Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Sorry, aber das ist Klugscheißerei im Nachhinein von Leuten, die zu 99,x% noch nie Verträge in derlei Hinsicht schmieden mussten.

Für mich war es vom Termin her seinerzeit absolut ein Kompromiss, nach dem auch keiner danach gekräht hätte, wenn di Santo nicht besser, als zu erwarten, eingeschlagen hätte... ;)

Zu solchen Verträgen gehören immer zwei Seiten...das ist ein Geben und nehmen.
Und wir sind da absolut nicht schlecht dabei weggekommen.
Di Santo hat für uns für relativ wenig kohle die Tore gemacht, Spaß verbreitet :D und jetzt bekommen wir dafür auch noch 6 mio EUR.

Hatten wir doch auch unseren Spaß, oder nicht? *fg*

Bei dem insgesamt miesen Petersen-Deal da hat doch keiner gemosert, hatten doch die meisten geil gefunden, dass wir den noch für 2,5 Mio vom Hof bekommen haben.
Und bei di Santo sowie auch damals bei Selke ein riesen Aufschrei.

Ich habe schonmal gesagt, die Art, wie das von di Santo jetzt im Nachhinein gelaufen ist, war mehr als unglücklich...und da wird er auch nicht mit Jubelgeschrei hier in seinem 1. Spiel begrüßt werden.
Ich denke, das wird er inzwischen auch nicht mehr erwarten...

Aber hierbei nicht vergessen, dass das ein guter Deal für Werder war. ;)
Bevor ich einen Petersen nehme, oder einen Avdic oder diesen Belgier, da greife ich doch lieber nochmal zu di Santo. :D

Auch nicht vergessen, an unsere Verschmähten: Mit Ujah war das irgendwo ähnlich gelaufen...und kurz danach noch mit einem 100% Werder auf dem Bild - also bitte!
Da haben hier allerdings nur sehr wenige gemosert - die meisten sogar noch gejubelt. Helau! ;) :bier:
 
eine ausstiegsklausel bezüglich des nächsten transferfensters kannst du doch trotzdem mittendrin ziehen.

Ok! Es ist möglich, eine fixe Ablöse zeitlich zu befristen. Dabei ist aber die Frage, ob der vertragschließende Spieler dabei mitmacht.

Im aktuellen Fall war vermutlich seitens des Vereins kein weiterer Spielraum möglich. Es lag allein im Interesse des Spielers, die fixe Ablöse möglichst langfristig zu datieren - und davon hat di Santo letztlich Gebrauch gemacht.
 
Zitat von WilderSüden;3153437:
Sorry, aber das ist Klugscheißerei im Nachhinein von Leuten, die zu 99,x% noch nie Verträge in derlei Hinsicht schmieden mussten.
Im Gegensatz zu dir, nehme ich an...?


Zitat von WilderSüden;3153437:
Für mich war es vom Termin her seinerzeit absolut ein Kompromiss, nach dem auch keiner danach gekräht hätte, wenn di Santo nicht besser, als zu erwarten, eingeschlagen hätte... ;)

Hast ja recht. Mich hat wohl tatsächlich der Zeitpunkt gestört/ geärgert/ frustriert. Das hatte schon fast was von Vorsatz.
Es ist jetzt verdammt schwer, einen adäquaten Ersatz zu finden, der Werder sofort weiter helfen könnte. Pizarro ist für mich da keine Option, auch wenn das offenbar so manche wünschten.
Hätte diSanto (oder sein Berater?) sich (aus Werder-Sicht) angemessen rechtzeitig entschieden, hätte es vermutlich mehr Möglichkeiten gegeben zu reagieren. Und ob der ein oder andere Spieler, die mit Werder in Verbindung gebracht wurden, jetzt aber für die Ligakonkurrenz antreten tatsächlich die ultimative Lösung gewesen wäre... wer kann sowas schon sagen...:confused:

Aber trotzdem störe ich mich an Eichins Wortwahl von Mehrwertspielern, auch wenn jetzt mancher denken mag, dass das vom Grundsatz her naiv ist.
Ich denke schon, dass TE hier gute Arbeit macht, aber deshalb muss ich doch nicht zu jedem Ausspruch, zu jeder Ansicht von ihm jubeln, ja und Amen sagen.
 
Ok! Es ist möglich, eine fixe Ablöse zeitlich zu befristen. Dabei ist aber die Frage, ob der vertragschließende Spieler dabei mitmacht.

