Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Viel bedenklicher finde ich den Ausfall von Lorenzen zu diesem Zeitpunkt.

Diese Verletzung ist für Spieler und Verein äußerst bitter. Für Melvyn insbesondere, weil er ja schon zuletzt so lange verletzt war und sich gerade ans Profiteam herangearbeitet hat. Für Werder, weil der Sturm ohnehin extrem dünn besetzt ist.

Wenn diese Verletzung für Werder irgendwas "Positives" hat, dann ist es der Zeitpunkt des Eintritts, zu dem man noch reagieren kann.
 
Das auch, aber mir gings schon um die Berichterstattung. Von den Worten Hübners, die hier wohl in der Bild standen "Mag sein, dass er sich mit Werder einig ist für den Sommer" wussten die dort gar nichts. Dort gibt es dann wohl eher Aussagen von ihm, dass er sehr gerne dort bleiben wolle.

Eichin hat glasklar gesagt: "Kommt er nicht im Winter, dann kommt er im Sommer." Entweder stimmt das und man hat bereits eine Vorabmachung, oder Eichins Statements sind in Zukunft nicht mehr ernst zu nehmen.

Denn welchen Sinn hätte es, wenn die Eintracht Wiedwald hätte gehen lassen ohne zu wissen, ob Trapp über das Saisonende hinaus bleibt? Im worst case wären beide Keeper weg gewesen, so daß es nachvollziehbar ist, daß die Eintracht auf "Nummer sicher" geht und Wiedwald nicht zu Werder wechseln ließ.

Entweder steh ich auf dem Schlauch, oder du :D

Am Ende der Saison sind sowieso beide weg, wenn man Eichins Worten Glauben schenken darf und Trapp wechselt. Insofern macht es keinen Unterschied, ob Wiedwald nun im Winter gegangen wäre, oder im Sommer... weg ist weg.

Üblliche Verhandlungstaktik unter Kaufleuten. Man treibt den Preis für ein Produkt (in diesem Fall Spieler) welches man nicht bzw. nicht unbedingt (ggf. an jemand bestimmen) verkaufen will, so hoch, bis der Kaufinteressent von sich aus ablehnt. Dadruch vermeidet der Anbieter nicht nur, daß der Interessent einem den alleinigen Schwarzen Peter für das Nicht-Zustandekommen zuspielt ("Ihr wolltet ja gar nicht verkaufen"), sondern dieser auch seinen Anteil am Scheitern der Verhandlungen trägt ("Unser Preisangebot ist von euch abgelehnt worden"). Und wenn wie z.B. im Profifußball Details von diesen Verhandlungen in der Öffentlichkeit bekannt werden, dann hat ein solches Gebaren auch meinungsbildenen Charakter. ;)

Also im Sinne von: "Wir treiben den Preis hoch, damit wir nicht als die "Eintracht versaut mir meine Karriere" - Deppen da stehen, aber verkaufen wollen wir sowieso nicht?"
 
Ein guter Torwart und ein guter IV spielen im 5er grinsend den Gegenspieler per doppelten Doppelpass aus. Weil sie einander vertrauen und wissen, dass sie Fußball spielen können. Darum geht das bei Neuer. Und bei uns nicht. Wie würde doch TS sagen: "Raphael und Sebastian haben so etwas leider nicht angeboten."
Casteels ist bei der IV in der Hinsicht noch nicht verbrannt. Darum war Eichins Handeln gut imA. Mit Galvez könnte so ein abgewichster Budenzauber gelingen.
 
Wieso wird das durch Eichins Reaktion bestätigt? Eichin nahm doch sogar mit seiner Aussage den (Handlungs-)Druck aus dem Kessel, in dem er den Frankfurtern einen Trumpf unbrauchbar machte: "bekommen wir Wiedwald nicht, dann halt im Sommer"

Die Aussage erfolgte doch erst nach dem "Pokern" Hübners.

