Unterwegs... mit dem Flugzeug

In Europa darfst du gar nicht an der Sicherheit sparen. Es gibt extrem strenge Vorgaben - und zwar zu recht!
Mir wurde vorhin von einem Airbus-Mitarbeiter erklärt: 24 Jahre sind kein Alter für eine Maschine, die ordnungsgemäß gewartet wird.

Es wird wieder einmal eine unglückliche Verkettung von Umständen sein, die alle für sich allein kein Problem gewesen wäre.

Der Schock ist nun beträchtlich größer: die meisten Abstürze der letzten Jahre waren weit weg, die Chance betroffen zu sein, geringer. Nun ist eine deutsche Airline mit deutschen Passagieren quasi um die Ecke abgestürzt...

Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen - einen Mitmenschen zu verlieren, ist immer eine unfassbare Tragödie.
 
@dieeeter. Auch wenn hier Germanwings betroffen ist und mir der Gedanke deshalb zugegebenermaßen vermutlich schneller kam als z. B. bei Lufthansa, ist die Aussage aber durchaus generell. Lufthansa selbst wirbt ebenfalls mit Kampfpreisen - und ist definitiv kein Billigflieger.

Ich glaube, dass die "Geiz ist geil"-Mentalität beim Fliegen und der Preiskampf unter den Fluggesellschaften nicht ohne Folgen für die Sicherheitsstandards sein kann, und das halte ich für kritisch.

Wer fliegen will, sollte auch bereit sein, dafür einen realistischen Preis zu zahlen.
Deine Posts sind überdiemaßen grenzwertig hier im Bezug auf Spekulationen in Richtung "Billig = Nicht ohne Folgen".
Die Wartung eines 24 Jahre alten Flugzeugs ist die gleiche wie bei einem 5 Jahre alten. Oder 50 Jahre - solche fliegen ja auch ohne Bedenken.
Die Airbusse sind voller Sensoren und wenn sich was im Ansatz zeigt, wird das Teil erneuert. Egal was. Flügel, Motor, Kaffeemaschine.
Es ist keine Spekulation von "Keine Überlebenden" auszugehen, da die Maschine mit ca. 400 mph in den Berg eingeschlagen ist ...lt. CNN die über Radar festgestellte Geschwindigkeit.
Germanwings und Lufthansa sind ganz oben in der Sicherheitstabelle angeordnet.

Was mich beschäfftigt, dass ich vor drei Tagen eine Flugzeugabsturzassoziation hatte. Also das war beim Gassi gehen, als ich einem Flugzeug nachschaute und mir ganz mulmig wurde.
 
Erstmal mein aufrichtiges Beileid.

Was ich mich bei diesen Meldungen allerdings immer frage: inwiefern ist es relevant, welcher Nationalität die Opfer angehörten? Ist es nun schlimmer das viele Deutsche dabei waren? Sind Deutsche jetzt besser als andere Menschen? Relativiert sich die Dramatik des Unglückes dadurch das auch 45 Spanier dabei waren?

Es sind 150 Menschen gestorben. Wen interessiert die Nationalität?
 
Deine Posts sind überdiemaßen grenzwertig hier im Bezug auf Spekulationen in Richtung "Billig = Nicht ohne Folgen".
Die Wartung eines 24 Jahre alten Flugzeugs ist die gleiche wie bei einem 5 Jahre alten. Oder 50 Jahre - solche fliegen ja auch ohne Bedenken.
Die Airbusse sind voller Sensoren und wenn sich was im Ansatz zeigt, wird das Teil erneuert. Egal was. Flügel, Motor, Kaffeemaschine.
Es ist keine Spekulation von "Keine Überlebenden" auszugehen, da die Maschine mit ca. 400 mph in den Berg eingeschlagen ist ...lt. CNN die über Radar festgestellte Geschwindigkeit.
Germanwings und Lufthansa sind ganz oben in der Sicherheitstabelle angeordnet.

