WM-Kader 2014

Bei den letzten drei großen Turnieren ist Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft unter dem Bundestrainer Löw immer mindestens ins Halbfinale gekommen, 2008 gar bis ins Finale. Zählt man die WM 2006 mt, bei der Löw im zweiten Glied stand, gar ein weiteres Mal. Das ist, mit Ausnahme der weltweit besten Mannschaft der letzten Jahre Spanien, niemand anderem gelungen, auch Italien nicht. Was einzig fehlt(e) war/ist der Titel.

Dabei muss man auch mal anerkennen, dass es mit Spanien ein Land, ein Team gab, was eindeutug besser war und seine Möglichkeiten, anders als in früheren Jahrzehnten, hervorragend genutzt hat. Warum der derzeitige Bundestrainer ausgerechnet für seine Platzierungen bei großen Turnieren kritisiert wird, bleibt wohl das Geheimnis der Kritiker.

Diese Anerkennung wird auch gewährt. Aber mit dem hervorragenden Spielermaterial der letzten Turniere (welches nebenbei auch ein Resultat des überfälligen Umdenkens der DFB in punkto Nachwuchsförderung ist, so daß man in der N11 nicht mehr solche Gaupen wie Feldhoff, Jancker oder Rehmer ertragen mußte) war mehr drin als Lobeshymnen über den attraktiven Fußball mit zweiten und dritten Plätzen. Inkl. der WM 2006 ist die DFB-Elf trotz eines spielerisch und taktischen starken Kaders viermal in Folge nach sehr ähnlichem Muster titellos blieb, so daß wohl man Kritik am verantwortlichen Trainer üben darf, warum er bisher dahingehend nicht in der Lage war, mit diesem hervorragenden Kader diesem Defizit gegenzusteuern.

Sicher, Italien und Spanien sind schwer zu spielende Gegner, aber ein wiederholtes Scheitern gegen diese Mannschaften damit zu begründen, daß sie hervorragende Mannschaften haben und man sich immer schwer gegen sie getan hat, erscheint dann doch als eine etwas zu bequeme Ausrede. Denn auch diese Mannschaften kann man mit den richtigen Mitteln durchaus in große Schwierigkeiten bringen; England und Portugal haben es bei der EM 2012 gezeigt, denn diese Teams sind erst im 11er-Schießen des Viertelfinale gegen Italien bzw. des Halbfinales gegen Spanien gescheitert.
 
Diese Anerkennung wird auch gewährt. Aber mit dem hervorragenden Spielermaterial der letzten Turniere (welches nebenbei auch ein Resultat des überfälligen Umdenkens der DFB in punkto Nachwuchsförderung ist, so daß man in der N11 nicht mehr solche Gaupen wie Feldhoff, Jancker oder Rehmer ertragen mußte) war mehr drin als Lobeshymnen über den attraktiven Fußball mit zweiten und dritten Plätzen. Inkl. der WM 2006 ist die DFB-Elf trotz eines spielerisch und taktischen starken Kaders viermal in Folge nach sehr ähnlichem Muster titellos blieb, so daß wohl man Kritik am verantwortlichen Trainer üben darf, warum er bisher dahingehend nicht in der Lage war, mit diesem hervorragenden Kader diesem Defizit gegenzusteuern.

Sicher, Italien und Spanien sind schwer zu spielende Gegner, aber ein wiederholtes Scheitern gegen diese Mannschaften damit zu begründen, daß sie hervorragende Mannschaften haben und man sich immer schwer gegen sie getan hat, erscheint dann doch als eine etwas zu bequeme Ausrede. Denn auch diese Mannschaften kann man mit den richtigen Mitteln durchaus in große Schwierigkeiten bringen; England und Portugal haben es bei der EM 2012 gezeigt, denn diese Teams sind erst im 11er-Schießen des Viertelfinale gegen Italien bzw. des Halbfinales gegen Spanien gescheitert.

Spanien war von 2008 bis einschließlich 2012 deutlich besser als Deutschland. Nicht nur spielerisch, taktisch, sondern insbesondere vom Kader her. Der deutschen Nationalmannschaft fehlte 2010, als sie hervorragende Spiele in Südafrika gezeigt hat, insbesondere Erfahrung. Insbesondere die Erfahrung eines Ballack wurde spätestens im Halbfinale vermisst. 2008 hatte man Spieler wie Arne Friedrich, Hitzlsperger in der Startelf, Fritz,Westermann, Borowski, Rolfes, Trochowski, Neuville, Odonkor als Reservisten. Nichts gegen diese Spiele, aber mit der Qualität des heutigen Kaders sind sie einfach nicht zu vergleichen. 2012 hatte man bereits einen relativ ausgewogenen Kader, der im Spiel gegen Italien allerdings nicht überzeugt hat. Ähnliches ist Nationen wie England und Portugal übrigens über viele Jahre hinweg nicht nur einmal passiert. ;) Deutschland hatte bei den letzten Turnieren nie den besten Kader und ist dennoch jedes Mal sehr weit gekommen.

