Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Die schnelle Zufriendenheit ist eines der Fehler, die gemacht wurden - und diese beschränkt sich nicht nur auf den sportlichen Bereich sondern auch in der Vereinsführung.

Das meinte ich mit Grundproblem, sorry falls ich mich mißvertsändlich ausgedrückt haben sollte.

Meinst du damit, dass man in den erfolgreichen Jahren mehr hätte wagen sollen? Auch was z.B. wirtschaftliche Expansion usw. angeht? Es hat irgendwie immer zur Marke Werder gehört dem hanseatischen Wirtschaften und der Bescheidenheit treu zu bleiben. ICh denke nicht, dass dies unbedingt die Leistungsfähigkeit bremsen muss. Und ich denke auch nicht, dass es so wichtig für das Sportliche Auftreten ist, was Lemke oder Fischer von sich geben. Entscheidend is aufm Platz und da muss man in der Lage sein Woche für Woche sein persönliches Maximum an Leidenschaft abzurufen und ständig versuchen an seine Leistungsgrenze zu kommen.
Wenn man bspw. vor dieser Saison und auch jetzt immer wieder sagt, dass sich jeder Punkt hart erarbeitet werden muss, dann denke ich nicht, dass das auf irgendeiner zu schnellen Zufriedenheit fußt. Das ist der pure Realismus.
Ich glaube auch nicht, dass man aktuell zufrieden ist, oder es in den letzten Jahren war.
Den Zusammenhang zwischen der angeblichen Zufriedenheit und der sportlichen Talfahrt sehe ich irgendwie nicht. Sorry.
 
Meinst du damit, dass man in den erfolgreichen Jahren mehr hätte wagen sollen? Auch was z.B. wirtschaftliche Expansion usw. angeht? Es hat irgendwie immer zur Marke Werder gehört dem hanseatischen Wirtschaften und der Bescheidenheit treu zu bleiben. ICh denke nicht, dass dies unbedingt die Leistungsfähigkeit bremsen muss. Und ich denke auch nicht, dass es so wichtig für das Sportliche Auftreten ist, was Lemke oder Fischer von sich geben. Entscheidend is aufm Platz und da muss man in der Lage sein Woche für Woche sein persönliches Maximum an Leidenschaft abzurufen und ständig versuchen an seine Leistungsgrenze zu kommen.
Wenn man bspw. vor dieser Saison und auch jetzt immer wieder sagt, dass sich jeder Punkt hart erarbeitet werden muss, dann denke ich nicht, dass das auf irgendeiner zu schnellen Zufriedenheit fußt. Das ist der pure Realismus.
Ich glaube auch nicht, dass man aktuell zufrieden ist, oder es in den letzten Jahren war.
Den Zusammenhang zwischen der angeblichen Zufriedenheit und der sportlichen Talfahrt sehe ich irgendwie nicht. Sorry.

Oh ja, man hätte viel mehr versuchen sollen sich wirtschaftlich besser aufzustellen. Hanseatisches Wirtschaften ist gut und schön aber man hätte ein wenig mehr ins Risiko gehen müssen meiner Meinung nach um auch weiterhin oben zu bleiben.
Fand es immer schade, dass Werder zu Zeiten des Erfolgs sich nicht mal in der Sommervorbereitung mal in Asien präsentiert hat um neue Märkte zu erschließen. Genauso ist es für mich unverständlich warum man immer noch im Weserstadion spielt und bisher nicht den Stadionnamen verkauft hat.
 
Meinst du damit, dass man in den erfolgreichen Jahren mehr hätte wagen sollen?

Nein, sondern daß man bei schlechten Phasen nachhaltiger mit dem nötigen Maß an Druck als nur achselzuckend reagiert bzw. sich in Phrasen der heilen Werder-Familie flüchtet. Denn auch in Familien ist ein reinigendes Gewitter besser, als wenn man der guten Stimmung wegen die Probleme unter den Teppich kehrt - denn irgendwann ist der Haufen unter dem Teppich so groß, daß man hinfällt.
 
