Unterwegs... mit dem Flugzeug

Eine absolute Sicherheit wird nicht und nie geben, nicht in der Luftfahrt oder wo auch immer. Ich kann auch woanders Unheil finden.

Das größte Risiko war, ist und wird der Mensch bleiben.
 
Ich finde solche Aktionen immer sinnlos und egoistisch. Ob es nun sowas ist, ein Mensch, der sich vor einen Zug wirft oder ein Familienvater, der aus Existenzangst sich und seine Familie umbringt. Warum muss man für andere den Tod oder ein zerstörtes Leben(Stichwort Zugführer) wählen? Wenn man sich das Leben nehmen will, dann doch bitte ohne schlimmere Auswirkungen für andere.

genau man sollte am besten gar nicht sich selbst umbringen, am Ende traumatisiert man den Menschen der einen findet. Ich finde die Diskussion geht hier in eine sehr merkwürdige Richtung. Man weiß gar nicht was mit dem Mann nicht gestimmt hat. Und ihm jetzt eine Depression anzudichten halt ich für ziemlich fragwürdig. Da sollte sich eher Leute hinterfragen die hier ohne Anhaltspunkte solche Vermutungen in die Welt setzten.

Und ich finde es schlimm wenn man wie du hier kranke Menschen zu Tätern machen will. Aber es ist einfacher einfach draufzuhauen als mit ein bisschen Empathie durch die Welt zu gehen.

Es ist wohl in der Tat schwer vorzustellen, aber irgendwo sucht man sich seine Todesart ja schon aus. Das sind geplante Handlungen und selten Kurzschlussentscheidungen. Zumal es deutlich einfachere und schnellere Selbstmorde gibt.

Wenn man nicht weiß wovon man redet sollte man manchmal einfach nur ruhig sein. Hattest du schon mal Depressionen? Weißt du was da im Kopf abläuft? Ich kann mit 100iger Sicherheit sagen das du davon keine Ahnung hast. Denn es ist sehr wohl eine Kurzschlusshandlung und garantiert nicht mit klarem Kopf geplant. Unglaublich wie man sich so äußern kann wenn man von der Thematik keine Ahnung hat.
 
@ Peggy: Es ist in meinen Augen ein noch viel größerer Unsinn ohne jeden Anhaltspunkt zu behaupten, dass depressive Menschen generell keine Möglichkeit mehr hätten, Dinge abzuwägen und quasi dazu verdammt wären, irrationale Entscheidungen zu treffen.

Ich finde - generell, nicht in Bezug auf diesen Fall, denn dazu weiß man zu wenig und seien wir man ehrlich, im Grunde geht es auch nur die Angehörigen etwas an, was genau den Co-Piloten zu dieser verhängnisvollen Tat veranlasst hat - dass eine Krankheit alleine kein Anlass ist jemanden per se für unzurechnungsfähig und schuldunfähig zu erklären. Jeder Fall ist ein Einzelfall und es gibt genug Menschen mit Depressionen, die diese in den Griff bekommen oder - wenn sie denn den letzten Ausweg wählen - dabei nicht blind Unschuldige mit in den Tod reißen oder ihnen das Leben zerstören. Natürlich gibt es auch Menschen, die wirklich keinerlei Kontrolle mehr über sich und ihr Handeln haben, aber eine Krankheit befreit nicht automatisch per se davon, dass man für sein Handeln selbst verantwortlich ist. Das ist einfach oberflächlicher Unfug.

In meinen Augen hat der Eisbaer hier also in der Sache einfach verdammt Recht. Finde es offen gesagt auch nicht in Ordnung, dass Du ihm nun in diesem Tonfall unterstellst, er wisse nicht, wovon er redet. Woher willst Du denn wissen, dass er nicht doch schon Berührungspunkte mit dem Thema hatte? Vielleicht hat er ja auch nur ebenso erfahren, dass depressive Menschen nicht automatisch zu keinem bisschen Rationalität oder Mitgefühl fähig sind? Ich finde diese Schwarzweißmalerei sorry, etwas verstörend.

