Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Ich glaube nicht, dass es der Plan des Trainers war, dass die beiden Stürmer derart schlecht spielen. Und Selke war dann auch keine brauchbare Alternative. Wie hätte Skripnik auf Petersen/Hajrovic reagieren sollen ? Im nachhinein höchstens: früher Elia bringen.
Für mich ist viel wichtiger, welche Konsequenzen daraus gezogen werden für die nächsten Spiele bis Weihnachten

Ja, stimmt schon.
Aber wenn, dann fange ich nicht Petersen an. Entweder bringe ich Elia von Anfang an bei so einer Taktik, oder ich lass ihn gleich zu Hause.
Das mit den Konsequenzen sehe ich absolut genauso. Aus Fehlern lernt man.
Mir ging es nur darum zum schreiben das man das Spiel und die Taktik + Auswechslungen eben auch kritisch sehen darf und das es eben nicht die alleinige Wahrheit ist das man nichts hätte besser machen können, trotz Dutts Altlasten und ohne Franco.
Alles auf den Abwehrfehler schieben ist mir zu einfach. Wir haben Gestern nicht in Gladbach, Wolfsburg etc gespielt. Gegen HSV hätte man durchaus auch etwas mutiger spielen können, ohne zu offensiv zu sein. Viel leichter wird man Auswärts keine 3 Punkte mehr holen können. Ein Remis wäre gut gewesen, von Anfang an es drauf anzulegen halte ich immer für falsch.
 
... Entweder bringe ich Elia von Anfang an bei so einer Taktik, oder ich lass ihn gleich zu Hause ...

Das mit Elia verstehe ich auch nicht, aber ich hoffe, dass der jetzt mal - aus der Not heraus - mehr Einsatzzeiten kriegt. Zusammen mit Juno und Bartels hätte man dann immerhin drei Spieler, die in der Offensive auch mal Lücken reissen könnten. mMn brauchen wir die kreative Unberechenbarkeit eines Elia. Bei aller berechtigter Kritik an ihm. Bartels und Juno alleine reichen nicht.
 
Das mit Elia verstehe ich auch nicht, aber ich hoffe, dass der jetzt mal - aus der Not heraus - mehr Einsatzzeiten kriegt. Zusammen mit Juno und Bartels hätte man dann immerhin drei Spieler, die in der Offensive auch mal Lücken reissen könnten. mMn brauchen wir die kreative Unberechenbarkeit eines Elia. Bei aller berechtigter Kritik an ihm. Bartels und Juno alleine reichen nicht.

Kreative Unberechenbarkeit eines Elia?:lol:
 
:tnx:
Die ersten Siege unter Skripnik haben uns vielleicht alle etwas zum Träumen verleitet.

Alle sicherlich nicht, denn es gab auch Stimmen, die vor den unvermeidbaren Rückschlägen gewarnt haben
;)

:Und dann ausgerechnet gegen Hamburg zu verlieren tut natürlich besonders weh. Hätte man statt gegen Mainz gegen den HSV gewonnen, dann wäre hier bessere Stimmung, bei gleicher Punktausbeute: 6 von möglichen 9 Punkten. Insofern ist das Glas - nüchtern betrachtet :) - halb voll und nicht halb leer.

Klaro, eine Derbyniederlage tut besonders weh, allerdings darf man dabei das "Wie" nicht außer Acht lassen, was zu der allgemeinen Enttäusschung wohl auch einen nicht unerheblichen Beitrag leistete.
 
Zunächst einmal war das Konzept dasselbe wie gegen Mainz und Stuttgart: Aus einer gesicherten Defensive, tiefer stehend, auf Fehler des Gegners und Möglichkeiten zum Gegenstoß zu lauern sowie auf Standardsituationen zu hoffen. Nie war das Konzept bzw. der "Matchplan", auf 0:0 zu spielen. wer das behauptet, der hat schlicht keine Ahnung. Denn erstens kann man nicht auf 0:0 spielen und zweitens hatten wir das nie vor.

Nun muss ein Trainer im Spielverlauf sehen, wie ein Spiel läuft. Und da fand ich, dass der HSV durchaus gut gespielt hat. Der hatte gute, ballsichere Leute auf dem Feld und im Mittelfeld mehr individuelle Qualität als wir, hat zudem früh gestört. Jeder weiß, dass wir aufgrund unserer Weigerung, in den letzten 16 Monaten irgendetwas wie ein spielerisches Konzept zu entwickeln, gegen Pressing nicht sehr resistent sind. Dann gehen bei uns sofort Passquote und Ballbesitz in den Keller.