Meinst du damit, dass man in den erfolgreichen Jahren mehr hätte wagen sollen? Auch was z.B. wirtschaftliche Expansion usw. angeht? Es hat irgendwie immer zur Marke Werder gehört dem hanseatischen Wirtschaften und der Bescheidenheit treu zu bleiben. ICh denke nicht, dass dies unbedingt die Leistungsfähigkeit bremsen muss. Und ich denke auch nicht, dass es so wichtig für das Sportliche Auftreten ist, was Lemke oder Fischer von sich geben. Entscheidend is aufm Platz und da muss man in der Lage sein Woche für Woche sein persönliches Maximum an Leidenschaft abzurufen und ständig versuchen an seine Leistungsgrenze zu kommen.
Wenn man bspw. vor dieser Saison und auch jetzt immer wieder sagt, dass sich jeder Punkt hart erarbeitet werden muss, dann denke ich nicht, dass das auf irgendeiner zu schnellen Zufriedenheit fußt. Das ist der pure Realismus.
Ich glaube auch nicht, dass man aktuell zufrieden ist, oder es in den letzten Jahren war.
Den Zusammenhang zwischen der angeblichen Zufriedenheit und der sportlichen Talfahrt sehe ich irgendwie nicht. Sorry.

Man hätte die Zeichen der Zeit erkennen müssen und eben entsprechende Wege einschlagen müssen. Aber das wollte man eben nicht, weil es einige Jahre mit dem klassischen Weg gut ging. Das ist hier und in anderen Threads schon tausende Male durchgekaut worden vom Stadionumbau bis hin zu möglicher Öffnung für strategische Partner bis hin zur Auslandsvermarkung (in CL Zeiten).
Man war halt zufrieden mit dem "Werder-Weg" den Bauern und anderen vermeintlich Paroli bieten zu können. Wir habe auch tolle Dinge gesehen. Allerdings war da auch vieles eben schon kein Gold was vermeintlich glänzte. Wir haben zwar häufig die CL erreicht, aber haben dort eigentlich nich eine Saison wirklich geglänzt. Wir haben auch in der ganzen erfolgreichen Zeit unter TS "nur" eine Meisterschaft geholt. Das war zwar immernoch alles schön, aber es wäre da auch deutlich mehr drin gewesen. Aber man war eben zufrieden. Mit Grauen denke ich an 2007 zurück. Dennoch wurde hier nur von sehr wenigen mal ein kritisches Wort gefunden.
Man kann ja gerne diese Underdog-Image pflegen allerdings muss man damit rechnen, dass man irgendwann zum Underdog wird, wenn man nicht aufpasst. Ich habe in der Hinrunde oder war es zu Beginn der Saison mal so eine Liste aller Bundesligisten gemacht und wie ich deren finanzielle und infrastrukturellen Rahmenbedingungen einschätze. Und da kam Werder dann glaube ich auch nur noch auf Platz 11 oder 12.
 
also eines unser grössten Probleme ist eindeutig die zu schnelle selbstzufriedenheit . es kann doch nicht angehen das wir gegen den Tabellenletzten rein gar nichts auf die kette kriegen und man hinterher wieder behauptet man hätte gar nicht so schlecht gespielt und man wurde beschissen wegen dem Abseitstor . wie armselig ist es auf konter im eigenen stadion zuspielen , da versteh ich auch absolut die einstellung vom Trainer nicht . es ist ja gut und schön auf die defensive zu achten aber Konterspiel ist eindeutig nicht unsere stärke. und zu gestern fehlen mir absolut die Worte das ist echt arbeitsverweigerung . und beim nächsten sieg ist wieder alles knorke .... boah das nervt da muss doch mal einer richtig aufm Tisch hauen:ugly:
 
Nein, sondern daß man bei schlechten Phasen nachhaltiger mit dem nötigen Maß an Druck als nur achselzuckend reagiert bzw. sich in Phrasen der heilen Werder-Familie flüchtet. Denn auch in Familien ist ein reinigendes Gewitter besser, als wenn man der guten Stimmung wegen die Probleme unter den Teppich kehrt - denn irgendwann ist der Haufen unter dem Teppich so groß, daß man hinfällt.

