Robin Dutt

@maddin: da du ja, meine ich, relativ regelmäßig bei der u23 bist, was würdest du von skripnik als dutt-nachfolger halten?
 
In Anbetracht der derzeitigen sportlichen Situation ist es nachvollziehbar, daß die Rufe nach einem Trainerwechsel lauter werden, jedoch hege ich Zweifel, ob dies allein die gewünschte Wirkung bringt.

Mit RD ist Werder seit 7 Punkspielen sieglos, unter TS war zuletzt eine Serie von 12 Spielen ohne dreifachen Punktgewinn; in den letzten Jahren waren die bezahlbaren (Wunsch-)Transfers von TS mit Ausnahme von Sokratis keine Verstärkungen, bei den (Wunsch-)Transfers von RD zeigt bisher di Santo am ehesten die Ansätze, eine solche Verstärkung zu werden/sein. Diese Duplizität der Ereignisse erweckt eher den Anschein, daß bei Werder grundlegende sportliche Probleme herrschen, die mit einem Trainerwechsel allein nicht beheben bzw. teilweise auch wirtschaftliher Natur sind, auf die ein Trainer nur wenig oder gar keinen Einfluß hat. Das soll nicht heißen, daß man einen Coach aus der Verantwortung nimmt oder die Verpflichtung eines neuen Trainers gänzlich ausschließt, aber ein neuer Coach nur um des Trainerwechsels Willen (und/oder um dem öffentlichen Druck nachzugeben?) hilft Werder von einem etwaigen kurzfristigen "Feuerwehrmann-Effekt" mittelfristig auch nicht weiter, sondern es ist eine Verlagerung des Problems auf einen späteren Zeitpunkt. Und vor allem, welcher verfügbare Trainer mit einem klaren Konzept in der Tasche erweckt den Anschein, daß er Werder mittelfristig weiterhelfen könnte? Babbel? Effenberg? Keller? Matthäus? Slomka?

Im übrigen ist es interessant zu beobachten, daß es Stimmen gibt, die vor ca. anderhalb Jahren vor bzw. nach der ersten vorzeitigen Trennung von einem Werder-Coach seit 14 Jahren die dunklen Wolken von Verhältnissen wie beim HSV heraufbeschworen haben, und jetzt für eine zweite vorzeitige Trennung von einem Werder-Coach binnen 1,5 Jahren plädieren.

:tnx::tnx::tnx: Thats it!
 
Keller, Tuchel, Skripnik, Slomka. Wenn jemand von denen dann Skripnik. Aber dann erst zur Winterpause (wenn dann noch notwendig) und mit neuen Spielern. Am liebsten einen pressingsicheren 8er, denn daran hapert es, zwei Offensive die die IV anlaufen reichen bei Werder ja schon, um den langen Ball nach vorne zu provozieren.
 
Tyson, Du wirst es nicht glauben: Ich kann mit mehr Geld und weniger Lemke auch gut leben. Ich brauche aber keine drittklassigen Provinzunternehmen, die sich bei Werdee für eine Handvoll Dollar aufführen wie Graf Koks persönlich. Und bevor man das Geld rausgehauen hat, hat man auch bei ManUre van Gaal hingesetzt und keinen Anfänger oder Allerweltstrainer vom Schläge Dutts.

Wenn wir jetzt Tafelsilber verkaufen, müssen die mit diesem Geld getätigten Investitionen sitzen. Das heißt sie müssen von absoluten Topleuten getätigt werden und darum darf Dutt damit keine Makiadis oder Obraniaks oder alternde Stars wie Ruiz holen.
 
Ich habe eben beim Kicker gelesen, Klaus Dieter Fischer habe gesagt, man wolle den Sparkurs überdenken und nun doch "mehr ins Risiko gehen" !

Falls er solch eine Aussage tatsächlich getätigt haben sollte, hoffe ich nur mal ganz stark, dass er damit in erster Linie die Position des Trainers und die da immer offensichtlicher werdenden Handlungsnotwendigkeiten im Blick hat. Ich hoffe inständig, dass man jetzt nicht etwa meint, wenn man dem ach so erfolgreichen Trainerteam im Winter noch ein paar Wunschtransfers durchwinkt (à la Makiadi ...), ginge es in der Rückrunde wieder aufwärts.

