Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

um zu beurteilen, dass skripnik besser als dutt ist, brauche ich allerdings nicht mehr abzuwarten. da reicht das bisher (von beiden) gesehene vollkommen aus.
um skripniks arbeit als trainer genauer bewerten zu können, brauchts noch zeit.
 
Aus meiner Sicht sind wir 5 Punkte unter Plan (Niederlage gegen Köln und unentschieden gegen Freiburg). Hamburg werte ich mit Mainz bzw. Paderborn auf.

Grundsätzlich sage ich, dass Dutt das harte Auftaktprogramm hatte und wir derzeit einfach auch das sportliche Glück zurück ist. Das soll die 3 Punkte überhaupt nicht schmälern, ganz im gegenteil, mir sind Punkte wichtig und nicht wer Trainer ist und wie lange der Trainer Mitglied bei Bremen ist.

Es bleibt abzuwarten ob dieser Sieg und die Euphorie konserviert werden kann. Ich hoffe und wünsche es aber aufgrund der letzten Jahre, denke ich nicht, dass wir nun jedesmal Passquoten um die 80% haben.

Man darf nicht verkennen, dass auch Selke 100% verballert hat bis zu seinem Tor oder ich Levent in der ersten HZ nicht sonderlich wahr genommen habe.

Ich freue mich ohne zu vergleichen und irgendwen in den Schatten zu stellen (Dutt vs. Skripnik / Selke vs. Petersen / Levent vs. alle usw.)

:beer::schal:
 
gegen frankfurt würde ich mir eine ähnliche taktische vorgehensweise wie gegen hamburg wünschen, nur mit besserer umsetzung. die werden nach vorne spielen und eventuell kommt werder deren selbstvertrauen sogar entgegnen. kontern gegen frankfurt wird deutlich einfacher als gegen defensiv stabile hamburger sein. da ist viel weniger organisation vorhanden.
 
gegen frankfurt würde ich mir eine ähnliche taktische vorgehensweise wie gegen hamburg wünschen, nur mit besserer umsetzung. die werden nach vorne spielen und eventuell kommt werder deren selbstvertrauen sogar entgegnen. kontern gegen frankfurt wird deutlich einfacher als gegen defensiv stabile hamburger sein. da ist viel weniger organisation vorhanden.

Schwer einzuschätzen, ...
Ich glaube dennoch, daß die SGE als Team schwerer zu spielen ist als der HSV. Müssen auf jeden Fall auf der Hut sein.
 
Prinzipiell sehe ich es auch so.
Nach nur 5 Spielen ist eine Beurteilung zwar schwer und ein Vergleich unseriös, aber er hat in der kurzen Zeit schon sehr gute Akzente gesetzt. Z.B. die jungen Spieler, oder die "richtigeren" Positionen für vorhandenen Spieler.

Die Verbesserung der Passquote erkläre ich mir alleine schon durch schlechte Quote zu seiner Übernahme. Schlechter ging es ja kaum noch.

Der Trainerwechsel war auf jeden Fall richtig. Zum Saisonende dürfte die Analyse sicherlich auch so ausfallen, dass er im Vergleich zu Dutt deutlich besser abschneiden wird.
Voraussetzung ist natürlich, dass wir das Niveau und die Ergebnisse (abgesehen vom Spiel in Hamburg) weiterhin bestätigen.

Rückschläge wird es auch unter VS geben, aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit ihm konstant besser spielen werden. Die letzten Spiele haben dies ja schon gezeigt. Ich hoffe es bleibt so

Was natürlich auch durch das wiedergestiegene Selbstvertrauen zu erklären ist. Skripnik hatte natürlich den optimalen Start.
Man sieht ja jetzt beim BVB, was bei schwindenden Selbstvertrauen alles schief läuft. War bei uns doch nicht anders. Und da kann dann auch ein anerkannter Trainer wie Jürgen Klopp nur fassungslos zusehen! Das Selbstvertrauen wird unterschätzt. Kicken können alle in der Bundesliga! Aber wenn du von der Rolle bist, traust du dir eben nur noch den Sicherheitspass zum Nebenmann. Und selbst der mißlingt noch...
 