Das ist Legenden-Bildung!

Zeig mal bitte Beispiele dafür auf.
 
Die schnelle Zufriedenheit ist eines der Fehler, die gemacht wurden - und diese beschränkt sich nicht nur auf den sportlichen Bereich sondern auch in der Vereinsführung.
QUOTE]

:tnx: Exakt das ist das Problem bei Werder seit Jahren auf allen Ebenen. Da gehören aber auch die Fans dazu, die in den vergangenen Jahren sich auch immer haben blenden lassen.
Jedwede Kritik wurde als Untergangsphantasie abgetan. Wenn eine negative Entwicklung einsetzt, muss man rechtzeitig gegensteuern. D.h. nicht, dass man sofort den Trainer entlässt!!!
Sondern man hinterfragt, was schief gelaufen ist. Man analysiert und versucht sein Konzept mit den marktgängigen Konzepten abzugleichen. Wenn man Jahr für Jahr die gleichen Fehler sieht, hat das doch Gründe!
Werders Maxime heißt Kontinuität. Das haben sie zu ihrem Credo ernannt.
Stillstand bedeutet nicht selten Rückschritt. In Bremen bedeutet das "Schön war die Zeit". Man hat viel zu lange zugewartet: das gilt beim Trainerstab, beim Scouting, in der Nachwuchsarbeit und auch für das Marketing. Man rennt schon seit Jahren der Musik hinterher. Nur hat man es sich immer schön geredet. Das Ergebnis sehen wir jetzt.
 
Meinst du damit, dass man in den erfolgreichen Jahren mehr hätte wagen sollen? Auch was z.B. wirtschaftliche Expansion usw. angeht? Es hat irgendwie immer zur Marke Werder gehört dem hanseatischen Wirtschaften und der Bescheidenheit treu zu bleiben. ICh denke nicht, dass dies unbedingt die Leistungsfähigkeit bremsen muss. Und ich denke auch nicht, dass es so wichtig für das Sportliche Auftreten ist, was Lemke oder Fischer von sich geben. Entscheidend is aufm Platz und da muss man in der Lage sein Woche für Woche sein persönliches Maximum an Leidenschaft abzurufen und ständig versuchen an seine Leistungsgrenze zu kommen.
Wenn man bspw. vor dieser Saison und auch jetzt immer wieder sagt, dass sich jeder Punkt hart erarbeitet werden muss, dann denke ich nicht, dass das auf irgendeiner zu schnellen Zufriedenheit fußt. Das ist der pure Realismus.
Ich glaube auch nicht, dass man aktuell zufrieden ist, oder es in den letzten Jahren war.
Den Zusammenhang zwischen der angeblichen Zufriedenheit und der sportlichen Talfahrt sehe ich irgendwie nicht. Sorry.

:tnx:

Ich bin sehr froh, dass Werder im Gegensatz zum ebenfalls in einer, etwas weiter nord-östlich gelegenen, Hansestadt ansässigen HxV tatsächlich hanseatisch wirtschaftet. Auch Werder ist ins Risiko gegangen, aber eben meistens überschaubar. Im Fall des Aufbaus einer CL-reifen Mannschaft war das Risiko zu hoch, das Tempo zu krass. In dem Fall wäre man auf internationale Vermarktung angewiesen, um die teure Mannschaft dauerhaft finanzieren und permanent erneuern zu können. Diese internationale Vermarktung lässt sich aber nicht erzwingen. Gerade vor wenigen Tagen sagte Lemke doch in einem Interview, dass den Verantwortlichen seit Jahren vorschwebte, in Asien aktiv zu werden, Trainingslager dort abzuhalten. Der DFB, bzw. die DFL hat diesen Schritt aber angeblich erschwert, weil man den Markt als Verband selbst erst bearbeiten wollte. Internationale Vermarktung hört sich in der Tat gut an, wäre absolut wünschenswert gewesen, lässt sich aber nur schwer umsetzen, wenn man nicht gerade Bayern München, Real Madrid oder Manchester United heißt.
 