Wenn das so gemeint sein sollte, dass man jetzt bis zum Winter die Methode "Augen zu und durch" durchzieht und dann nicht vorhandenes Geld raushaut für Spieler, die die Mannschaft (vermeintlich) auf ein neues Qualitätsniveau heben, dann können sie dieses Geld besser gleich für den Neuaufbau in Liga 2 zurücklegen.

Ist hier jemand ernsthaft der Meinung, Robin Dutt wäre fähig, einen Spieler wie z.B. Ruiz gewinnbringend in das derzeitige Team einzubinden ??? Ich jedenfalls schon lange nicht mehr.

Als interessierter Beobachter des FC Fulham (ich war im März während eines London-Wochenendes dort im Stadion, was mir sehr gefallen hat), bin ich mir sicher, dass Ruiz eine ähnliche Qualität wie Aaron Hunt zu bieten hat. Wirklich ein toller Spieler, der bei vielen Bundesligisten eine gute Rolle spielen könnte und der sicher auch beim SV Werder schnell zum Publikumsliebling aufsteigen könnte.
So sehr ich mir wünschte, dass solch ein toller Spieler einmal das Trikot des SV Werder trägt - so sehr bin ich auch überzeugt davon, dass man mit einer Verpflichtung besser warten sollte, bis hier (wieder) ein Trainer am Werk ist, der sein Handwerk versteht. Tolle Spieler allein machen es nicht (siehe Dutt in Leverkusen). Hat man da einen konzeptlosen bzw. "langfristig konzeptsuchenden" Trainer in der Verantwortung, würde auch die eigentlich vorhandene Leistungsfähigkeit eines Ruiz sicher schnell reduziert. Wer weiß, wo Dutt ihn einsetzen würde (sicher erst einmal ständig wechselnde Positionen, zum Testen ...).

"Neue und teurere Spieler für Dutt" erscheint mir so "sinnvoll", wie wenn man einem Kind, das es mit einem Sortiment von Lego-Duplo nicht fertig bekommen hat, einen halbwegs stabilen Turm zu bauen, jetzt filigrane kleinere Legosteine spendiert, in der Hoffnung, es klappt dann besser mit dem Turmbau ...

Mehr "ins Risiko gehen" ? Ich bin dabei ! Aber bitte bei den wichtigsten Personalien beginnen - sonst ist auch das zusätzliche Geld schnell verbrannt.

Wie so oft: gute und lesenswerte Analyse :tnx:
Lustiger, treffender Lego-Vergleich :D
 
Maddin, die von dir genannten Namen wurden auch auf dem Jetzt kalkuliert bzw. diskutiert. Welche Namen dann unter veränderten Rahmenbedingungen diskutiert werden, schauen wir uns dann nochmal an. Einen Ruiz können wir sehr wohl bei uns gebrauchen, was in unserem Mittelfeld nicht schwer ist und Qualität auf dem Flügel darstellt. Vor allem im 4-4-2

Denke zudem DFB Sportdirektor wird nicht jeder Suppenkasper also kleiner machen als er ist brauchen wir Dutt nun auch nicht. Passt natürlich gut in einen polemischen Post.

Von welchem Tafelsilber redest du? Wir können derzeit kein eigenes EK generieren aufgrund diverser Fehler in der Vergangenheit. Sprich wir haben gar keine andere Möglichkeit als eine 3. Partei sprich Fremdkapital ins Boot zu holen.
 
Denke zudem DFB Sportdirektor wird nicht jeder Suppenkasper also kleiner machen als er ist brauchen wir Dutt nun auch nicht.

.

Sportdirektor eines Verbandes wird häufig jemand, der sich durch hohe Loyalität auszeichnet. Oft sind es auch Personen, die sich eine Auszeit nehmen, weil ihnen vorübergehend die Motivation bzw. der Ehrgeiz abhanden gekommen sind.

Trainer mit hoher Kompetenz und Motivation werden zumeist eher bei einem Verein arbeiten. wo sie sich jederzeit auszeichnen, sich beweisen und reüssieren können.

PS: Alle Angaben im übrigen unabhängig von Dutt, der ja eben den Ehrgeiz hatte, sich bei Werder zu beweisen.
 
Von welchem Tafelsilber redest du? Wir können derzeit kein eigenes EK generieren aufgrund diverser Fehler in der Vergangenheit. Sprich wir haben gar keine andere Möglichkeit als eine 3. Partei sprich Fremdkapital ins Boot zu holen.