Aus meiner Sicht sind wir 5 Punkte unter Plan (Niederlage gegen Köln und unentschieden gegen Freiburg). Hamburg werte ich mit Mainz bzw. Paderborn auf.
:daumen: Sehe ich ähnlich. Schalke würde ich noch hinzunehmen. Die haben auswärts nur gegen uns gepunktet, sonst nur Pleiten.
Grundsätzlich sage ich, dass Dutt das harte Auftaktprogramm hatte und wir derzeit einfach auch das sportliche Glück zurück ist. Das soll die 3 Punkte überhaupt nicht schmälern, ganz im gegenteil, mir sind Punkte wichtig und nicht wer Trainer ist und wie lange der Trainer Mitglied bei Bremen ist....
:daumen:
Im Auftaktprogramm waren:
1.) Heimstarke Augsburger (bisher nur eine Heimniederlage, sonst nur Heimsiege)
2.) Heimstarke Wolfsburger (bisher nur einmal Untentsch., sonst nur Heimsiege)
3.) Qualitativ bessere a.) Bayern b.) Leverkuser
4.) Auswärtsstarke Kölner (aktuell Platz 2 in der Auswärtstabelle)
...

Ich freue mich ohne zu vergleichen und irgendwen in den Schatten zu stellen (Dutt vs. Skripnik / Selke vs. Petersen / Levent vs. alle usw.)
:daumen:
Das sehen leider nicht viele so. Es wird derart auf RD nachgetreten, dass man Ihn als neutraler Mensch nur noch verteidigen kann, obwohl man sich einig ist, dass er nach 4 Punkten in 9 Spielen gehen muss.
Ich schreib doch bestimmt nicht in ein Arbeitszeugnis über einen Dilettanten, der den Karren in den Dreck gefahren hat....
Sondern, immerhin war er stets bemüht ;)

Man sieht ja jetzt beim BVB, was bei schwindenden Selbstvertrauen alles schief läuft.....
Und ich bin mir sogar sicher, man würde in Dortmund mit einem richtigen Trainerwechsel die letzten 4 Vorrundenspiele ebenfalls mit 2 oder 3 Siegen bestreiten.
=> Reiner Trainereffekt, und keine sofort erkennbare Verbesserung der Spielphilosophie

Für Viktor Skripnik gelten trotzdem dieselben Bedingungen:
1.) Ab Februar(3 Monate Amtszeit) greift kein Altlast-Bonus mehr
2.) Wenn wir vom Februar bis Saisonende auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen sollten, dann geht es auf seine Kappe.
 
Grundsätzlich sage ich, dass Dutt das harte Auftaktprogramm hatte und wir derzeit einfach auch das sportliche Glück zurück ist.

Hartes Auftaktprogramm hin oder her: Wann haben wir unter Dutt ein Spiel wie gegen Paderborn gesehen wo wir uns nicht zum Sieg würgen sondern 90 Minuten Fußball SPIELEN (und erzähle keiner es sei ja nur der Pflichtabsteiger Paderborn, andere Mannschaften können ein Lied davon singen wie es sich gegen die spielt)? Skripnik predigt das SPIELEN sicher nicht nur öffentlich in seinen Interviews sondern legt größten Wert darauf. Und das zeigt unübersehbar Wirkung, ich sehe jetzt schon eine Struktur im Spiel wie ich sie bei Dutt in 1 1/2 Jahren nicht am Horizont erkennen konnte. Wir werden auch mit Skripnik Rückschläge haben, zu Beginn der Rückrunde werden wir mehr Punkte abgeben als holen. Aber diese Mannschaft macht unter Skripnik Hoffnung, die hatte ich unter Dutt verloren. Allein Aycicek zu sehen wie er die Fäden zieht und punktgenaue Pässe in die Schnittstellen spielt macht Lust auf mehr. Wenn zur Rückrunde noch Hajrovic in Form kommt geht die Post ab =)
 
Und ich bin mir sogar sicher, man würde in Dortmund mit einem richtigen Trainerwechsel die letzten 4 Vorrundenspiele ebenfalls mit 2 oder 3 Siegen bestreiten.
=> Reiner Trainereffekt, und keine sofort erkennbare Verbesserung der Spielphilosophie

Allerdings würde ich die Dortmunder bis ans Ende aller Tage auslachen, wenn sie sich von Klopp trennen sollten. Wenn die die CL verpassen, dann brennt da finanziell böse die Hütte (-50mio) aber das sollten die mittlerweile eine Saison aushalten können. Absteigen wird Dortmund sicher nicht.
 
