Richtig, aber diese wiederholten Ausfallerscheinungen sind auch "nur" eine Wirkung der Ursache einer dahingehend verfehlten Transferpolitik in den letzten ca. 4-5 Jahren. Solche "Wadenbeißer" sind für eine Mannschaft unverzichtbar, wenn es spielerisch nicht rund läuft. Und im Abstiegskampf erst recht nicht. Eine solche Rolle obligt natürlich nicht allein den Führungsspielern (bei Werder namentlich Fritz, Prödl, Juno und bis zur letzten Saison auch Hunt), aber für die Kaderzusammenstellung in den letzten Jahren ist es schon bezeichnend, daß noch nicht einmal einer von diesen Routiniers über diese Tugend verfügt.
Alles richtig und nun?
Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht. Diese Saison scheint er zu brechen. Dann ist es halt so.
Vielleicht wäre es für den Verein, seine Fanszene und die gesamte Region Bremen nicht so schlecht mal in den Niederungen zu verschwinden, um eine wirkliche Neuorientierung in allen Bereichen zu vollziehen und tabula rasa zu machen?
Dieser Verein befindet sich seit Jahren in einer schleichenden Agonie, sportlich und finanziell seit 2010/11.
Wenn sie dann am Ende absteigen, haben sie den fehlenden Nachweis erbracht, dass sie eine sportliche Qualität besitzen, um in der 1.Liga zu bestehen.
Ob es dann so eintritt, einiges spricht dafür und einiges wiederum dagegen?
Wogegen ich mich allerdings wehre ist, dass man diesem Kader per se eine höhere Qualität zuspricht, die man nur wecken muss. Dieses vermeintliche Potential entpuppt sich als eine Fata Morgana.
Die Spieler zeigen genau das, was ihrem Leistungsstand entspricht.
Das hat auch nichts mit der gestrigen Niederlage zu tun, denn man verliert seit Jahren mit schöner Regelmäßigkeit in F. Das war keine Überraschung.
Jedem Ende wohnt ein Anfang inne.