Robin Dutt

Ich persönlich sehe uns drei Spieltage vor Saisonsschluss als quasi gesichert. Da passt das schon. Wir haben jetzt schon mehr Punkte als letzte Saison nach 34 Spielen. Ich denke das ist immer auch vor dem Hintergrund, dass hier doch einiges umgebaut wurde, als Erfolg verbuchen kann.

Ich sehe uns auch als gerettet an, die Vereine hinter uns sind in Summe einfach zu schlecht als das sie ALLE noch die notwendige Punktzahl holen würden um uns einzuholen. Aber man sollte niemals Nürnberg vergessen, daher muss die Mannschaft gegen Berlin noch mal mit dem Messer zwischen den Zähnen alles geben und die Sache auch rechnerisch klarmachen (wenn sich das nächste Woche nicht sogar schon von sich aus rechnerisch ergibt, selbst wenn wir in München untergehen sollten).

Hoffenheim lebt von der individuellen Klasse. Da ist eigentlich keine taktische Entwicklung zu erkennen.

Das will ich in der Tiefe jetzt gar nicht mal analysieren, sicherlich verfügt Hoffenheim über gute Einzelspieler, die muss man aber im Verbund auch erst mal vernünftig aufeinander einstellen (defensiv scheint das zum Beispiel nicht wirklich zu sitzen, bei der Zahl an Gegentoren). Es war ja kein Zufall das die nur von Dortmunds Gnaden nicht abgestiegen sind, da ist letztlich unter Gisdol doch einiges passiert und es wäre etwas arg billig das nur auf Einzelspieler zu schieben, mMn.
 
Glücklicherweise hat die Mannschaft jedes mal noch die Kurve bekommen ehe es richtig brennen konnte (erstmalig gegen Leverkusen beispielsweise) aber das was Stuttgart und Hamburg gerade erleben war für uns locker auch drin.

Hat es aber nicht und das hat auch seine Gründe. U.a. dass man in Bremen die Situation realistischer eingeschätzt und dementsprechend gehandelt hat. Auch das ist eine Qualität, mit der man verdienterweiser jetzt genau dort steht, wo man steht. Man kann doch nicht immer alles Positive bei Werder mit der Schwäche der anderen relativieren.

Hoffenheim beispielsweise hat am 26. Spieltag alles klargemacht, das nenne ich mal relativ frühzeitig.

Nix hat Hoffenheim am 26. Spieltag gemacht. Da standen die 9 Punkte vor dem Relegationsplatz bei noch 24 zu erreichenden Punkten. Hoffenheim war genau einen Spieltag früher als wir sicher gerettet.
 
Ich würde die Aussage von TE, wonach man frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollte, so deuten, dass es eben keine do-or-die-Spiele gibt. Die gab es aber diese Saison. Hätten wir gegen den HSV verloren, wären wir mitten drin im Abstiegskampf gelandet.

Hätten wir gegen Leverkusen verloren, dann hätte es im Winter richtig geknallt und so wie wir ja dann aus dem Winter gekommen sind, wären wir komplett unten drin gestanden. Nun ist hätte-wenn-und-aber immer so eine Sache, schließlich hat es die Mannschaft jedes mal geschafft sich aus eigener Kraft vor einem Totalabsturz zu retten. Aber wir standen regelmäßig vor so einem Absturz und dies wird auch ein Grund dafür sein, das unser Nachwuchs schlussendlich so wenig Einsätze bekommen hat.
 
Auch das ist eine Qualität, mit der man verdienterweiser jetzt genau dort steht, wo man steht. Man kann doch nicht immer alles Positive bei Werder mit der Schwäche der anderen relativieren.

Sicher ist das eine Qualität die wir anderen voraus haben. Man kann aber trotzdem nicht den Fakt relativieren, das wir sehr von der Schwäche anderer profitieren. Der Druck von unten ist einfach ein anderer wenn dir ein Team mit einem Punkt im Nacken sitzt oder wenn die unten es selbst halt regelmäßig nicht packen.

Nix hat Hoffenheim am 26. Spieltag gemacht. Da standen die 9 Punkte vor dem Relegationsplatz bei noch 24 zu erreichenden Punkten. Hoffenheim war genau einen Spieltag früher als wir sicher gerettet.

Mit 32 Punkten, 9 Punkten Vorsprung und einer Mannschaft die immer in der Lage ist aus eigener Kraft viele Chancen zu erspielen, ist man meiner Meinung nach schon sehr gut dabei. Am 27. Spieltag haben sie diesen Vorsprung dann gar auf 11 Punkte ausgebaut (wir dagegen hatten nur 5 Punkte Vorsprung auf die Reli) und waren damit 4 Punkte näher an den EL-Plätzen als an einem Reli-Platz. Ich denke schon das die dort ein paar Wochen vor uns sehr entspannt arbeiten konnten.
 