Für Viktor Skripnik gelten trotzdem dieselben Bedingungen:
1.) Ab Februar(3 Monate Amtszeit) greift kein Altlast-Bonus mehr
2.) Wenn wir vom Februar bis Saisonende auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen sollten, dann geht es auf seine Kappe.

diese bedingungen galten eben nicht für dutt. dutt musste nicht mitten in einer saison übernehmen. die altlasten fallen in diese saison und greifen natürlich auch nach 3 monaten noch, da skripnik werder erst von einem direkten abstiegsplatz herunterführen musste und mit abstand auf das rettende ufer angetreten ist. skripnik hatte keine sommervorbereitung und konnte bisher nicht einmal in der mannnschaftsgestaltung mitwirken. das ist ein enormer unterschied zu dutt, der hier von saisonbeginn an mit vorbereitung und ohne rückstand auf die konkurrenz von 0 starten konnte.
davon mal abgesehen: schon jetzt muss man bei skripnik keine altlasten als grund für die leistungen heranziehen. bei dutt musste man das auch nach 15 monaten noch. was sagt einem das?
es hat auch nichts mit nachtreten zu tun wenn ich dutt als schlechtesten trainer, den ich bei werder bisher je erlebt habe, bezeichne. das ist lediglich meine ansicht. und keine sonderlich unbegründete.
 
=> Reiner Trainereffekt, und keine sofort erkennbare Verbesserung der Spielphilosophie
Da ich derzeit nicht so oft vorbeischaue (nachdem endlich das "Tunnelende" erreicht wurde ...), bin ich noch nicht ganz schlau daraus geworden, auf welcher Mission du hier bist. Es scheint mir so, als wolltest du hier die Rolle des "Bewahrers eines möglichst untadeligen Ansehens von Robin Dutt" übernehmen.

Auch wenn ich da sicher eine komplett andere Wahrnehmung der Leistung des freigestellten Cheftrainers habe, finde ich es als Menschenfreund immer gut, wenn auch den "Fußkranken" noch jemand die Stange hält. Ich finde es da auch sehr angenehm, dass die Verantwortlichen des SV Werder und die Spieler kein kritisches Wort haben fallen lassen. Man hat sich bedankt für engagierte Arbeit - es hat halt irgendwie nicht gepasst.

Aber - hier muss es doch erlaubt sein, wenigstens in sachlichem Rahmen seiner Erleichterung darüber Ausdruck zu geben, dass (endlich) gehandelt wurde, was die Freistellung des Trainers betrifft. Das war für mich die mit Abstand wichtigste Personalentscheidung.

Nach dem Trainerwechsel konnte man ja sehr schnell eine frappierende Veränderung (= Verbesserung) der Spielphilosophie bemerken. Dazu braucht man auch nicht etwa ein Taktikfuchs zu sein. Der Unterschied ist erst einmal der, das Viktor Skripnik die Jungs Fußball spielen sehen möchte. Wem der Unterschied zwischen Bälle lang rausbolzen unter Dutt und Fußball spielen unter Skripnik noch immer nicht aufgefallen ist, der hat wohl in den letzten 1 1/2 Jahren nicht so oft zugeschaut.

Ich wäre selbst dann begeistert, wenn jetzt nicht gleich soviel Punkte eingefahren worden wären. Dass es auch damit geklappt hat, macht die Sache aber natürlich um so besser.

Witzig finde ich, dass zu dem "ach so schwierigen Auftaktprogramm" für Robin Dutt inzwischen sogar der 1. FC Köln gezählt wird ... :)
Das war ja wohl der mit Abstand schwächste Gegner, gegen den der SV Werder diese Saison antreten durfte. Selbst der HSV hat da phasenweise besser ausgesehen und auch Paderborn sah eher nach Bundesligist aus als Köln. Wie man es geschafft hat, auch gegen so eine Gurkentruppe wie Köln sogar zu verlieren, ist mir immer noch ein Rätsel. Da sage ich ganz klar: Mit Viktor Skripnik wäre das nicht passiert.
 
Einen wesentlichen Unterschied zu Dutt sehe ich darin,dass Skripnik sich nicht von einer übergeordneten Spielphilosophie leiten läßt,sondern von seinen intuitiven Eindrücken auf dem Trainingsplatz.
Damit ist er unbefangener,flexibel und dynamisch zu denken.