Nein, sondern daß man bei schlechten Phasen nachhaltiger mit dem nötigen Maß an Druck als nur achselzuckend reagiert bzw. sich in Phrasen der heilen Werder-Familie flüchtet. Denn auch in Familien ist ein reinigendes Gewitter besser, als wenn man der guten Stimmung wegen die Probleme unter den Teppich kehrt - denn irgendwann ist der Haufen unter dem Teppich so groß, daß man hinfällt.

Das man ein bisschen selbstzufrieden wird bzw. sich eine gewisse Routine einstellt, wenn man jahrelang erfolgreich in der selben Zusammensetzung arbeitet ist irgendwo klar. Inwiefern sich der sportliche Niedergang aber hätte vermeiden lassen können, wenn man eher auf irgendwelchen Positionen externe Leute ohne Werder-Vergangenheit geholt hätte, ist reine Spekulation. Und inwiefern man sich intern hart auseinandergesetzt hat, weiß auch keiner.
Klar ist für mich, dass der ganze Verein ohne KATS Zeit braucht, um sich neu zu orientieren.

@Feli
Ich finde, dass man mit dem dauerhaften Erreichen der CL zufrieden sein konnte, auch wenn man da nicht die große Rolle gespielt hat. Inwiefern man in den erfolgreichen Jahren die Basis hätte legen können, Werder dauerhaft in der erweiterten europäischen Spitze zu etablieren, sehe ich in dem Umfeld hier einfach nicht. Damit will ich nicht verheimlichen, dass gravierende Fehler, wie bspw. beim Stadion gemacht wurden.
 
:tnx:

Ich bin sehr froh, dass Werder im Gegensatz zum ebenfalls in einer, etwas weiter nord-östlich gelegenen, Hansestadt ansässigen HxV tatsächlich hanseatisch wirtschaftet. Auch Werder ist ins Risiko gegangen, aber eben meistens überschaubar. Im Fall des Aufbaus einer CL-reifen Mannschaft war das Risiko zu hoch, das Tempo zu krass. In dem Fall wäre man auf internationale Vermarktung angewiesen, um die teure Mannschaft dauerhaft finanzieren und permanent erneuern zu können. Diese internationale Vermarktung lässt sich aber nicht erzwingen. Gerade vor wenigen Tagen sagte Lemke doch in einem Interview, dass den Verantwortlichen seit Jahren vorschwebte, in Asien aktiv zu werden, Trainingslager dort abzuhalten. Der DFB, bzw. die DFL hat diesen Schritt aber angeblich erschwert, weil man den Markt als Verband selbst erst bearbeiten wollte. Internationale Vermarktung hört sich in der Tat gut an, wäre absolut wünschenswert gewesen, lässt sich aber nur schwer umsetzen, wenn man nicht gerade Bayern München, Real Madrid oder Manchester United heißt.

:tnx: Exakt. Genauso ist es.
Hier sind zu viele im Forum unterwegs, die glauben, dass Werder 2-3 x nach China fliegt und mit 20 Mio€ Sponsorengelder zurückkommt.
Das ist doch blanker Unsinn.
Stattdessen hat man sich in den guten Jahren immer auf die Fernsehgelder und somit auf den sportlichen Erfolg verlassen. Immer getreu dem Motto "KATS werden es schon irgendwie richten". Das ist jahrelang gut gegangen. Als es schlechter lief hat man lieber abgewartet.
 
:tnx: Exakt das ist das Problem bei Werder seit Jahren auf allen Ebenen. Da gehören aber auch die Fans dazu, die in den vergangenen Jahren sich auch immer haben blenden lassen.

Jedwede Kritik wurde als Untergangsphantasie abgetan. Wenn eine negative Entwicklung einsetzt, muss man rechtzeitig gegensteuern. D.h. nicht, dass man sofort den Trainer entlässt!!!
Sondern man hinterfragt, was schief gelaufen ist. Man analysiert und versucht sein Konzept mit den marktgängigen Konzepten abzugleichen. Wenn man Jahr für Jahr die gleichen Fehler sieht, hat das doch Gründe!
Werders Maxime heißt Kontinuität. Das haben sie zu ihrem Credo ernannt.
Stillstand bedeutet nicht selten Rückschritt. In Bremen bedeutet das "Schön war die Zeit". Man hat viel zu lange zugewartet: das gilt beim Trainerstab, beim Scouting, in der Nachwuchsarbeit und auch für das Marketing. Man rennt schon seit Jahren der Musik hinterher. Nur hat man es sich immer schön geredet. Das Ergebnis sehen wir jetzt.

:tnx:

Exakt. Wie war denn der Tenor von manchen Fans, als z.B. 2007 trotz einer hervorragenden Ausgangsposition der Titel verschenkt wurde. "Wir wurden doch Dritter, Saionziel somit erreicht" oder "das Wechsel-Theater von Klose hat uns den Titel gekostet". Größere Kritik seitens der Fans oder der Vereinsführung? Fehlanzeige.

Wohl auch deshalb, weil schon seit Rehhagel-Zeiten sachliche Kritik persönlich genommen und somit überzogen darauf reagiert wurde (Stichwort Heimniederlage gegen Mjöndalen). Und auch dieser Beißreflex macht vor Fans nicht halt, denn im Forum wurde/wird sachliche Kritik schnell als Forderung nach nach rollen Köpfen hochstilisiert.
 
Das man ein bisschen selbstzufrieden wird bzw. sich eine gewisse Routine einstellt, wenn man jahrelang erfolgreich in der selben Zusammensetzung arbeitet ist irgendwo klar. Inwiefern sich der sportliche Niedergang aber hätte vermeiden lassen können, wenn man eher auf irgendwelchen Positionen externe Leute ohne Werder-Vergangenheit geholt hätte, ist reine Spekulation. Und inwiefern man sich intern hart auseinandergesetzt hat, weiß auch keiner.
Klar ist für mich, dass der ganze Verein ohne KATS Zeit braucht, um sich neu zu orientieren.

@Feli
Ich finde, dass man mit dem dauerhaften Erreichen der CL zufrieden sein konnte, auch wenn man da nicht die große Rolle gespielt hat. Inwiefern man in den erfolgreichen Jahren die Basis hätte legen können, Werder dauerhaft in der erweiterten europäischen Spitze zu etablieren, sehe ich in dem Umfeld hier einfach nicht. Damit will ich nicht verheimlichen, dass gravierende Fehler, wie bspw. beim Stadion gemacht wurden.

:tnx:
 
@Feli
Ich finde, dass man mit dem dauerhaften Erreichen der CL zufrieden sein konnte, auch wenn man da nicht die große Rolle gespielt hat. Inwiefern man in den erfolgreichen Jahren die Basis hätte legen können, Werder dauerhaft in der erweiterten europäischen Spitze zu etablieren, sehe ich in dem Umfeld hier einfach nicht. Damit will ich nicht verheimlichen, dass gravierende Fehler, wie bspw. beim Stadion gemacht wurden.

Wir haben uns eben nicht dauerhaft in der CL festgesetzt, weil wir glaubten, dass es eben mal so einfach weitergeht. Aber du musst dich auch mitentwickeln und die Entwicklungen um dich herum darfst du nicht verpennen. Das gilt für das sportliche wie für alles andere auch.

:tnx: Exakt. Genauso ist es.
Hier sind zu viele im Forum unterwegs, die glauben, dass Werder 2-3 x nach China fliegt und mit 20 Mio€ Sponsorengelder zurückkommt.
Das ist doch blanker Unsinn.
Stattdessen hat man sich in den guten Jahren immer auf die Fernsehgelder und somit auf den sportlichen Erfolg verlassen. Immer getreu dem Motto "KATS werden es schon irgendwie richten". Das ist jahrelang gut gegangen. Als es schlechter lief hat man lieber abgewartet.


Das glaube ich zumindest nicht. Es ist nur einer von vielen kleinen Mosaiksteinchen, die man damals hätte gehen müssen, um Werder als Marke auch international stärker aufzustellen. Was dabei in Euronen rumgekommen wäre, kann man denke ich nicht genau beziffern. Aber auf jeden Fall lässt sich allein mit Merchandise gutes Geld verdienen. Asien ist ja nicht der einzige Markt.

@Doc
Der HSV hat zwei ganz gravierende Probleme. Sie leben in der Vergangenheit und die internen Strukturen sind bis dato immernoch eine Katastrophe auch wenn das nun versucht zu ändern.
 
:tnx: Exakt. Genauso ist es.
Hier sind zu viele im Forum unterwegs, die glauben, dass Werder 2-3 x nach China fliegt und mit 20 Mio€ Sponsorengelder zurückkommt.
Das ist doch blanker Unsinn.

Jepp, dazu hatte ich vor etwa mehr als einer Woche in diesem Thread nachstehendes geschrieben, als es um die Auslandsvermarktung ging:

Werder alleine wohl kaum, zumindest nicht in einem Rahmen, der sprübare Mehreinnahmen gebracht hätte. Die Bundesliga hat es im Gegensatz zu der englischen Premier League und der spanischen Primera Divison es versäumt, sich auf solchen Plattformen zu vermarkten, um so überhaupt die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einzelvermarktung ihrer Vereine zu schaffen. Man hat ja gesehen, wie lange der FC Bayern hinterhergechelt ist, um sich von dem Kuchen, den die Spitzenklubs aus England und Spanien unter sich aufteilen, mehr als nur ein paar Krümel abzubekommen. Dies ist ihm erst in den letzten 4 Jahren gelubgen, wobei ihnen der CL-Sieg 2013 den entscheidenen Schub gegeben hat. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt: CL-Teilnehmer, die es nicht weiter als bis ins 1/8-Finale schafften, gibt es eine Menge, also warum sollte sich eine größere Anzahl an Fußballfans z.B. in Asien ausgerechnet für so einen Club interessieren anstatt für einen der Dauerteilnehmer ab 1/4-Finale aufwärts?
 
:tnx: Exakt. Genauso ist es.
Hier sind zu viele im Forum unterwegs, die glauben, dass Werder 2-3 x nach China fliegt und mit 20 Mio€ Sponsorengelder zurückkommt.
Das ist doch blanker Unsinn.
Stattdessen hat man sich in den guten Jahren immer auf die Fernsehgelder und somit auf den sportlichen Erfolg verlassen. Immer getreu dem Motto "KATS werden es schon irgendwie richten". Das ist jahrelang gut gegangen. Als es schlechter lief hat man lieber abgewartet.

Als Lemke Manager war, hat er die sportlichen Angelegenheiten allein Rehhagel überlassen, weil er selbst keine Ahnung davon hatte.

Das ist in meinen Augen eigentlich eine klügere Entscheidung als wenn er sich, wie in vielen anderen Vereinen auch üblich (Kind in Hannover, Tönnies auf Schalke, usw.), eingemischt hätte.

Insofern halte ich die grundsätzliche Aufgaben-Verteilung bei Werder eigentlich für sinnvoll. Das Problem ist, dass man sich auf zu wenige Personen verlassen hat (erst Rehhagel, dann KATS, jetzt TERD). Es fehlt wohl in der Tat ein wenig an einem fußballerisch kompetenten Regulativ zu den jeweils Verantwortlichen. Ich frage mich, warum ein kluger Mann wie Marco Bode da nicht mehr Verantwortung übernimmt bzw. diese nicht übertragen bekommt.
 
Jepp, dazu hatte ich vor etwa mehr als einer Woche in diesem Thread nachstehendes geschrieben, als es um die Auslandsvermarktung ging:

Als Beispiel könnte man den Nahen Osten. Kenne mich da ja nun ein bisschen aus. Der deutsche ist neben den spanischen Fussball dort der mit Abstand populärste. Die deutsche Nationalmannschaft ist unglaublich beliebt. Und man kennt eben auch die Kicker der deutschen CL Teilnehmer. Gerade der noch junge Özil hat sehr früh sehr viele Fans dort gehabt. Ich bin des öfteren gefragt worden, ob ich nicht entsprechende Trikots besorgen kann, denn die bekommt man als Original dort nicht zu kaufen. Übers Internet ist es entsprechend schwierig wegen der Zollbestimmungen.