Und bevor Du mich nun blind in die gleiche Schublade steckst: Ich weiß, wovon ich spreche. ;)

Naja, das ganze hat nun mehr nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun, deswegen spare ich mir da nun auch jeden weiteren Kommentar (zumal ich von Dir - sorry - nach obigem Post ohnehin nicht mit einer sachlichen Antwort rechne ;)).
 
:tnx:
klingt von Peggy auch fast so als wenn der Copilot nun das " Haupt " - Opfer wäre. Geht gar nicht, auch wenn ich verstehe was im " Ansatz " damit gemeint ist.
 
Oha, jetzt scheint die Absturzursache wohl gefunden zu sein und ich muss sagen:" Ich hätte mir Vieles vorstellen können, aber dass ein Co-pilot seinen Kollegen vorsätzlich aussperrt, das Flugzeug absichtlich in den Sinkflug steuert und 149 unschuldige Menschen mit in den von ihm gewählten Tod reisst, war mir nahezu unvorstellbar. :roll: Krank.

Wie müssen sich die Hinterbliebenen fühlen?

Was soll man dazu sagen? Airbus wird erleichtert sein, dass kein technischer Defekt ursächlich war. Die Fluglinien weltweit werden sich massive Gedanken um die Personalauswahl machen müssen.

Was gilt für Fluggäste? Einerseits können sie sich auf die Technik weiterhin größtenteils verlassen? Die Frage danach, wem man sich anvertraut, wird man allerdings nie im Voraus wird beantworten können. Vor Psychopathen wird man sich nie 100% schützen können, nicht vor einem Amokläufer, nicht vor einem "Breivik", nicht vor solch einem Piloten wie hier.

Mögen alle Hinterbliebenen irgendwie, irgendwann ihren Frieden finden. :zweifeln:
 
Ich habe mir die PK der Lufthansa angesehen und fand den Auftritt und die Antworten auf die Fragen sehr angenehm und offen (im Rahmen dessen, was der Chef eines börsennotierten Unternehmens sagen darf). Allerdings hat mich zum Ende gestört, dass er sofort ausgeschlossen hat, dass die LH die amerikanische Regel übernimmt, dass nie eine Person alleine in einem Cockpit sein darf. Das war mir etwas zu vorschnell. Zumal man so schnell und wohl einfach eine Reaktion zeigen würde.

Ich habe die heutige Pk nicht gesehen, finde aber, dass Spohr angesichts dieser Tragödie eine tadellose Arbeit geleistet hat. Respekt.
 
@norge: ab ungefähr 40:40 sagt spohr, dass sie sich mit experten zusammensetzen werden und gucken, ob sie die prozeduren verbessern können.

Ok, ich muss zugeben, dass ich die PK auf Phoenix gesehen hatte und da war die Originalaussage wegen der parallelen Übersetzung akustisch nicht gut zu verstehen. Und in der Übersetzung klag es eher nach einer klaren Absage an eine Veränderung. Sorry, da hätte ich die Liveüberstzung etwas kritischer betrachten sollen.
 
Wollte gerade sagen. Jede Sicherheitsmaßnahme beschwört doch wieder andere Probleme herauf.

Eben. Die Gefahr eines Suizids würde zwar minimiert werden, aber ausgeschlossen wäre es dennoch nicht.
A) sind die restlichen Crewmitglieder keine Piloten und würden es nicht merken wenn der Pilot am Steuer irgendwas einstellt was die Sicherheit gefährdet.
B) Selbst wenn er merkt das hier was nicht stimmt, was soll er machen? Ein Handgemenge mit offenem Ausgang wäre dann wohl das Ergebnis.

Zusätzlich erhöhe ich damit die Gefahr das der Flieger gehijacked wird, da ich zwangsläufig das Zeitfenster erhöhen muss in der die Kabinentür offen steht. Es müssen ja jeweils 2 Personen rein und raus.
 