Das macht es den Trainern gegnerischer Mannschaften schwerer,sich taktisch zu positionieren.

Begünstigend kommt hinzu,dass er als Vollprofi auf der einen Seite und seiner besonderen Verknüpfung als ehemaliger Jugendtrainer,mehr Fingerspitzengefühl für den Entwicklungsstand der Jugendabteilung zur Profiabteilung entwickeln konnte.
Das ist ein Pfund,dass man durch kein Einser-Diplom in einem Trainerseminar ausgleichen kann.

Er scheint mir in der intuitiven Wahrnehmung der Gesamtzusammenhänge einem Dutt weit überlegen zu sein!
Er hat schon früh erkannt,dass das Kurzpaßspiel ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Spielkultur ist.Die Quote der angekommenen Pässe gegen Paderborn war die Frühernte für eine richtige Trainingsgewichtung.
Auf Dauer wird das(nicht nur das)den entscheidenden Unterschied in der Effiziens zu Dutt ausmachen.

Ich könnte die Liste meiner Argumente fortführen,um die Berufung Skripniks als Glücksfall zu begründen.

Ich mache mir keine Sorgen,irgendwann zurückrudern zu müssen,weil es sich als Strohfeuer oder Anfängerglück herausstellt.
Rückschläge gehören zum Geschäft,-das ist völlig klar und normal!

ABER(!),die positive und wesentliche Nachhaltigkeit wird dies nicht gefährden!
 
davon mal abgesehen: schon jetzt muss man bei skripnik keine altlasten als grund für die leistungen heranziehen. bei dutt musste man das auch nach 15 monaten noch. was sagt einem das?
es hat auch nichts mit nachtreten zu tun wenn ich dutt als schlechtesten trainer, den ich bei werder bisher je erlebt habe, bezeichne. das ist lediglich meine ansicht. und keine sonderlich unbegründete.
Tut mir Leid, mit Altlast meinte ich die letzten Rück-Entwicklungen unter Dutt, die uns auf den 18. Tabellenplatz gebracht haben.
Die letzte Saison wurde mit dem schlechtesten Werder-Trainer aller Zeiten auf Platz 12 beendet.
=> Dann sollte es doch mit Viktor folgerichtig klappen mindestens den aktuellen 14. Tabellenplatz zu halten und nicht abzusteigen. Korrekt ?
Viktor sagte selbst kürzlich, dass die Mannschaft ohne Wintereinkäufe gut genug sei für den Klassenerhalt.

Da ich derzeit nicht so oft vorbeischaue (nachdem endlich das "Tunnelende" erreicht wurde ...), bin ich noch nicht ganz schlau daraus geworden, auf welcher Mission du hier bist. Es scheint mir so, als wolltest du hier die Rolle des "Bewahrers eines möglichst untadeligen Ansehens von Robin Dutt" übernehmen.
Die Mission hast du gut erkannt. Es ist selbstverständlich nur meine pers. Meinung.
RD wird doch eh nicht nach Bremen zurückkehren (wie Stevens nach Stuttgart)
=> Von daher verstehe ich nicht, warum noch auf RD rumgeritten wird.
Es ist doch kein Sommerreifen, der im nächsten Frühjahr wieder aufgezogen werden muss.
 
Die Mission hast du gut erkannt. Es ist selbstverständlich nur meine pers. Meinung.
RD wird doch eh nicht nach Bremen zurückkehren (wie Stevens nach Stuttgart)
=> Von daher verstehe ich nicht, warum noch auf RD rumgeritten wird.
Es ist doch kein Sommerreifen, der im nächsten Frühjahr wieder aufgezogen werden muss.

Hier wird nicht auf RD rumgeritten sondern auf den Fußball den er hier installiert hat. Der Vergleich ist naheliegend, es wurde auch immer zwischen Schaaf und Dutt verglichen, nur im Unterschied zu Dutt wird Skripnik (so wie Schaaf vor vielen Jahren), stand heute, seinen Vorgänger schneller vergessen machen als dieser es geschafft hat.
 
