Unterwegs... mit dem Flugzeug


Na, also! Welche könnte es denn Deiner Meinung nach noch geben...?

....die erst späten schreie der passagiere auf dem voice recorder sprechen aber imo auch nicht gegen den bisher angenommenen verlauf des absturzes. falls du darauf hinauswolltest.

Ich frage mich, wie und wann die Passagiere die vermutlich zunehmende Hektik des Piloten registriert haben. Dass es überhaupt nicht aufgefallen ist, kann ich mir kaum vorstellen.
 
zum ende hin werden sie sicherlich mitbekommen haben, dass da was schief läuft. aber der pilot wird ja vermutlich nicht schon zu beginn wie ein wilder auf die tür eingehämmert, sondern es erstmal ruhiger versucht haben. und genaue zeitangaben, ab wann man welche stimmen von außerhalb auf der aufnahme hören kann, kennen wir ja auch nicht.

Warum hat niemand etwas wahrgenommen? Das habe ich mich auch schon gefragt.
Hat der Pilot auch nichts gespürt, auch kein Flugbegleiter?
Waren alle Menschen an Bord, Flugbegleiter wie Passagiere, 8 Minuten ruhig und ahnungslos?
Das Sinken des Flugzeuges merkt man doch. Warum gab es von keinem Passagier keinen einzigen Notruf mit dem Handy? Ist das völlig ausgeschlossen? Waren alle Handys aus?

Und und und .............
 
Na, also! Welche könnte es denn Deiner Meinung nach noch geben...?

mir fällt keine plausible andere ursache ein. aber da die untersuchung noch läuft, ist das komplette ausschließen anderer ursachen sinnlos.

und was soll das "na also!" bitte? hab ich etwa vorher andere mögliche ursachen zu 100% ausgeschlossen?

Ich frage mich, wie und wann die Passagiere die vermutlich zunehmende Hektik des Piloten registriert haben. Dass es überhaupt nicht aufgefallen ist, kann ich mir kaum vorstellen.

es sagt doch auch niemand, dass es denen überhaupt nicht aufgefallen sein soll. man hört halt anscheinend nur zum ende hin schreie, das heißt doch aber nicht, dass die vorher nichts mitbekommen haben. :roll:
ich hab auch keine ahnung, wie empfindlich der voice recorder überhaupt geräusche aus der kabine aufnimmt.

und handy empfang bzw. das einwählen in irgendein netz ist im flugzeug allgemein und dann noch gerade über den bergen nicht gesichert.
 
Naja, der Mann hat wohl 150 unschuldige Menschen auf dem Gewissen. Zu so einem Amokflug lässt man sich in meinen Augen ganz klar nicht allein durch eine normale psychische Erkrankung und Selbstmordgedanken treiben und ist schon gar nicht durch solche zu entschuldigen.

Um "entschuldigen" geht es auch nicht (allenfalls rechtlich wäre die Schuldfähigkeit zu klären, aber da gegen ihn nicht ermittelt werden wird, bleibt das eh ungeklärt). Aber ab welcher Zahl von Opfern kann man denn eine Tat nicht mehr durch eine Krankheit zu der Tat getrieben werden?
Nur der Pilot und drei Stewardessen wären erklärbar? 14 Passagiere auch? Entweder, man akzeptiert, dass Krankheiten "nicht nachvollziehbare" Taten bewirken, oder eben nicht. An der Zahl der Opfer kann ich das nicht festmachen.

(Die Formulierung "unschuldige Opfer" finde ich ebenfalls sprachlich unglücklich. Denn dann müsste es auch "schuldige" geben, etwa bei einem "nachvollziehbaren" Amoklauf. Ist aber weniger eine Kritik an dir als an Medien, die diese Worte auch gerne benutzen. Und die sollten im Umgang mit Worten bedächtiger sein, als man es von einem normalen Forumsuser erwarten kann.)
 