Hätten wir gegen Leverkusen verloren, dann hätte es im Winter richtig geknallt und so wie wir ja dann aus dem Winter gekommen sind, wären wir komplett unten drin gestanden. Nun ist hätte-wenn-und-aber immer so eine Sache, schließlich hat es die Mannschaft jedes mal geschafft sich aus eigener Kraft vor einem Totalabsturz zu retten. Aber wir standen regelmäßig vor so einem Absturz und dies wird auch ein Grund dafür sein, das unser Nachwuchs schlussendlich so wenig Einsätze bekommen hat.

Haben wir aber nicht. Hätten wir vorher gegen Berlin gewonnen, hätte man nicht die Verunsicherung zum Anfang der Rückrunde gehabt und hätte Platz 7 erreicht und EL nächste Saison gespielt :p

Werder stand eben nie vor dem Absturz. Vor dem Absturz stand man letzte Saison....
 
Es wird doch wohl kaum einer bestreiten wollen, dass der Klassenerhalt diese Saison bei schwächerem Kader als in der vergangenen souveränder geschafft wurde?

Ich hatte zwischendurch, obwohl ich immer der Meinung war, dass die Entlassung von TS und auch der Weggang von KA richtig waren, auch an RD gezweifelt. Momentan, bei den ersichtlichen Fortschritten, halte ich denn Mann aber für den Richtigen für unseren Verein.
 
Auch die Transferbilanz die TERD zu Verantworten haben ist eigentlich weitestgehend positiv. Makiadi ist immernoch, auch wenn sich zuletzt verbessert zeigte, eine leichte Enttäuschung. Aber sowohl Gracia, Caldirola als auch Di Santo sind für unsere Verhältnisse gute Transfers. Obraniak kann man noch nicht abschließend beurteilen, da er sich zunächst an die Bundesliga gewöhnen muss. Die Ansätze, die er aber durchaus schon zeigte, stimmen einen eher positiv.
Gehe daher eher optimistisch in die Zukunft ohne eben tabellenplatzmäßig zuviel zu erwarten. Ich wünsche mir, dass die nächste Saison ein bisschen entspannter wird und wir vielleicht im Pokal mal wieder ein, zwei Runden weiterkommen. Vielleicht auch mal wieder mit nem schönen Heimspiel am Dienstagabend gegen Bayern oder so.

1899% Zustimmung :tnx::tnx::tnx:

Die Entwicklung der Neuverpflichtungen geht mit der Entwicklung der Mannschaft konform: es ist noch längst nicht alles rosig, aber das bisher Gezeigte läßt die Hoffnungsschimmer zu, daß diese Transfers ihren Beitrag dazu leisten können, daß wir in punkto Abstiegsgefahr ruhigere Zeiten erleben; auch wenn dies kein Selbstläufer wird, sondern nur mit harter und konzentrierter Arbeit zu bewerkstelligen ist.
 
Ich sehe uns auch als gerettet an, die Vereine hinter uns sind in Summe einfach zu schlecht als das sie ALLE noch die notwendige Punktzahl holen würden um uns einzuholen. Aber man sollte niemals Nürnberg vergessen, daher muss die Mannschaft gegen Berlin noch mal mit dem Messer zwischen den Zähnen alles geben und die Sache auch rechnerisch klarmachen (wenn sich das nächste Woche nicht sogar schon von sich aus rechnerisch ergibt, selbst wenn wir in München untergehen sollten).
Was redest du da eigentlich?
Nürnberg kann Werder nicht mehr gefährlich werden. Der HSV könnte Werder noch einholen, müsste dazu aber 9 Punkte in 3 Spielen AUFHOLEN. Selbst wenn Werder jetzt den Spielbetrieb einstellen würde, wäre der Klassenerhalt gesichert, weil ein 6er im Lotto wahrscheinlicher ist als 3 Siege vom HSV....
 
Es wird doch wohl kaum einer bestreiten wollen, dass der Klassenerhalt diese Saison bei schwächerem Kader als in der vergangenen souveränder geschafft wurde?

Ich hatte zwischendurch, obwohl ich immer der Meinung war, dass die Entlassung von TS und auch der Weggang von KA richtig waren, auch an RD gezweifelt. Momentan, bei den ersichtlichen Fortschritten, halte ich denn Mann aber für den Richtigen für unseren Verein.

Lach, ich denke mal, dass Du Dich noch sehr wundern wirst :D....