Wirf ihm doch nichts vor, was du jetzt selbst machst: Spekulieren. Woher weißt du, dass die Wartung bei jeder Maschine, egal welchen Alters, die Gleiche ist? Ein guter Freund von mir arbeit bei der Lufthansa (Klimatechnik). Er hat schon vor längerer Zeit gesagt, dass - aufgrund des Preiskampfes - z.B. Wartungsintervalle verlängert werden sollen. Ob das bereits so ist in der Realität, weiß ich nicht. Lufthansa steht unter enormen Ergebnis- bzw. Kostendruck. Wartung ist da nunmal der Kostentreiber schlechthin. Wo sollen denn die Einsparungen gemacht werden, um halbwegs konkurrenzfähig zu sein?

Und das ist unserer "Geiz-ist-geil"-Epoche ja die Regel geworden. Nicht in jeder Branche. Aber in den meisten polypolen Branchen herrscht ein Verdrängungswettbewerb.

Gerade heute über dieses Thema zu sprechen, mag vllt. nicht passen, weil das Mitgefühl mit den Angehörigen im Vordergrund steht und stehen sollte.
 
Es sind 150 Menschen gestorben. Wen interessiert die Nationalität?

:tnx:

Ich glaube rein vom Kopf her berührt es die Menschen mehr, wenn sie hören das eigene Mitbürger betroffen sind und das Flugzeug eine deutsche Maschine ist. Auch ich spreche mich davon nicht frei. In diesem Fall zB. versuche ich viel mehr Nachrichten zu schauen/lesen als wenn zB. eine Maschine in China abstürzen würde. Das würde ich registrieren, mir meinen Teil denken und das wars auch.

Grüße
 
Erstmal mein aufrichtiges Beileid.

Was ich mich bei diesen Meldungen allerdings immer frage: inwiefern ist es relevant, welcher Nationalität die Opfer angehörten? Ist es nun schlimmer das viele Deutsche dabei waren? Sind Deutsche jetzt besser als andere Menschen? Relativiert sich die Dramatik des Unglückes dadurch das auch 45 Spanier dabei waren?

Es sind 150 Menschen gestorben. Wen interessiert die Nationalität?

Du hast den Verdrängungswettbewerb in den Medien/Journalismus verstanden.:(

Natürlich darf die Nationalität niemanden interessieren. Unsere Presse dramatisiert aber sehr gerne mit buchstäblicher Nähe zum Unglück. Nach dem Motto: Hätte dir auch passieren können.

Soll man über Hungerleidende oder verhungerte Kinder in Dritte-Welt-Ländern berichten? Hatten wir doch schon. Wie langweilig. Und so weit weg.
 
Wie furchtbar!

Natürlich sollte die Herkunft der Opfer keine Rolle spielen.

Nach meinem Verständnis - ich beschäftige mich sehr intensiv mit der Fliegerei - spielt es eine keine Rolle, ob ein Flugzeug 25 Jahre oder Monate auf dem Buckel hat. Es gibt reichlich Flugzeuge, die doppelt so alt sind und klaglos ihren Dienst versehen.

Ebenso gibt es keinerlei Anzeichen, dass Lufthansa oder deren Tochter Germanwings die Wartung ihrer Maschinen vernachlässigt, Billigflieger hin oder her. Der Lufthansa-Konzern hat hier noch nie Anlass zur Vermutung gegeben, am falschen Ende zu sparen.

Genauere Informationen über die Unfallursache wird es erst nach Auffinden der Blackbox geben. Mir fällt dazu nur ein, dass gerade letzte Woche die Airbus A32x Familie (A318, A319, A320, A321) wegen Unzulänglichkeiten am Höhenmesser in die Presse geraten waren, und ein solcher Defekt ist allemal geeignet, einen Absturz zu verursachen. Aber es macht keinen Sinn, solche Spekulationen anzustellen, solange die harten Daten nicht vorliegen.

Was bleibt, ist Trauer.
 
Solch eine Nachricht ist immer ein Schock und ich muss zugeben, dass dieser größer ist, je "näher" man selbst dem ganzen ist. Wobei ich zugeben muss, dass ich auch letztes Jahr nach dem spurlosen Verschwinden der malaysischen Maschine tagelang die aktuelle Nachrichtenlage mitverfolgt habe.

