Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Persönlich finde ich, dass Skripnik relativ schwer zu verstehen ist, aber ich denke, dass das auch daran liegt, dass ich mit osteuropäischen Sprachen so gar keine (Lern)Erfahrung habe und dass sich das mit der Zeit legen wird, wenn ich öfter Interviews mit ihm höre.

Hab mit Osteuropäern auch keine "Erfahrungen", aber hab keine Probleme damit, VS zu verstehen.
So unterschiedlich sind die Menschen.

Außerdem hat er die Gründe für sein schlechtes Deutsch ja selbst schon erklärt:
Er wollte nur 1-2 Jahre in Deutschland spielen.
Das daraus 18 Jahre Werder werden, war ihm damals nicht klar.
 
:tnx: Zumal das Erlernen einer Sprache - auch mit Talent - sich immer schwieriger gestaltet, je älter man wird. In der Schule lief das bei mir praktischerweise quasi von alleine. Als ich aber an der Uni mit Spanisch anfing, musste ich erstmals wirklich büffeln. Das war echt übel, denn ich hatte überhaupt keine Strategie, wie man z. B. Vokabeln am einfachsten lernt. Ähnlich ging's mir mit dem Akzent. Früher (seufz ;)) reichten ein paar Wochen im jeweiligen Land, dass ich so sprach, wie die Leute dort, aber mittlerweile funktioniert das auch nur noch bedingt.

Persönlich finde ich, dass Skripnik relativ schwer zu verstehen ist, aber ich denke, dass das auch daran liegt, dass ich mit osteuropäischen Sprachen so gar keine (Lern)Erfahrung habe und dass sich das mit der Zeit legen wird, wenn ich öfter Interviews mit ihm höre.
Meiner Erfahrung nach ist Spanisch die Sprache, die am leichtesten zu lernen ist. Zudem eine der wichtigsten Sprachen der Welt.

Die Grammatik kann "tricky" sein, dafür ist die Rechtschreibung abslolut eindeutig. Wenn man 3 bis 4 Regeln beherrscht, weiß man immer, wie ein auf Kastilisch korrekt ausgesprochenens Wort geschrieben wird.

Das gibt es, so weit ich weiß, bei keiner anderen lebenden Sprache der Welt. Bei unserem Victor muss man sich nur an die seltsame Aussprache der Vokale gewöhnen. Die Spieler scheinen ihn bisher zu verstehen. Und was könnte wichtiger sein?

Viktors Deutsch ist auf jeden Fall besser als das von Trappatoni und Guardiola. Obwohl Guardiola in 2 Jahren mit Sicherheit besser Deutsch sprechen wird als Skripnik. Die Beherrschung der jeweiligen Sprache bleibt ein Nebenkriegsschauplatz.

"Entscheidend is aufm Platz." Und da macht uns Viktors Truppe doch mal wieder Hoffnung. :schal::schal:
 
Zitat von Fliegenfänger;3042864:
Hab mit Osteuropäern auch keine "Erfahrungen", aber hab keine Probleme damit, VS zu verstehen.
So unterschiedlich sind die Menschen.

Ich habe auch keine Erfahrungen, ich verstehe ihn, aber es ist generell sehr "anstrengend" so jemandem dann ausdauernd zu zuhören.

Ich habe auf der Arbeit eine Mitarbeiterin, die gebürtig aus Kuba kommt und ähnlich, vielleicht noch ein wenig schlechter grammatikalisch deutsch kann. Ich verstehe sie ohne Probleme, aber man muss eben aufpassen wie ein Luchs, um alles mitzubekommen. Das ist manchmal eben anstrengender, als mit jemandem zu reden, bzw jemandem zuzuhören, der perfektes Deutsch kann.
 
Zitat von Fliegenfänger;3042864:
Hab mit Osteuropäern auch keine "Erfahrungen", aber hab keine Probleme damit, VS zu verstehen.
So unterschiedlich sind die Menschen.

Außerdem hat er die Gründe für sein schlechtes Deutsch ja selbst schon erklärt:
Er wollte nur 1-2 Jahre in Deutschland spielen.
Das daraus 18 Jahre Werder werden, war ihm damals nicht klar.
Ich habe auch keinerlei Probleme damit, Viktor zu verstehen. Das Wichtigste ist sowieso, dass die Spieler ihn verstehen. Bisher scheint das zu klappen und ich bin zuversichtlich, dass das so bleibt.

Dass man während der ersten beiden Jahre in einem fremden Land nicht motiviert war, die Landessprache zu erlernen, erklärt aber nun mal überhaupt nicht, warum man sie nach 18 Jahren immer noch nicht besser beherrscht.

Aber nochmal: Skripniks Deutsch ist mit Sicherheit gut genug. Daran wird er nicht scheitern. Und an anderen Faktoren hoffentlich auch nicht.:schal:
 
Dass man während der ersten beiden Jahre in einem fremden Land nicht motiviert war, die Landessprache zu erlernen, erklärt aber nun mal überhaupt nicht, warum man sie nach 18 Jahren immer noch nicht besser beherrscht.