Eichins Aussagen waren die eines "trotzigen" Verlierers. Verlierer deshalb, weil er Wiedwald sofort wollte und sich nach der Absage um eine Alternative kümmern musste, die stark genug, verfügbar und bezahlbar sein mudste. Dass er auf der Position etwas tun wolle, hatte er ja schon anderweitig geäußert.

Frankfurt hatte überhaupt nichts mehr zu verlieren, weil man davon ausgehen musste, am Saisonende beide Torhüter zu verlieren. In der Hinterhand hätte man zu dem Zeitpunkt immerhin noch Hildebrand gehabt.
 
Entweder steh ich auf dem Schlauch, oder du :D

Am Ende der Saison sind sowieso beide weg, wenn man Eichins Worten Glauben schenken darf und Trapp wechselt. Insofern macht es keinen Unterschied, ob Wiedwald nun im Winter gegangen wäre, oder im Sommer... weg ist weg.

Oder wir beide? :D

Entscheidend sind in dem Fall nicht Eichins Worte, sondern das, was die Eintracht mit Wiedwald vor hat, denn noch steht es ja nicht fest, daß Trapp im Sommer geht. Aber es gibt ja auch andere Faktoren die zum Nein der Eintracht eine Rolle spielen könnten, wie z.B. a) daß TS Wiedwald mehr Vertrauen als Hildebrand schenkt , so daß für ihn Wiedwald die etatmäßige Nr. 2 ist oder b) falls Trapp frühzeitig einen Wechsel verkündet, wäre es möglich, daß man Wiedwald mit Buli-Einsätzen eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags doch noch schmackhaft machen will, auch weil eine Vetragsverlängerung auch zu besseren Konditionen günstiger ist, als noch irgendwelche Ablösesummen zu bezahlen.
 
Ich geh einfach mal davon aus, dass Wiedwald zu seinem Wort steht, dass er Eichin gibt... und dass er es gegeben hat ziehe ich daraus, dass Eichin dies schon vollmundig verkündet hat.

Insofern ist es egal, was die Eintracht will und auch egal, ob Trapp geht oder bleibt ... Wiedwald ist im Sommer weg. Deswegen wäre es für die Eintracht wurscht gewesen, ob er im Winter oder Sommer geht, denn gehen tut er auf jeden Fall.

Ich habe aus Frankfurter Fankreisen gehört, dass die Eintracht Wiedwald durchaus hätte ziehen lassen, aber eben nur für eine bestimmte Ablöse, die angebotene hatte Hübner nicht gereicht. Wäre das Geschäft zustande gekommen, hätte man Hildebrand bis Sommer gehalten. Da Eichin aber von den gebotenen 300.000 nicht abrücken wollte, hat man das Thema begraben und Hildebrand freigestlelt.
 
Oder wir beide? :D

Entscheidend sind in dem Fall nicht Eichins Worte, sondern das, was die Eintracht mit Wiedwald vor hat, denn noch steht es ja nicht fest, daß Trapp im Sommer geht. Aber es gibt ja auch andere Faktoren die zum Nein der Eintracht eine Rolle spielen könnten, wie z.B. a) daß TS Wiedwald mehr Vertrauen als Hildebrand schenkt , so daß für ihn Wiedwald die etatmäßige Nr. 2 ist oder b) falls Trapp frühzeitig einen Wechsel verkündet, wäre es möglich, daß man Wiedwald mit Buli-Einsätzen eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags doch noch schmackhaft machen will, auch weil eine Vetragsverlängerung auch zu besseren Konditionen günstiger ist, als noch irgendwelche Ablösesummen zu bezahlen.

Zumal es ja noch eine Klausel geben soll. Bei der sich der Vertrag verlängert bei X Einsätzen. hab ich irgendwo gelesen.
 
Insofern ist es egal, was die Eintracht will und auch egal, ob Trapp geht oder bleibt ... Wiedwald ist im Sommer weg. Deswegen wäre es für die Eintracht wurscht gewesen, ob er im Winter oder Sommer geht, denn gehen tut er auf jeden Fall.

