Robin Dutt

Wenn es denn stimmte, dass Schaaf denen alles falsch beigebracht hat, dann erwartete ich von einem neuen Trainer nach 15 Monaten sichtbare Fortschritte. Das ist immerhin ca. 3mal so viel Zeit, wie ein durchschnittlicher HSV-Trainer bekommt.
 
Also dafür haben wir aber mittlerweile zu viele neue Spieler im Kader (und auch im Stamm), als dass die Altlasten da noch groß eine Rolle spielen können.
Aufpassen - ich denke, hier sollte man das Ganze auch globaler betrachten...

Freilich ist das jetzt eine Mannschaft, die bei weitem nicht mehr das Gesicht wie unter KATS hat...
...aber während KATS bis fast zuletzt noch aus dem Vollen schöpfen konnten, ist das neue Team ja unter akutem Geldmangel aufgebaut worden.

Und das kann man in meinen Augen dann schon als "Altlast" sehen, wenn KATS zuvor das Team abgewirtschaftet hatten.
Mit wenig Geld (den geringen Spielraum, den KATS für TERD übriggelassen hatten) kann man i.d.R. keine garantiert hohe Qualität erwarten.
Selbstverständlich warne ich hier ebenso vor dem Umkehrschluss. ;)

Auch wenn sich der eine hier darüber aufregen mag...man schaue sich mal auf TM den "Wert" der Mannschaft vor 5 Jahren mal im Gegensatz zu heute an...sagt schon alles. :wink:

Und wenn ich dann noch wie heute in der Zeitung lese, dass man Dutt seinerzeit seitens unserer Vereinsführung zugesagt hatte, dass man nach dem Jahr Konsolidierung wieder in die Mannschaft investieren werde, dann war das nicht sonderlich ehrlich seitens Lemke & Co. ...wo man da doch schon die "Zahlen" einigermaßen kannte... :roll:;)
 
Zitat von WilderSüden;3021919:
Freilich ist das jetzt eine Mannschaft, die bei weitem nicht mehr das Gesicht wie unter KATS hat...
...aber während KATS bis fast zuletzt noch aus dem Vollen schöpfen konnten, ist das neue Team ja unter akutem Geldmangel aufgebaut worden.

Und das kann man in meinen Augen dann schon als "Altlast" sehen, wenn KATS zuvor das Team abgewirtschaftet hatten.
Mit wenig Geld (den geringen Spielraum, den KATS für TERD übriggelassen hatten) kann man i.d.R. keine garantiert hohe Qualität erwarten.
Selbstverständlich warne ich hier ebenso vor dem Umkehrschluss. ;)

Ok, in dem Sinne sind da schon noch Altlasten, keine Frage. Mir ging es eher darum, wieviel - sagen wir mal - Schaaf-Denke (ohne Wertung gemeint) noch in den Spielern steckt. Und das kann mangels Masse nicht mehr all zu viel sein.
 
Ok, in dem Sinne sind da schon noch Altlasten, keine Frage. Mir ging es eher darum, wieviel - sagen wir mal - Schaaf-Denke (ohne Wertung gemeint) noch in den Spielern steckt. Und das kann mangels Masse nicht mehr all zu viel sein.
OK...also die Philosophie...gut, da sollte nicht mehr allzu viel davon übrig geblieben sein.
Incl. Schaaf war das in seiner letzten Rückrunde ein Bild des Jammerns, was die damalige Körpersprache anbetraf...wie geprügelte Hunde...

