Es gab in der Hinrunde z.B einen sehr starken Hunt. Der hat damals wohl seine beste Halbserie aller Zeiten bei Werder gespielt. Gleiches galt aber auch für einen Arnautovic.
Es gab "funktionierende" Junuzovics und Petersens. Und einen Trainer mit Konzept.
Es wurde zudem aufgezeigt wo es mangelte um mit diesem Konzept auch erfolgreich in die nächste Saison zu gehen. In dieser Hinsicht haben wir jetzt eine Saison hinter uns, wo auch der Nachfolger in Erfahrung bringen durfte, was hinter dieser Analyse steckt. Wir haben also eine Saison hinter uns, wo der Coach zu mMn den selben Erkenntnissen gelangen wird.
Nur mit dem Unterschied, dass in der folgenden Saison wichtige Personen nicht mehr zur Verfügung stehen und andere als Transferpotential angesehen werden, weil man ansonsten Handlungsunfähig ist. Des Weiteren wurde wiedereinmal viel Geld für Personen ausgegeben, die den SVW nicht voranbringen und Potential in vorhandenen gesehen, das nicht vorhanden ist, die jetzt aber noch schwerer vermittelbar sind als noch in der letzten Saison und mit Obrainiak ist scheinbar jemand verpflichtet worden, der den Herausforderungen nicht gewachsen scheint.
Rosige Aussichten für die kommende Saison. Da kann man nur glücklich sein, dass die zweite Liga in dieser Saison derart schlecht ist und Kandidaten den Weg nach Oben antreten, die derart Finanzschwach sind, dass diese allein vor diesem Hintergrund einen schweren Stand in der Liga haben werden. Aber welchen Verein, der jetzt in der Liga bleibt ist Werder im Stande hintersich zu lassen.
Wir werden mMn in der nächsten Saison das selbe Stückwerk sehen, eine ähnliche Kommunikation der Führungsebene erleben und wenig Hofnung auf Besserung in Aussicht gestellt bekommen.
Mit dem Abgang von Hunt, den fehlenden Aussen für Petersen die ihm den Ball dahin servieren wo er ihn braucht, keinem schnellen technisch versiertem Mann für das OM, dem aktuellen Torwart und fehlendem strategischem Vermögen in der zentralen Achse sehe ich nicht, wie Dutt die Performance steigern wird. Ich habe in dieser Saison nur sehen dürfen, was Werder unter Dutt nicht kann, ein eigenes offensives Spiel aufzuziehen und das wird ohne Hunt mMn noch viel schwerer in der kommenden Saison. Ich sehe nicht, wie Dutt das Spiel von Werder beleben will, er sagt dazu auch tunlichst nix aus wie er Werder dazu in der Lage versetzen will, wieder vermehrt ballbesitzorientierten Fußball anzubieten oder er schnelles Umschaltspiel als festen Bestandteil der Handlungsmöglichkeiten des Teams umzetzen will, geschweige denn ob er sowas überhaupt vor hat. Das Einzige, was er da so im Petto hat ist, dass er noch nicht weiß, in welcher Ausrichtung Werder in der kommenden Saison spielen wird, er sich also noch nicht im Klaren darüber ist, wie er mit Werder Bremen in der nächsten Saison eine verbesserte Performance bieten möchte.
Werder rückt auf dem Spielfeld kaum nach, weil man sich nicht in der Lage sieht mit einer hoch verteidigenden Viererkette zu agieren und ich weiß nicht, ob Galvez in dieser Hinsicht einen Beitrag leisten kann, das zu verbessern und dem Trainer die notwendige Sicherheit vermittelt offensiver ausgerichtet spielen zu lassen, zumal dann ja auch wieder das Risiko besteht, dass Werder Spielfreude entwickelt, so, wie es auch schon gegen Nürnberg in der Hinrunde als Fehler isoliert wurde. MMn fehlt es vorwiegend an Vertrauen und Mut auf oberster Ebene.
Auf der anderen Seite sieht es auch verheerend aus, wenn Dutt das Signal gibt es mehr über das Pressing zu versuchen. Da bleibt mir die Spielsituation gegen den SCF doch sehr präsent, wo Hals über Kopf 7 Pofis von Werder versuchen an der Eckfahne in Ballbesitz zu gelangen und dem SCF so das gesamte Spielfeld überlassen wird. Situationen, wo man sich fragt, ob die Kommunikation zwischen Trainer und Spieler überhaupt eine einheitliche Sprache sind oder ob große Verständigungsschwierigkeiten vorhanden sind.