Tradition hat aber eher am Rande mit Fankultur zu tun. Eine Fankultur kann sich entwickeln, wenn genügend Interessenten angezogen werden. Das ist jetzt bei Wolfsburg beispielsweise eher nicht der Fall, weil deren Konstrukt viel zu lokal ist. Wer außer Wolfsburgern ist schon Wolfsburg-Fan? Hoffenheim und Leipzig ticken da etwas anders. Leipzig hat jetzt schon mehr Fanpotenzial als Wolfsburg je haben wird(es sei denn, die holen plötzlich dauerhaft Titel). Hoffenheim wächst langsam, aber es wächst, da es ein gewisses Einzugsgebiet gibt.Nein, ist es nicht. Mir ist das beispielsweise wichtig. Man hat an den Geschehnissen in Salzburg gesehen wie wichtig das ist und man sieht es in den unteren Spielklassen, da Traditionsvereine ihren harten Kern haben, der durchaus beindruckende Zuschauerkulissen zustande bringt.
Zudem lebt der Fussball von der Tradition. Ich hatte ja im Zuge der Fernsegelddiskussion diesen Post geschrieben. Was meinst du wie sich die Sendeanstalten, die Werbekunden und die Sponsoren freuen, wenn mehrheitlich solche Klubs in der Bundesliga spielen? Nullerquoten führen am Ende zu deutlichen Mindereinnahmen auf allen Ebenen. Das mögen der Rattenbrauseproduzent oder Didi Hopp in ihren Clubs finanziell ausgleichen können, aber am Ende wird der Fussball daran zerbröseln.
Was natürlich bei Konstrukten wie Hoffenheim ausbleibt, sind die Ultras. Da kann man drüber streiten, ob die jemand braucht.