Oha, ich schätze in der Regel Deine fundierten Beiträge. Hier ist Dir aber wohl ein wenig der Gaul durchgegangen. Wir dürfen uns wohl zu Recht über Pietätlosigkeit der Bildzeitung ärgern, aber meinst Du, einen etwaigen Prozess gegen DIEKMANN wegen übler Nachrede könntest Du irgendwie gewinnen? :confused:

Wie wäre es in dem Fall mit "Ignorieren"?

Ich nehme mir mit solchen Äußerungen nicht mehr heraus, als er sich. Wenn ich bedenke, wen der schon alles als Verbrecher und/oder geisteskrank dargestellt hat... Und zwar in seinem Fall wider besseren Wissens.
 
Hier wird ja viel über die Reaktion der Passagiere spekuliert - ich bin schon oft geflogen, aber ich weiß nicht wie schnell ich so einen Sinkflug bemerkt hätte. Der ging doch relativ langsam und die Druckveränderung bemerkt man nicht so rasch, wenn man gerade erst auf der Höhe angekommen ist (man hat eh noch den "Druck auf den Ohren"). Ich selber versuche auch immer der Start zu verschlafen, weil es mir ehrlich gesagt auch nicht sooo geheuer ist und sehe immer einige Leute die das ähnlich machen. Man braucht nicht 8 Minuten um es zu merken, aber ich finde es schon realistisch, dass etwas Zeit vergeht.

Dann ist die Frage, wann man wirklich anfängt zu schreien? Vermutlich auch nicht gleich, wenn man merkt, dass etwas faul ist, oder?

Schlussendlich kann ich mir aber auch vorstellen, dass wir noch nicht jedes Detail kennen, das auf diesem Band zu hören war - und es vielleicht nie kennen werden. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, weil man sich noch nicht sicher ist, hier erwähnt auch jemand die Angehörigen...
 
http://www.spiegel.de/panorama/germ...etzten-minuten-von-flug-4u9525-a-1025910.html

Anmerkung der Redaktion: Nachdem wir den Nachnamen des Co-Piloten zunächst abgekürzt haben, schreiben wir ihn nun, ebenso wie der an diesem Freitagabend digital erscheinende SPIEGEL, aus. Die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Ermittler lassen keine Zweifel zu: Andreas Lubitz führte diese Katastrophe herbei, aus welchen Gründen er auch immer handelte. Der Pressekodex fordert für eine identifizierende Berichterstattung, es müsse "eine außergewöhnlich schwere oder in ihrer Art und Dimension besondere Straftat" vorliegen. Diese Voraussetzung sehen wir erfüllt, Andreas Lubitz wird eine Person der deutschen Zeitgeschichte.

Was wir auf SPIEGEL ONLINE auch weiterhin nicht zeigen, sind Nahaufnahmen von Angehörigen der Opfer. Denn dafür gibt es, solange die Personen nicht von sich aus an die Öffentlichkeit gehen, keinen Grund. Wir respektieren ihre Privatsphäre.
 
Bild weiß alles, aber das habe ich dort noch nicht gelesen:

http://speisa.com/modules/articles/...ermanwings-airbus-was-a-convert-to-islam.html

Mal sehen, wann da noch was kommt. Man sollte meinen, dass es nicht noch schlimmer kommen kann, aber ................

Das ist ne Ente


Um "entschuldigen" geht es auch nicht (allenfalls rechtlich wäre die Schuldfähigkeit zu klären, aber da gegen ihn nicht ermittelt werden wird, bleibt das eh ungeklärt). Aber ab welcher Zahl von Opfern kann man denn eine Tat nicht mehr durch eine Krankheit zu der Tat getrieben werden?
Nur der Pilot und drei Stewardessen wären erklärbar? 14 Passagiere auch? Entweder, man akzeptiert, dass Krankheiten "nicht nachvollziehbare" Taten bewirken, oder eben nicht. An der Zahl der Opfer kann ich das nicht festmachen.

