Was macht euch gerade traurig?

:tnx::tnx: Besser ist es allerdings, nicht zu lange zu zögern und dann wirklich schnell Hilfe zu bekommen.

Auf jeden Fall ist das besser. Das erkennt man allerdings meistens erst im Nachhinein oder als unbeteiligter aus der Entfernung. Oft traut man sich nicht, weil man sein eigenes Problem nicht wichtig genug nimmt und die wirdschonwieder-Gesellschaft tut ihr übriges. "Kopf hoch, stell dich nicht so an", sowas hat noch keinem geholfen.
Wer einen Schnupfen hat, der geht zum Arzt. Und für andere Probleme gibt es auch entsprechende Fachleute. Warum also nicht in Anspruch nehmen?
 
Auf jeden Fall ist das besser. Das erkennt man allerdings meistens erst im Nachhinein oder als unbeteiligter aus der Entfernung. Oft traut man sich nicht, weil man sein eigenes Problem nicht wichtig genug nimmt und die wirdschonwieder-Gesellschaft tut ihr übriges. "Kopf hoch, stell dich nicht so an", sowas hat noch keinem geholfen.
Wer einen Schnupfen hat, der geht zum Arzt. Und für andere Probleme gibt es auch entsprechende Fachleute. Warum also nicht in Anspruch nehmen?
Ich war nicht selbst betroffen. Meine Frau war es. Zunächst muss man als nicht Betroffener die betroffene Person von der Behandlungsbedürftigkeit überzeugen.

Dann gehen die Probleme aber oft erst los. Ich habe schier endlos rumtelefoniert, um einen Behandlungstermin zu bekommen, der nicht erst 3 oder 4 Monate später lag. Oft endet das dann so, ass die Krankheit sich weiter verschlimmert und so akut wird, dass ein stationärer Aufenthalt in der Klinik unumgänglich ist. Man sollte sich in einem solchen Fall auch nicht scheuen, diesen Schritt zu gehen.

Manchmal hat man aber selbst dann das Pech, dass die Krankheit entweder nicht therapierbar ist oder die richtige Therapie nicht gefunden wird. Das ist aber sehr selten und sollte niemanden davon abhalten, sich so schnell wie möglich Hilfe zu suchen.

Meine Frau gehörte leider zu den seltenen Ausnahmefällen.
 
Meine Eltern misten aus und haben mir einen Dachbodenfund mitgegeben - eine Kiste mit unzähligen Briefen, die ich zwischen Grundschulzeit und Uni-Ende bekommen habe.

Bei einigen der Briefeschreiber habe ich keine Ahnung mehr, wer sie sind bzw. woher ich sie kannte. Manche Briefe aus der Jugendzeit sind urkomisch, andere sind wahre (Formulierungs)Kunstwerke (nicht ironisch gemeint), sorgfältig mit Schönschrift (und mit Füller natürlich!) verfasst.

Der Anblick des Sammelsuriums macht mich ein bisschen traurig, denn heute verteilen wir unsere Nachrichten per SMS, Facebook oder E-Mail, und kaum noch jemand nimmt sich die Zeit und schreibt durchdacht per Hand (ich auch nicht). Schade, denn so geht ein Stück Kulturgut verloren...
 
Meine Eltern misten aus und haben mir einen Dachbodenfund mitgegeben - eine Kiste mit unzähligen Briefen, die ich zwischen Grundschulzeit und Uni-Ende bekommen habe.

Bei einigen der Briefeschreiber habe ich keine Ahnung mehr, wer sie sind bzw. woher ich sie kannte. Manche Briefe aus der Jugendzeit sind urkomisch, andere sind wahre (Formulierungs)Kunstwerke (nicht ironisch gemeint), sorgfältig mit Schönschrift (und mit Füller natürlich!) verfasst.

Der Anblick des Sammelsuriums macht mich ein bisschen traurig, denn heute verteilen wir unsere Nachrichten per SMS, Facebook oder E-Mail, und kaum noch jemand nimmt sich die Zeit und schreibt durchdacht per Hand (ich auch nicht). Schade, denn so geht ein Stück Kulturgut verloren...


Und das Traurigste ist: Die Kiddies sitzen im Cafe, Park oder sonstwo nebeneinander und "unterhalten" sich per WhatsApp.
 
Und das Traurigste ist: Die Kiddies sitzen im Cafe, Park oder sonstwo nebeneinander und "unterhalten" sich per WhatsApp.

:tnx: Schön sind auch die Pärchen, die einander gegenüber in der Kneipe sitzen und, anstatt miteinander zu reden, jeweils auf ihr Smartphone starren bzw. Nachrichten tippen...

@dieeeter. Auch ich will nicht ins Brieftaubenzeitalter zurück :D Aber mir ist beim Durchsehen der Kiste bewusst geworden, dass mit Liebe geschriebene Briefe etwas Schönes und Persönliches sind, das WhatsApp, Facebook & Co. meiner Meinung nach niemals ersetzen können.
 
Meine Eltern misten aus und haben mir einen Dachbodenfund mitgegeben - eine Kiste mit unzähligen Briefen, die ich zwischen Grundschulzeit und Uni-Ende bekommen habe.

Bei einigen der Briefeschreiber habe ich keine Ahnung mehr, wer sie sind bzw. woher ich sie kannte. Manche Briefe aus der Jugendzeit sind urkomisch, andere sind wahre (Formulierungs)Kunstwerke (nicht ironisch gemeint), sorgfältig mit Schönschrift (und mit Füller natürlich!) verfasst.

