Dennoch sind nicht unerhebliche Unterschiede feststellbar. Beim BVB 2010/11 (und auch 11/12) war es so, daß wenn es mal spielerisch nicht so rund lief, die Mannschaft läuferisch wie kämpferisch eine Schippe drauf gelegt hat und auch als Mannschaft als solche funktionierte, indem ein Ruck durchs Team ging, so daß man z.B. auch Wege für den Mitspieler gegangen ist.
Leverkusen ist dagegen eine Schönwettertruppe, die den FC Bayern oder dem BVB spielerisch Paroli bieten kann, aber dafür mit läuferisch wie kämpferisch aktiven Gegnern oft ihre Probelme hat. Das war schon in der letzten Saison erkennbar, als die Pillen vergleichsweise vielen Niederlagen gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel einstecken mußte und das hat sich auch am Freitag im Spiel gegen Werder bestätigt. Gegen den durch Einsatz und Laufbereitschaft entstandenen Druck von Werder hatte Leverkusen außer spielerische Akzente nicht viel zum Gegenhalten, so daß man schnell mit sich selbst harderte, was sich u.a. in Körpersprache, Ballwegschlagen und Diskussionen mit dem Schiri widerspiegelte.