Gelernt hat er sie ja, die Basis.
Halt nicht so intensiv, da er das nicht für nötig gehalten hat.
Und wenn sich erst einmal, besonders in einer so schweren Sprache wie Deutsch, Fehler verfestigt haben und zur Gewohnheit geworden sind, ist es verdammt schwer, diese wieder rauszubekommen.
Das würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen, so wie er ja selbst auch gesagt hat bei seiner Einstands PK.

Aber nochmal: Skripniks Deutsch ist mit Sicherheit gut genug. Daran wird er nicht scheitern. Und an anderen Faktoren hoffentlich auch nicht.:schal:

:tnx:
 
Ich habe auch keine Erfahrungen, ich verstehe ihn, aber es ist generell sehr "anstrengend" so jemandem dann ausdauernd zu zuhören.

Ich habe auf der Arbeit eine Mitarbeiterin, die gebürtig aus Kuba kommt und ähnlich, vielleicht noch ein wenig schlechter grammatikalisch deutsch kann. Ich verstehe sie ohne Probleme, aber man muss eben aufpassen wie ein Luchs, um alles mitzubekommen. Das ist manchmal eben anstrengender, als mit jemandem zu reden, bzw jemandem zuzuhören, der perfektes Deutsch kann.
Wenn Du mal einen Dolmetscher oder Übersetzer brauchst, kannst Du gerne anfragen.:bier:

Dutts Deutsch ist ausgefeilt, grammatikalisch völlig korrekt und auf hohem Niveau.

Das ist Skripniks Deutsch nicht. Wenn man sich aber an eine größere Gruppe (Kader) wendet, die sehr heterogen zusammen gesetzt ist und bei der viele nur sehr wenig Deutsch verstehen, kann eine einfache und zuweilen auch falsche deutsche Sprache durchaus von Vorteil sein.

Man wird besser verstanden!

Sprache funktioniert immer nur dann wirklich, wenn man sich an die Zielgruppe anpasst. Im "Treff Walle" habe ich früher auch anders geredet als im Hauptseminar an der Uni.

Wie bereits mehrmals gesagt: Skrippos Deutsch ist mehr als ausreichend für seinen Job.:bier:
 
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Dass man während der ersten beiden Jahre in einem fremden Land nicht motiviert war, die Landessprache zu erlernen, erklärt aber nun mal überhaupt nicht, warum man sie nach 18 Jahren immer noch nicht besser beherrscht.
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Na ja, eigentlich schon. Denn je länger man bleibt, desto besser kann man sich verständigen. Die Notwendigkeit, die Sprache strukturiert zu lernen, wird also geringer. Gleichzeitig sind aber die Fehler bereits eingeschliffen, also nicht eben mal nebenbei abzustellen. Und so geht es immer weiter ...
 
Zitat von Fliegenfänger;3042871:
Gelernt hat er sie ja, die Basis.
Halt nicht so intensiv, da er das nicht für nötig gehalten hat.
Und wenn sich erst einmal, besonders in einer so schweren Sprache wie Deutsch, Fehler verfestigt haben und zur Gewohnheit geworden sind, ist es verdammt schwer, diese wieder rauszubekommen.
Das würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen, so wie er ja selbst auch gesagt hat bei seiner Einstands PK.:tnx:
Man könnte da relativ leicht und schnell Einiges bei Skripnik "glattbügeln". Wenn man ihm den Unterschied zwischen O und A beibringt, würde sich das schon viel besser anhören.

Das ist mir aber mal sowas von egal! Was ist ein sauber ausgesprochenes O oder A im Vergleich zu einem Sieg in Stellingen?:schal::schal:
 
Danke, danke. Sie kann ja deutsch, nur die Grammatik stimmt häufig nicht und der kubanische/spanische Akzent ist nicht zu überhören. Aber sie ist eine ganz Liebe. :) Und wenn man mal was nicht versteht, fragt man einfach nach.
So ein Akzent kann ja auch ganz süß sein (ich Chauvi!). Überall auf der Welt machen jedoch viele Menschen den Fehler, in ihrer eigenen Muttersprache nicht perfekte Mitmenschen für geistig minderbemittelt zu halten. Dich meine ich ausdrücklich nicht.

Ich spreche diverse Sprachen, scheitere aber regelmäßig, wenn ich die Fahrräder meiner Kinder reparieren muss. Skrippo hat hoffentlich die richtigen und wichtigen Fähigkeiten für seinen Job. Bisher gibt es für mich keinen Grund, daran zu zweifeln.:schal:
 
Was ich aber auch wichtig finde, ist das Verstehen der Sprache und da habe ich das Gefühl, dass VS das perfekt beherrscht, da er auch in dem Radiointerview auf die Fragen von Außerhalb direkt geantwortet hat. (Mal davon ausgegangen, dass es nicht vorprduziert war und dabei viele Anläufe benötigt hat)
Es kommt ja häufig darauf an zu reagieren, wenn ein Jemand fragt "Trainer, wie...", oder "Viktor, was soll ...", oder "Herr Skripnik, welchen ...". Da fand ich ihn sehr souverän und hatte das Gefühl, er hat auch bei den umgangssprachlichen Hörerfragen sofort verstanden, was gemeint war.
 