Tut mir Leid, mit Altlast meinte ich die letzten Rück-Entwicklungen unter Dutt, die uns auf den 18. Tabellenplatz gebracht haben.
Die letzte Saison wurde mit dem schlechtesten Werder-Trainer aller Zeiten auf Platz 12 beendet.
=> Dann sollte es doch mit Viktor folgerichtig klappen mindestens den aktuellen 14. Tabellenplatz zu halten und nicht abzusteigen. Korrekt ?
Viktor sagte selbst kürzlich, dass die Mannschaft ohne Wintereinkäufe gut genug sei für den Klassenerhalt.


Die Mission hast du gut erkannt. Es ist selbstverständlich nur meine pers. Meinung.
RD wird doch eh nicht nach Bremen zurückkehren (wie Stevens nach Stuttgart)
=> Von daher verstehe ich nicht, warum noch auf RD rumgeritten wird.
Es ist doch kein Sommerreifen, der im nächsten Frühjahr wieder aufgezogen werden muss.
Meinst Du,man legt einfach den Schalter um,-und dann geht mich die Vergangenheit nix mehr an?
Ganz schön naiv!
Dutt mußte gehen,weil er offensichtlich Werder nicht helfen konnte.
Wenn man sich aber nicht inhaltlich mit den Fehlern auseinandersetzt,macht man vielleicht erst etwas anders,aber nicht unbedingt auf Dauer besser.

Es wird noch einige Zeit vergehen,bis sich diese Debatten herausgewaschen haben.
 
Meinst Du,man legt einfach den Schalter um,-und dann geht mich die Vergangenheit nix mehr an?
Ganz schön naiv!
...
So naiv ist der Fußball.
Hätte RD mit grottenschlechten Fußball gegen Freiburg und Köln gewonnen, dann wäre er vermutlich nun immer noch Trainer. (egal, ob er uns hilft, oder nicht) Somit war der harte Auftakt sogar gut für uns. :zweifeln:
Am Ende wirst du nach Saisonergebnis bewertet. Und wenn du als Traditions-Club wie Werder absteigst, dann fliegst du. Das mag naiv sein, aber so wird entschieden.
 
Einen wesentlichen Unterschied zu Dutt sehe ich darin,dass Skripnik sich nicht von einer übergeordneten Spielphilosophie leiten läßt,sondern von seinen intuitiven Eindrücken auf dem Trainingsplatz.
Damit ist er unbefangener,flexibel und dynamisch zu denken.

Das macht es den Trainern gegnerischer Mannschaften schwerer,sich taktisch zu positionieren.

Begünstigend kommt hinzu,dass er als Vollprofi auf der einen Seite und seiner besonderen Verknüpfung als ehemaliger Jugendtrainer,mehr Fingerspitzengefühl für den Entwicklungsstand der Jugendabteilung zur Profiabteilung entwickeln konnte.
Das ist ein Pfund,dass man durch kein Einser-Diplom in einem Trainerseminar ausgleichen kann.

Er scheint mir in der intuitiven Wahrnehmung der Gesamtzusammenhänge einem Dutt weit überlegen zu sein!
Er hat schon früh erkannt,dass das Kurzpaßspiel ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Spielkultur ist.Die Quote der angekommenen Pässe gegen Paderborn war die Frühernte für eine richtige Trainingsgewichtung.
Auf Dauer wird das(nicht nur das)den entscheidenden Unterschied in der Effiziens zu Dutt ausmachen.

Ich könnte die Liste meiner Argumente fortführen,um die Berufung Skripniks als Glücksfall zu begründen.

Ich mache mir keine Sorgen,irgendwann zurückrudern zu müssen,weil es sich als Strohfeuer oder Anfängerglück herausstellt.
Rückschläge gehören zum Geschäft,-das ist völlig klar und normal!

ABER(!),die positive und wesentliche Nachhaltigkeit wird dies nicht gefährden!

Sehr guter Beitrag, Schmielitz! :tnx: :beer:
 
So naiv ist der Fußball.
Hätte RD mit grottenschlechten Fußball gegen Freiburg und Köln gewonnen, dann wäre er vermutlich nun immer noch Trainer. (egal, ob er uns hilft, oder nicht) Somit war der harte Auftakt sogar gut für uns. :zweifeln:
Am Ende wirst du nach Saisonergebnis bewertet. Und wenn du als Traditions-Club wie Werder absteigst, dann fliegst du. Das mag naiv sein, aber so wird entschieden.
Aus diesem Aspekt gebe ich Dir natürlich recht.
Aber Du hattest doch eher Deiner Verwunderung Ausdruck verliehen,dass man HIER immer noch einen argumentativen Austausch betreibt.
Und da bin ich der Meinung,dass es zu einer gesunden Vergangenheitsbewältigung gehört,darüber zu streiten.
Zumindest solange,bis der Schuh der Altlasten nicht mehr drückt!
 
