Insgesamt kann man mit der Arbeit von TE in dieser Saison zufrieden sein. Sicher, frei von Fehlern iin seinem Tun ist er nicht (wer kann das schon mit Recht von sich behaupten?). Für den gelungenen Trainerwechsel trägt er ebenso eine (Mit-)Verantwortung wie z.B. für die trotz aller Zweifel und Widerstände richtigen Wintertransfers von Vestergaard (sinngemäßer Tenor: wozu brauchen wir einen sechsten IV?) -leihe von Casteels, der schon wesentlich eher ins Tor gemusst hätte. Zudem hat er in dieser Saison die finanzielle Konsolidierung weiter voran getrieben, indem teure "Altlaten" wie Ekici, Elia und Obraniak (teilweise temporär) vom Konto Personalkosten streichen konnte.
Mit seiner direkten Art sowie seiner Außendarstellung ist er sicherlich nicht "everybody's darling". Aber auch wenn hier etwa mehr Feinschliff wünschenwert ist, so sollte er sich dabei nicht verstellen und authentisch bleiben. Denn weil er über keine Bremer Vergangenheit ohne langjährige Seilschaften verfügt, kann kritische, ja auch unbequeme Fragen stellen und Entscheidungen fällen, die manchen Interen auch aufgrund von persönlichen Ansichten und persönlcher Verbundenheit ggf. nicht schmecken können.
Für Werder Bremen ist die Identifikation mit sich selbst wichtig; mehr noch, es ist eine tragende Säule der eigenen Philosophie. Das impliziert jedoch nicht, daß es keinerlei Input von außen bedarf, ganz im Gegenteil, denn auch hierbei muß ein ausgewogenes Gleichgewicht mit dem Gegenpol herrschen. Hierbei nimmt TE eine tragende Rolle ein, denn wie Hubertus Hess-Grunewald beim letzten Werder-Talk von Radio Bremen äußerte, ist TE derjenige welcher ist, der interveniert, wenn man (wie es HHG im ungefähren Wortlauf formulierte) "hier bei Werder mal wieder zu selbstverliebt ist".
Mit der Achse Bode-Eichin-Skripnik vefügt Werder Bremen über ein Dreigestirn, welches in der Summe auf der einen Seite über unverzichtbaren Stallgeruch verfügt, aber andererseits ebenso unverzichtbare mahnende Worte findet.