Genau die, die sie jetzt anstellen: Die Möglichkeiten für solche Auswirkungen noch weiter einzuschränken. ;)

... und damit evt. andere Szenarien erst zu ermöglichen. Um es etwas provokant zu sagen: ohne die Maßnahmen an der Cockpittür nach 9/11 hätte es die Katastrophe von Dienstag evt. gar nicht gegeben ...
Man kann nicht alle Eventualitäten ausschließen und wird auch nicht immer wissen, ob eine Maßnahme, die eine Auswirkung auszuschließen nicht erst ganz andere Auswirkungen möglich macht.
 
weiß nicht, ob wir das schon hier im thread hatten: der autopilot wurde manuell auf eine höhe von 100 fuß eingestellt. https://twitter.com/flightradar24/status/581073962274328576

Ich habe die heutige Pk nicht gesehen, finde aber, dass Spohr angesichts dieser Tragödie eine tadellose Arbeit geleistet hat. Respekt.

finde ich auch :tnx:

Ok, ich muss zugeben, dass ich die PK auf Phoenix gesehen hatte und da war die Originalaussage wegen der parallelen Übersetzung akustisch nicht gut zu verstehen. Und in der Übersetzung klag es eher nach einer klaren Absage an eine Veränderung. Sorry, da hätte ich die Liveüberstzung etwas kritischer betrachten sollen.

:beer:
 
... und damit evt. andere Szenarien erst zu ermöglichen. Um es etwas provokant zu sagen: ohne die Maßnahmen an der Cockpittür nach 9/11 hätte es die Katastrophe von Dienstag evt. gar nicht gegeben ...
Man kann nicht alle Eventualitäten ausschließen und wird auch nicht immer wissen, ob eine Maßnahme, die eine Auswirkung auszuschließen nicht erst ganz andere Auswirkungen möglich macht.

:tnx:

Richtig. Es gilt, wie so oft im Leben, abzuwägen.

Wie wirkte Spohr heute auf Dich? Darf sich die Airline jetzt eigentlich ebenso wie die Passagiere eher als Opfer fühlen oder muss sich Germanwings noch irgendwelcher Vorwürfe erwehren? Konnte man da irgendetwas erfahren oder deuten?
 
Wie wirkte Spohr heute auf Dich? Darf sich die Airline jetzt eigentlich ebenso wie die Passagiere eher als Opfer fühlen oder muss sich Germanwings noch irgendwelcher Vorwürfe erwehren? Konnte man da irgendetwas erfahren oder deuten?

Wie schon geschrieben, fand ich ihn sehr angemessen in seiner Wortwahl und seiner Wirkung. Man nahm ihm von Anfang bis Ende ab, dass er wirklich betroffen war. Auch hat er sehr ausführlich auch auf kritischere Fragen geantwortet und man hatte nicht das Gefühl, er wäre auf Abwehrkurs. Dass er mehrfach betonte, wie sehr Sicherheit das Thema #1 im Konzern wäre und dass er vollstes Vertrauen in alle seine Piloten habe, kann man wohl nachvollziehen. So eine PK dient ja nicht nur der reinen Informationsverteilung.

Vorwürfe konnte mMn man nicht hören und selbst auf die Frage eines Journalisten, was er mit dem neuen Wissen zu den impliziten Vorwürfen in Sachen Sparzwang etc. sage, nutzte er mit keinem Wort die Chance, dieses zu kritisieren oder Vorwürfe zu machen.

MMn kann man eine solche PK in dieser Situation kaum besser machen. Allgemein empfinde ich das Verhalten von LH und Germanwings die letzten beiden Tage als sehr angemessen. :daumen:
 
Allgemein empfinde ich das Verhalten von LH und Germanwings die letzten beiden Tage als sehr angemessen. :daumen:
Das erwarte ich ehrlichgesagt auch, also angemessenes Verhalten der Fluggesellschaften.

Ein Amok-(Co-)Pilot ist glaube ich nicht wirklich zu verhindern. Selbst mit den besten, fortschrittlichsten und sensibelsten Persönlichkeitstests dürfte es irgendwen geben, der dort durchschlüpft. Zumal man ja nicht einmal weiß, wann der Co-Pilot im konkreten Fall den Entschluss gefasst hat, sich derart zu verhalten, und auch bislang nicht bekannt wurde, welche persönlichen Probleme der Co-Pilot eventuell zu bewältigen hatte.
Es wäre vermutlich für (einige) Angehörige der Opfer hilfreich, wenn zu irgendeinem, möglichst baldigen Zeitpunkt das "Warum?" der Motivation des Co-Piloten bekannt würde. Sonst bleibt diese Frage ständig im Hinterkopf zurück.
 
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