Es gab ja zur Mitte der HR einen Knick. Eben als Dutt - wohl unter dem Druck offensiv spielen zu sollen - sein offensives Konzept umsetze und dies nicht funktionierte. Wie er dann das Team wieder aufbaute, wir er die Taktik zu RR so umbaute, war schon erstaunlich, mutig und klappte hervorragend. Inzwischen spielt man auch wieder mit einem normalen Spielaufbau und auch durchaus gut. Die Mannschaft ist in Takt...es wäre schön, wenn wir Berlin noch schlagen könnten und vielleicht die Bayer-Jungs ärgern können.
 
Lach, ich denke mal, dass Du Dich noch sehr wundern wirst :D....

Es gab ja zur Mitte der HR einen Knick. Eben als Dutt - wohl unter dem Druck offensiv spielen zu sollen - sein offensives Konzept umsetze und dies nicht funktionierte. Wie er dann das Team wieder aufbaute, wir er die Taktik zu RR so umbaute, war schon erstaunlich, mutig und klappte hervorragend. Inzwischen spielt man auch wieder mit einem normalen Spielaufbau und auch durchaus gut. Die Mannschaft ist in Takt...es wäre schön, wenn wir Berlin noch schlagen könnten und vielleicht die Bayer-Jungs ärgern können.

Nee, kenne ja dieses Forum.

However. Ich bin froh, dass sich endlich nach einer gefühlten Ewigkeit, was tut und ich mit Werder wieder mitfiebern kann, wieder eine Hoffnung haben kann und endlich wieder Emotionen spüre.
 
Es muss doch mittlerweile bei allen Mitforisten durchgestellt sein, dass die Werderzeiten unter KATS ENDGÜLTIG vorbei sind und man diese größtenteils wunderschöne Zeit nun mal langsam abhaken muss. Ich habe mich damit abgefunden. Viele ganz offensichtlich noch nicht, wie ich den Beiträgen von Maddin oder Campino (zumindest partiell) entnehme. Ziele, Ansprüche und finanzielle Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert. Manche wollen oder können das nicht wahrhaben. Da haben wir schon oft genug drüber palavert. Es geht um einen mittelfristigen Neuaufbau, der vier bis sechs Jahre dauern kann und an dessen Ende nicht zwingend die Europaliga steht. Ich unterstelle TERD, dass sie das völlig klar sehen und sich interessiert ansehen werden, wie Erfolgsmodelle wie Augsburg oder in der Vergangenheit auch Freiburg funktioniert haben. Es gab eine Zeit beim SCF unter Volker Finke, in der viele unbekannte (Süd-)Osteuropäer, deren Name mit dem Kürzel "....willi bzw. vili" endete einen sehr guten Fußball gespielt und überrascht haben. Insofern ist bei TERD mangels finanzieller Masse künftig Kreativität, Einfallsreichtum und auch jede Menge Pragmatismus gefragt. Selbstverständlich läuft man dabei auch das Risiko, gegen den Abstieg zu spielen...TERD sind sich imho völlig klar darüber, dass sie aus der Not eine Tugend machen und (junge unbekannte)Spieler auftreiben müssen, die einen Vertrag bei Werder als die Chance ihres Lebens begreifen (also quasi das Gegenmodell zu einem Arnautovic) und sich dafür zerreißen. Das erfordert Charakter, Kameradschaft, Disziplin, Leistungswillen. Solche jungen namenlosen Spieler müssen TERD auftreiben....

:tnx:

Jepp, es wäre in der Tat vermessen, daß zum Ende des mittelfristigen Aufbaus das Erreichen der EL stehen muß, denn damit würde man das Kind mit dem Bade ausschütten. Erst einmal muß man zusehen, daß man mittelfristig in so ruhige Gewässer fahren kann, in denen man nicht mehr in den Sog der Abstiegsgefahr gerät. Dieser Weg allein ist schon sehr steinig genug und bedarf daher dem Spielermaterial wie oben beschrieben.
 
Sicher ist das eine Qualität die wir anderen voraus haben. Man kann aber trotzdem nicht den Fakt relativieren, das wir sehr von der Schwäche anderer profitieren. Der Druck von unten ist einfach ein anderer wenn dir ein Team mit einem Punkt im Nacken sitzt oder wenn die unten es selbst halt regelmäßig nicht packen.

Mannschaften, die unten drin stecken zeichnen sich dadurch aus, dass sie es regelmäßig nicht packen. Das ist nicht Glück oder Pech, sondern zwangsläufig. Mit der Argumentation könntest du auch argumentieren, dass Bayern nicht Meister wurde, weil die so stark sind, sondern weil sie nur Glück hatten, dass alle anderen schwächer waren.

Ich denke schon das die dort ein paar Wochen vor uns sehr entspannt arbeiten konnten.