Der Anblick des Sammelsuriums macht mich ein bisschen traurig, denn heute verteilen wir unsere Nachrichten per SMS, Facebook oder E-Mail, und kaum noch jemand nimmt sich die Zeit und schreibt durchdacht per Hand (ich auch nicht). Schade, denn so geht ein Stück Kulturgut verloren...

Als junggebliebener Lebenskünstler erinnere ich mich gern an Brieffreunde aus der DDR und aus Polen (damals gab es den Eisernen Vorhang, dessen Streben heutzutage leider neu gestählt werden).

Dem Brieffreund aus Polen habe ich damals im Osten unzugängliche Schallplatten auf Kassette überspielt und ihm zugeschickt [das Internet war damals sience fiction - West-Musik war unerhältlich im Osten].
Als Dank schickte er mir eine in Polen veröffentlichte Langspielplatte, für die er - in Relation - ein halbes Vermögen gezahlt haben musste.

Kontakte in den Westen waren bestimmt etwas Besonderes - Kontakte in den Osten aber irgendwie auch. Auf diese Weise konnte man sich mit "echten Menschen aus dem Osten" schreiben, die in tagtäglichen Berichterstattungen gar keine Erwähnungen fanden. Damals gab für uns nicht die im Osten lebenden Menschen sondern nur den Osten.

Umso größer war meine Überraschung, dass meine Kassetten angekommen waren und sich ein echter Mensch per handschriftlichen Briefs bedankt hat.
[Kids können sich so eine Situation heute bestimmt nicht mehr vorstellen.]

Übrigens: Der Kontakt mit der oben erwähnten Brieffreundin aus der DDR hielt tatsächlich bis zum Mauerfall 1990 und darüber hinaus. Wir hatten uns in jungendlicher Uferlosigkeit - per Brief - geschrieben, was wir nur alles tun würden, um den anderen je treffen zu können. - Und dann war es wirklich so weit. Die Mauer fiel.

Ich setzte mich in den Zug und und nahm mein bis dato größtes Abenteuer auf.

[Zensur] :kiss: und :p und so ;)

Ich schweife ab.


Ja, es war etwas anderes, einen Brief in handschriftlicher Kleinarbeit zu verfassen. Es war weitaus persönlicher, einen Brief zu schreiben, anstatt eine Mail, eine SMS zu senden oder per Twitter zu broadshitten.

Was ich eigentlich sagen wollte: Ich verstehe dein Bedauern und empfinde eine anonymer werdende, menschliche Umgangsweise ebenfalls als Verlust (Entpersonalisierung).

Es geht in diesem Zusammenhang sicher nicht nur um verlorene Kulturgüter, sondern auch um die abnehmende Wichtigkeit, die der Adressat heutzutage hat, indem wir ihm kurzerhand und byteweise, schnell Datenmüll und Inputs zusenden.
 
Meine Eltern misten aus und haben mir einen Dachbodenfund mitgegeben - eine Kiste mit unzähligen Briefen, die ich zwischen Grundschulzeit und Uni-Ende bekommen habe.

Bei einigen der Briefeschreiber habe ich keine Ahnung mehr, wer sie sind bzw. woher ich sie kannte. Manche Briefe aus der Jugendzeit sind urkomisch, andere sind wahre (Formulierungs)Kunstwerke (nicht ironisch gemeint), sorgfältig mit Schönschrift (und mit Füller natürlich!) verfasst.

Der Anblick des Sammelsuriums macht mich ein bisschen traurig, denn heute verteilen wir unsere Nachrichten per SMS, Facebook oder E-Mail, und kaum noch jemand nimmt sich die Zeit und schreibt durchdacht per Hand (ich auch nicht). Schade, denn so geht ein Stück Kulturgut verloren...

Also ich schreib meinem Opa ab und an n Brief oder ne Postkarte. ;)
 
Übrigens: Der Kontakt mit der oben erwähnten Brieffreundin aus der DDR hielt tatsächlich bis zum Mauerfall 1990 und darüber hinaus. Wir hatten uns in jungendlicher Uferlosigkeit - per Brief - geschrieben, was wir nur alles tun würden, um den anderen je treffen zu können. - Und dann war es wirklich so weit. Die Mauer fiel.

Ich setzte mich in den Zug und und nahm mein bis dato größtes Abenteuer auf.

[Zensur] :kiss: und :p und so ;)

Das kann man auch nach monatelanger elektronischer Kommunikation erleben ... ich weiß, wovon ich rede :D

Aber allgemein ist schon so, dass das Briefeschreibem etwas ganz besonderes ist (war?)
 
[Zensur] :kiss: und :p und so ;)

Ich schweife ab.

:lol::lol::lol: :daumen:

@Jarvis. Ich habe in dem Stapel zwei Karten entdeckt, die ich als Mädel meinem Opa aus dem Urlaub geschrieben habe. Meine Mutter muss sie in die Kiste gelegt haben, als nach seinem Tod seine Wohnung aufgelöst wurde (ich muss sie mal danach fragen).

Zuletzt habe ich zu Weihnachten 2014 Karten mit mehr als den üblichen Grüßen geschrieben. Da hatte ich die Zeit. Aber ich habe mir jetzt beim Buddeln in der Kiste vorgenommen, es für gute Freunde nicht nur alle paar Jahre mal zu schaffen... Mal sehen, ob es mir auch gelingt, den guten Vorsatz umzusetzen.
 
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