Ich wundere mich ein wenig, dass angesichts der (jedenfalls für mich wenig überraschenden) Situation, dass derzeit kein Stürmer mehr zur Verfügung steht (und man darauf hoffen muss, dass einer, der bislang mehr oder weniger noch gar nicht für den SV Werder aufgelaufen ist, wieder einsatzfähig wird), nicht ein wenig Kritik an der Arbeit des Sportdirektors zu Saisonbeginn aufkommt bzw. erneuert wird.
Als ich letzte Woche zufällig das vom Verein zu Saisonbeginn veröffentlichte Saisonheft in die Finger bekam, habe ich mich köstlich über die Doppelseite "Sturm" amüsiert. Bis auf Nils Petersen und - den in dieser Rubrik mit aufgeführten - Elia haben die Verantwortlichen des SV Werder gleich mal alle dort aufgeführten Stürmer entweder verkauft oder verliehen. Als Ersatz für die ganzen Sportkameraden hat man lediglich den vereinslosen Di Santo geholt, bei dem auch nicht selbstverständlich erscheint, dass er sich zu einem fähigeren Stürmer entwickeln wird, als die ganzen abgegebenen.
Wenn der einzig verbliebene Stürmer, der eine gewisse Bundesligatauglichkeit nachgewiesen hat (und selbst bei ihm hatten ja durchaus nicht alle Werder-Anhänger dafür plädiert, ihn für 3 Mio zu holen) sich mal den Fuß verknackst, was dann ? Die Frage hatte jedenfalls ich mir vor der Saison gestellt.
Für mich ist die nunmehr eingetretene Situation ein deutlich sichtbarer Nachweis schlechter Arbeit der sportlich Verantwortlichen !
Wer auch immer wieviel Anteile an solch einer Harakiri-Politik auf sich verbuchen kann - Thomas Eichin sollte jedenfalls im Zweifelsfall auch zu den Verantwortlichen zählen.
Aber - da es hier so ruhig ist, stehe ich mit dieser Wahrnehmung wohl eher allein ?!