Es gab gestern zwei Voraussetzungen für die Niederlage.
1. Der Platz
Ich verstehe nicht, dass beim DFB Pokal selbst Mannschaften aus der Landesliga dermaßen hohe Anforderungen erfüllen müssen, von der Anzahl der Gästfan-WCs bis hin zu genormten Banden und Lumengenauen Flutlichtmasten. Das zentrale aber, nämlich der Fußballplatz, scheint hier total egal zu sein? Dass es da Toleranzen gibt, schön und gut. Aber das gestern war ein Acker. Ich habe eigentlich nur noch darauf gewartet, dass ein paar Saatkrähen dort landen oder ein Fuchs kommt und sich eine Zuckerrübe rauszieht. Ein Platz in diesem Zustand beraubt die oberklassige Mannschaft ihrer Spielmöglichkeiten und macht das Spiel deutlich langsamer. Für mich ist das Wettbewerbsverzerrung, die den Klassenunterschied zu einem gewissen Maße aufhebt.
2. Der Schiedsrichter
Wenn ein sicheres Passspiel nicht möglich ist bleiben also eigentlich nur lange Bälle, bei denen es meist zum Zweikampf kommt. Haben wir nun so einen Gurkenschiri wie gestern, der sein Niveau dem Platz anpasst, ist auch ein Kampfbetontes Spiel nicht möglich, da einseitig alles abgepfiffen wird. Wenn dann noch ein glasklarer Elfmeter nicht gegeben wird, wird es schwierig.
Das sollen jetzt keine Entschuldigungen sein, aber es sind Voraussetzungen, die den Klassenunterschied praktisch verschwinden lassen. Und ja, dann kann man gegen ein Bielefeld auf Augenhöhe mal verlieren wenns dumm läuft.
Von mangelnder Einstellung kann man meiner Meinung nach aber nicht sprechen. Was soll sie machen? Spielen ging nicht, kämpfen wurde vom Schiedsrichter unterbunden.
Was wir uns ankreiden müssen: Die zahlreichen Chancen wurden nicht genutzt und hinten haben wir durch einen Blackout von Prödl und eine Standardsituation zwei dumme Tore kassiert. Die Defensive bleibt ein Problem, auch unter Skripnik.
Alles in allem eine sehr nervig Niederlage. Von einer "Blamage" kann man aber aufgrund der Umstände in Bielefeld meiner Meinung nach nicht sprechen.