Natürlich reicht auch schon ein unbeteiligtes Opfer, die Anzahl steigert das jedoch nochmal... Im Endeffekt ist jeder Mörder und jeder Selbstmörder irgendwo krank und gestört, die Frage ist, ob sie auch böswillig krank sind. Und jemand der 150 unbeteiligte Personen mit in den Tod reißt, muss böswillig krank sein und/oder wie gesagt für irgendeine Überzeugung handeln. Da kann man auch nicht von Suizid sprechen. Hätte der Co-Pilot unter einfachen psychischen Problem gelitten, die ihn zum Selbstmord trieben, hätte er sich in einem Hobbyflieger alleine in den Tod geflogen.

(Die Formulierung "unschuldige Opfer" finde ich ebenfalls sprachlich unglücklich.

Gut, dass ich die Formulierung "unschuldige Opfer" nicht nutzte. ;)
 

Nur wird es wohl leider genug Leute geben, denen diese "Meldung" genau ins Meinungsbild passt und die diese für bare Münze nehmen.
Dann wird aufgrund solcher Aussagen wieder einmal eine aberwitzige Verschwörungstheorie gesponnen und der islamophobe Mob fühlt sich in seinem Hass und der Ablehnung des anderen bestätigt.

Wenn man sich schon einmal anschaut welche Seite dieser Typ betreibt, dann sollte jedem klar sein, dass dieser absolut nichts mit neutraler und seriöser Berichterstattung oder Journalismus zu tun hat.
Das dumme ist halt nur, manche Menschen interessieren selbst die offensichtlichsten Gegenbeweise nicht, wenn sie sich durch falsche Aussagen in ihren Ansichten bestätigt fühlen.
 
Gut, dass ich die Formulierung "unschuldige Opfer" nicht nutzte. ;)

Okay, du hast von "unschuldigen Menschen" gesprochen. Kommt meiner Meinung nach aber aufs gleiche hinaus.



Ob da, wenn die Meldung sich verbreiten sollte, noch wert drauf gelegt wird....

Um mal aus einem anderen Forum zu zitieren:

"Co-Pilot Andreas Lubitz, 28.. Dem namen nach ein bio-Deutscher, jetzt ist die Frage war er zum Islam konvertiert oder psychisch krank?"

Darauf kam dann die Antwort:

"Herrlich formuliert!
Am Ende kommt es auf das gleiche hinaus."

Später:

"Ich bin kein Freund von vorschnellen Schlüssen und Verschwörungstheorien, aber hier könnte es sich wirklich um einen Deutschen handeln, der zum Islam konvertiert ist, wenn vielleicht auch nur innerlich…"

http://www.pi-news.net/2015/03/germ...us-cockpit-ausgesperrt-suizid-des-co-piloten/
 
Das kann ich einfach nicht glauben (obwohl ich es möchte). Der Airbus erreicht mal gerade seine Flughöhe. Schon kurze Zeit später wird ein Sinkflug eingeleitet. Da dieser nicht angekündigt war, werden viele Passagiere das wohl etwas später gemerkt haben. Wenn die Maschine innerhalb von 8 Minuten 10T Meter Flughöhe verliert, werden das die meisten vermutlich schon früher gemerkt haben. Vielleicht nicht sofort. Aber sicherlich nicht erst nach 7 Minuten, als der Flieger schon einige tausend Meter Flughöhe verloren hat. Ich fliege recht häufig und habe trotzdem immer noch ein flaues Gefühl in der Magengegend. Umso aufmerksamer ist man ja, wenn sich etwas subjektiv "Ungewöhnliches" tut. Und das ist dieser Sinkflug allemal.

Dann waren die Wenigflieger vllt. im Vorteil. So ein Sinkflug außer der Reihe wird normalerweise rechtzeitig angekündigt und meistens auch begründet. Zu diesem Zeitpunkt war er sehr ungewöhnlich und unangekündigt. Ich hätte mir da mit Sicherheit schon deutlich früher ernsthafte Sorgen gemacht. Davon ab, reicht es doch aus, wenn genügend Passagiere merken, dass etwas nicht stimmt. Das Gemurmel und die Geräuschkulisse nimmt zu. Das bekommen die anderen Passagiere auch mit.