Dennoch haben wir aus dieser Situation einigermaßen stabil agiert und hatten unsere Chancen. Unser Problem war dabei, dass wir vorne keine Bälle festmachen konnten, weil Hajrovic und Petersen zu schlecht waren, sich dort zu behaupten, so dass auch gefährliche Spieler wie Bartels nicht in die entscheidende Zone vorstoßen konnten. Das gelang nur bei Junuzovics Schusschance.

Die Frage stellt sich also, wie man auf ein solches Spiel nach 60 Minuten dann reagiert. Und da war die Idee, Bartels etwas weiter vorzuziehen und mit Makiadi einen eher kämpferisch starken Mann dazuzubringen, meiner Ansicht nach richtig. Das hat dem Hamburger Spiel den Zahn gezogen und ein Sieg war dann nur noch durch einen Lucky Punch möglich. Ein solcher Lässt sich aber nicht wirklich verhindern, schon gar nicht durch den Trainer.

So wie das Spiel lief hätte ein offensiver Wechsel nicht zwangsläufig mehr geholfen, ich vermute er hätte die Probleme, die wir zu Anfang der zweiten Halbzeit hatten, eher verstärkt. Man macht einen Fehler, wenn man Ausrichtung und Spielerwechsel vom Ende her kritisiert. Sicherlich wollten wir da gerne gewinnen, aber eine risikoreichere Ausrichtung wäre genau das gewesen, was wir unter Dutt in Leverkusen oder Berlin gesehen haben: Harakiri. Klar kann das mal dazu reichen, dass man glücklich etwas mitnimmt, aber insgesamt punkten im Abstiegskampf die stabilen Teams kontinuierlicher und nach kümmerlichen 4 Dutt-Punkten sind wir realistisch bis Saisonende genau dort. Also sollte man auch so spielen und nicht ins Verderben rennen.

Wir haben jetzt nach 4 Pflichtspielen gesehen, dass es unter Skripnik eine klare taktische Grundausrichtung gibt. Der Abstand zwischen Mittelfeld und Abwehr passt, beide Mannschaftsteile wissen, wann sie vorzurücken haben. All das war unter Dutt inexistent, da wurde teilweise vorne gepresst und hinten stand die Kette tief drin und dazwischen verloren sich die Mittelfeldspieler im endlosen Raum. Damit ist Schluss und darauf kommt es zunächst einmal an. Und damit hat skripnik die Voraussetzung geschaffen, dass wir alle 4 Spiele unter seiner Regie zumindest hätten gewinnen können und dafür, dass wir es in 3 von 4 Fällen auch getan haben, indem wir unsere Chancen genutzt haben. Ohne di Santo sind wir allerdings im Moment nur die Hälfte wert, weil der vorne für das Halten der Bälle und die Torgefahr sorgt. Dafür, dass der sich leider verletzt hat, kann man aber auch nicht den Trainer haftbar machen.

Ich weiß, dass hier viele Hobbytrainer unterwegs sind, aber nur weil ihr lieber anders aufgestellt oder gewechselt hättet, hätte uns das keineswegs bessere Chancen auf Punkte ermöglicht.
 
Ich weiß, dass hier viele Hobbytrainer unterwegs sind, aber nur weil ihr lieber anders aufgestellt oder gewechselt hättet, hätte uns das keineswegs bessere Chancen auf Punkte ermöglicht.

Na und? Diese unterschiedlichen Ansichten der "Hobbytrainer" - die wir ja wohl alle sind, sofern kein Profi-Coach hier inkognito mitpostet - machen doch mit den Reiz der Diskussionen hier aus.

;)
 
Nein, ich meinte damit, dass es ein logischer Fehlschluss ist, dass viele Leute glauben, dass alles besser gewesen wäre, hätte man nur auf sie gehört. Ich vertrete demgegenüber aber die Ansicht, dass gegen spielerisch bessere Teams eine offensivere Ausrichtung oft ins Verderben führt und eben nicht zielführend ist. Es muss das Ziel der Arbeit von Skripnik sein, dass es mal wieder Teams in der Liga gibt, denen wir spielerisch überlegen sind. Mir fällt nach 16 Monaten Dutt nämlich keines mehr ein.
 