Im aktuellen Fall war vermutlich seitens des Vereins kein weiterer Spielraum möglich. Es lag allein im Interesse des Spielers, die fixe Ablöse möglichst langfristig zu datieren - und davon hat di Santo letztlich Gebrauch gemacht.

Wenn ein Spieler einen Wechsel platzen lässt, bei dem für ihn alles finanzielle die sportlichen Ambitionen, und die ihm zugedachte Rolle in der Mannschaft stimmen und er zudem auf Wunsch eine (für heutige Verhältnisse sehr günstige) Ausstiegsklausel erhält, bloß weil der Verein sagt "so sechs bis acht Wcchen vor dem ersten Pflichtspiel sollte die Klausel schon gezogen werden, damit wir minimale Planungssicherheit haben", dann kann man als Verantwortlicher auch guten Gewissens von einer Verpflichtung Abstand nehmen. Insbesondere, wenn der Spieler mit dem Status eines soliden aber limitierten Mitläufers von einem frisch abgestiegenen Fahrstuhlverein kommt, der ihm keine Träne nachweint. Dann kommt halt ein anderer.
 
Nein, das ist mit der vertraglichen Vereinbarung der fixen Ablöse nicht möglich.

:confused: Was soll denn daran bitte nicht möglich sein? Wenn man sich erstmal auf so eine Klausel ohne zeitiges Auslaufdatum eingelassen und die Verträge unterschrieben hat ist es natürlich zu spät, aber vorher wird der Verein ja nicht mit vorgehaltener Pistole gezwungen jede Kröte zu schlucken, schlimmstenfalls sagt ein Spieler dann halt ab.
 
:confused: Was soll denn daran bitte nicht möglich sein? Wenn man sich erstmal auf so eine Klausel ohne zeitiges Auslaufdatum eingelassen und die Verträge unterschrieben hat ist es natürlich zu spät, aber vorher wird der Verein ja nicht mit vorgehaltener Pistole gezwungen jede Kröte zu schlucken, schlimmstenfalls sagt ein Spieler dann halt ab.

Wenn du den Bezug zum zitierten Beitrag beachtest, beantwortet das deine Frage.
 
Nicht im Fußballgeschäft, aber doch in der Industrie. Im Prinzip ist das irgendwo vergleichbar. Wenns um Kohle, Strategie und die richtige Taktik geht, drehst du da jeden Stein um, lässt das Ganze vom unternehmenseigenen Syndikus auf "Wasserdichtheit" überprüfen usw.
Von daher kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass solch wichtige Fixpunkte fahrlässig ausgehandelt bzw. wie hier schon behauptet "übersehen" worden sind.
Bei aller Liebe... ;)

Hast ja recht. Mich hat wohl tatsächlich der Zeitpunkt gestört/ geärgert/ frustriert. Das hatte schon fast was von Vorsatz.
Es ist jetzt verdammt schwer, einen adäquaten Ersatz zu finden, der Werder sofort weiter helfen könnte. Pizarro ist für mich da keine Option, auch wenn das offenbar so manche wünschten.
Hätte diSanto (oder sein Berater?) sich (aus Werder-Sicht) angemessen rechtzeitig entschieden, hätte es vermutlich mehr Möglichkeiten gegeben zu reagieren. Und ob der ein oder andere Spieler, die mit Werder in Verbindung gebracht wurden, jetzt aber für die Ligakonkurrenz antreten tatsächlich die ultimative Lösung gewesen wäre... wer kann sowas schon sagen...:confused:

Aber trotzdem störe ich mich an Eichins Wortwahl von Mehrwertspielern, auch wenn jetzt mancher denken mag, dass das vom Grundsatz her naiv ist.
Ich denke schon, dass TE hier gute Arbeit macht, aber deshalb muss ich doch nicht zu jedem Ausspruch, zu jeder Ansicht von ihm jubeln, ja und Amen sagen.
Mich ärgert es auch, immer noch. Nur bin ich sehr skeptisch, dass Eichin da den großen Spielraum hatte, noch groß zu feilschen?
Vielleicht hat er dafür das gehalt etwas niedriger halten können - was auch immer?
Da war keiner von uns dabei - aber Viele hier wissen halt Bescheid.^^ :)

Über "Mehrwertspieler", ok, kann man drüber streiten...in der Sache bleibts halt, was es ist...Ankauf-Verkauf :D
Ich glaube, Bode hatte den Begriff auch schonmal benutzt, wenn ich mich nicht irre.
Von der menschlichen Seite her gesehen, hast du sicher recht. Klingt schon hart...a biiiizle technokratisch. :)
 
Wenn du den Bezug zum zitierten Beitrag beachtest, beantwortet das deine Frage.