Aber sie hätten ihre Nr.2 und nicht die Nr.3 hinter Trapp, falls der wieder ausfällt. Hinzu käme die mit einem schlechteren Torwart erhöhte Chance, dass Werder absteigt.


Ich habe aus Frankfurter Fankreisen gehört [....]
Ich vermute mal, dass auch diese Fankreise nicht mehr wissen als unsere. Auch das werden eher Mutmaßungen sein.
 
Hallo zusammen,

passt zwar grade nicht zur Diskussion aber ich wage es trotzdem mal...

Mir brennt jetzt schon etwas länger eine Frage unter den Nägeln, vielleicht kann da jemand zur Erhellung beitragen…

Eichin mach mMn einen echt guten Job. Bisher waren einige innovative Einkäufe dabei.
Nur stellt sich mir eine Frage: Warum zum Geier macht der immer 3-Jahres Verträge? Warum nicht branchenübliche 4 Jahre?
Das hat doch fast nur Nachteile.

Der einzige Vorteil ist, dass man Spieler die nicht einschlagen schneller los wird, aber ob man nun ein Jahr mehr oder weniger das Gehalt zahlt macht doch den Braten auch nicht fett, oder?
Außerdem sollte man bei einem Transfer auch erstmal von einem guten Spieler ausgehen, sonst würde man ihn ja schließlich nicht kaufen.

Die Nachteile dagegen sind mMn folgende:

1. Die Ablösesumme pro Vertragsjahr steigt.
2. Wenn der Spieler einschlägt, muss man schneller (schon nach 2 Jahren) einen deutlich teureren Vertag aushandeln, wenn man ihn halten will (siehe di Santo)
3. Wenn das nicht klappt, isser ablösefrei weg (eventuell Junuzovic und Prödl)
4. Man muss deutlich häufiger Verhandlungen führen
5. Die Planungssicherheit und langfristige Entwicklung des Kaders ist deutlich schwieriger


Kann mir das mal jemand erklären??
 

Ich denke, das Hauptargument hast du schon genannt. Dass man Fehler längere Zeit an der Backe hatte, war ja eine der Ursachen für unseren Niedergang.
Hinzu kommt, dass Perspektivspieler vielleicht lieber kommen, wenn sie wissen, dass nach 1-2 Jahren für andere Vereine günstig zu haben sein werden, was sie in deren Augen wiederum attraktiver macht.
 
Hallo,

danke für die schnelle Antwort. :daumen: Das klingt schon alles plausibel, aber das zeugt ja nicht grade von vertrauen, wenn man direkt von einem Fehlkauf ausgeht indem man nur 3 Jahre Vertag aushandelt. Nach dem Motto: "Schön das du hier bist, ich glaube aber das wird nix, deshalb schieb ich dich nach 3 Jahren wieder ab!"

Ein Vestergaad hätte doch sicherlich auch 4 Jahre unterschrieben. Ein Juno damals bestimmt auch. Bei di Santo versteh ich aber deine Argumente!
 
....
Nur stellt sich mir eine Frage: Warum zum Geier macht der immer 3-Jahres Verträge? Warum nicht branchenübliche 4 Jahre?
Das hat doch fast nur Nachteile.
Nun, Vestergaard hat einen ~3,5 Jahresvertrag bekommen. Ein Problem kann auch die Liquidität sein. Denn du musst als Verein auch sicherstellen das Gehalt für die x Jahre zahlen zu können.

