Hamburger SV - Die Wiederaufgestiegenen

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Auch wenn der Artikel auffallend viel Spekulationen wie die o.a. enthält, wäre das hohe Gehaltgefüge nicht wirklich überraschend. Denn irgendetwas muß Spieler wie einen Adler oder vdV ja nach Hamburg locken, wenn es nicht eine regelmäßige Europapokalteilnahme ist.

Vor allem zeigt der Artikel für mich, dass das Desaster weniger die aktuell Verantwortlichen verursacht haben, sondern der größenwahnsinnige Hoffmann-Bernd, unter dem man in die Top 20 Europas vordringen wollte, koste es was es wolle. Kreuzer als Sportchef muss mit den Gegebenheiten arbeiten, die er zu Saisonbeginn vorgefunden hat.
 
Vor allem zeigt der Artikel für mich, dass das Desaster weniger die aktuell Verantwortlichen verursacht haben, sondern der größenwahnsinnige Hoffmann-Bernd, unter dem man in die Top 20 Europas vordringen wollte, koste es was es wolle. Kreuzer als Sportchef muss mit den Gegebenheiten arbeiten, die er zu Saisonbeginn vorgefunden hat.

Ja und Nein. Hoffmann-Bernd hat neben einen aufgeblähten Gehaltsetat auch Spielerverkäufe zu vermelden, bei denen er durch die Transfers von beispielsweise Kompany oder de Jong viele Summen für den HSV umgesetzt hat und damit große Teile von Einkäufen und Gehaltszahlungen refinanziert hat. Diese Transferpolitik war nicht nachhaltig, weil nachfolgende Saison nicht mehr davon profitieren konnten, aber zumindest war sie zum damaligen Zeitpunkt einigermaßen stabil.
 
Irgendwann muss sich aber dieser Schuldenberg angehäuft haben. Bereits unter hoffmann war von Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe zu lesen. Kreuzer hat natürlich mit der entlassung Fink und Verpflichtung van MArwijks in die Tonne gegriffen, gerade van Marwijk, da hätte jeder Szenekenner abgeraten.
 
Irgendwann muss sich aber dieser Schuldenberg angehäuft haben. Bereits unter hoffmann war von Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe zu lesen. Kreuzer hat natürlich mit der entlassung Fink und Verpflichtung van MArwijks in die Tonne gegriffen, gerade van Marwijk, da hätte jeder Szenekenner abgeraten.

An ihrer Stelle hätte ich Fink behalten. Der erscheint mir von den letzten 4 Trainern immernoch als der Kompetenteste.

Wer weiß schon wo die Schulden herkommen? Vielleicht in die HSH Nordbank investiert? Und so lang wie der HSV schon nicht mehr international spielt... Dafür ist der KAder dann zu teuer.
 
Mittlerweile ist es in den Augen der Fussballinteressierten ja Konsens, dass der HSV Strukturprobleme hat. Nun ist "Strukturproblem" aber eine finanzielle Worthülse. Ich finde hier gut dargestellt, wie diese Strukturprobleme (in vereinfachter Form) aussehen.

An der aktuellen Diskussion in Hamburg würde mich aber stören, dass diese Strukturprobleme und infolgedessen die kritisierte Vereinsführung die Wurzel allen Übels sind, die man nur ausreißen muss. Wird der Klassenerhalt geschafft und kommt HSV+, dann wird schrittweise alles gut und es geht bergauf. Dieser Ton klingt für mich z.B. im Rautenforum, aber auch hier stark mit. Nee, liebe Hamburger. Ganz so läuft das auch nicht.
 
Ich fand fink einen üblen Schwätzer, aber Marwijk? Holland-Berti? Der war arschteuer und gilt nicht als der fleißigste Arbeiter, der war als Nati-Trainer doch schon halb im Ruhestand. Da hätte es eines billigen Trainers bedurft.
 
Fachlich ist Slomka sicherlich der Beste der abgelaufenen Saison, vllt sogar der letzten Jahre. Fink hingegen ging gar nicht klar, weil der für mich wie ein Blender wirkte und wenig Handschrift erkennen ließ. Van Marwijk hätte ich ebenfalls nicht verpflichtet, allerdings würde ich die Abstiegssorgen des HSV nicht auf ihn zurückführen. Seine Entlassung hätte nicht sein müssen - seine Verpflichtung allerdings auch nicht.
 
Nun ist "Strukturproblem" aber eine finanzielle Worthülse. Ich finde hier gut dargestellt, wie diese Strukturprobleme (in vereinfachter Form) aussehen.

Für mich ist dieser Text eine einzige Worthülse (Z als Buchstabe für Jarchow, Drittliga-Manager Kreuzer usw. usf.). Das erklärt für mich nichts, ebensowenig die Tatsache, dass der AR durch die Mitglieder gewählt wird (guess what: Das ist anderswo genauso).
 
Für mich ist dieser Text eine einzige Worthülse (Z als Buchstabe für Jarchow, Drittliga-Manager Kreuzer usw. usf.). Das erklärt für mich nichts, ebensowenig die Tatsache, dass der AR durch die Mitglieder gewählt wird (guess what: Das ist anderswo genauso).