Dem Defizit entgegenzusteuern? Ach, Du meine Güte. :roll: Als wenn ein zweiter oder dritter Platz riesige Defizite offenbaren würden?

Wenn dieses hier zutreffen sollte,...

...Sicher, Italien und Spanien sind schwer zu spielende Gegner, aber ein wiederholtes Scheitern gegen diese Mannschaften damit zu begründen, daß sie hervorragende Mannschaften haben und man sich immer schwer gegen sie getan hat, erscheint dann doch als eine etwas zu bequeme Ausrede....

...wie geradezu "phlegmatisch" und "lässig" wäre dann eine Ausrede, es habe insbesondere am Trainer gelegen, keinen Titel gewonnen zu haben. :confused: :unfassbar: 2008 und 2010 hat er mehr erreicht, als vor den Turnieren zu erwarten war. Darüber hinaus ist es ziemlich respektlos den sportlichen Gegnern gegenüber.

Schaun`mer mal, was diesmal drin ist. Nicht wenige hier prophezeien diesem hervorragend besetzten Kader ja gar ein Ausscheiden in der Vorrunde. :zweifeln: Wir werden sehen, woran es am Ende gelegen haben wird. ;)
 
Genau wie 2006, wer erinnert sich nicht an die Weltuntergangsstimmung nach dem 0:4 gegen Italien?

Das Ding hat Jogi aber nicht alleine geschaukelt. Klinsmann war ein guter Motivator. Mit Heimvorteil war die Motivation vielleicht auch ein Selbstgänger. Den Rest hat Ballack geschaukelt. Den hat Jogi dann ja abgesägt. Sein neuer Captain hatte es ihm im ersten Spiel mit einer Bombenleistung gedankt. :lol:
 
Das Erreichen der Plätze 2 und 3 war/ist also jeweils dem starken Kader zu verdanken, das Verpassen des jeweiligen Titels dem Trainer? :confused:

Interessante Logik. :zweifeln:

Wenn man sich die taktischen Fehler 2010 und 2012 ansieht, dann kann man das für die Turniere so stehen lassen.

Die Finalniederlage 2008 hat mW noch nie jemand an Löw festgemacht. Dass er daraus nichts gelernt hat: das schon.
 
Wenn man sich die taktischen Fehler 2010 und 2012 ansieht, dann kann man das für die Turniere so stehen lassen.

Die Finalniederlage 2008 hat mW noch nie jemand an Löw festgemacht. Dass er daraus nichts gelernt hat: das schon.

Welche taktischen Fehler hat er denn 2010 begangen? :confused:

das ist das was mich an löw eben stört. auf taktischer ebene empfinde ich ihn nicht als guten trainer. besonders schlimm ist, dass er auf negative spielverläufe oft recht hilflos reagiert. da fällt ihm wenig ein.

Da kann ich zustimmen. :tnx: Zumindest hatten seine Entscheidungen nach eigenem Rückstand nicht immer den erhofften Erfolg. Aber, lag es nur an seinen Entscheidungen? Gehört zum "Umbiegen" eines Rückstands im WM-Finale oder in Halbfinals nicht auch die Erfahrung der Spieler mit solchen extremen Drucksituationen?

Anders als heute wussten viele Bayern-Profis vor Mai 2013 noch nicht, wie man ein CL-Finale gewinnt, hatten Dortmunder Spieler keine CL-Final-Erfahrung. Diese wird den meisten Akteuren der aktuellen Stammelf diesmal sicher helfen, auch enge Situationen bei großen Turnieren besser zu meistern. :daumen:
 
Zumindest hat es zu Platz 3 bzw. 2 gereicht, schwach kann es also nicht gewesen sein.

Diese Mannschaften hatten sicherlich gewisse Stärken, die ganz große spielerische Qualität würde ich ihnen aber tatsächlich absprechen. Vor allem wenn man es mit der damaligen Konkurrenz oder dem heutigen Team vergleicht.
Für die 2010er Mannschaft gilt das ja im Prinzip auch nur für die Stammmannschaft, als dann der 20-jährige Newcomer gesperrt war, fiel die Entscheidung auf Trochowski...
 
Man darf auch nicht vergessen, dass man auch eine Portion Glück braucht, um ein Halbfinale bei einer WM oder EM zu gewinnen. Da spielt man meistens gegen gute Teams und das muss dann halt auch mal für einen laufen, da muss auch mal ein abgefälschtes Ding reingehen oder ein Sonntagsschuss.
 
Man darf auch nicht vergessen, dass man auch eine Portion Glück braucht, um ein Halbfinale bei einer WM oder EM zu gewinnen. Da spielt man meistens gegen gute Teams und das muss dann halt auch mal für einen laufen, da muss auch mal ein abgefälschtes Ding reingehen oder ein Sonntagsschuss.

:tnx:

Eben.

Oder seinen Schuh nicht anständig geschnürt bekommen, weil in der ersten Halbzeit Stollen herausgebrochen waren. :cool: Wie es Matthäus im Finale 1990 erging, wodurch erst Andreas Brehme zum entscheidenden Elfer-Schützen auserkoren wurde. :cool:
 
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