Im Nachhinein wäre vielleicht ein Wechsel Izet auf Levent eine besser Alternative gewesen. Aber auch nur dann, wenn man bereit gewesen wäre, sich insgesamt etwas offensiver auszurichten und zu hoffen, dass man Petersen mit ein paar Bällen füttern kann. Immerhan hätte man mit Bartels, Juno und Levent drei spielstarke Spieler im OM gehabt.

Hinterher ist man immer schlauer. Mit dem Abstand von zwei Tagen glaube ich mittlerweile auch, dass man mit einem mutigeren Wechsel mehr hätte erreichen können. Als Fehler würde ich Skripnik das trotzdem nicht ankreiden, da auch der Wechsel auf Makiadi nach den Erfahrungen aus den beiden Spielen davor durchaus nachvollziehbar war.
 
Nein, ich meinte damit, dass es ein logischer Fehlschluss ist, dass viele Leute glauben, dass alles besser gewesen wäre, hätte man nur auf sie gehört.

Sicherlich, aber gerade wenn man eine andere Meinung vetritt, neigt man zu einer solchen Interpretation. Wenn du z.B. ein Plädoyer für Elia hältst, dann denke ich z.B. "Wie kann maddin der Hobbytrainer nur so für Elia sprechen, der sowohl in dem einen Jahr unter TS als auch im Kalenderjahr 2014 ohne Torerfolg geblieben ist?" Oftmals ist es auch ein kommunikatives Problem, denn das was geschrieben und wie interpretiert wird (bzw. wie man es interpretieren möchte) können oft 2 Paar Schuhe sein.
:beer:


Ich vertrete demgegenüber aber die Ansicht, dass gegen spielerisch bessere Teams eine offensivere Ausrichtung oft ins Verderben führt und eben nicht zielführend ist.

:tnx:

Dem stimme ich grundsätzlich zu, denn die zu offensive Ausrichtung in den Spielzeiten 10/11 bis12/13 hat uns zwar mehr Ballbesitz als in den letzten ca. 1,5 Jahren gebracht, aber die Ergebnisse waren in Summe dadaurch leider auch nicht besser. Allerdings sollte man auch bzw. gerade bei einer defensiven Ausrichtung bei einem Schwäche zeigenden Gegner (wie am Sonntag der HSV) ruhig ein wenig mehr überschaubares Risiko zum eigenen Torerfolg wagen.
 
das Makiadis einwechslung dem HSV den zahn gezogen hat, sehe ich nicht so bzw. etwas anders denn zu beginn hatte es keinen großen "entscheidenen" einfluss... der zahn wurde eher von Zinnbauer selbst gezogen als er Rudnevs für Holtby eingewechselt hat... dadurch gab es eine anspielstation im MF weniger für den HSV und wurden somit stärker (wie von Werder auch gewollt) auf die außen gedrängt... Makiadi hat es dann nur noch verstärkt, er war aber nicht der "grund".. (siehe auch http://www.11freunde.de/artikel/hsv-bremen-der-taktikanalyse/page/1)
 
Im Nachhinein wäre vielleicht ein Wechsel Izet auf Levent eine besser Alternative gewesen. Aber auch nur dann, wenn man bereit gewesen wäre, sich insgesamt etwas offensiver auszurichten und zu hoffen, dass man Petersen mit ein paar Bällen füttern kann. Immerhan hätte man mit Bartels, Juno und Levent drei spielstarke Spieler im OM gehabt.

Hinterher ist man immer schlauer. Mit dem Abstand von zwei Tagen glaube ich mittlerweile auch, dass man mit einem mutigeren Wechsel mehr hätte erreichen können. Als Fehler würde ich Skripnik das trotzdem nicht ankreiden, da auch der Wechsel auf Makiadi nach den Erfahrungen aus den beiden Spielen davor durchaus nachvollziehbar war.
Levents Einwechslung hätte keine Auflösung der doppelten Viererkette bedeutet.Aber sie hätte mehr Flexibilität in die Laufwege bringen können,die die Hamburger bis dahin längst verinnerlicht hatten.
Maddin hat allerdings recht,wenn Skripniks Idee darin bestand, Bartels nach vorne zu ziehen,ist Makiadis Einwechslung zur strukturellen Absicherung nach hinten sinnvoll.Aber eben auch nicht alternativlos.

