Eine mMn sehr realistische Einschätzung von Sylvia Schenk von "Transparency International" über die FIFA-Krise.
Auch nichts Neues.
Spannend an der momentanen Geschichte finde ich, dass es von den USA ausgeht. Eine Nation die sportliche Großereignisse natürlich immer nur durch fairen Wettbewerb bekommen hat und natürlich ist man auch nicht beleidigt, dass die eigenen Zahlungen bei der letzten Entscheidung offensichtlich zu gering waren.
Aber es ist gut, dass überhaupt ermittelt wird. Allerdings wird es am Ende nichts ändern. Die ganzen Sportverbände sind korrupt ohne Ende. Das fängt doch schon im ganz Kleinen an. Beispiel ist doch RB Leipzig, welche irgendwie die Lizenzen für Regional- und 3.-Liga bekamen, obwohl sie gegen Statuten verstießen. Erst als die DFL lizensierte ist es plötzlich aufgefallen, aber selbst das hat man irgendwie gedreht bekommen.
Aber auch außerhalb des Fussballs. Die Handball-WM ist sicherlich auch nach Katar vergeben worden, weils dort so viel Sand gibt. Oder die UCI die über Jahre ihre wichtigen Stars vor Dopingkontrollen geschützt hat, vertuscht hat und einige weniger wichtige Fahrer hat hängen lassen, damit man etwas vorzuweisen hatte. Vom IOC will ich gar nicht reden.
Es ist zum Kotzen, aber es gibt eben im Endeffekt jetzt ein paar Bauernopfer oder glaubt irgendjemand wirklich, dass Blatter etwas keine Millönchen angenommen hat. Aber selbst wenn er weg wäre. Das System funktioniert so seit Jahrzehnen. Und man muss ernsthaft fragen, woher das mit der Korruption kommt und wieso man sich in diesen Kreisen daran nicht stört. Aber selbst in Bremen werden dann Politiker/Funktionäre vom Verbänden/Veranstaltern/Vereinen/Sponsoren zu irgendwelchen Sportveranstaltungen eingeladen und zum Teil vollgefüttert und mit Geschenkchen bedacht. Da fängt das ganze Unglück an. Und je weiter hoch man kommt umso Größer werden die Geschenkchen und plötzlich werden auch Gegenleistungen erwartet.
Die wachsen alle in dieses System rein und keiner denkt sich irgendwann mehr etwas dabei.


:unfassbar:
