Tja, Bremen. Irgendwie bin ich froh darüber, in Bremen nicht mehr wahlberechtigt zu sein, da ich inzwischen in Niedersachsen wohne.
Ich habe immer dafür plädiert, dass man sein Wahlrecht ausüben solle und bin eigentlich sogar ein Befürworter der Wahlpflicht. In Bremen wäre das aber eine echte "Qual zur Wahl".
CDU in Bremen? Geht gar nicht und ging noch nie. Mit 18 Jahren war ich zwar sogar mal Mitglied in der Jungen Union und habe gegen frei saufen mal auf einer von deren Veranstaltungen Bier gezapft und Thomas vom Bruch war einer von drei Gästen bei meinem 5. Geburtstag (hallo Thomas

), das war aber nur eine kurzzeitige jugendliche Verirrung.
Die SPD hat in Bremen inzwischen die Mäurer-Krankheit und auf Bundesebene auch noch die allerletzten sozialdemokratischen Ideale verraten.
Die FDP war für einen denkenden UND fühlenden Menschen zuletzt vor ca. 35 Jahren mit Einschränkungen wählbar, verursacht mir aber seitdem nur einen mit den Jahren immer stärker werdenden Brechreiz.
Die Grünen? Wenn man das winzig kleine ökologische Feigenblatt wegreißt, sind die inzwischen von SPD und CDU nicht mehr zu unterscheiden.
Die Linke? Innenpolitisch die letzten Sozialdemokraten, aber außenpolitisch indiskutabel.
Für mich sind Wahlen inzwischen nicht mehr Not versus Elend, sondern die Qual der Entscheidung zwischen Pest, Cholera, Ebola und AIDS.
Meistens wähle ich die Cholera.