Mein Mitgefühl an alle Angehörigen und auch Kollegen der betroffenen Besatzung :(

Hier kann man ein Höhenprofil des abgestürzten Flugzeuges sehen. Da sieht man, dass die Maschine innerhalb von weniger als 10 Minuten im Sinkflug von ca. 12500 m auf ca. 2000 m runter ging. Und die "Le Monde" meldet, dass vom Flugzeig gar kein Notrauf ausgegangen sein soll, sondern es vielmehr die Luftraumüberwachung war, die das Flugzeug anzufunken versuchte, nachdem der Kontakt abgebrochen war.
Da fragt man sich schon, aus welchem Grund ein Flugzeug so drastisch von der vorgegebenen Flughöhe abweicht, ohne dass die Piloten Kontakt mit dem Boden aufnahmen (oder aufnehmen konnten?) ... :confused:
 
interessant ist auch, dass während des sinkflugs die geschwindigkeit und die sinkflugrate relativ konstant blieben.
 
Wirf ihm doch nichts vor, was du jetzt selbst machst
Wo spekulier ich denn? Dein Freund spekuliert anscheinend denn.
Die verlängerung der Intervalle bei bestimmten Untersuchungen werden bestimmt nicht von Bundesluftfahrtamt durchgewunken, wenn es dadurch größere Risiken gäbe. Die Überwachungsgeräte unterliegen doch alle einer gewissen Redundanz. Fahrlässige Wartungsarbeiten, ausgelöst durch Frühstückstorror mit zukünftiger Ex, ist jedoch nie zu verhindern, weil es immer Menschen sind, die den Schwachpunkt ausmachen. [Ich erinnere mich gerade an meinen Stiefvater, der als Inge Nör die zusammengeflickten Flugzeuge im WKII abgenommen hat. Wäre davon eine Maschine aus technischen Gründen abgestürzt, hätten sie ihn aufgehängt. Für Flugsicherheit heute wären Galgen im Hangar bestimmt nicht förderlich.]
Da ist einer meiner alkoholfreudigen Bekannten als Inge Nör in Toulouse eher gefährdender.
 
Natürlich sollte die Herkunft der Opfer keine Rolle spielen.

Richtig.

Und doch geht es auch mir so, dass das einem irgendwie "näher geht", als ein Unglück in Asien, bei dem hunderte von Westafrikaner sterben. Warum auch immer...

Was die Medien angeht: die tragen da sicher ihren Teil bei. Ist ja aber nicht nur bei Unglücken so. Als in Frankreich ein Dutzend französischer Journalisten von zwei Terroristen ermordert worden sind, war das tagelang Thema und hat weltweite Reaktionen hervorgerufen. Fast zeitgleich haben Terrorsisten von Boko Haram Hunderte von Afrikaner ermodert; möglicherweise sind dort sogar änhlich viele Menschen gestorben wie am 11. September. Aber da gabe es keinen ARD-Brennpunkt, keine Talkshows, nicht mal Titelgeschichten in den Zeitungen...

Ist zwar OT, gehört eigentlich in den Allgemeinen Politk Thread, da aber hier mal ein paar andere Mitdiskutanten sind als die dort üblichen Stammgäste wollte ich es mal hier erwähnen.
 
Ein schrecklicher Tag! Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer des Flugzeugabsturzes!

Es ist so grausam. Wie viele Menschen haben vom Absturz gehört, haben gehofft, dass ihre Lieben nicht betroffen sind und dann kommt die schreckliche Nachricht?! Die Menschen an Bord des Fliegers, die Todesängste hatten. Man kann das Leid garnicht in Worte fassen, es ist so traurig!

Mein Beileid!
 
Richtig.

Und doch geht es auch mir so, dass das einem irgendwie "näher geht", als ein Unglück in Asien, bei dem hunderte von Westafrikaner sterben. Warum auch immer...

Das ist doch auch nur menschlich. Auf dieser Strecke mitten in Europa hätte jeder von uns im Flugzeug sitzen können, und auch mit Germanwings oder einem A320 sind so viele schon geflogen. Die Relevanz einer Nachricht wird immer auch durch Nähe oder Ferne mitdefiniert.