Ich finde, auch Schaaf sieht inzwischen wieder viel besser aus. :D
 
Ist das vielleicht die Gemeinsamkeit zwischen Schaaf und Dutt, die uns schon seit Jahren diese immer wieder kehrenden (vermeintlich) individuellen Fehler beschehrt: beide lassen den Spielern sehr viel Freiheit und geben zu wenig feste Strukturen selbst vor und deswegen sind einige der Spieler einfach öfters überfordert und machen einfach Fehler? Ist es so einfach? :confused:
Dutt gibt im Unterschied dazu festere Raster vor, womit die Spieler erst recht überfordert sind, wenn sie in Spielverläufen gezwungen sind, anders zu "agieren", zu entscheiden. Maddin`s Antwort darauf find ich bemerkenswert, denn es ist in meiner Erfahrung tatsächlich oft der Fall, dass das Handeln eines Teams und seiner Einzelspieler in Sachen Problemlösungen von sehr viel mehr abhängt, von Selbstsicherheit, vom Mannschaftsgeist in Extremsituationen, von der Tagesform, vom Reagieren auf Schwächen und Stärken der Gegenspieler und nicht zuletzt von Intelligenz und Demut, ein Spiel richtig lesen zu können. Da sind Trainer dann mitunter machtlos, in einzelnen Partien.
Geht es aber um`s große Ganze, dürfen solche Defizite nicht die Regel über eine Saison werden, sonst läuft irgendetwas grundverkehrt. Die Kunst liegt m. E. weniger in den grundsätzlichen taktischen Vorgaben, als darin Spielern begreiflich zu machen, wie das Spiel tatsächlich funktioniert und wie sie demzufolge und gemäß ihren Fähigkeiten (und eben Nicht-Fähigkeiten) Rädchen eines in sich greifenden Teams sein können. Dies war schon eine große Schwäche unter Dutt`s Vorgänger. Und wenn das nicht gelingt, nutzt eben auch jegliches Fachwissen wenig.

Wobei ich im ersten Satz anderer Meinung bin als Maddin, also dass Spieler gar keine festen Vorgaben brauchen. Das ist immer auch eine Frage der sich ergebenden gegenwärtigen Situation und der (zahlreichen) unterschiedlichen Charaktere Einzelner.

Im Übrigen kann ich dem Gequatsche von Dutt und Eichin von wegen keinen mannschaftstaktischen, sondern individuellen Fehlern nicht viel abgewinnen. Wer sich die Gegentore und Chancen anschaut, die wir zulassen, sei es nach Standards oder aus dem Spieler heraus, der kann sehr wohl zu einem anderen Schluss kommen.
 
Dutt gibt im Unterschied dazu festere Raster vor, womit die Spieler erst recht überfordert sind, wenn sie in Spielverläufen gezwungen sind, anders zu "agieren", zu entscheiden. Maddin`s Antwort darauf find ich bemerkenswert, denn es ist in meiner Erfahrung tatsächlich oft der Fall, dass das Handeln eines Teams und seiner Einzelspieler in Sachen Problemlösungen von sehr viel mehr abhängt, von Selbstsicherheit, vom Mannschaftsgeist in Extremsituationen, von der Tagesform, vom Reagieren auf Schwächen und Stärken der Gegenspieler und nicht zuletzt von Intelligenz und Demut, ein Spiel richtig lesen zu können. Da sind Trainer dann mitunter machtlos, in einzelnen Partien.
Geht es aber um`s große Ganze, dürfen solche Defizite nicht die Regel über eine Saison werden, sonst läuft irgendetwas grundverkehrt. Die Kunst liegt m. E. weniger in den grundsätzlichen taktischen Vorgaben, als darin Spielern begreiflich zu machen, wie das Spiel tatsächlich funktioniert und wie sie demzufolge und gemäß ihren Fähigkeiten (und eben Nicht-Fähigkeiten) Rädchen eines in sich greifenden Teams sein können. Dies war schon eine große Schwäche unter Dutt`s Vorgänger. Und wenn das nicht gelingt, nutzt eben auch jegliches Fachwissen wenig.

Wobei ich im ersten Satz anderer Meinung bin als Maddin, also dass Spieler gar keine festen Vorgaben brauchen. Das ist immer auch eine Frage der sich ergebenden gegenwärtigen Situation und der (zahlreichen) unterschiedlichen Charaktere Einzelner.

Im Übrigen kann ich dem Gequatsche von Dutt und Eichin von wegen keinen mannschaftstaktischen, sondern individuellen Fehlern nicht viel abgewinnen. Wer sich die Gegentore und Chancen anschaut, die wir zulassen, sei es nach Standards oder aus dem Spieler heraus, der kann sehr wohl zu einem anderen Schluss kommen.


Gute Analyse.

Der letzte Absatz ist genau daß, was ich auch kritisiere. Die ersten Spiele stand man ab der Mittellinie relativ gut und hat schnell nach vorne gespielt.

Gegen Augsburg sah man schon, daß wir das Spiel machen wollten, dazu fehlen mMn die Kreativspieler. Dort hatte ich schon den Eindruck, daß man das Spiel unbedingt machen wollte.

In Wolfsburg setzte sich diese fort, da presste man sehr offensiv, mitunder schon am gegnerischen 16er und es entstanden zu große Lücken im MF.

