Diese Anerkennung wird auch gewährt. Aber mit dem hervorragenden Spielermaterial der letzten Turniere (welches nebenbei auch ein Resultat des überfälligen Umdenkens der DFB in punkto Nachwuchsförderung ist, so daß man in der N11 nicht mehr solche Gaupen wie Feldhoff, Jancker oder Rehmer ertragen mußte) war mehr drin als Lobeshymnen über den attraktiven Fußball mit zweiten und dritten Plätzen. Inkl. der WM 2006 ist die DFB-Elf trotz eines spielerisch und taktischen starken Kaders viermal in Folge nach sehr ähnlichem Muster titellos blieb, so daß wohl man Kritik am verantwortlichen Trainer üben darf, warum er bisher dahingehend nicht in der Lage war, mit diesem hervorragenden Kader diesem Defizit gegenzusteuern.
Sicher, Italien und Spanien sind schwer zu spielende Gegner, aber ein wiederholtes Scheitern gegen diese Mannschaften damit zu begründen, daß sie hervorragende Mannschaften haben und man sich immer schwer gegen sie getan hat, erscheint dann doch als eine etwas zu bequeme Ausrede. Denn auch diese Mannschaften kann man mit den richtigen Mitteln durchaus in große Schwierigkeiten bringen; England und Portugal haben es bei der EM 2012 gezeigt, denn diese Teams sind erst im 11er-Schießen des Viertelfinale gegen Italien bzw. des Halbfinales gegen Spanien gescheitert.
Spanien war von 2008 bis einschließlich 2012 deutlich besser als Deutschland. Nicht nur spielerisch, taktisch, sondern insbesondere vom Kader her. Der deutschen Nationalmannschaft fehlte 2010, als sie hervorragende Spiele in Südafrika gezeigt hat, insbesondere Erfahrung. Insbesondere die Erfahrung eines Ballack wurde spätestens im Halbfinale vermisst. 2008 hatte man Spieler wie Arne Friedrich, Hitzlsperger in der Startelf, Fritz,Westermann, Borowski, Rolfes, Trochowski, Neuville, Odonkor als Reservisten. Nichts gegen diese Spiele, aber mit der Qualität des heutigen Kaders sind sie einfach nicht zu vergleichen. 2012 hatte man bereits einen relativ ausgewogenen Kader, der im Spiel gegen Italien allerdings nicht überzeugt hat. Ähnliches ist Nationen wie England und Portugal übrigens über viele Jahre hinweg nicht nur einmal passiert.

Deutschland hatte bei den letzten Turnieren nie den besten Kader und ist dennoch jedes Mal sehr weit gekommen.
Dem Defizit entgegenzusteuern? Ach, Du meine Güte.

Als wenn ein zweiter oder dritter Platz riesige Defizite offenbaren würden?
Wenn dieses hier zutreffen sollte,...
...Sicher, Italien und Spanien sind schwer zu spielende Gegner, aber ein wiederholtes Scheitern gegen diese Mannschaften damit zu begründen, daß sie hervorragende Mannschaften haben und man sich immer schwer gegen sie getan hat, erscheint dann doch als eine etwas zu bequeme Ausrede....
...wie geradezu "phlegmatisch" und "lässig" wäre dann eine Ausrede, es habe insbesondere am Trainer gelegen, keinen Titel gewonnen zu haben.

:unfassbar: 2008 und 2010 hat er mehr erreicht, als vor den Turnieren zu erwarten war. Darüber hinaus ist es ziemlich respektlos den sportlichen Gegnern gegenüber.
Schaun`mer mal, was diesmal drin ist. Nicht wenige hier prophezeien diesem hervorragend besetzten Kader ja gar ein Ausscheiden in der Vorrunde. :zweifeln: Wir werden sehen, woran es am Ende gelegen haben wird.