Naja,ich bin nach wiederholter Betrachtung des Spiels auch nicht wirklich schlauer geworden.
Niederschmetternd,wenn man so manche Hilf-und Ideenlosigkeit nach vorne zweimal sieht.
Wenn da im Winter nix passiert,dann scheint man sich wohl mehr mit den Zahlen als mit der sportlichen Realität zu beschäftigen.

Eichins Bemerkung nach dem Spiel:"Man habe es nicht mehr mit dem Meeresgrund, sondern nur mit ein paar Pfützen zu tun." entspricht nicht meiner Wahrnehmung!

Vielleicht sollte er sich bis zum Ende der Hinrunde nicht auf die Tribüne setzen,sondern aufs Stadiondach!
 
Also Levent ist genau wie Selke einer, der in so einer Partie meiner Ansicht nach sehr wenig bringt. Die beiden sind einfach noch nicht auf dem Niveau. Wenn ich also einen Wechsel zu bemängeln habe, dann die einwechslung Selkes. Der konnte sich da ebensowenig behaupten wie Petersen vorher. Da hätte man überlegen können, Achtung Bremen, einen gestandenen Mann wie Elia zu bringen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass gegen die unbewegliche IV der Hamburger eher am Boden etwas gegangen wäre als mit der Brechstange.
 
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass gegen die unbewegliche IV der Hamburger eher am Boden etwas gegangen wäre als mit der Brechstange.

aber wäre nicht gerade das auch ein gutes argument für einen einsatz von aycicek gewesen? ich hätte ihm durchaus zugetraut zumindest für ein bisschen mehr verwirrung im zentrum zu sorgen und damit vielleicht auch mehr platz für die außen zu schaffen. oder meinst du, dass er vom niveau her so gar nichts hätte bewegen können? aber wenn schon nicht gegen hamburg, gegen wen den dann?
 
Hmmm.
Ersterem Satz von Cyril Sneer würde ich so zustimmen, wenn auch nicht gänzlich in dieser Konsequenz.
Was seinen zweiten Satz betrifft, da würde ich wiederrum Dir recht geben.

Muss ich erklären, mit ergeben meinte ich, dass Werder ausschließlich auf 0-0 gespielt hat und bei einem Rückstand keinen Plan b hatte.

Das ist zumindest meine Meinung, ich hatte nie das Gefühl, dass die Mannschaft wirklich gewinnen wollte und dann heisst das für mich dass man aif 0-0 spielt.
Wenn mich das als "Fussballfachmann" disqualifiziert, okay.
 
aber wäre nicht gerade das auch ein gutes argument für einen einsatz von aycicek gewesen? ich hätte ihm durchaus zugetraut zumindest für ein bisschen mehr verwirrung im zentrum zu sorgen und damit vielleicht auch mehr platz für die außen zu schaffen.

:tnx:

"Unruhe stiften", insbesondere in der Schlussphase, in der die gegnerischen Abwehrspieler schon ein wenig müde sind, hätte ich ihm durchaus zugetraut. Selke allerdings auch.

Von beiden kann man es allerdings (noch) nicht in jedem Spiel erwarten. Diesmal hat er Selke gebracht, nächste Woche vielleicht mal Aycicek.
 
Zunächst einmal war das Konzept dasselbe wie gegen Mainz und Stuttgart: Aus einer gesicherten Defensive, tiefer stehend, auf Fehler des Gegners und Möglichkeiten zum Gegenstoß zu lauern sowie auf Standardsituationen zu hoffen. Nie war das Konzept bzw. der "Matchplan", auf 0:0 zu spielen. wer das behauptet, der hat schlicht keine Ahnung. Denn erstens kann man nicht auf 0:0 spielen und zweitens hatten wir das nie vor.

Nun muss ein Trainer im Spielverlauf sehen, wie ein Spiel läuft. Und da fand ich, dass der HSV durchaus gut gespielt hat. Der hatte gute, ballsichere Leute auf dem Feld und im Mittelfeld mehr individuelle Qualität als wir, hat zudem früh gestört. Jeder weiß, dass wir aufgrund unserer Weigerung, in den letzten 16 Monaten irgendetwas wie ein spielerisches Konzept zu entwickeln, gegen Pressing nicht sehr resistent sind. Dann gehen bei uns sofort Passquote und Ballbesitz in den Keller.