Du solltest dich schon mal entscheiden, was du jetzt als Maßstab nehmen willst: wann eine Mannschaft gesichert war oder ab wann man relativ entspannt arbeiten konnte. Fakt ist, dass am Ende alle Punkte gleich zählen - egal wann man sie gesammelt hat. Und Fakt ist auch, dass Hoffe jetzt gerade mal vier Punkte Vorsprung vor Werder hat. Das sind keine Welten.
 
:tnx:

Jepp, es wäre in der Tat vermessen, daß zum Ende des mittelfristigen Aufbaus das Erreichen der EL stehen muß, denn damit würde man das Kind mit dem Bade ausschütten. Erst einmal muß man zusehen, daß man mittelfristig in so ruhige Gewässer fahren kann, in denen man nicht mehr in den Sog der Abstiegsgefahr gerät. Dieser Weg allein ist schon sehr steinig genug und bedarf daher dem Spielermaterial wie oben beschrieben.

Wie aber schon festgestellt wurde. Vor dem letzten Spieltag gab es nur eine Mannschaft, die nicht mehr nach unten schauen musste oder nicht mehr noch oben blicken durften. Das sog. gesicherte Mittelfeld gibt es eben immer weniger. Die Liga hat sich doch ziemlich gewandelt. Es gibt die großen Beiden. Dann Schalke. Dann Leverkusen und Wolfsburg....danach werden die Plätze 6-18 ausgespielt...
 
Mit der Argumentation könntest du auch argumentieren, dass Bayern nicht Meister wurde, weil die so stark sind, sondern weil sie nur Glück hatten, dass alle anderen schwächer waren.

Dafür haben die Bayern wohl doch ein paar zu viele Punkte, aber die Argumentation könnte man glatt gelten lassen beim Titel des VfB bzw. beim verschenkten Titel von Werder (und Schalke) damals....;)

Du solltest dich schon mal entscheiden, was du jetzt als Maßstab nehmen willst: wann eine Mannschaft gesichert war oder ab wann man relativ entspannt arbeiten konnte.

Na wenn man mit dem Abstieg erst mal nichts mehr zu tun hat (und das darf bei 11 Punkten Vorsprung auf die Reli ja wohl angenommen werden), lässt es sich deutlich entspannter arbeiten als wenn man jeden Punkt holen MUSS um nicht eine böse Überraschung zu erleben. Und da hat Hoffenheim nun mal deutlich vor uns für klare Verhältnisse gesorgt. Und eben auch Berlin, selbst wenn wir die am Ende noch einholen könnten.
 
Und ich habe nach gefühlten Ewigkeiten mal wieder richtig Lust auf die neue Saison.

Nach der Umstellung 12/13 hatte ich richtig Bock auf die neue Saison, die Vorbereitung war klasse, die ersten Spiele sahen klasse aus. Wie es dann endete wissen wir. Dann ein neuer Trainer, Verein entstauben und Aufbruch, was kam war eine Hinrunde mit dem schlechtesten Fußball den ich je von Werder gesehen habe, zum Abgewöhnen. Aber DANN, Winterpause, an den Defiziten arbeiten, Aufbruch, richtig Bock auf die Rückrunde...und die ersten Spiele waren sogar noch schlechter, nichts zu sehen von der Euphorie nach dem Leverkusenspiel. Ich erwarte von der neuen Saison jetzt einfach mal gar nichts mehr, so kann es ja nur noch besser werden und man sitzt nach dem ersten Spieltag bzw. Pokalaus in Runde 1 nicht fassungslos zu Hause oder im Stadion ;)
 
Es wird doch wohl kaum einer bestreiten wollen, dass der Klassenerhalt diese Saison bei schwächerem Kader als in der vergangenen souveränder geschafft wurde?

Ich hatte zwischendurch, obwohl ich immer der Meinung war, dass die Entlassung von TS und auch der Weggang von KA richtig waren, auch an RD gezweifelt. Momentan, bei den ersichtlichen Fortschritten, halte ich denn Mann aber für den Richtigen für unseren Verein.

Man muss Dutt in der Tat auch mal Beifall klatschen, dass er mit einem schwaecheren Kader das Abstiegsgespenst vertrieben hat. Es ist auch im Unterschied zu der, fuer mich, grausamen Hinrunde ein spielerischer Aufwaertstrend erkennbar.

Im Einzelnen sind der Tormann-Wechsel, Stabilisierung der Defensive, die Leistungssteigerungen von Proedl, di Santo, Garcia, Bargi oder Elia sowie der Beleg, dass Werder auch mal offensiv ueberzeugen kann, Pluspunkte fuer RD.
 
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