Nein.

Selbstverständlich kann ein Verein ablehnen, eine Ausstiegsklausel ohne zeitiges Auslaufdatum in einen Vertrag aufzunehmen. Und selbstverständlich kann dieses Datum unabhängig von allen Transferfenstern gesetzt werden. Pizarro musste zum Beispiel vor April seine Klausel aktivieren und konnte nicht bis Ende Juli mit seiner Vertragsauflösung warten, auch wenn ihm das sicher gut gepasst hätte um besser zocken zu können, da hat der Verein sich im Sinne der Planungssicherheit offenbar gegen die Interessen des Spielers durchsetzen können. Und offenbar war auch di Santos Klausel zeitlich limitiert bis Ende Juli, also scheint das ja durchaus ohne jegliche Probleme zu gehen.

Wenn der Spieler sagt "Ich will auch mitten im Vertrag bis Ende Juli mit anderen Vereinen zocken und meinen aktuellen Verein von jetzt auf gleich im Regen stehen lassen können" kann man als Verein sagen "Ja, so machen wir einen Vertrag", "Bis Ende Juli passt uns nicht, Ende Juni wäre gerade noch okay", oder eben auch beispielsweise "So kommen wir nicht zusammen".

Wieso also sollte letzteres "mit der vertraglichen Vereinbarung der fixen Ablöse nicht möglich" sein? Oder hast du einfach ohne genau hinzusehen imaginäre Behauptungen kommentiert, die niemand aufgestellt hat?
 
Nein.

Selbstverständlich kann ein Verein ablehnen, eine Ausstiegsklausel ohne zeitiges Auslaufdatum in einen Vertrag aufzunehmen. Und selbstverständlich kann dieses Datum unabhängig von allen Transferfenstern gesetzt werden. Pizarro musste zum Beispiel vor April seine Klausel aktivieren und konnte nicht bis Ende Juli mit seiner Vertragsauflösung warten, auch wenn ihm das sicher gut gepasst hätte um besser zocken zu können, da hat der Verein sich im Sinne der Planungssicherheit offenbar gegen die Interessen des Spielers durchsetzen können. Und offenbar war auch di Santos Klausel zeitlich limitiert bis Ende Juli, also scheint das ja durchaus ohne jegliche Probleme zu gehen.

Wenn der Spieler sagt "Ich will auch mitten im Vertrag bis Ende Juli mit anderen Vereinen zocken und meinen aktuellen Verein von jetzt auf gleich im Regen stehen lassen können" kann man als Verein sagen "Ja, so machen wir einen Vertrag", "Bis Ende Juli passt uns nicht, Ende Juni wäre gerade noch okay", oder eben auch beispielsweise "So kommen wir nicht zusammen".

So steht es doch in den obigen Beiträgen. An deiner Zusammenfassung ist nichts auszusetzen.
 
Ja, offensichtlich sind sich die AR-Mitglieder nach wie vor uneins bezüglich der VVL des TE - mag es nun in der Sache selbst begründet sein oder in der verlautbarten Forderung des TE, zukünftig ein Gehalt zu beziehen, dass im Bundesligadurchschnitt liegt.
Hier werden seit Monaten zahlreiche, fundierte Beiträge geschrieben, die sich kritisch mit der Arbeit Eichins beschäftigen und - trotz vorhandener Kritik - zu einem positiven Fazit kommen. Und zu diesem positiven Fazit komme ich auch - das habe ich (wie viele Mitforisten) immer wieder detailliert begründet.

Das Polarisieren und die Streitbarkeit, die TE immer wieder nachgesagt werden (bzw. die er entfachen soll), mag durchaus zutreffen. Auf mich wirkt er absolut geradlinig und zielorientiert, ein Typ mit Ecken und Kanten - Fähigkeiten und Eigenschaften, die mMn in seiner Position unerlässlich sind.

Ich kenne zwar nicht die Details, die Mitglieder des AR im Kopf haben, wenn sie TE als "schwierig" beschreiben, ich halte das aber keinesfalls für einen Nachteil. Thomas Eichin soll gern polarisieren. Er hat belegbar gute Arbeit geleistet und sollte weiterhin darauf verzichten, sich um des lieben Friedens willen zu verstellen oder zu verbiegen.

