflug in die Vergangenheit gewesen, aber ich wollte damit gerne mal aufzeigen, wie ich aktuell die Arbeit von TE bewerte. Nämlich unter dem gleichen Kontext, dass Spielerverpflichtungen und Vertragsverlängerungen mMn immer ein Zusammenspiel der gesamten sportlichen Leitung benötigt. Natürlich gibt es immer Ausnahmen (Makiadi Wunschspieler von Dutt, Schröder angeblich gute Kontakte zu Vestergaard etc.), aber ich denke einfach, ein Großteil der Transfers benötigt auch ein Team von Verantwortlichen, das gut zusammen arbeitet und die Bedürfnisse jedes einzelnen kennt und bestmöglich umzusetzen versucht.

:tnx::tnx::tnx:
 
Man muss die Welt dann aber auch konsequent zu Ende malen. Spinnt man den angeblich so geringen Einfluss des Trainerteams auf die Kaderplanung mal konsequent zu Ende, dann trifft TS z.B. wohl tatsächlich wenig Schuld am sportlichen Absturz, wohingegen man dann aber einfach auch eingestehen müsste, dass er gar nicht so viel Anteil am Erfolg der vergangenen Jahre hatte, da ihm ja KA nen tollen Kader hingestellt hat. Mal überspitzt gesagt: Auch ein Neururer hätte hier damals das Double geholt, weil einfach alles gepasst hat.

Dass Allofs mit seinem Team, durch gute persönliche Kontakte, durch engagierte Arbeit, durch ein gutes Auge, durch gute Scouts (Fazlic galt jahrelang als der Top-Scout der Liga) jahrelang einen ausgezeichneten Kader aufgestellt hat, dürfte selbst dem größten Kritiker klar sein.

Dass dem Trainer in dem Fall nur ein geringer Anteil am Gesamterfolg zuteil würde, ist natürlich Unsinn. Er ist, wie Du selbst unten schreibst, dür die Performance auf dem Platz verantwortlich, für Spielabläufe, Taktik usw. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Neururer, auch wenn er sicherlich weit besser ist als Du es hier offenbar darzustellen versuchst, diesen attraktiven und größtenteils esxtrem erfolgreichen Offensiv- und "One-touch-Fußball" in Bremen erfolgreich umgesetzt hätte.

Im übrigen war zu Zeiten KATS eigentlich immer von Teamarbeit und Teamerfolg die Rede. Anders als jetzt, wo einige User einzig Eichin die Erfolge, dem Aufsichtsrat oder den Vorgängern die Misserfolge zuschreiben wollen! ;)

Halte ich für unrealistisch und vor allem kommt TS dabei viel zu schlecht weg. Auf der anderen Seite halte ich es eben für genauso großen Blödsinn, alles auf KA abzuwälzen, wie Syker schon schrieb.

Es ist genauso Blödsinn, alles auf Allofs abzuwälzen (siehe verschiedene Beiträge oben), wie Eichin als alleinigen "Heilsbringer" zu feiern (siehe auslösenden Anlass für diese Diskussion). Sykers Beitrag trieft ohnehin vor Populismus und Sarkasmus und kann daher kaum ernstgenommen werden.

Dass ein Sportdirektor bzw. ein Geschäftsführer Sport "nur" für Vertragsabschlüsse zuständig sei, wie s bei Dir zum Ausdruck kommt, ist natürlich ebenso realitätsfremd. Dann wäre er, selbst bei Eichins derzeitigem Einkommen, völlig überbezahlt. In dem Zusammenhang gab es kürzlich eine interessante Diskussion mit Schmadtke und Schaaf:

http://www.kicker.de/news/fussball/.../artikel_schaaf_wir-haben-wenig-zu-sagen.html

Darin kommt zum Ausdruck, was scheinbar auch hier viele User und zunehmend die breite Öffentlichkeit zu denken scheinen:

Mit einem Bonmot bezog der frühere Coach in Bremen und Frankfurt bei der Podiumsdiskussion Stellung. "Der Trainer ist für alles verantwortlich, aber er hat am wenigsten zu sagen."

:zweifeln:

Ich denke einfach, es kamen zu viele sportliche Fehleinschätzungen aller Verantwortlichen in zu kurzer Zeit zusammen.

:tnx:

Das eigene Baden im dauerhaften CL-Erfolg, oder, wie es Eichin richtig ausdrückt, "der CL-Gedanke im Verein"! Die finanzielle Belastung des Vereins bei einer Aufstellung des Kaders für dauerhafte CL-Telnahmen, die Gefahr, bewährte henseatische Kaufmanngrundsätze, nur sichere Einnahmen (keine Pokalspiele) für Ausgaben einzuplanen, der dadurch entstehende sportliche Druck, die Dauerbelastung der Stammelf, die Verletzungsanfälligkeit wurden im Hochgefühl des jahrelangen Erfolgs völlig unterschätzt.


TS und sein Team trifft dabei eher die Kritik an der Performance auf dem Platz, KA ganz eindeutig die Kritik an den zu fetten Verträgen, die vielen Spielern angeboten wurden.

Das kann man annähernd so stehenlassen. Bei Allofs kommen allerdings noch einige zusätzliche Aufgaben, neben Vertragsabschlüssen, hinzu.


Da wurde einfach der falsche Weg eingeschlagen. Wenn dann noch ein (finanziell) absolut unnötiger Stadionumbau dazu kommt, steckt der Karren so im Dreck wie aktuell.

Absolute ZUstimmung! :tnx:

Das ist jetzt zwar wieder ein Ausflug in die Vergangenheit gewesen, aber ich wollte damit gerne mal aufzeigen, wie ich aktuell die Arbeit von TE bewerte. Nämlich unter dem gleichen Kontext, dass Spielerverpflichtungen und Vertragsverlängerungen mMn immer ein Zusammenspiel der gesamten sportlichen Leitung benötigt.

Das ist richtig. Allerdings nimmt der "Manager" nach deutschem Vorbild stets die Rolle des "Primus inter Pares" ein. Schließlich ist ja auch so, dass der nach außen hin den Verein und dessen Philosophie vertritt und im Normalfall viel länger im Verein tätig ist als ein Trainer!


Natürlich gibt es immer Ausnahmen (Makiadi Wunschspieler von Dutt, Schröder angeblich gute Kontakte zu Vestergaard etc.), aber ich denke einfach, ein Großteil der Transfers benötigt auch ein Team von Verantwortlichen, das gut zusammen arbeitet und die Bedürfnisse jedes einzelnen kennt und bestmöglich umzusetzen versucht.

Da bin ich grundsätzlich bei Dir (siehe 1. Absatz)! :tnx:
 
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