Es wird noch einige Zeit vergehen,bis sich diese Debatten herausgewaschen haben.
Das glaube ich noch gar nicht mal - dafür ist die Entwicklung einfach zu eindeutig positiv, denke ich.

Es wurde ja hier immer spekuliert, wie lange es wohl braucht bzw. wieviel Zeit man einem neuen Trainer zugestehen muss, bis man eine (positive) Entwicklung erwarten darf. Ich hatte da so erwartet, nach einer kompletten Vorbereitung und einer ersten Halbserie müsste man irgendwas erkennen können. Manche hielten das noch für viel zu kurz - unter Hinweis auf die im Grunde nicht zu bewältigende Erblast von KATS. Selbst eine komplette Saison ohne erkennbares Konzept und mit viel Rumgegurke fanden manche noch ok. Erst nachdem auch die zweite Sommer-Vorbereitung durch war und die Mannschaft in weiten Teilen ein neues Gesicht bekommen hatte, wurde man sich hier nach und nach einig, dass es jetzt aber mal langsam Zeit wird, wenigstens einen leichten Aufwärtstrend sichtbar zu machen. Aber - statt dessen ging die Quälerei weiter und wurde sogar noch arger.

Ich habe es absolut nicht verstanden, wie es andere Trainer schaffen, sogar in einer laufenden Saison das Ruder zu übernehmen und - mit dem vorhandenen Personal - eine positive Entwicklung hinzubekommen, während man beim SV Werder meinte, auch drei Vorbereitungen seien ggf. noch nicht genug !?

Viktor Skripnik zeigt recht eindrucksvoll, dass es selbstverständlich keine drei Vorbereitungen braucht, um einem verunsicherten Haufen die Freude am Fußballspielen wieder zu geben. Da jetzt nach ein paar Spielen gleich mit Forderungen nach Platzierungen um die Ecke zu kommen, halte ich für reichlich unfair - wobei es ja so aussieht, als ob man mit ihm als Trainer ggf. künftig nicht mehr ganz so verzweifelt nach drei Mannschaften Ausschau halten muss, die (hoffentlich) noch schlechter abschneiden.

Robin Dutt und seinem Trainerteam muss man zugute halten, dass er - wie von einigen Verantwortlichen und Spielern ja auch lobend erwähnt - für eine gute körperliche Fitness der Mannschaft gesorgt hat, so dass man wenigstens in dieser Hinsicht nicht auf dem Zahnfleisch gehen muss. Auch sind ja - trotz des unverständlichen "Schlingerkurses", was den Einbau junger Leute betrifft - zum Glück noch nicht alle hoffnungsfrohen Talente aus dem Nachwuchs "geflüchtet". So gesehen hat Viktor Skripnik natürlich nicht gänzlich die A-Karte, was das wieder-Etablieren einer Spielkultur angeht.

Ich glaube nicht, dass es hier noch lange Diskussionen darüber geben wird, was man von Dutts Wirken an der Weser halten soll. Das ist einfach nur müßig - zumal selbst ihm klar sein dürfte, dass es hier definitiv nicht passte (was auch immer er denn überhaupt hier vor hatte). Auch "TS-Diskussionen" dürften künftig weitgehend durch sein, schätze ich mal.
 
Sehe ich auch so. Die Ergebnisse von Dutt waren zu schlecht, die entwicklung unter seiner Regie zu negativ, als dass man sich damit noch lange befassen wird. Man wird, wie ich hier gelesen habe, mit der Formulierung: "Er hat sich stets bemüht, den Anforderungen gerecht zu halten. Er erschien stets pünktlich und sein Verhalten gegenüber Kollegen und Mitarbeitern war jederzeit tadellos." zufrieden geben und dieses Missverständnis abhaken.
 
Das glaube ich noch gar nicht mal - dafür ist die Entwicklung einfach zu eindeutig positiv, denke ich.