Damit wären kurzfristig sicherlich keine Millionen zu verdienen gewesen, aber es gibt in der Region durchaus eine menge Kohle abzugreifen. Es muss ja keiner wie Hasan Ismaik seien.
 
:tnx:

Exakt. Wie war denn der Tenor von manchen Fans, als z.B. 2007 trotz einer hervorragenden Ausgangsposition der Titel verschenkt wurde. "Wir wurden doch Dritter, Saionziel somit erreicht" oder "das Wechsel-Theater von Klose hat uns den Titel gekostet". Größere Kritik seitens der Fans oder der Vereinsführung? Fehlanzeige.

Wohl auch deshalb, weil schon seit Rehhagel-Zeiten sachliche Kritik persönlich genommen und somit überzogen darauf reagiert wurde (Stichwort Heimniederlage gegen Mjöndalen). Und auch dieser Beißreflex macht vor Fans nicht halt, denn im Forum wurde/wird sachliche Kritik schnell als Forderung nach nach rollen Köpfen hochstilisiert.

Selbst wenn ich exakt in Dein beschriebenes Bild passe, möchte ich doch entgegnen: Der Titel 2007 wurde natürlich nicht "verschenkt"! Du selbst solltest wissen, dass man nicht alles im Sport planen kann.

Würdest Du den verschossenen Kutzop-Elfer 1986 auch als verschenkten Meister-Titel bezeichnen? Für wieviele Millionen Euro bzw. DM würdest Du Kutzop dann in Haftung nehmen? :confused:
 
Das man ein bisschen selbstzufrieden wird bzw. sich eine gewisse Routine einstellt, wenn man jahrelang erfolgreich in der selben Zusammensetzung arbeitet ist irgendwo klar.

Nicht unbedingt. Selbstzufriedenheit und Betriebsblindheit sind, gerade wenn sie miteinander kombiniert werden, gefährliche Wegbegleiter.

Aber aus meiner persönlichen Erfahrung mit meinen Vorgesetzten weiß ich, daß man hier erfolgreich gegensteuern kann, indem die Führung es versteht, mit einer Kombination aus Motivation und den mahnenden Worten diese Selbstgefälligkeit zu verhindern.
 
...

Das glaube ich zumindest nicht. Es ist nur einer von vielen kleinen Mosaiksteinchen, die man damals hätte gehen müssen, um Werder als Marke auch international stärker aufzustellen. Was dabei in Euronen rumgekommen wäre, kann man denke ich nicht genau beziffern. Aber auf jeden Fall lässt sich allein mit Merchandise gutes Geld verdienen. Asien ist ja nicht der einzige Markt.
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Nein. Natürlich kann man mit der Erschließung neuer Märkte frisches Geld akquirieren. Aber als Werder ohne die DFL nach Asien oder den Orient zu bereisen, macht keinen Sinn. Das kann man als ManU oder Real Madrid machen, weil deren Namen Strahlkraft haben. Das gilt nicht für Werder.

Werder hat sich immer als den klassischen Arbeiterverein und das Gegenstück zum CSU Hoeness verstanden. Der Einzige, der andere Wege gehen wollte, war Dr Born. Seine Ausbootung ist bekannt und wer dafür verantwortlich ist. Lemke hat dies auch gerne als Klassenkampf gegen die Bajuwaren hochstilisiert, was völliger Unsinn ist. Profifußball ist rein kapitalistisch, speziell seit Bosman und dem Einsteigen von Investoren/Oligarchen im Ausland. Ist zwar bedauerlich, aber leider nicht zu ändern.
Der besagte Lemke träumt nächste Saison von der EL und Werder wird evtl. gegen Aue und Dresden spielen. :unfassbar:
Man muss sich auch mal vergegenwärtigen, das mit dem BTSV, dem HSV und Werder u.U. drei norddeutsche Clubs in die 2. Liga gehen. Bei aller Häme über den HSV sollten wir unser eigenes drohendes Schicksal nicht ausblenden.
 
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