Dennoch haben wir aus dieser Situation einigermaßen stabil agiert und hatten unsere Chancen. Unser Problem war dabei, dass wir vorne keine Bälle festmachen konnten, weil Hajrovic und Petersen zu schlecht waren, sich dort zu behaupten, so dass auch gefährliche Spieler wie Bartels nicht in die entscheidende Zone vorstoßen konnten. Das gelang nur bei Junuzovics Schusschance.

Die Frage stellt sich also, wie man auf ein solches Spiel nach 60 Minuten dann reagiert. Und da war die Idee, Bartels etwas weiter vorzuziehen und mit Makiadi einen eher kämpferisch starken Mann dazuzubringen, meiner Ansicht nach richtig. Das hat dem Hamburger Spiel den Zahn gezogen und ein Sieg war dann nur noch durch einen Lucky Punch möglich. Ein solcher Lässt sich aber nicht wirklich verhindern, schon gar nicht durch den Trainer.

So wie das Spiel lief hätte ein offensiver Wechsel nicht zwangsläufig mehr geholfen, ich vermute er hätte die Probleme, die wir zu Anfang der zweiten Halbzeit hatten, eher verstärkt. Man macht einen Fehler, wenn man Ausrichtung und Spielerwechsel vom Ende her kritisiert. Sicherlich wollten wir da gerne gewinnen, aber eine risikoreichere Ausrichtung wäre genau das gewesen, was wir unter Dutt in Leverkusen oder Berlin gesehen haben: Harakiri. Klar kann das mal dazu reichen, dass man glücklich etwas mitnimmt, aber insgesamt punkten im Abstiegskampf die stabilen Teams kontinuierlicher und nach kümmerlichen 4 Dutt-Punkten sind wir realistisch bis Saisonende genau dort. Also sollte man auch so spielen und nicht ins Verderben rennen.

Wir haben jetzt nach 4 Pflichtspielen gesehen, dass es unter Skripnik eine klare taktische Grundausrichtung gibt. Der Abstand zwischen Mittelfeld und Abwehr passt, beide Mannschaftsteile wissen, wann sie vorzurücken haben. All das war unter Dutt inexistent, da wurde teilweise vorne gepresst und hinten stand die Kette tief drin und dazwischen verloren sich die Mittelfeldspieler im endlosen Raum. Damit ist Schluss und darauf kommt es zunächst einmal an. Und damit hat skripnik die Voraussetzung geschaffen, dass wir alle 4 Spiele unter seiner Regie zumindest hätten gewinnen können und dafür, dass wir es in 3 von 4 Fällen auch getan haben, indem wir unsere Chancen genutzt haben. Ohne di Santo sind wir allerdings im Moment nur die Hälfte wert, weil der vorne für das Halten der Bälle und die Torgefahr sorgt. Dafür, dass der sich leider verletzt hat, kann man aber auch nicht den Trainer haftbar machen.

Ich weiß, dass hier viele Hobbytrainer unterwegs sind, aber nur weil ihr lieber anders aufgestellt oder gewechselt hättet, hätte uns das keineswegs bessere Chancen auf Punkte ermöglicht.

Super Kommentar!
Genau so ist es, ich fand die Taktik auch sehr gut, durch individuelle Fehler
wurde dieses Spiel verloren, sonst nichts!
 
Ja, aber ich schrieb doch, dass diese Entscheidung in der 60. Minute aufgrund des Spielverlaufs passierte. Es war ja wohl kaum so, dass wir das Spiel dominiert haben.
 
aber wäre nicht gerade das auch ein gutes argument für einen einsatz von aycicek gewesen? ich hätte ihm durchaus zugetraut zumindest für ein bisschen mehr verwirrung im zentrum zu sorgen und damit vielleicht auch mehr platz für die außen zu schaffen. oder meinst du, dass er vom niveau her so gar nichts hätte bewegen können? aber wenn schon nicht gegen hamburg, gegen wen den dann?

Jepp, der HSV war in der Verfassung vom Sonntag alles andere als unschlagbar und nervenstark, auch weil HW4 sich mal wieder nur mit rustikalem Einsteigen zu helfen wußte. Ein Unruheherd von uns hätte den Hühnerhaufen dort schon ein wenig aufscheuchen können.
 
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