Das finde ich die Krux, wir haben vom spielerischen Potenzial, nicht die Möglichkeit so früh zu pressen, dazu fehlt es an Qualität.

Dutt sollte sich besinnen, die eigene Stärke realistisch einzuschätzen und ähnlich wie Hannover aus einer defensiven Spielausrichtung schnell spielerisch zu kontern. (unter Slomka)
 
Ich meine nicht, dass es keiner mannschaftstaktischen Vorgaben bedarf. Ich meinte lediglich, dass es wichtiger ist, dass die Spieler in der Lage sind, auf Probleme im Spiel zu reagieren.

Dass wir derzeit viele mannschaftstaktisch bedingte Tore kriegen, erwähnte ich bereits. Durch die tiefstehende Kette, zwei Spitzen plus zwei defensivschwache Außen im Mittelfeld ist der Raum vor unserer Kette, den die beiden 6er zustellen sollten, zu groß. Immer wieder ergeben sich vor der Kette riesige Lücken. Kann sein, dass sowas dann hier als individueller Fehler verhandelt wird. Das wären aber nur welche, wenn z.B. Wolf, Luki und Fritz die individuellen Fähigkeiten hätten, das Tor dann trotzdem noch zu verhindern. Haben sie aber nicht.
 
während der letzten Spiele hatte ich den Eindruck, dass z.B. Hajrović und einige andere noch vom der ominösen "Magen Darm Krankheit" befallen waren.
Vielleicht sollten da die Diagnosen so weit verbessert werden, das nur 100 % gesunde Spieler im Kader sind, selbst wenn RD dabei auf Amateure zurückgreifen muss.
Jeder gesunde Spieler ist jedem kranken, egal ob Profi oder Amateur haushoch überlegen!
:beer::beer::beer:
 
Das Problem liegt an der Qualität der spieler. für 1 Mill bekommst du keinen guten Stürmer, der kosten 10 Mill. und das hatr Werder nicht. Es wird so kommen, dass man Dutt und Eichin entlassen wird obwohl Herr fischer und Herr Lemke die Schuld haben, weil sie Werder wie ein Familienbetrieb und nicht wie ein Wirtschaftsunternehmen leiten. Ein Investor will auch mitbestimmen wenn er seine vielen Millionen (vielleicht 100 Mill.) in den Verein steckt. Deshalb werden sie auch keinen finden.
Werder wird in die 2. Liga absteigen und wie Kaiserslautern viele Jahre dort zubringen. Es ist sehr Schade für den Verein. Es ist traurig.
 
Die Spieler sind gut genug, um mit Hertha, Augsburg, Freiburg, Frankfurt, Paderborn, Mainz, Stuttgart, Hamburg, Koeln und Konsorten mitzustinken. Die halbe Liga hat keinen 10-Millionen-Goalgetter und auch keine besseren Bedingunen. Und im Gegensatz zu Kaiserslautern ist unser Verein noch einigermassen gesund.
 
Die Spieler sind gut genug, um mit Hertha, Augsburg, Freiburg, Frankfurt, Paderborn, Mainz, Stuttgart, Hamburg, Koeln und Konsorten mitzustinken. Die halbe Liga hat keinen 10-Millionen-Goalgetter und auch keine besseren Bedingunen. Und im Gegensatz zu Kaiserslautern ist unser Verein noch einigermassen gesund.

:daumen:
Mit einem Etat in Höhe von ca. 30 Mio. spielen wir immer noch im oberen Mittelfeld der Liga mit, In Leverkusen hatte Herr Dutt jede Menge Kohle zur Verfügung, ich glaube mich zu erinnern, dass er damit dort auch nicht so richtig erfolgreich wurde, oder ?
 
Na ja, wir haben ja auch erst ein gutes Sechstel der Saison hinter uns. Da ist mit einer höheren Fehlerrate zu rechnen. Lass uns nochmal zur Winterpause und zum Ende der Saison gucken.
 
Der Etatplatz allein sagt es nicht. Wenn wir die Etats der 7-11 eher kleineren Vereine vergleichen, sind bis auf Paderborn die Unterschiede gering. Deswegen sagt das Rennen um Platz 8-9 bzw. der Absteigskampf vor allem etwas darueber aus, wie in diesen 10 Vereinen gearbeitet wird. Und da stehen Clubs wie Mainz und Augsburg sehr gut und Werder ziemlich bescheiden dar.
 
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