Was ich aber auch wichtig finde, ist das Verstehen der Sprache und da habe ich das Gefühl, dass VS das perfekt beherrscht, da er auch in dem Radiointerview auf die Fragen von Außerhalb direkt geantwortet hat. (Mal davon ausgegangen, dass es nicht vorprduziert war und dabei viele Anläufe benötigt hat)
Es kommt ja häufig darauf an zu reagieren, wenn ein Jemand fragt "Trainer, wie...", oder "Viktor, was soll ...", oder "Herr Skripnik, welchen ...". Da fand ich ihn sehr souverän und hatte das Gefühl, er hat auch bei den umgangssprachlichen Hörerfragen sofort verstanden, was gemeint war.
Das sehe ich auch so.:tnx::tnx:

Die deutsche Sprache wird für Skripnik nicht das Problem sein und ich hoffe, dass es für ihn keinerlei Problem geben wird.:schal:
 
Man könnte da relativ leicht und schnell Einiges bei Skripnik "glattbügeln". Wenn man ihm den Unterschied zwischen O und A beibringt, würde sich das schon viel besser anhören.

Das ist mir aber mal sowas von egal! Was ist ein sauber ausgesprochenes O oder A im Vergleich zu einem Sieg in Stellingen?:schal::schal:

Ist das tatsächlich so einfach? Im russichen klingen die beiden Buchstaben doch sehr ähnlich und werden auch recht kurz ausgesprochen im Gegensatz zum deutschen.
 
Ist das tatsächlich so einfach? Im russichen klingen die beiden Buchstaben doch sehr ähnlich und werden auch recht kurz ausgesprochen im Gegensatz zum deutschen.
Naja. Ich finde es bei Viktor schon sehr auffälig, dass er jedes lange deutsche O wie ein noch längeres A ausspricht. Das ist mir aber wie gesagt egal, da er offensichtlich von den Spielern verstanden und akzeptiert wird und unsere Jungs unter seiner Leitung die Stellinger wegbomben werden.

Wie die Vokale im Russischen ausgesprochen werden ist zudem möglicherweise zweitrangig. Viktor stammt aus Dnipropetrowsk, was dafür spricht, dass seine Muttersprache Ukrainisch ist, nicht Russisch (muss aber nicht so sein). Ukrainisch ist allerdings dem Slowakischen, Tschechischen und Polnischen wesentlich näher als dem Russischen.
 
Erstens sprechen viele Spieler selbst wenig Deutsch. Und zweitens sollte ein Trainer kein Schwätzer sein.
 
Erstens sprechen viele Spieler selbst wenig Deutsch. Und zweitens sollte ein Trainer kein Schwätzer sein.
:tnx:
Das hatte ich hier sinngemäß ja auch schon geschrieben, dass Skripniks "einfaches" Deutsch von vielen Spielern in unserem Kader wahrscheinlich besser verstanden wird als die ausgefeilte Rhetorik von Dutt.

Ein Trainer muss vor allem die "Fußballersprache" beherrschen; und das tut Skripnik.
 
... Ukrainisch ist allerdings dem Slowakischen, Tschechischen und Polnischen wesentlich näher als dem Russischen.
Aha.
Und woher nimmst Du dieses Wissen?
Wenn Du hier guckst, wirst Du sehen, das Ukrainisch wie Russisch zu den Ostslavischen Sprachen gezählt wird, die sich sehr ähneln (Syntax, Wortschatz, Grammatik haben große Überschneidungen).
Polnisch, Tschechisch und Slowakisch werden zu den westslavischen Sprachen gezählt. Die Unterschiede zu den Ostslavischen Sprachen sind da größer.

In der Ukraine war/ist Russisch sehr weit verbreitet und war zu Zeiten der UdSSR (als Skribnik geboren und aufgewachsen ist), Amts- und Schulsprache.

Die Phonetik von Vokalen zu verändern, ist jedoch mitnichten eine Kleinigkeit, sondern erfordert - zumal, wenn man bereits seit vielen Jahren eine Sprache spricht - ein intensives Training. Dafür wird VS keine Zeit haben. Aber wozu auch?
Er ist ein "funktionaler Falschsprecher". Das mag vielleicht hier und da seltsam anmuten, ist aber völlig nebensächlich. Er versteht alles und kann alles sagen. Darauf kommt es an.

Ich denke aber, man sollte sich nicht zu sehr daran festhalten, wie Skribnik spricht. Ich denke, wesentlicher ist, was er sagt. Ob er das in geschliffenen Sätzen tut oder skripnisch, ist eher Symptom als Problem. Offensichtlich hat Dutt zuviel gedacht, zu viel gewollt. Und VS lässt "einfach Fußball spielen" - so wie er einfach spricht, ohne darüber nachzudenken, ob jener Artikel korrekt ist oder diese Endung übereinstimmt.
 
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