2x:tnx:
Ich fliege auch recht viel und meine zumindest bei mir bekannten Flugzeugtypen ziemlich genau zu wissen, wann welche Geräusche "normal" sind und wann etwas anders als üblicherweise ist. Den Sinkflug hat man vielleicht deswegen nicht so schnell bemerkt, weil ja die Geschwindigkeit nicht gedrosselt wurde. Und zu Beginn war man ja noch über dem Meer bzw. Flachland, da ist es nicht so leicht zu sehen, ob man jetzt 10.000 m oder doch nur 5.000 hoch fliegt. Dazu kommt, dass das Bergmassiv (wenn ich die Simulationen des Fluges, die im Fernsehen gezeigt wurde, richtig gesehen habe), in das die Maschine geflogen ist, das erste höhere auf dem Weg. Insofern dürfte die Maschine noch bis kurz vor dem Aufprall einiges an Höhe gehabt haben ... zumindest, wenn man als Passagier nur zur Seite raus sehen kann.

Äußerlich völlig cool bleibende Flugbegleiter/innen schirmen einen immer hektischer werdenden Piloten nach außen hin ab, oder wie stellst Du Dir das vor? :confused:

Du kannst davon ausgehen, dass zunächst einmal der Vorhang zwischen Kabine und Eingangsbereich geschlossen war. Und dann ist es auch in modernen Flugzeugen so laut, dass man schon wirklich laut an der Kabinentür schreien muss, damit man in Reihe 5 etwas hört. Insofern kann es wirklich recht lange gedauert haben, bis alle Passagiere etwas mitbekommen haben. Wenn man davon ausgeht, dass die ersten 4-5 Minuten der Sinkflug von den wenigsten mitbekommen wurde, könnte sich vielleicht aufgrund der Geschehnisse am Cockpit Unruhe ausgebreitet haben, aber eine Panik, die das kollektive Schreien aller Passagiere auslöst, gab es da wohl eher noch nicht.
Was die Tonaufzeichnungen angeht, so muss man neben der Lautstärke in einem fliegenden Flugzeug auch beachten, dass die Cockpittür extra verstärkt ist und Schüsse mit kleinkalibrigen Waffen aushält. Dementsprechend wird die auch Schall dämpfen und dementsprechend laut müsste mMn in der Kabine geschrien werden, damit man das im Cockpit auch hört. Aus dem Grund sollte man mMn eigentlich nicht anhand der Schreigeräusche auf dem Voicerecorder erkennen, ab wann die Passagiere etwas mitbekommen haben. Allerdings muss ich zugeben, dass ich zu wenig über den Flightrecorder weiß und damit auch nicht, wo evt. überall Mikrofone hängen, die die Nebengeräusche aufnehmen.

Was die Festlegung der Staatsanwaltschaft auf die Absturzursache angeht, so gehe ich schon davon aus, dass man sich ziemlich sicher gewesen sein muss, um so klare Aussagen zu machen, die ja auch nicht ohne Sprengkraft waren. Allerdings sollte man auch nicht vergessen, welche Interessen ein Staatsanwalt haben könnte: da ist erst einmal, die fragende Öffentlichkeit mit Antworten zu versorgen, damit seine Behörde nicht der Unfähigkeit bezichtigt wird. Dann ist es natürlich sicher auch seiner Karriere zuträglich, wenn er einen solchen Fall so schnell aufklärt. Und dann sollte man nicht vergessen, dass Airbus zu großen Teilen in französischer Hand ist und dass eine Unfallursache, die eindeutig nicht auf technische Fehler zurück zu führen ist, keine schlechte Nachricht für Airbus ist. Ich würde nicht so weit gehen, dass ich behauptete, der Staatsanwalt könnte lügen (ganz bestimmt nicht), aber vielleicht reichen solche Gründe, auch eine "ziemlich sichere" Annahme als "gesicherte Erkenntnisse" zu bezeichnen.

Nicole hat ja auch ein sehr gutes Beispiel gebracht, das einen zumindest kritisch solchen Aussagen gegenüber sein sollte.


:tnx::daumen:
 
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