Deswegen "in vereinfachter Form". Die Buchstabenmetaphorik ist natürlich maßgeblich überzogen. Dennoch finde ich die Form der vorliegenden Vereinshierarchie bedenklich. Der Einfluss sogenannter "Traditionalisten" wird mittlerweile in vielen HSV-Fanlagern kritisch gesehen und spielt eine wichtige Rolle. Zu kurz kommt aber, dass ein Strukturwandel nicht zwangsläufig ein A in der Führungsetage bedeutet. Grade kommerzielle Strukturen können erst recht Leute wie Jarchow anlocken, die Geschäftsleute sind, aber vom Fußball keinen blassen haben.
 
Richtig, das Problem des HSV ist doch, dass sie, mal ganz simpel gesprochen, keine langjährigen Führungskräfte haben, die den Verein kennen und deren Wort bei den Mitgliedern Gewicht hat. Oliver Kreuzer hat beim KSC, das sieht man heute, durchaus einen guten Job gemacht, beim Calhanoglu-Transfer hat er Allofs abgekocht und ihn deutlich besser verkauft bekommen. Unter Leuten wie Fischer, Lemke, Born etc. könnte der auch etwas bewegen.

Es gibt aber beim HSV keine Leute, die den Verein wirklich steuern, sondern es gibt Gremien, die sich behindern, bekriegen, öffentlich gegeneinander arbeiten. Es gibt wirtschaftliche Inkompetenz und jahrelange Misswirtschaft. Für mich ist Oliver Kreuzer die ärmste Sau. Der wird jetzt für die Rudnevs-Leihe gekreuzigt, dabei kann er nichts dafür, dass der HSV beinhart sparen muss und dass van MArwijk den nicht wollte.
 
Irgendwann muss sich aber dieser Schuldenberg angehäuft haben. Bereits unter hoffmann war von Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe zu lesen. Kreuzer hat natürlich mit der entlassung Fink und Verpflichtung van MArwijks in die Tonne gegriffen, gerade van Marwijk, da hätte jeder Szenekenner abgeraten.

Na die Erklärungen dafür dürften für mich auf der Hand liegen, schaut man sich die drehtürartigen Trainer- und Spielerdurchläufe der letzten zehn (oder mehr) Jahre an. Abfindungen für Trainer samt Stäben, verhältnismäßig hohes Gehaltsgefüge, gestaffelte bzw. bedingte Zahlungsmodelle bei Neutransfers. Selbst wenn einzelne Spieler erfolgreich transferiert werden konnten kann es nicht verwundern, dass unterm Strich (bei konsequentem Verfehlen der sportlichen und damit finanziellen Ziele) seit Jahren sukzessive immer mehr Geld fehlt. Strukturelles Defizit halt, auch wenn immer mal ein solventer Sponsor gewonnen werden konnte...
 
Der HSV hat nicht nur die Zweit-, sondern auch die Erstligalizenz nur unter der Bedingung erhalten, dass bis zu einem bestimmten Stichtag (wohl der 22. Mai) eine Finanzlücke geschlossen wird. Sollte der HSV also tatsächlich absteigen, was ich immer noch für unwahrscheinlich halte, müsste Kühne oder wer auch immer also schon vor der Mitgliederversammlung Geld in den Verein pumpen.
 
aus matz ab: http://hsv-blog.abendblatt.de/

Eine erste Entscheidung hat auch die DFL getroffen. Alle Klubs haben vorerst die Lizenz erhalten – einige davon mit Auflagen. Bei 100 Millionen Euro Verbindlichkeiten ist es kein Wunder, dass der HSV zu Letztgenannten gehört. Die Hamburger müssen jetzt den Beweis antreten, dass sie ihre Liquidität für die kommende Saison gewährleisten können.

Dabei dreht es sich darum, dass der HSV in seinem Finanzplan zur neuen Saison bei den TV-Einnahmen mit Tabellenplatz 16 kalkulieren muss. Bislang war Platz neun budgetiert. Pro Tabellenplatz niedriger, so die Rechenformel, verliert der HSV eine Million Euro. Sollte der HSV also erneut Rang neun budgetiert haben, müsste man rund sieben Millionen Euro auf anderer Seite mehr einnehmen
 
Dabei dreht es sich darum, dass der HSV in seinem Finanzplan zur neuen Saison bei den TV-Einnahmen mit Tabellenplatz 16 kalkulieren muss. Bislang war Platz neun budgetiert. Pro Tabellenplatz niedriger, so die Rechenformel, verliert der HSV eine Million Euro. Sollte der HSV also erneut Rang neun budgetiert haben, müsste man rund sieben Millionen Euro auf anderer Seite mehr einnehmen

Das heißt, dass der HSV die 7 Mio Abfindung für drei verschiedene Trainer einsparen muss und somit zur kommenden Saison nur noch die Beurlaubung eines statt 4 Trainer bezahlt werden kann. Das wirft die komplette Planung der Clubverantwortlichen über den Haufen.
 
Das heißt, dass der HSV die 7 Mio Abfindung für drei verschiedene Trainer einsparen muss und somit zur kommenden Saison nur noch mit der Beurlaubung einem statt 4 Trainern bezahlt werden kann. Das wirft die komplette Planung der Clubverantwortlichen über den Haufen.

Imho würde es wohl eher darauf hinauslaufen, daß der Leistungsträger Calhanoglu oder andere teure Spieler wie vdV, Adler, Westermann oder Janßen verscherbelt werden müssen.
 
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