Die 100% Anteile, die der Sportverein Werder an der KGaA hält, sind mMn das letzte Tafelsilber, was man noch hat. Und das kann man halt auch nur einmal verkaufen, dann war es das.
 
Mein Favorit war ja, vor Dutt, auch ein Tuchel oder Roger Schmidt. Tuchel fänd ich immer noch reizvoll. Taktisch stehen seine Fähigkeiten außer Frage, und zwischenmenschlich könnte er durch seine "offene" Art dem einen oder anderen Spieler sicherlich sehr gut einheizen.
Allerdings kann er sich natürlich die Vereine aussuchen, sobald er einmal frei ist. Und ich gehe davon aus, dass er diese Saison ohne Verein durchzieht. Insofern fällt er eh schonmal raus. Allerdings hat auch Mainz bereits durchsickern lassen, dass jeder Verein, der Tuchel diese Saison haben will, erstmal eine Ablöse zahlen muss.
Aber wie gesagt, die Frage ist, warum er sich einen Verein wie Werder antun sollte, wenn er Vereine mit aktuell wesentlich mehr Spielerpotenzial trainieren könnte. Die einzige Möglichkeit, die für uns sprechen würde, wäre die persönliche/emotionale Schiene, da er ja bereits mehrfach geäußert hatte, dass er Werder-Fan sei.

So oder so ist die Diskussion jedoch viel zu früh. Ich bin immer noch dafür, an Dutt festzuhalten. Und sollten die Spiele gegen Köln und Mainz in die Hose gehen, wird (und muss) eh über den Trainer diskutiert werden.
 
:daumen:

Hast du das bei Dutt am Anfang auch gedacht? Bzw was unterscheidet ihn von Dutt?

Über Dutt habe ich mich eingehender informiert, als ich nach den ersten Spielen an seiner Herangehensweise gezweifelt habe. Was ich aus Leverkusen gehört habe, hat mich in meinen Zweifeln bestätigt. Vor allem finde ich seine Kommunikation und sein Auftreten für höhere Aufgaben nicht passend. Seine Kompetenz möchte ich nicht infrage stellen, aber die Führung einer solchen Gruppe wie einer Profimannschaft erfordert noch weit mehr. Da wäre mir Viktors ruhige Art deutlich lieber.
 
Da wäre mir Viktors ruhige Art deutlich lieber.

Ehrlich gesagt denke ich, dass eine derartige Änderung kontraproduktiv wäre. Mit Schaaf und Dutt hatten wir jeweils etwas intovertierte, ruhige und besonnene Trainer, die nie ein Fass aufgemacht haben. Das hat zweimal nicht unbedingt zum Erfolg geführt.
Ok, die Mannschaft ist eh komplett wauf links gezogen worden aber:
Eine Etwas laustarker Motivator, der seine Meinung auch mal öfter raushaut (ohne ein Schlächter wie Magath zu sein) würde in dem beschaulichen Bremen mit dem ruhigen Umfeld und den besonnen Trainern, Spielern und Verantwortlichen bestimmt mal gut tun
 
Die 100% Anteile, die der Sportverein Werder an der KGaA hält, sind mMn das letzte Tafelsilber, was man noch hat. Und das kann man halt auch nur einmal verkaufen, dann war es das.

Richtig. Aber man kann auch noch Einnahmen der Zukunft wie Zuschauereinnahmen, Sponsorengelder etc. anzapfen, das haben wir auch noch nicht getan.

Solche Dinge gehen aber nur gut, wenn davon bessere Zeiten und einnahmen erkauft werden. Wenn nicht geht der Verein endgültig den Bach runter.
 
Richtig. Aber man kann auch noch Einnahmen der Zukunft wie Zuschauereinnahmen, Sponsorengelder etc. anzapfen, das haben wir auch noch nicht getan.

Ich glaube, dass bei den Zuschauereinnahmen nicht viel zu holen sein wird, so lange sie hauptsächlich in die Weser-Stadion GmBH und den Abtrag der Kredite gehen.

Schnelles Umschalten nach vorne, ballorientiert, fußballerische Lösungen, Kurzpass statt Bälle dreschen.

Ok, danke :tnx:
 
Back
Top