Aber genau mit diesem "schwierig" scheint mMn das eine oder andere AR-Mitglied seine Probleme zu haben. Er wurde den letzten Jahren der KATS-Ära er Öffentlichkeit eine heile Welt verkauft, obwohl die Risse in der einst heilen Werder-Familie von außen unübersehbar waren, ganz nach dem Motto "es kann nicht sein, was nicht sein darf". Und wenn dann "so einer" wie TE daher kommt und sich nicht scheut, den Finger in die Wunde der doch nicht ganz so heilen Welt zu legen, dann ist das zwar menschlich nachvollziehbar, jedoch sollten diese persönlichen Animositäten nicht über der Sache stehen.
 
Nein.

Selbstverständlich kann ein Verein ablehnen, eine Ausstiegsklausel ohne zeitiges Auslaufdatum in einen Vertrag aufzunehmen. Und selbstverständlich kann dieses Datum unabhängig von allen Transferfenstern gesetzt werden. Pizarro musste zum Beispiel vor April seine Klausel aktivieren und konnte nicht bis Ende Juli mit seiner Vertragsauflösung warten, auch wenn ihm das sicher gut gepasst hätte um besser zocken zu können, da hat der Verein sich im Sinne der Planungssicherheit offenbar gegen die Interessen des Spielers durchsetzen können. Und offenbar war auch di Santos Klausel zeitlich limitiert bis Ende Juli, also scheint das ja durchaus ohne jegliche Probleme zu gehen.

Wenn der Spieler sagt "Ich will auch mitten im Vertrag bis Ende Juli mit anderen Vereinen zocken und meinen aktuellen Verein von jetzt auf gleich im Regen stehen lassen können" kann man als Verein sagen "Ja, so machen wir einen Vertrag", "Bis Ende Juli passt uns nicht, Ende Juni wäre gerade noch okay", oder eben auch beispielsweise "So kommen wir nicht zusammen".

Wieso also sollte letzteres "mit der vertraglichen Vereinbarung der fixen Ablöse nicht möglich" sein? Oder hast du einfach ohne genau hinzusehen imaginäre Behauptungen kommentiert, die niemand aufgestellt hat?

Gut hätte TE das nicht mitgemacht, wäre FdS wahrscheinlich nicht, die letzten 2 Jahre hier gewesen. Gut kommt halt der Nächste.

Apropo kommt halt der Nächste...vielleicht kannst Du ja mal einen ablösefreien Spieler 2013 benennen, der auf eine AK verzichtet hätte bzw. eine Datumsabweichung mitgemacht hätte.

Sascha Moulders und Hanke waren frei, bei denen kann ich mir sogar vorstellen, das sie generell auf eine AK verzichtet hätten, aber vllt wären wir dann nicht mehr erstklassig und hätten 6 Mio mehr.

Also Butter bei de Fische
 
Zitat von WilderSüden;3153437:
Auch nicht vergessen, an unsere Verschmähten: Mit Ujah war das irgendwo ähnlich gelaufen...und kurz danach noch mit einem 100% Werder auf dem Bild - also bitte!
Da haben hier allerdings nur sehr wenige gemosert - die meisten sogar noch gejubelt. Helau! ;) :bier:

1899% Zustimmung :tnx:

Zumal der 1.FC Köln zu dem Zeitpunkt noch mitten im Abstiegskampf steckte.
 
Es wird nicht um "persönliche Animositäten" gehen, sondern darum, ob man inhaltlich, konzeptionell und kommunikativ, sprich im Innen- und Aussenverhaltnis gleiche Ziele verfolgt.
 
Aber trotzdem störe ich mich an Eichins Wortwahl von Mehrwertspielern, auch wenn jetzt mancher denken mag, dass das vom Grundsatz her naiv ist.

Er spricht quasi von Spielern wie über eine Ware. Irgendwie stört mich das auch, auf der anderen Seite frage ich mich ob das dann nicht auch eine Art von Realitätsverweigerung ist. In Zeiten da Spieler schon für 100mio € gehandelt werden, wo der Sport eine beinahe perverse Kommerzialisierung durchläuft, warum das Kind dann nicht beim Namen nennen? "Hier werden Stars gemacht" heißt es ja z.B. auch lange schon bei Werder, die "Stars" bleiben aber nicht. Mehrwertspieler eben. Klassische Mehrwertspieler (die sich dann als Rohrkrepierer erwiesen haben) waren z.B. Carlos Alberto, Elia, Arno, Marin, Wesley...für vermeintlich wenig Geld geholt um sie dann, weil man ja so toll mit schwierigen Charakteren kann, für viel Geld zu verkaufen. Allofs sprach dann eher vom Besonderen/Speziellen das diese Spieler hätten. Wenn ich so darüber nachdenke ist mir Eichins direkte Art lieber...
 
Back
Top