Es wurde ja hier immer spekuliert, wie lange es wohl braucht bzw. wieviel Zeit man einem neuen Trainer zugestehen muss, bis man eine (positive) Entwicklung erwarten darf. Ich hatte da so erwartet, nach einer kompletten Vorbereitung und einer ersten Halbserie müsste man irgendwas erkennen können. Manche hielten das noch für viel zu kurz - unter Hinweis auf die im Grunde nicht zu bewältigende Erblast von KATS. Selbst eine komplette Saison ohne erkennbares Konzept und mit viel Rumgegurke fanden manche noch ok. Erst nachdem auch die zweite Sommer-Vorbereitung durch war und die Mannschaft in weiten Teilen ein neues Gesicht bekommen hatte, wurde man sich hier nach und nach einig, dass es jetzt aber mal langsam Zeit wird, wenigstens einen leichten Aufwärtstrend sichtbar zu machen. Aber - statt dessen ging die Quälerei weiter und wurde sogar noch arger.

Ich habe es absolut nicht verstanden, wie es andere Trainer schaffen, sogar in einer laufenden Saison das Ruder zu übernehmen und - mit dem vorhandenen Personal - eine positive Entwicklung hinzubekommen, während man beim SV Werder meinte, auch drei Vorbereitungen seien ggf. noch nicht genug !?

Viktor Skripnik zeigt recht eindrucksvoll, dass es selbstverständlich keine drei Vorbereitungen braucht, um einem verunsicherten Haufen die Freude am Fußballspielen wieder zu geben. Da jetzt nach ein paar Spielen gleich mit Forderungen nach Platzierungen um die Ecke zu kommen, halte ich für reichlich unfair - wobei es ja so aussieht, als ob man mit ihm als Trainer ggf. künftig nicht mehr ganz so verzweifelt nach drei Mannschaften Ausschau halten muss, die (hoffentlich) noch schlechter abschneiden.

Robin Dutt und seinem Trainerteam muss man zugute halten, dass er - wie von einigen Verantwortlichen und Spielern ja auch lobend erwähnt - für eine gute körperliche Fitness der Mannschaft gesorgt hat, so dass man wenigstens in dieser Hinsicht nicht auf dem Zahnfleisch gehen muss. Auch sind ja - trotz des unverständlichen "Schlingerkurses", was den Einbau junger Leute betrifft - zum Glück noch nicht alle hoffnungsfrohen Talente aus dem Nachwuchs "geflüchtet". So gesehen hat Viktor Skripnik natürlich nicht gänzlich die A-Karte, was das wieder-Etablieren einer Spielkultur angeht.

Ich glaube nicht, dass es hier noch lange Diskussionen darüber geben wird, was man von Dutts Wirken an der Weser halten soll. Das ist einfach nur müßig - zumal selbst ihm klar sein dürfte, dass es hier definitiv nicht passte (was auch immer er denn überhaupt hier vor hatte). Auch "TS-Diskussionen" dürften künftig weitgehend durch sein, schätze ich mal.
Danke für Deinen ansprechenden wie ausführlichen Beitrag!
Ich beschränke mich aus Zeitgründen(morgen 6 Uhr raus) auf den letzten Absatz.
Für mich war die Ära Dutt schon vor der Winterpause 2013/14 kaum noch zu verteidigen.Sätze wie "ich kann Winterpause" waren eher peinlich als aufbauend.
Wie Du schon sagtest,es paßte einfach nicht.Das waren zwei linke Schuh.
Hatte mich dazu auch hinreichend geäußert,wo andere noch an sein Paradigma glaubten,man brauche halt 2-3 Jahre bis das was wird.
Das war schon ein Bullshit-Start,dem sich schleichend Fettnäpfchen auf Fettnäpfchen aneinanderreihte.
Müssig,korrekt!
Aber er ist ein Teil der Werdergeschichte,den man nicht ausklammern kann.Je intensiver man sich jetzt noch auskotzen möchte,umso schneller wird sich der emotionale "Sprengstoff" verflüchtigen.
Die Halbwertzeit seiner Bedeutung für Werder Bremen ist dafür einfach viel zu begrenzt.
Das wird sich in den nächsten 3-4 Monaten von ganz alleine erledigen.
Wollte man das abwürgen,hätten wir die Diskussionen noch in 2 Jahren an der Backe.
Ein Vergleich zu Thomas Schaaf verbietet sich schon inhaltlich von ganz allein!
So,ich muss ins Bett!Gute Nacht!
 
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