Dieser Absturz nimmt mich tatsächlich mit wie keiner zuvor.
 
Das ist doch auch nur menschlich. Auf dieser Strecke mitten in Europa hätte jeder von uns im Flugzeug sitzen können, und auch mit Germanwings oder einem A320 sind so viele schon geflogen. Die Relevanz einer Nachricht wird immer auch durch Nähe oder Ferne mitdefiniert.

Dieser Absturz nimmt mich tatsächlich mit wie keiner zuvor.

Ich denke, genau das macht einen so betroffen. Ich habe immer ein mulmiges Gefühl und halbe Schweißausbrüche, wenn ich in ein Flugzeug steige, aber manchmal geht es halt nicht anders. Wenn man aber bisher immer Meldungen über solche Unglücke gehört hat, dann waren diese meist weit weg und es ging um Fluglinien, deren Namen man teilweise nicht mal kannte oder bei denen man dann im Hinterkopf automatisch gleich wieder mangelnde Sicherheitsmaßnahmen und technische Unzulänglichkeiten für sich selbst fest gemacht hat (einzige Ausnahme war glaube ich diese Air France Maschine, die damals irgendwo über dem Ozean verschollen ist). Dass das wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit ist und dass es eben auch einer renommierten deutschen Airline passieren kann, das zeigt der heutige Tag nochmal ganz deutlich. Und das macht mein Gefühl beim Fliegen nicht besser.

Ein ganz trauriger Tag. Mein Beileid an alle Angehörigen.
 
Ich habe immer ein mulmiges Gefühl und halbe Schweißausbrüche, wenn ich in ein Flugzeug steige, aber manchmal geht es halt nicht anders. (...) dass es eben auch einer renommierten deutschen Airline passieren kann, das zeigt der heutige Tag nochmal ganz deutlich. Und das macht mein Gefühl beim Fliegen nicht besser.

Das geht mir ganz genauso. Da ich gerne Fernreisen mache, habe ich zum Erreichen meiner Wunsch-Ziele keine Alternativen zum Flugzeug, und auch dienstlich lässt es sich manchmal nicht vermeiden. Aber je seltener, desto besser...

Ich habe Bekannte, die einfach mal einen Tag nach Mallorca, Berlin, Venedig oder Dresden fliegen, wenn es einen Schnäppchen-Flug gibt. Sie sind sogar, weil sie einmal A380 fliegen wollten, vor einiger Zeit irgendwohin nach Asien geflogen und direkt wieder zurück, nur um des Fluges willen. Auf solche Ideen käme ich nicht.
 
Ich habe Bekannte, die einfach mal einen Tag nach Mallorca, Berlin, Venedig oder Dresden fliegen, wenn es einen Schnäppchen-Flug gibt. Sie sind sogar, weil sie einmal A380 fliegen wollten, vor einiger Zeit irgendwohin nach Asien geflogen und direkt wieder zurück, nur um des Fluges willen. Auf solche Ideen käme ich nicht.

Naja.. zu etwas erfolgreicheren Zeiten habe ich auch diverse Auslandstouren mit Werder mitgemacht. Nur mal schnell für 2-3 Tage nach Mailand, Turin, Barcelona, Madrid, Valencia, London. So schnell kann es gehen. :(
 
naja..dass das flugzeug ein statistisch sichereres verkehrsmittel als das auto oder die bahn ist, ist doch wohl nichts neues.
 
mich nimmt sowas immer total mit. Gehöre allerdings auch zu den " Vielfliegern " und habe auch schon einen " Sturzflug " inklusive Sauerstoffmasken von Male -> Colombo miterlebt. Ich habe noch nie so etwas schlimmes erlebt gehabt. ( In der reihe vor mir war zum Glück keiner, den hätte ich erdrückt so fest wie ich meine Arme um den Sitz vor mir geklammert habe ). Beim Absturz der AF447 saß ich in einer Maschine der LAN auf dem Weg nach Lima und flog fast zeitgleich durch die Unwetterfront. Und wenn man dann landet und eine SMS bekommt ob ich denn noch lebe.. :unfassbar:
ich bin furchtbar geschockt am heutigen Tage!
 
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