Der einzige Vorteil ist, dass man Spieler die nicht einschlagen schneller los wird, aber ob man nun ein Jahr mehr oder weniger das Gehalt zahlt macht doch den Braten auch nicht fett, oder?
Außerdem sollte man bei einem Transfer auch erstmal von einem guten Spieler ausgehen, sonst würde man ihn ja schließlich nicht kaufen.
Nun, Ekici & Elia haben 4 Jahresverträge bekommen. Das Problem ist wirklich das Gespür zu haben, einen Kader zusammen zu stellen, und sicherzustellen, dass der entsprechende Spieler auch wirklich die Qualität besitzt. Deswegen wird u.a. immer mehr mit Kaufoptionen gearbeitet, um einen Spieler zunächst besser einzuschätzen.
Die Nachteile dagegen sind mMn folgende:

1. Die Ablösesumme pro Vertragsjahr steigt.
2. Wenn der Spieler einschlägt, muss man schneller (schon nach 2 Jahren) einen deutlich teureren Vertag aushandeln, wenn man ihn halten will (siehe di Santo)
3. Wenn das nicht klappt, isser ablösefrei weg (eventuell Junuzovic und Prödl)
4. Man muss deutlich häufiger Verhandlungen führen
5. Die Planungssicherheit und langfristige Entwicklung des Kaders ist deutlich schwieriger


Kann mir das mal jemand erklären??
1.) Korrekt
2.) Oder es muss ein aufwändiger Leihvertrag ausgehandelt werden(Elia).
Dort wäre ein 2 Jahresvertrag besser gewesen
3.) Wie schon eben angedeutet bei di Santo oder Pizarro.... Einige Spieler wollen auch keine langen Verträge unterschreiben, um flexibler zu sein. Du schliesst sicher auch kein Handyvertrag für 4 Jahre ab ;)
4.) Jein, es wird auch um Spieler verhandelt, die noch 2 Jahre Vertrag haben.
5.) Ich weiss nicht, wo im Schnitt die optimale Vertragsdauer liegt. Evtl. beweist dies irgendwann ein Mathematiker auf die Dauer der eulerschen Zahl e = 2,71828 Jahre .... :p
 
Nach dem Motto: "Schön das du hier bist, ich glaube aber das wird nix, deshalb schieb ich dich nach 3 Jahren wieder ab!"

Es kommt halt noch hinzu, dass man in 3 Jahren hoffentlich wieder besser dasteht als momentan. So manch ein Spieler, der einem im Abstiegskampf weiterhilt wäre - um es mal zu übertreiben - nach der erfolgreichen CL-Quali 2016 nur Ballast im Kader.

Im Grund hast du aber schon Recht; bei Spieler, die voll einschlagen sind 3 Jahre zu kurz. Vermutlich ist es aber in unserer Situation besser, auf die ein oder andere Ablösemillion zu verzichten als durch unverkäuflicheTransferflops belastet zu sein.
 
@ DoctorNo
Willommen im Werder-Forum :beer:



Nun, Vestergaard hat einen ~3,5 Jahresvertrag bekommen. Ein Problem kann auch die Liquidität sein. Denn du musst als Verein auch sicherstellen das Gehalt für die x Jahre zahlen zu können.
Korrekt :tnx:

Nun, Ekici & Elia haben 4 Jahresverträge bekommen. Das Problem ist wirklich das Gespür zu haben, einen Kader zusammen zu stellen, und sicherzustellen, dass der entsprechende Spieler auch wirklich die Qualität besitzt. Deswegen wird u.a. immer mehr mit Kaufoptionen gearbeitet, um einen Spieler zunächst besser einzuschätzen.

Auch korrekt. Dennoch ist eine längerfristige Bindung ein zweischneidiges Schwert, u.a. auch aus bereits erwähnten Gründen. Einerseits möchte ein Verein einen Spieler langfristig binden, um u.a. Planungssicherheit zu haben bzw. muß man i.d.R. weniger Zeit und Kosten für Transferaktivitäten aufwenden. Auf der anderen Seite stehen u.a. wie oben schon erwähnt die Liquidität. Und mit einem längerfristigen Vertrag begibt man sich als Club in die Gefahr, daß man einen Spieler, der die Erwartungen nicht (mehr) erfüllt oder nicht in das neue Konzept des Trainers bzw. in das eines neuen Coaches paßt, als "Kaderleiche" bis zum Ende der Vertragslaufzeit durchziehen muß, sofern sich kein Abnehmer dafür findet; und das geht wiederum auch auf die Kosten der Liquidität.
 
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